Shooting Lessons Learned

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prawda

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Hi Leute

Bei meinen Shootings sind mir zwei Punkte aufgefallen, die ich verbessern will. Vielleicht kann mir hier jemand helfen :fahne:

Ich nutze die Nikon D810 mit z.B. 50mm FB f/1.8. Oft fotografiere ich schön offenblendig (2.0 bis 2.8). Damit es auch da scharf ist wo ich will benutze ich die einzelnen Messfeldern (oben rechts, links, Mitte, etc.) und verschwenke die Cam dann nicht. Vorallem wenn ich relativ nah am Model stehe. Daraus ergeben sich aber auch Fragen.


1. Steht das Model eher im Schatten und der Hintergrund ist sehr hell, so hat die Kamera oft Probleme mit dem Fokussieren. Meist stellt sie dann auf den Hintergrund scharf obwohl der Messpunkt auf dem Auge des Models liegt. Das Hilfslicht nutze ich nicht. Kennt Ihr da eine Lösung?

2. Weil ich sozusagen nur mit den Messfeldern fokussiere ist bei hochformat über dem Model oft ca. 20% Luft und ich schneide das Model im Bereich der Beine oder dem Bauch ab. Das ist natürlich verschenktes Model an den Himmel :mad: Wie kann ich aufs Auge fokussieren ohne dass oben so viel Luft vorig steht? Muss ich da schwenken? Wie mach ich das, dass dann das Auge noch immer scharf ist?

Grüsse und danke!!!
 
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Hallo,

Die modernen SLR sind heute wirklich hervorragend.
Meiner Meinung nach ist ihre Schwachstelle das Fokussieren.
Ich besitze je eine D4 und eine D810.
In Deinem Fall würde ich mit dem zentralen Messfeld arbeiten und die Kamera schwenken. Fertig!

Grüsse aus der Schweiz,
Felix
 
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Kannst Du evtl. Beispielbilder hochladen?

Um welches 50/1.8er handelt es sich?
Verwendest Du Auslöse- oder Schärfepriorität? AF-A, AF-S oder AF-C?
Kannst Du den Effekt eventuell gewissen Messfeldern zuordnen, also Messfelder die gut oder weniger gut fokusieren (Kreuzsensoren)?

Kann es sein, dass der Fokusdistanz Mindestabstand leicht unterschritten wird?
Beispielsweise durch eine leichte Vorbewegung Deines Oberkörpers beim Auslösen.

Gehst Du davon aus dass, das mittigste zentrale Messfeld am zuverlässigsten arbeitet? (Wären alle Sensoren gleichermaßen unzuverlässig, wäre Dein Lösungsansatz mit dem Verschwenken irrelevant.)

LG
Herwig
 
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Danke Leute!

Klar, schwenken geht schon, aber die Gefahr ist dann halt immer dass die Schärfenebene so verschoben ist, dass das Auge nicht mehr scharf ist. Wie macht Ihr denn sowas? Füge unten ein Beispiel ein....

[MENTION=25303]Pinsel[/MENTION]: Hier ein Beispielhaftes Bild, da die schlechten Bilder von gestern schon im Nirvana sind *nerv*
picture.php


Ich fokussiere also auf das linke Auge und somit ergibt sich dieser Bereich über dem Kopf, den ich eliminieren will.


Ich verwende das 50mm 1.8 AF-S. Im Einzelfokus verwende ich die Schärfepriorität. Hrm, der Mindestabstand (2m) sollte eigentlich schon passen aber die Kamera zeigt teilweise trotzdem an, dass ich zu nahe bin - allenfalls weil die Kamera den "schwarzen"/dunklen Gesichts-Bereich nicht erkennen kann. Ich verwende leider sehr wenig das mittlere Messfeld - wo sind die Kreuzmessfelder bei der D810? Wenn es nur das Mittlere ist, dann muss ich ja riesig grossen Winkel schwenken?!


DANKE :up:
 
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Zu Punkt 2:
Wäre AF-C mit 3-D tracking eine Möglichkeit? Du verschiebst den Sensor mit dem Joystick auf einen der äußeren AF-Sensoren, fokussierst dann auf das Auge wählst dann den Bildausschnitt. Das klappt bei mir eigentlich recht gut.
 
