Spektiv - Vorschläge gesucht

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Martin F.

NF Team
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Hallo Fotofreunde,
hier sind ja viele von Euch unterwegs, die sich generell an optischen Gerätschaften erfreuen und auch zu diesem Thema sicher gerne Auskunft geben.
Nachdem ich letztes Jahr einen 90/500 ED-Apo Refraktor für Astro-Zwecke angeschafft habe, liegt sein keiner Bruder, ein 66/400, leider ungenutzt herum.
Der Gedanke war, ein Zoom-Okular dafür zu beschaffen und es als Spektiv für Naturbeobachtungen, Reise usw. zu verwenden.
Nun bin ich aber soweit, mich mit einem "richtigen" Spektiv zu befassen, also geschlossenes, gasgefülltes System, Gummiarmierung usw., insgesamt also robuster als das 66/400.
Der Markt bietet da ja massenhaft Geräte, von ein paar -zig bis +2.000,-. Meine Budgetvorstellung liegt um 300-400,-, idealerweise mit Zoomokular (gerne 1-1/4" kompatibel), ca. 60mm Objektiv, damit das Gewicht deutlich unter 2kg bleibt.
Freue mich über Vorschläge, auch gerne Infos zu Geräten, von denen man besser die Finger lässt!
 
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Hallo Martin
Ich glaube kaum, dass man für 300-400 ein gutes Spektiv bekommt. Die meisten bei uns im Vogelschutzverein haben Swarowski und Zeiss. Ich empfehle dir für den Kauf eines Spektives
die Firma Rieter in Waldshut-Tiengen. Dort hast du genügend Zeit und er hat viele Marken zur Auswahl.
Als ich ein neues Fernglas brauchte, konnte ich 6 verschiedene auf der Terrasse ausprobieren und habe mich endlich nach ca 45 Minuten für eines entschieden.
Das Problem bei fast allen billigen ist, dass man nach längerer Zeit der Benutzung Kopfweh bekommt und dann es nicht mehr benutzt.

Gruss
Wolfgang
 
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Einmal dabei gewesen.
Nicht repräsentative Erfahrung: Will überlegt sein,
weil
neue Baustelle mit neuen Kosten (hast Du keinen Gefallen, liegt es rum - hast Du Gefallen, willst Du besser = teurer.),
geht nur mit Stativ,
geht nur mit Vorbereitung - nicht mal eben aus der Hüfte,
ist schwierig bei langen Distanzen,
unruhiger Luft,
Nebel, ...,
nur bedingt für Fotos mit Bildaufbau - eher Bestimmungsfotos.

Mach es bei VHS, oder sonstwo erst einmal mit (ich war enttäuscht und hab es gelassen).
 
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Von Zoomokularen bei Ferngläsern und Spektiven rate ich persönlich Abstand zu nehmen. Die optische Qualität ist bei Zoom immer deutlich schlechter aber vor allem das Sehfeld bzw. der subjektive Sehwinkel deutlich eingeengter als bei Geräten mit fester Vergrößerung.
Ist natürlich auch abhängig vom Einsatzgebiet.

Früher gab es Okularadapter für Nikon-F-Anschluss. Ich habe noch so einen. Mit einem Zoomobjektiv ist die Zoomfunktion des Objektivs aktiv und kein Zoomokular notwendig. Dadurch ist die Qualität bei Zoom besser.

Ich meine sowas:


Das Original von Nikon hieß "Lens Scope Converter"

Grüße - Bernhard
 
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Wenn du damit auch fotografieren willst, sind 300-400 Euro viel zu wenig Budget, um damit Freude zu haben.
Wenn es nur um Beobachtungen geht, dann gibt es da durchaus Möglichkeiten ohne jetzt dein gesamtes Plichtenheft zu erfüllen.
Ich würde z.B. ein Kowa aus der 500er Serie empfehlen, das zwar nur 50mm hat und ein fixes Zoomokular aber sehr kompakt, leicht und optisch sehr gut ist. Oder ein Kite SP65. Mit mehr Budget ginge sich sich dann ED Spektiv von Hawke oder Omegon aus. Die lassen sich alle mit ein bisschen Übung am Monopod verwenden. Keine sehr ute Erfahrung habe ich mit dem Celestron Hummingbird gemacht obwohl das von manchen durchaus geschätzt wird.
 
