Kandy-Esala-Perahera
Buddha war im Jahr 480 v. Chr. ins Nirvana eingegangen und seine Leiche wurde vor den
Toren der Stadt Kusinara in Nordindien verbrannt. Der Überlieferung nach wurden vier
Zähne und ein Schlüsselbein von dem Weisen Khema aus der Asche gerettet. Einer der
vier Zähne landete über viele Umwege in der Stadt Kandy.
Schwertkämpfer
Trommler
Feuer-Artisten
Hunderttausende von Gläubigen und Scharen von Touristen zieht es im Juli/August nach
Kandy, der alten Königsstadt im Bergland von Sri Lanka, um den Höhepunkt der Kandy-
Perahera, die große abendliche Festprozession zu erleben. Sie vereinigt Tausende von
Prozessionsteilnehmern wie Musiker, Tänzer, Peitschenknaller, Akrobaten, Fackel- und
Würdenträger sowie über hundert Elefanten zu einem prunkvollen und farbenprächtigen
Umzug, der in Südost-Asien, ja weltweit seinesgleichen sucht.
Tänzer
Sonstige Artisten
Den Zuschauern bietet sich ein wahrhaft grandioses Bild, während sich der Festzug mit
Tausenden von Teilnehmern und über hundert prunkvoll dekorierten und mit bunten Glühbirnen
illuminierten Elefanten aller Größen langsam durch die Straßen bewegt. Peitschenknaller
machen wie einst bei den königlichen Herrschern den Weg frei, eine Ehre, die heute nur
noch der Zahnreliquie gebührt. Fackelträger zaubern wilde Lichtspuren in die Nacht,
während Tänzer ihre akrobatische Show darbieten.
Blaue Elefanten
Rote Elefanten
Die weißen Elefanten mit dem heiligen Zahn
Rauch und der flackernde Schein der Fackeln hüllt die Szenerie in magisches Licht
(= Weißabgleichshölle, zusammen mit den gelblichen Straßenlaternen), über allem der
frenetische Takt der Trommeln. Den spektakulären Glanzpunkt setzen die illuminierten
Elefanten, allen voran der mächtige, mit edelsteinbesetzten Brokatdecken geschmückte
Meligawa-Elephant, der Hauptelefant des Zahntempels. Mit seinen gewaltigen Stoßzähnen und
strahlend von Hunderten Glühbirnen eine imposante Erscheinung: Er trägt in einem goldenen
Schrein die Nachbildung der Zahnreliquie.
Viele Stunden zieht der kilometerlange Festzug durch die Stadt.