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Zu Punkt 2:
Wäre AF-C mit 3-D tracking eine Möglichkeit? Du verschiebst den Sensor mit dem Joystick auf einen der äußeren AF-Sensoren, fokussierst dann auf das Auge wählst dann den Bildausschnitt.

Wenn der TO da noch einen Sensor hätte, wo er den Fokus haben möchte, würde er die Frage nicht gestellt haben. Auch AF-C mit 3D Tracking kann nur tracken, wo Sensoren sind.
 
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Ich fokussiere also auf das linke Auge und somit ergibt sich dieser Bereich über dem Kopf, den ich eliminieren will.

Hi,

das geht halt nur mit Verschwenken. Wenn es wegen der geringen Schärfentiefe bei dem Winkel dann nicht hinreichend scharf ist, bleibt dir eigentlich nur das nachträgliche Croppen auf den gewünschten Ausschnitt.
Kontrast AF mit Lifeview ist wohl keine Alternative ... aber der geht über das ganze Bild.
 
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Wenn der TO da noch einen Sensor hätte, wo er den Fokus haben möchte, würde er die Frage nicht gestellt haben. Auch AF-C mit 3D Tracking kann nur tracken, wo Sensoren sind.

Wenn er so fokussiert wie auf seiner Skizze (also mit einem der äußeren Sensoren auf das Auge) würde sich das Auge des Modells auf einen der eher mittig gelegenen Sensoren verschieben, wenn er die Kamera etwas nach oben zieht um die oberen 20% des Bildes zu füllen.
 
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wenn er die Kamera etwas nach oben zieht um die oberen 20% des Bildes zu füllen.

Auch wenn ich lange darüber nachdenke ... wenn ich die Kamera nach oben ziehe, entsteht oberhalb des Auges noch mehr Luft ... damit bleiben die oberen 20% voll Luft, es entsthehen aber vielleicht noch 20% mehr Luft ... abhängig davon, um wieviel die Kamera nach oben gezogen wird.

Er würde gerne die Kamera nach unten schwenken, damit der Kopf weiter nach oben rutscht und den leeren Platz füllt.
 
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Shooting Lessons Learned ist eine Antwort, keine Frage ...

Aber sei es drum.

Zum Verschwenken. Der Betrag des Fokusfehlers beim Verschwenken nimmt nur quadratisch mit dem Verschwenkwinkel zu. D.h., selbst falls beim vollen Verschwenken ein sichtbarer Fokusfehler entstünde (hängt von Brennweite, Abstand und Blende ab), so wäre er bei kleinem Verschwenkwinkel überproportional unterdrückt (bei 1/2 Winkel auf 1/4 etc.) und immer akzeptabel. Für deine obere Luft gibt es keinen Grund.

Allerdings ist die geringere Genauigkeit der äussersten Sensoren ein Punkt, da kannst Du dann auch verschwenken.
 
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Hi Leute und danke für Eure zahlreichen Antworten!

Ja stimmt, es sind keine Infos zu meinen Lessons Learned aber die Fragen ergeben sich daraus. Sorry für den irreführenden Titel...

Genau, ich möchte die Kamera nach unten verschieben, dass ich mehr "Bein" vom Model erfasse und weniger "Luft" über dem Kopf habe.

Dann werde ich in Zukunft:

- Nahe: mit croppen im Nachgang arbeiten.
- Weiter Weg: Kamera schwenken und dann die Schärfe auf dem Auge im Display prüfen.


Merci, grazie, Dankä und Thanks für die Infos!
 
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Ich verwende das 50mm 1.8 AF-S. Im Einzelfokus verwende ich die Schärfepriorität. …


Mmh, wie wäre es denn mit AF-C + 9-Felder-AF?
Fürs Verschwenken empfiehlt sich dazu AF-L …

Greift der AF nicht auf die Augen, so findet sich
i.a.R. immer eine Stelle in der Schärfeebene, wo
der AF lieber zugreift – Wange, Schulter etc. …

Selbst bei offener Blende beträgt die Toleranz
beim 50mm mehrere Zentimeter, das sollte für
scharfe Bilder eigentlich stets ausreichen.