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Moin,
bei Spektiven ist es wie bei Ferngläsern: Stimmt die optische Qualität nicht (Korrektur der sphärischen und chromatischen Aberration), hat man keinen Spaß und lässt es. Diese Fehler im Nachhinein per Bildbearbeitung zu korrigieren.....
Gruß Emc2
 
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Vielleicht ein paar Worte zur Historie ;)
Seit einigen -zig Jahren habe ich ausführliche Erfahrungen mit allen möglichen Ferngläsern und Teleskopen. Geräte aus Deutschland, Japan, Russland, China, Taiwan. Und oft genug war überraschend, dass ein hoher Preis nicht unbedingt für bessere Qualität garantierte.

Z.B. mein russisches Intes-Micro Teleskop, gebaut wie ein Panzer und optisch absolute Spitzenklasse. Nach über 25 Jahren habe ich mich dennoch getrennt, da es durch seine Masse einfach zu lange dauerte, bis es ausgekühlt war, auch konnte ich durch das Fokussiersystem keinen Binoansatz anschließen. Der aktuelle ED APO Refraktor ist zwar optisch kleiner, kommt aus Taiwan aber seine Qualität steht dem Intes nicht sichtbar nach.
Bei Ferngläsern ähnliche Erfahrungen. Von einem recht guten Canon 15x50 IS habe ich mich nach Jahren auch getrennt, weil es mir mit 1.2kg einfach zu schwer war. Da fallen einem nach schon kurzer Zeit fast die Arme ab, dann hilft auch der Stabi nicht mehr. Als Ersatz kam ein deutlich kleineres Steiner ins Haus, das praktisch immer dabei sein kann. Sowohl mechanisch als auch optisch einwandfrei und mit immerhin 10 Jahren Garantie.

Einzig mit Spektiven habe ich noch keine eigenen Erfahrungen und die Vielzahl der Angebote ist enorm unübersichtlich. Fotografie mit einem Spektiv wäre eher drittrangig, bei den Zoomokularen gibt es sicher deutliche Unterschiede u.a. bzgl. des Gesichtsfeldes. Wenn überhaupt einmal Angaben zu finden sind, schwanken die zwischen gut 30 und über 60 Grad (je nach Vergrößerung) und natürlich mag man keinen Tunnelblick.
Mein Interesse fiel nach einiger Sucherei inzw. auf das Vanguard Endeavor HD 65A oder das Omegon ED 15-45x60. Dazu gibt es natürlich Bewertungen zB beim bekannten Großversender, wie weit die aber "echt" sind ist so eine Sache. Darum die Frage hier an "echte" Menschen ;)
 
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T
Tom.S kommentierte
Vanguard Endeavor HD 65A oder das Omegon ED 15-45x60



Auf dieser Seite gibt es viele für mich sehr gut nachvollziehbare Reviews und Vergleiche https://www.bestbinocularsreviews.com/spotting-scopes/
Da kannst du Stunden mit lesen verbringen.

Es gibt auch Spektive ohne ED Glas, die recht gute Ergebnisse liefern nur würde ich da eher drauf verzichten den Zoombereich nach oben hin auszureizen. Das packen die dann nicht mehr.
 
...Unterschiede u.a. bzgl. des Gesichtsfeldes. Wenn überhaupt einmal Angaben zu finden sind, schwanken die zwischen gut 30 und über 60 Grad...
Ich möchte und würde mir kein Gerät unter 50 Grad antun. Auch wenn das nur bei höheren Vergrößerungen wäre. Ich habe alles unter 55 Grad verkauft oder weggeschmissen.

Mein absoluter Fernglas-Favorit und optisch hervorragend ist immer noch ein russisches ZOMZ (auch Kronos oder BPC) Tento 20x60 von 1993 mit 71 Grad Gesichtsfeld. Es wiegt zwar 1,5 kg, aber ich habe noch kein einziges Spektiv erlebt (habe immer wieder welche ausprobiert beim Schießsport), welches diesem Fernglas das Wasser reichen könnte. Diese hervorragende Leistung eines Fernglases hat mich daher immer zuverlässig davon abgehalten ein Spektiv haben zu wollen. Zudem hat eine zweiäugige Betrachtung immer Vorteile.

