Mitmachthema Smart Teleskope - zeigt her Eure Bilder

Martin F.

NF Team
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Moin Sternfreunde, seit dieser Woche bin ich mit einem neuen, kleinen Spielzeug ausgerüstet. Ein sog. "Smart Teleskop" (Seestar S30PRO), das nach relativ schnellem Aufbau tolle Bilder zaubern kann. Sogar am Stadtrand in der Rheinebene, bei nahezu Vollmond. Vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen, oder nur mit sehr viel mehr Aufwand. Ermöglicht wird das durch neueste Sensortechnik, saubere Orientierung/Nachführung, Filter und natürlich Stakking von vielen, rel. kurz belichteten Einzelbildern. Die Darstellungsqualität hier im Forum ist durch die max. Dateigröße leider etwas eingebrochen. Im Original liefert das Teleskop 4K große Bilder.

Erstes Beispiel der Nordamerika- und Pelikannebel, in Summe 30 Min. belichtet, mehr war wegen aufziehender Wolken nicht möglich:


Hier geht es weiter hinaus zu unserer Nachbargalaxie Andromeda, zwei Stunden belichtet:


Jetzt muss sich nur noch der helle Mond zurückziehen und eine klare Nacht kommen, dann will ich das Gerätchen im dunklen Schwarzwald auf die Jagd schicken.

Seid Ihr auch in diese Technik eingestiegen? Dann zeigt mal, was dabei heraus kam...
 
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Ja - ich inzwischen auch - das Teil ist echt klasse …
Als ich das Thema las, war ich versucht, meinen NGC7000 reinzustellen - aber der war ja schon da ;-)
Für Objekte dieser Größe ist das Teil echt der Hammer - und die Updates von ZWO sind oft echte Schritte nach vorn.

Hier geht es um meinen Einstieg in das Thema:
 
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Als ich das Thema las, war ich versucht, meinen NGC7000 reinzustellen - aber der war ja schon da ;-)
Nur her damit, dazu gerne ein paar Eckdaten zu den Bedingungen und Einstellungen. So kann man immer noch was dazu lernen.

In jedem Fall erleben wir hier einen Sprung für die Amateurastronomie, der schon phantastisch ist. Vor einigen Jahren schleppte ich ein über 30kg schweres 12.5“ Dobson herum, um einen Hauch von dem zu sehen, was mit dem rückenfreundlichen Kameratelesköpchen in ein paar zig Sekunden auf dem Tablet erscheint.
Astrokameras für Teleskope gibt’s zwar schon einige Jahre, aber auch hier war der Aufwand immer heftig. Teleskop, Montierung, Kamera, Filter, Laptop, das war die Mindestausstattung. Das Budget im ordentlich vierstelligen Bereich.
Das Gerät jetzt vereint alles, passt in eine Handtasche und kostet so viel wie ein passables Foto Objektiv.
Aktuell springen weitere Hersteller auf den Zug auf und man kann echt gespannt sein, was da noch alles kommt.
 
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Aller guten Dinge sind drei.
Also gestern nochmal das Gerätchen gestartet und mit 20s Belichtungsschritten 111 Minuten Licht vom Cirrusnebel gesammelt. Himmel etwas diesig, der Mond kam gegen Ende über den Horizont. Dafür gab es bei leichtem Ostwind keinen Taubeschlag auf der Frontlinse:

 
2 Kommentare
peterkdos kommentierte
Sollte da nicht in der Mitte der Explosionskugel ein schwarzes Loch sein?

Frage eines unwissenden.
 
