Sigma 50mm 1.4 Art Offenblendig - zu weich?

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Javallon

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Hallo Zusammen

Seit gut zwei Jahren bin ich ein sehr fleissiger Leser hier im Forum - nun brauche ich mal direkt eure Hilfe.

Ich fotografiere mit der d7200 und habe mir vor zwei Wochen das Sigma 50mm Art 1.4 gegönnt, da ich in dieser Brennweite einfach etwas vom besten wollte was auf dem Markt ist.

Die ersten zwei Ausflüge liegen hinter mir, was soll ich sagen? Wenn ich auf mind. 2 oder besser f2.8 abblende ist das Ding so scharf, da hauts einem die Socken weg! Ich bin einfach nur begeistert.

Mein grosses Problem ist aber die Offenblende... Ich bin da ein kleiner fetischist und nutze diese sehr häufig, auch im Bewusstsein, dass man noch nicht alles an Schärfe rausholen kann - das ist ok. Trotzdem habe ich mir nach Berichten im Netz (z. Bsp. https://fotogenerell.com/2015/04/29/test-sigma-50mm-f1-4-dg-hsm-art/) sehr viel erwartet. Aber irgendwie bin ich noch immer etwas enttäuscht.

Ich habe heute mal auf dem Stativ drei Testbilder bei 1.4/2/2.8 geschossen. Das Bild ist ein Puzzleteil aus knapp 1.5m Entfernung, die Bilder sind ein 1:1 ausschnitt:

f1.4
attachment.php


F2.0
attachment.php


F2.8
attachment.php


Bei 2.8 habe ich nichts zu meckern, da kommt alles durch. 2.0 geht ja auch noch, aber 1.4 ist - im vergleich zu den Bildern in dem oben genannten Bericht zum Beispiel, sehr weich. Ich hatte einen kleinen Frontfokus, den konnte ich Kameraintern korrigieren - seither passt alles. Das habe ich getestet.

Natürlich kommt es auf die minimalen Unterschiede nicht immer drauf an - aber gerade bei Kopfportrait ist der unterschied schon sehr markant. Ein weiterer Bericht mit, meiner Meinung nach, schärferen Bildern bei 1.4:
https://www.valuetech.de/blog/reviews-foto/2014/05/11/sigma-art-50mm-f14-dg-hsm-test-beispielbilder

Gerne würde mich jetzt interessieren, liegt das im Rahmen oder habe ich rigend ein zu weiches Montagsmodell erwischt? Wenn das die normale unschärfe ist - auch ok, ich kann damit Leben. Wenn nicht, würde ich natürlich gerne die Garantie in Anspruch nehmen.

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flo
 

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Das stimmt aber nur tlw. Es trifft schon mal auf alle Brennweiten jenseits 50mm nicht mehr zu weil der Einfallswinkel per se nicht ausreichend schräg ist, um kritische Größen zu erreichen. Und bei den WW-Objektiven darf man nicht vergessen, dass es sich dabei fast ausschließlich um Retrofokus-Konstruktionen handelt deren Hinterlinse die Strahlen ja wieder so weit bündelt und damit ausrichtet, dass auf der Film/Sensoreben ein scharfes Bild entstehen kann.

Naja. Zunächst mal sind UWW Objektive Erscheinungen des Digitalzeitalters. Es gab zu analogen Zeiten einfach kein 14-24 oder 15-30. UWW-Zooms sind per Sé recht moderne Objektive. Wieviele 4/20 oder später 2.8/18mm Nikkore wurden denn gebaut und verkauft? Die Stückzahlen waren winzig, 35mm war ein Weitwinkel, 28mm war quasi extrem und 24er hatten nur sehr wenige in der Tasche.

Ganz besonders deutlich sieht man die unterschiedlichen Linsen und Bauformen wenn man mal das alte AF 18-35 - D (ab 2000) mit dem neuen AF-S 18-35 G (ab 2013) vergleicht. Bei gleicher Lichtstärke und Brennweitenbereich sind die Konstruktionen (Rektofokus - geht ja nicht anders) komplett verschieden; und die Bildqualität ebenso.