Grüße - Bernhard
 
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Martin F.
Martin F. kommentierte
Auch das Tento hatte ich schon im Fuhrpark und war ebenfalls sehr angetan davon. Nur war es halt für Astrozwecke mit dem geraden Einblick weniger praktisch und ohne (hohes) Stativ war bei 20x auch kein Blumentopf zu gewinnen.
Was mich zu den Spektiven zurück bringt: es sollte einen Winkeleinblick haben, Stative sind für alle Höhen vorhanden ;)
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Hast Du noch Nikon-F-Teleobjektive?
Dann würde ich einfach mal probehalber den Lens Scope testen. Ich habe allerdings damit keine Erfahrungen. Der kommt soweit ich weiß von Kenko.


Grüße - Bernhard
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Nö Bernhard, bin seit über 7 Jahren bei Fuji, einzig übrig gebliebenes Nikkor ist ein altes 55/2.8 Micro :lupe:
 
D
dimetos kommentierte

Das Ding ist ganz nett, funktioniert aber leider nicht mit modernen Teleobjektiven mit elektronischer Blende wie z.B. dem 500 5.6 PF - die Blende bleibt zu.
 
Von Zoomokularen bei Ferngläsern und Spektiven rate ich persönlich Abstand zu nehmen. Die optische Qualität ist bei Zoom immer deutlich schlechter aber vor allem das Sehfeld bzw. der subjektive Sehwinkel deutlich eingeengter als bei Geräten mit fester Vergrößerung.
Für Vogelbeobachtung ist ein Zoom Pflicht. Ich habe mehr Überblick und kann dann reinzoomen. Ich möchte den Benutzer sehen der mit einer 50 fachen Vergrösserung sofort den Punkt trifft den er eigentlich will. Die Qualität der Zooms bei den sehr guten Spektiven sind alle gut und die "Vögler" haben neben dem Spektiv noch ein Fernglas dabei.
 
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BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Mir ist ein angenehm großes Sichtfeld wichtiger als irgendwelche Zooms. 50-fache Vergrößerung brauche ich für Natur und Outdoor nicht. Da ist bei 20x Schluss, und dann meistens mit Abstützung oder Stativ.
Wenn ich bei den Spektiven sehe, das oft bei maximalem Zoom das subjektive Sichtfeld nicht selten nur noch 15...25 Grad beträgt... :icon-wuerg:

Grüße - Bernhard
 
Moin,
vielleicht ist ja ein ordentliches Fernglas bis max. 20fach und Bildstabilisator eine Alternative. Mit der Option, das Glas an einem normalen Stativ aufbauen zu können. Dann hast Du viele Freiheiten.
 
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BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Martin möchte ein Instrument mit Winkeleinblick.
 
E
Emc2 kommentierte
Wenn man Sterne bewundern will, ist ein Winkeleinblick sehr hilfreich. Schaut man in die Horizontale und betrachtet Rotwild, ist der Winkeleinblick nicht unbedingt nötig - einfach das Stativ höher ausfahren. Will man sich Vögel im Flug betrachten, ist der Winkeleinblick von bescheidenem / eingeschränktem Nutzen - dann nimmt man lieber das Fernglas in die Hand und folgt dem Flug.
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Für Geradesicht mit 1.88m Körpergröße muss es dann aber schon wieder ein passendes, recht schweres Stativ sein. Auch die Verwendung auf einem guten Tischstativ kommt kaum in Frage, das habe ich z.B. schon oft mit dem 66/400 samt Amici-Prisma vom Balkon einer Ferienwohnung aus mit Blick in die Dolomiten gerne genutzt.
 
.... 50-fache Vergrößerung brauche ich für Natur und Outdoor nicht. ...
Es gibt auch Leute, die etwas anderes brauchen. 20x ist z.B. für die Identifikation vieler Limikolen und sonstiger kleiner Vögelchen auf Entfernung im Watt eher weniger geeignet. Leider sind mir Spektive mit höchster Leistung der Zoomokulare für den anvisierten Preis nicht bekannt.
 