Martin F. kommentierte
Das muss nicht unbedingt sein, kommt darauf an, was von dem Stern übrig geblieben ist. War das ein dicker Brocken und blieb vom Kern viel übrig, kann es zum schwarzen Loch zusammenfallen. Bleibt weniger Material, gibt es einen Neutronenstern oder einen weißen Zwerg. Hier beim Cirrusnebel hat es wohl den gesamten Stern zerrissen, jedenfalls ist kein Überrest bekannt.
 
keinen Taubeschlag auf der Frontlinse
Bei mir hatte es tiefhängenden Dunst. So gab es nach dem Aufbau leider keine Belichtungen :-(
Du, @Martin F. weißt, dass das Gerätchen auch eine Anti-Tau-Heizung hat?
Und dass bei laufender Belicjtung durch's Teleskop zusätzlich inzwischen auch noch eine Aufnahne im Milchstrassen-Modus möglich ist? Selbst habe ich bisher leider nur getestet, dass es geht.
Wirklich klare Nächte hatte ich eigentlich in den letzten Monaten immer nur um Vollmond rum.
 
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Martin F. kommentierte
Ja Thomas, die "Heizung" war an, aber vorgestern beim Andromeda hat sie es am Ende der Belichtungszeit trotzdem nicht ganz geschafft, da war sogar das ganze Gerätchen ziemlich nass. Die parallele Aufnahme mit dem Weitwinkel muss ich tatsächlich mal probieren, das wäre was für einen wirklich dunklen Himmel.
 
Gestern Abend gab es nur eine kleine Wolkenlücke, die für gerade mal 10 Minuten Belichtungszeit ausreichte. Der Tipp von Thomas, parallel die Weitwinkel-(Milchstraßen-) Optik zu nutzen, war echt hilfreich. Im Live Modus sah man wie im Zeitraffer die Wolken ankommen und konnte rechtzeitig die Aufnahme stoppen.
Wir haben hier, Halloween-gerecht, den "Geist der Cassiopeia", ein Nebel, der vom mittleren Stern des Sternbildes angeleuchtet wird. Visuell ist der erst in größeren Amateurteleskopen ab ca. 30cm Öffnung überhaupt auszumachen. Durch die leider kurze Bel.-Zeit kommt hier natürlich viel Rauschen ins Spiel und zeigt, dass so ein kleines Gerät auch keine Wunder vollbringen kann, zumal das hier ein 1:1-Ausschnitt der 4K-Aufnahme ist:

 
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Der Tipp von Thomas, parallel die Weitwinkel-(Milchstraßen-) Optik zu nutzen, war echt hilfreich.
Mm mm- ich staune ....
Ich habe letzte Nacht noch Photonen von M31 gesammelt und wollte parallel auch die Weitwinkelkamera nutzen - und das ging nicht (mehr).
In den letzten Wochen gab es ja mehrere SW Updates, die ich jeweils zeitnah installiert habe. Ich erhielt eine Meldung, dass ich die Teleaufnahme beenden müsste, bevor ich Weitwinkel starten kann.
Eine Idee kommt mir gerade noch: Tele lief im Mosaik-Modus. Da würde es Sinn machen, dass dann eine Parallele Aufnahme nicht möglich ist. Mal sehen, wann es mal wieder klare Nächte gibt ...
 
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Martin F. kommentierte
Ich ließ während der Aufnahme mit der Hauptkamera nur das Livebild des WW laufen. Deine Idee, dass das beim Mosaik nicht funktioniert, ist genau richtig.
 
Einen Beifang habe ich noch aus der Nacht vom 29.10., den Doppelsternhaufen h&Chi im Perseus mit gerade mal 5 Minuten Bel.-Zeit.
Das Bild vermittelt gut den Eindruck, den man visuell in einem kleineren Amateurteleskop hat.

 
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Und nochmal ein Blick zu unserer Nachbargalaxie M31 mit ihren beiden Begleitern.
Ebenfalls Panoramamodus - in diesem Fall nur, um die abgeschnittenen Ränder durch die Erddrehung zu vermeiden

Beide Aufnahmen wurden nur mit Bordmitteln des Seestar und der App bearbeitet. Alles in Grundeinstellzng belassen.
Lightroom diente nur dazu, die Dateien auf Forumsgröße anzupassen.
 
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