Edit: doch - es gab schon zu Analogzeiten das immer noch gute Sigma 15-30 für Stangen AF. Zwar brilliert es nicht mehr unter Seinesgleichen, aber es ist immer noch ein wirklich gutes FX (!) UWW-Zoom für rund 200 - 250.- Euro gebraucht. Die Sigma 17-35 AF und AF-S sind hingegen allesamt ziemlich kontrastarmer Schrott...
 
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Naja. Zunächst mal sind UWW Objektive Erscheinungen des Digitalzeitalters. Es gab zu analogen Zeiten einfach kein 14-24 oder 15-30. UWW-Zooms sind per Sé recht moderne Objektive. Wieviele 4/20 oder später 2.8/18mm Nikkore wurden denn gebaut und verkauft? Die Stückzahlen waren winzig, 35mm war ein Weitwinkel, 28mm war quasi extrem und 24er hatten nur sehr wenige in der Tasche.

Ganz besonders deutlich sieht man die unterschiedlichen Linsen und Bauformen wenn man mal das alte AF 18-35 - D (ab 2000) mit dem neuen AF-S 18-35 G (ab 2013) vergleicht. Bei gleicher Lichtstärke und Brennweitenbereich sind die Konstruktionen (Rektofokus - geht ja nicht anders) komplett verschieden; und die Bildqualität ebenso.

Der Unterschied ist zweifelsohne da aber die Begründung mit dem schrägen Strahlengang stimmt nur zu einem geringem Teil.
 
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Schräg einfallende Lichtstrahlen sind schon ein Problem für digitale Sensoren. Bei professionellen Mittelformat-Kameras werden die Bilderfehler, die dadurch entstehen, etwas umständlich mittels einer Korrekturaufnahme wieder herausgerechnet. Deshalb hat eine spiegellose Kamera aus optischer Sicht im Digitalzeitalter auch keine wirklichen Vorteile mehr. Mann kann das geringe Auflagenmaß gar nicht mehr für symmetrische Konstuktionen nutzen, bei denen die Galselemente bis wenige Millimeter vor den Sensor reichen. Vor allem aber sind die Asymetrischen in dem letzen Jahrzehnt soviel besser geworden, daß sie sich vor keiner symmetrischen Konstuktion mehr verstecken müssen. Das war früher technisch kaum machbar. Der Preis dafür sind eben große, schwere und teure Optiken im UWW-Bereich.

VG
 
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Schräg einfallende Lichtstrahlen sind schon ein Problem für digitale Sensoren.

Ja die sind an sich ein Problem, treten aber aufgrund des Retrofokus-Design bei 4/3 gar nicht und bei DX bzw. FX eher gering auf. Klar dass MF als noch größeres Format nochmal größere Probleme hat.
 
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Ja die sind an sich ein Problem, treten aber aufgrund des Retrofokus-Design bei 4/3 gar nicht und bei DX bzw. FX eher gering auf. Klar dass MF als noch größeres Format nochmal größere Probleme hat.

Natürlich nicht... aber die gibt es ja auch noch nicht so lange in hoher Qualität. Bis vor wenigen Jahren waren Spiegellose und Fachkameras die einzigen, mit denen man hochwertige UWW-Aufnahmen machen konnte. Eine SLR (egal welches Filmformat), war dafür ziemlich unbrauchbar, weil die Retrofokus-Objektive soviel schlechter waren als die symmetrischen, oder quasi symmetrischen und sich Bildfehler auch noch nicht nachträglich herausrechnen ließen.

Heutzutage kann man mit einer DSLM/DSLR aus optischer Sicht in allen Bereichen wunderbar arbeiten. Man hat eben nur, verglichen zu früher, auch im WW-Bereich große und schwere Glasklötze.

VG
 
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Bevor wir noch ewig aneinander vorbeireden, lassen wir das weil es dem TO ohnehin nicht weiterhilft.
 