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So, bevor es weitergeht, schaust Du jetzt erst einmal, ob es eine Filiale von Frankonia in Deiner Nähe gibt und nimmst in die Hand:


Sollte Dich Dein Weg aus irgendeinem Grund nach Hamburg verschlagen, mußt du zu Wannack. Der Laden ist auch ohne Kauf sehenswert.

http://www.foto-wannack.de/ Sie sind Spezialisten und Du solltest Zeit mitbringen.

Der NABU arbeitet wohl teilweise mit Zeiss zusammen, aber das müßtest Du gegebenenfalls selbst erkunden. Zumindest hatten die mal Ferngläser im Ausleih / zur Miete
Habe gerade geschaut: Aktuell wohl Swarowski ... mal anrufen, wer da bei Euch unterwegs ist: https://hamburg.nabu.de/natur-und-landschaft/vogelstation-wedeler-marsch/index.html

Viel Erfolg!
 
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Ich habe vor einigen Jahren in ein Vanguard High Plains 650 mit Zoomokular und Schrägeinblick investiert. Mein Sohn war damals als Bogenschütze viel auf Wettkämpfen unterwegs und da brauchst du sowas, um von der Abschussposition aus die Treffer zu erkennen. Ich habe zwar damals nur die Hälfte bezahlt (Messestück) und da wollen wir mal nicht undankbar sein, aber dieser Vertreter deiner anvisierten Preisklasse erfüllt die Anforderungen, aus 70m Entfernung zu erkennen, wo der Pfeil in der Scheibe steckt. Für höhere Aufgaben würde ich es nicht freigeben.

Einige Empfehlungen gibt es ja schon. Bei Feldstechern habe ich einmal den Markt umgekrempelt und festgestellt, dass es oberhalb von Swarovski nur mehr den blauen Himmel gibt. Sowohl preislich als auch qualitativ. Neben den üblichen Verdächtigen Zeiss und Leica, welche ebenfalls in beiderlei Hinsicht Oberliga sind, musste ich feststellen, dass auch Nikon ganz schön teuer ist, dass aber die Qualität eines teuren High Grade Glases eher Kaufhausniveau war. Originalzitat meiner Frau: "Haben die Möven wirklich ein rosa Bäuchlein oder kommt das vom Fernglas?". Es kam vom Fernglas. Ein China Nikon für weniger als den halben Preis wäre übrigens deutlich besser gewesen. Geworden ist es damals ein Canon 18x mit einem Bildstabilisator, für welchen ich kein zweites Mal Geld ausgeben würde. Auf Grund seines extremen Gewichtes wurde es letzlich durch ein Zeiss der € 2500 Preisklasse abgelöst, das ist es jetzt.

Inwieweit diese Erfahrungen auf Spektive umlegbar sein könnten, kann ich nicht sagen. Bei den - deutlich weniger umfangreichen - Spektiv Tests sind mir neben den üblichen Verdächtigen die Produkte von Kowa und Meopta sehr positiv aufgefallen. Da war aber auch die billigste Variante knapp unter 1000 Euro.

Fazit:
Wenn du wirklich in der von dir anvisierten Preisklasse fündig werden möchtest, wirst du verdammt viele Frösche küssen, bis vielleicht einmal ein Prinz von niederem Adel dabei ist. Selbst wenn jemand eine Empfehlung in dieser Preisklasse hat, kannst du dich bei Distributoren, welche heute hier und morgen da einkaufen, nicht auf konstante Qualität verlassen.
 
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Martin F.
Martin F. kommentierte
... den blauen Himmel ... schön beschrieben ;)
Alles ist ja auch die Frage der Anwendung. Würde ich so ein Gerät täglich benutzen, würde ich mich auch nahe der maximalen Möglichkeiten umschauen. Sind das aber unter dem Strich ein paar Stunden im Jahr, ohne sehr spezifischen Betrieb wie z.B. Jagd in der Dämmerung, Vogelbestimmung auf x Kilometer Entfernung usw., kann man auch in der Mittelklasse zufrieden sein.
Fotografisch sind wir ja auch nicht nur mit den High-End-Linsen von Zeiss & Co. ausgestattet, viele hervorragende Bilder stammen sogar von Kit-Objektiven :cool:
 
