Mitmachthema Strandgut!

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Moin,

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D800 mit Peleng 8mm 3,5 Fisheye​

Gruß
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Am Strand von Chittagong gibt es großes "Strandgut" zu entdecken.

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Bei einer Springflut werden die Schiffe mit maximaler Maschinenleistung
auf den Strand gesetzt, das sogenannte "Beaching".

Dann werden Löcher in den Rumpf geschnitten, um brauchbare Teile zu bergen (z.B. Motoren).

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Die Schiffe werden anschliessend in große Stücke zerschnitten.
Um die abgetrennten Teile an Land zu ziehen,
müssen die Seile zu den Schiffen gezogen werden.

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Die Seile weden dann an den Stücken befestigt.
Eine große Seilwinde zieht sie dann an Land.

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Am Strand werden dann die Teile komplett zerlegt.

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Die zerschnittenen Bleche und Rohre, etc. werden wieder sortiert und gestapelt.

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Die Abwrackwerften sind das größte "Stahlwerk" in Bangladesch.
Aus den gewonnenen Materialien werden in Dhakar wieder neue Schiffe gebaut.
Aber das ist dann eine andere Geschichte.

In Chittagong werden ca. 30-40% der weltweit ausgemusterten Schiffe verschrottet.
Diese Schiffe wurden von uns gebaut,
haben unsere Produkte über die Weltmeere transportiert
und werden dann gegen Millionensummen zum Abwracken verkauft.
Die Abwrackwerften bieten ca. 150.000 Menschen Arbeit.
Nach dem Film "Eisenfresser" mit einer sehr kritischen Berichterstattung,
sind Fotografen auf den Abwrackwerften nicht gern gesehen.
Alle Werften sind mit Werksschutz und Sicherheitspersonal abgeriegelt.
Durch gute Beziehungen unseres Reiseveranstalters und die
Zahlung von "Unter-Table-Fees" und ein paar Buddels Hochprozentigem,
konnten wir für eine knappe halbe Stunde eine Werft besuchen.
Kommt man der Nachbarwerft etwas zu nahe, wird das Wachpersonal sehr aggresiv.
Es ist ein Millionengeschäft und man läßt sich nicht gerne in die Karten schauen.
 
Kommentar
@ Kiboko: Danke, Bernd, für den interessanten und mit aussagestarken Fotos unterlegten Bericht. Was geschieht dort mit dem Altöl, restlichen Treibstoff usw. aus den Wracks? Weißt du etwas darüber?
 
Kommentar
@ Was geschieht dort mit dem Altöl, restlichen Treibstoff usw. aus den Wracks? Weißt du etwas darüber?

Auf meiner Reise habe ich nicht gesehen, dass hier mutwillig
Altöl oder Treibstoff ins Meer geleitet wird.

In Bangladesch ist auch restlicher Treibstoff oder Öl wertvoll und
noch zu Geld zu machen.

Auch wurde kein Schiff abgefackelt, oder zeigte massive Brandspuren.
Bei einer abendlichen Bootsfahrt bei Flut von der Seeseite konnten wir
in aufgeschnittene Schiffe reinschauen. In diesen Schiffen waren
teilweise viele Fässer zu sehen. Aber auf dem 1. Bild ist zu sehen,
dass auch die Fässer an Land transportiert werden.

Aber man muss auch davon ausgehen, dass Reste in die Umwelt gelangen.
Früher wurde auch in Schiffen Asbest zu Isolationszwecken verbaut.
Dämmungen wurden jedenfalls mit "durchgesägt".
Die abgeschnittenen Teile fallen dann nach unten und bei Flut ins Wasser.

Zwischen den Schiffen habe ich aber auch ein paar Reiher und
Schlammspringer fotografiert.
Fischer und Angler sind ebenfalls unterwegs.
Ganz versucht scheint der Strand noch nicht zu sein,
auch wenn sich über Abfälle, Gifte und Nahrungsketten in Bangladesch
wohl eher weniger Gedanken gemacht werden.
Nich umsonst tritt das Sichheitspersonal der Abwrackwerften
sehr aggresiv gegen fotografierende Touristen auf.
Auch wenn man auf öffentlichen Grund steht, z.B. einen Weg
zum "Strand" zwischen zwei Werften, wird man sofort vom Sicherheitsdienst verjagd.

Ganz interessant sind auch die Luftbilder in Google maps.
Der Strand mit den Abwrackwerften befindet sich nördlich von
Chittagong. Auf den Bidlern sind rund 70 Schiffe zu sehen.

Hier noch ein paar Bilder von der Seeseite bei Flut:

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Mehr Bilder aus Bangladesch gibt es in einen Reisebericht.
Da ich aber erst die Hälfte der Bilder gesichtet habe,
bitte ich noch um etwas Geduld.
 
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