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Ich sags mal herausfordernd.Ein Sigma 1,4 liefert leicht abgeblendet bei f1,8 eben deutlich bessere Ergebnisse als ein 35er mit f1,8 offen - das ist fuer mich auch ein Vorteil eines f1,4 so verrueckt wie das auch klingen mag.

Das magst du glauben, ist aber nicht der Fall. Sehr lichtstarke Objektive haben heutzutage sehr grosse Linsen, die entsprechend auch dicker sind. Und dickere Linsen bedeuten mehr Fehler, weil die Auslenkung des Lichtstrahls und der Kontrastverlust im Glas grösser wird. Ein modernes 1.8er ist bei Blende 1.8 typischerweise schärfer als ein abgblendetes 1.4er.

Das Sigma ist vermutlich derzeit das mit Abtand beste 1.4-50er und spielt in einer ganz anderen Liga als mein Nikkor 1.4-50 (auch gewichts- und preistechnisch). Es kommt in Schärfe und Kontrast aber nicht annähernd an das Sony 1.8-55 heran und schlägt das Nikkor 1.8-50 auch in keiner Disziplin.
 
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Ist schon witzig ...

Da kommen die Männer in ein Alter, in dem sie schlechter hören, schlechter sehen, schlechter schmecken und schlechter f...en, sich aber endlich die teuersten Brocken leisten können.

Und dann fangen sie an sich über Kleinigkeiten wie den etwas besseren Klang, die etwas bessere Bildqualität, das Fehlen einer Messerspitze Koriander, oder die ... zu unterhalten. Paradox.
 
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I

Da kommen die Männer in ein Alter, in dem sie schlechter... f...en, sich aber endlich die teuersten Brocken leisten können.

Und dann fangen sie an sich über Kleinigkeiten wie den etwas besseren Klang, die etwas bessere Bildqualität, das Fehlen einer Messerspitze Koriander, oder die ... zu unterhalten. Paradox.


Albert, wir sind in einem Fotografie Forum, da ist das Können beim filmen nicht so wichtig...:p
 
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... Ein modernes 1.8er ist bei Blende 1.8 typischerweise schärfer als ein abgblendetes 1.4er.

Das Sigma ist vermutlich derzeit das mit Abtand beste 1.4-50er und spielt in einer ganz anderen Liga als mein Nikkor 1.4-50 (auch gewichts- und preistechnisch). Es kommt in Schärfe und Kontrast aber nicht annähernd an das Sony 1.8-55 heran und schlägt das Nikkor 1.8-50 auch in keiner Disziplin.

Stefan, ich finds ja immer wieder spannend, mit welcher Überzeugung Du Dinge schreibst, die objektiv nicht richtig sind... ;)


... Ein modernes 1.8er ist bei Blende 1.8 typischerweise schärfer als ein abgblendetes 1.4er...

Das Sigma Art ist bei 1,4 schon schärfer, als das Nikkor 1,8 offen.
Bei 1,8 ist es noch mal deutlich schärfer.


... Das Sigma ist vermutlich derzeit das mit Abtand beste 1.4-50er ...

Es ist ziemlich gut, ja.
Ob es “mit Abstand das beste“ ist wage ich zu bezweifeln - ein Zeiss Otus spielt sicher zumindest in der selben Liga.

... Es ... schlägt das Nikkor 1.8-50 auch in keiner Disziplin...

Es ist - zumindest in Bezug auf die Auflösung - bei jeder Blende vor dem Nikkor 1,8.
Obwohl letzteres kein schlechtes Objektiv ist und abgeblendet sehr gute bis exzellente Werte erreicht


picture.php


Quelle: Photozone.de
 
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Das Sigma 1.4-50er Es kommt in Schärfe und Kontrast aber nicht annähernd an das Sony 1.8-55 heran und schlägt das Nikkor 1.8-50 auch in keiner Disziplin.

Da ich alle drei Objektiv schon besessen hatte, bin ich hier anderer Meinung. Sigma immer besser als das Nikon und mit dem Sony Gleichstand - eventuell ein kleiner Vorteil für das Sigma. Ausprobiert an der A7II - allerdings stimmt bei vielen Adaptern das Auflagemaß nicht.
 
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