kommentierte
Natürlich kann man mit der Mittelklasse zufrieden sein, aber wo beginnt und wo endet die Mittelklasse? Mein Sohn wollte das oben erwähnte Spektiv nebst Stativ - ein richtiges, nicht das beiliegende - bei gewissen Wettkämpfen (3D Parcours) nicht mitschleppen und hat sich von einem Kollegen einen Feldstecher von National Geographic zugelegt. Da würde man Qualität vermuten, immerhin ist NatGeo eine solide Marke. Mit dem Ding kriege ich Kopfweh, obwohl es gefühlt etwas besser ist, als das 12 Euro Produkt vom Lebensmitteldiskonter, welches ich einmal für das Handschuhfach mitgenommen habe. Man kann man sich aber natürlich auch rein steigern und dann mit anderen Privatgelehrten Aspekte wie den Globuseffekt rauf und runter diskutieren. Spezialisierte Foren bieten dem eine Heimat.
Wie überall sind Ratschläge von außen wertvoll, um auf Details aufmerksam zu machen, welche man sonst nicht bedacht hätte. Aber die Mühen der Ebene von Händler zu Händler muss jeder selbst gehen. Manches lehrt erst die Praxis. Der von mir erwähnte Canon 18x50 IS AW ist optisch ein Supergerät, knapp am Swarovski. Aber 1,2 kg hängen am Nacken wie ein Joch. Da begreift man schnell, warum das Ding ein Stativgewinde hat.
 
E
Emc2 kommentierte
Moin tengris,
Nackenschmerzen müssen nicht sein. Meine Camera wird von meinem Tragesystem getragen; die Hauptlast satteln die Schultern. Zeiss und Leitz bieten Tragesysteme für ihre Ferngläser an. Um die 50 € - eine wahre Trageerleichterung für die Optiken!!! Ich habe es mir so eingerichtet, dass jedes der beiden Tragesysteme für Camera bzw. für Fernglas zur Verfügung stehen.
Gruß Emc2
 
Das ist wie bei allen optischen Geräten, wer Qualität will, muss tiefer in die Tasche greifen. Muss zwar kein Spektiv der Top- Hersteller wie Zeiss, Swarovski, Optolyth oder Leica sein. Aber bei Meopta, DDoptics, Vortex und vergleichbare sollte sich was finden lassen, allerdings eher so ab 500€ aufwärts. Zum Testen auch mal bei den Geschäften für Jäger vorbei schauen. Grad die Größeren wie beispielsweise Frankonia oder Alljagd könnten entsprechende Aussteller in ihnren Fillialen haben.

Was ich unbedingt empfehlen würde, selber durch schauen, der subjektive Bildeindruck lässt sich nicht verbal vermitteln. So bin ich bei meinem Fernglas für die Jagd bei Leica gelandet und nicht bei Zeiss oder Swarovski.
 
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Fällt mir gerade noch ein: In England gibt es viele Ornitologen, die teilweise teure Ausrüstungen haben.

Wie die sich organisieren, weiß ich nicht, aber mit ein wenig Arbeit könnte man versuchen, entsprechende Clubs oder Foren zu finden.
Entweder könnte es weitere Tipps oder einen 2.Hand-Markt geben - versuchen!
 
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T
Tom.S kommentierte
Das größte internationale Orni-Forum ist www.birdforum.net Dort finden sich auch massenhaft Berichte Diskussionen über Ausrüstung wobei einiges, was dort besprochen und auch empfohlen wird, bei uns scher erhältlich ist, weil es bevorzugt im nordamerikanischen oder asiatischen Raum vertreiben wird. Es gibt dort auch einen gut gefüllten Marktplatz wo man sich umschauen kann. Ein heißer Tip waren auch die Second-hand Läden in UK, die aber seit dem Brexit nicht mehr interessant sind.

Für alles, was sich nicht am Boden abspielt ist ein Winkeleinblick nahezu ein Must-have. Vögel im Flug mit einem geraden Spektiv zu verfolgen, ist sehr mühsam und bereitet Nackenstarre.
 