Mir deucht, da ist einfach Üben angesagt … :cool:



 
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ich kenne das verhalten der neuen Fokusmodule nicht und kann nur über meine Erfahrungen mit der D2x schreiben.

Mit den Lichtstarken Objektiven - 1,4er - hatte die Ihre Probleme. Bei Tests waren von 10 Bilder 3 scharf. Wenn ich aber auf 2,8 abgeblendet hatte und mit gedrückter Abblendtaste fokussiert habe dann hatte ich eine 100%ige Trefferquote.

Bei der D2x gab es aber auch noch eine Besonderheit - die Fokusmessfelder waren größer als im Sucher angezeigt. Die Kamera ist Blind. Die sieht nicht das was du siehst. Die weis nur, sie soll auf etwas fokussieren, was sich in dem Umfeld befindet, was du ausgewählt hast. Da nimmt die Kamera immer das, was ihr am besten gefällt. Hat die Person eine Brille mit Metallrahmen - die Kamera mag Metalllahmen - gerade Linien und dann noch kontrastreich - super das nehme ich. Ist der Kopf leicht gedreht und das Auge befindet sich am Rand und noch im Schatten - warum soll sich der AF die Mühe machen einen Fokuspunkt am Auge zu suchen, wo es kaum Kontraste gibt. Der Hintergrund ist doch viel besser.

Ich hasse diese Werbeschilder am Spielfeldrand von Fußballvereinen. Wenn die Spieler weiße Trikots mit schwarzen Zahlen haben geht es gut. Haben die aber rote Trikots mit gelben Nummern dann geht der AF all zu gerne auf die schönen weißen Werbetafeln mit schwarzen Buchstaben.

Nimm ein weißes Blatt DIN A4 und mache einen fetten schwarzen Strich darauf mit einen Filzstift (Edding) dann wähle ein Fokusfeld aus und teste mal wie ein außerhalb des angezeigten Fokusfeldes die Kamera noch scharf stellt. Dann weist du schon mal was die Kamera alles berücksichtigen wird.
 
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Die Position der Kreuzsensoren wird in diesem Beitrag gezeigt:
http://cameratico.com/articles/nikon-d810-tips-and-tricks/

Wie bereits vorgeschlagen empfehle auch ich Dir das Verhalten Fokus, Objekt Hintergrundhelligkeit, Verschwenken irgendwie auszustesten.

Übrigens über Liveview kannst Du jeden beliebigen Fokuspunkt setzen. Ich arbeite selbst nicht mit LiveView, aber wenn's hilft warum nicht?

Habe weder D810, noch 50/1.8 (meine: D3, D800, 85/1.4, 50/1.4) und fotografiere zudem fast ausschließlich im Querformat, mein Schwerpunkt liegt auch nicht auf Portraits. Ich habe den AF vom Auslöser entkoppelt, fokusiere über die AF-ON Taste, wobei permanent AF-C mit Auslöseprio eingestellt ist. Wenn ich bei statischen Motiven die Schärfe über AF-ON bestimmt habe, bin ich frei im Verschwenken oder was auch immer. Natürlich versuche ich die Schärfe über einen optimal gelegenen Fokuspunkt zu setzen, ich weiß bei Blende f/1.8 und Distanz an der Naheinstellgrenze ist das eine Challenge, aber das ist auch eine Challenge ohne Verschwenken. Aber ich verstehe auch wenn eine Kamera durch einfallendes Licht (Gegenlicht) irritiert wird. Da arbeitet man schon im Grenzbereich, viel Ausschuss, aber die die werden, werden echt fett!


LG
Herwig
 
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Da ich am Wochenende mal wieder ein Konzert
in babylonischer Finsternis hatte, zeige ich mal
ein Beispiel:


picture.php


D700 mit 80-200 / 2,8 bei 3200 ISO, 1/30 s, f2,8


Links ooC, rechts bearbeitet, unten ein scharfes Auge …


An dem Abend pumpte der AF zwar gelegentlich heftig,
aber faßte eigentlich irgendwann immer.


Mein Fazit: Dein Problem ist mir unklarer denn je. :cool:

 
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