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Reaktionen: Kay
Inzw. habe ich ja div. Sites besucht, die z.B. das Vanguard HD 65 getestet haben wollen. Leider ist da enorm viel Müll zu finden, speziell die Videos sind fast immer nur eine Aneinanderreihung von PR-Clips der Hersteller - sowas wird dann als Vergleichstest ausgegeben (n)
Dennoch bin ich bei einem sehr ausführlichen Bericht eines Jägers gelandet, der offensichtlich mit gewissem Sachverstand das Gerät unter die Lupe genommen und auch gleich mit einem Edelrohr verglichen hat.
Nun habe ich dieses Stück mal geordert um mir selbst ein Bild zu machen. Lieferzeit ist einige Tage, der Laden wartet auf Zulauf, aber ich werde berichten, was ich vorfinde :lupe:
 
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Sooo... nach zwei Wochen ist das Teil vor zwei Stunden bei mir gelandet, wie versprochen ein kurzer Bericht dazu.
Beim Auspacken einen guten Eindruck erhalten, Tubus schön kompakt und noch rel. leicht. Das Okular extra verpackt und recht massiv. Mit Bajonettverschluss das Okular angesteckt und alles auf's Stativ.
Daneben mein olles 66/400 ED-Apo zum Vergleich, das mit einem Celestron Zoomokular aus der Hummingbird-Serie bestückt ist und fast identische Vergrößerungen liefert:

DSCF1758Es.jpg

Was kam nun dabei heraus? Mit wenigen Worten... das Ding geht zurück, ist schon wieder verpackt.
Egal welche Vergrößerung, man trifft einfach keine ordentliche Schärfe, das ED-Apo springt förmlich darauf.
Intra- und extrafokal wandern die Unschärfelinien mal horizontal, mal vertikal, ein Zeichen von z.B. dezentrierter Optik.
Sonnenlicht-Reflexionen auf hochglänzenden Kugelflächen zeigen verwaschene Punkte, das ED-Apo zeigt saubere Punkte mit Beugungsringen.
Die Fokussiermechanik hat recht viel Spiel, d.h. am Umkehrpunkt braucht es immer einen Schubs extra, bis sich die Optik zurück bewegt.

Also insgesamt ein recht enttäuschendes Ergebnis, leider. Auf dem Bild sieht man ja schön, wie kompakt es wäre, zudem Umwelteinflüssen besser gewappnet als das ED-Apo.
Vielleicht werde ich doch einmal einen passabel bestückten Laden aufsuchen, um andere Geräte zu checken. Ich habe keine Lust, noch weitere DHL-Paket-Reisen durchzuführen :rolleyes:
 
2 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
In der Zeitschrift " Der Falke " wird gerade gebraucht ein Spektiv "Asiola" Zeiss Jena + Stativ + Kinokopf zu € 450.- angeboten. Preis VHS
Falls Dich das interessiert PN an mich, dann schicke ich Dir die Telefonnummer.
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Danke Kay, ich suche aber in jedem Fall eines mit Winkeleinblick.
 
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@Martin F.

Bei Aldi Nord gibt es gerade von Bresser das Spektiv Condor 20–60x85 für nur 299 Euro – klick

Einen Guck ist es bestimmt wert … :lupe:

.
 
3 Kommentare
Martin F.
Martin F. kommentierte
Vielen Dank Sven! Ein bisschen Zweifel habe ich daran, alleine das Stativ ist so ein Ding… wenn dann die Optik entsprechend ist, kann man keinen Blumentopf gewinnen. Insgesamt wäre es mir dann auch zu groß, ich wollte gerne bei einem 60-65mm Objektiv bleiben.

Am Morgen habe ich das Vanguard wieder auf die Post gebracht und bin momentan zu einer ganz anderen Entscheidung gekommen. Nachdem ich wieder gesehen habe, wie gut mein kleines ED-Apo doch funktioniert habe ich beschlossen, ein besseres Amici-Prisma dafür zu besorgen. Das vorhandene ist mechanisch ein bisschen mickrig, z.B. die Klemmung. Ok für kleinere Okulare, aber das Zoom ist doch einiges schwerer.
Eigentlich bin ich Schön-Wetter-Beobachter, somit ist nicht wirklich nötig, ein wasserdichtes Gerät zu haben. Und es scheint eben doch so zu sein, dass für ein wirklich gutes Spektiv, das optisch wenigstens gleichwertig zu meinem ED-Apo ist, wohl eine 4-stellige Summe berappt werden muss.

Interessant ist auch, dass kaum jemand die scheinbaren Gesichtsfelder der Zoom-Okulare angibt. Wohl aus gutem Grund, denn die sind ja oft genug ziemlich enge Röhren. Eine offenbar ordentliche Ausnahme scheint da Nikon zu sein. Für die Monarch ED-Spektive gibt es ein WW-Zoom mit gut 55-65°, das ist richtig viel. Nun kostet allein der Objektivtubus schon knapp einen 1000er und dieses Okular schlägt nochmal mit kapp 500 rein… also wieder kein Schnapper :cool:
Grüße und schönes WE!
 
T
Tom.S kommentierte
Interessant ist auch, dass kaum jemand die scheinbaren Gesichtsfelder der Zoom-Okulare angibt.

Die renommierten Hersteller (Swarovksi, Leica, Kowa, Meopta, Nikon etc) geben das Sehfeld an.
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Das Sehfeld geben praktisch alle an, also X m auf 1000 m Entfernung. Mir geht es aber auch um das scheinbare Gesichtsfeld, also ob man zB mit nur knapp 40* wie in eine Röhre schaut oder mit über 60* ein bisschen Panorama Feeling aufkommt. In der Astronomie sind ja Okulare (Festbrennweiten) mit weit über 100* gerne genutzt, damit ist das wie der Blick aus der ISS.
 
Also ich besitze ein sehr gutes Spektiv (Leica).
Am alten Wohnort stand es immer am Fenster, jetzt in der neuen Wohnung kann ich das nicht bringen weil die Nachbarn sich vermutlich beobachtet fühlen würden.
Also kommt es seltener zum Einsatz und für Reisen ist das auch zu sperrig.

Mich könnte gerade eher das Canon interessieren:

Mit dem Stabi kann man 15fach noch aus der Hand benutze, ich denke das wäre ziemlich cool.
 
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Ich habe mich weiter oben zum Schwesterchen 18x50 IS AW geäußert. Auf der Habenseite eine Optik im absoluten Spitzenfeld. Dafür muss man einige Nachteile in Kauf nehmen: Sehr groß, sehr schwer, schlechte Nahgrenze. Der Bildstabilisator ist nicht sehr effektiv, wenn man ihm mit dem vergleicht, was man von aktuellen Kameras kennt. Dazu säuft der die beiden Knopfzellen sehr schnell leer. Ich würde sagen, die Batterien kann man sich sparen und das Fernglas an einem genügend hohen Stativ - Gewinde ist vorhanden - einsetzen. Wegen des Geradeinblicks werden sich vorwiegend Vogelbeobachtung in Feuchtgebieten, am Brutfelsen, vom Ansitz und dergleichen empfehlen. Ich habe als Kontrastprogramm ein kleines Nikon 10x25, da kann ich am Ufer sitzen und aus 3m Entfernung Kleingetier beobachten.
 
Martin F.
Martin F. kommentierte

Knopfzellen? Bei meinem 15x50 waren das AA Mignon, funktionierte auch mit Eneloop Akkus sehr gut.
 
kommentierte
Unsinn, in der Tat. Ich habe da schon ewig nicht mehr rein gesehen, aber das geht in die Tiefe und hat Platz für 2 AA. Von der Stabilisierungsleistung und der Batterielebensdauer war ich trotzdem nicht überzeugt und das seltsame Rattern des Stabilisators bei abfallender Batterieleistung nervt. Das mag aber bei schwächerer Vergrößerungen anders sein, bzw. bei neueren Generationen besser sein. Mein Exemplar stammt aus den Nullerjahren.
 
Das Canon hatte ich viele Jahre, ist optisch sehr ordentlich, der Stabi prima, aber es ist auch sehr schwer. Da bekommst ziemlich schnell lahme Arme.
Auch muss man bei den Canons aufpassen, dass die Gummierung nicht zum Kaugummi wird, soll öfter vorgekommen sein und nach Ende der 2 Jahren Garantie macht Canon nix mehr. Hat viele Leute sehr verärgert, meines war zum Glück nicht betroffen.
 
1 Kommentar
Wuxi
Wuxi kommentierte
Sehr interessant, danke.
 
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