Seitensprung Südnorwegen

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Herzlich willkommen an alle, die auf Grund des Titels diesen Thread geöffnet haben,
sich aber eigentlich nicht für Reise- und Landschaftsfotografie interessieren.
Bleibt doch einfach trotzdem hier und schaut euch ein paar Bilder an. :fahne:

Alle anderen möchte ich natürlich ebenso begrüßen und hoffe,
dass euch das ein oder andere Bild gefällt.

Der Titel lautet nicht ganz grundlos so.
Als Island-Süchtiger habe ich schon vor Jahren damit begonnen,
alle anderen Reiseziele als »Seitensprünge« zu bezeichnen.
Ab und zu mal ein kleines Abenteuer abseits der Geliebten (Insel).

So verschlug es uns (wie immer war die Patentante mit dabei) nach 25 Jahren mal wieder nach Norwegen.
Die Zeit war etwas knapp bemessen, weshalb nur der Süden auf dem Reiseplan stand.
Aber die Lofoten kennt ihr ja schon aus anderen Beiträgen.:fahne:

Nach der Durchquerung Deutschlands und Dänemarks
ging es mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand.
Hundemüde, von meterhohen Wellen gut durchgeschüttelt und
mit dem Geruch von fremdem Mageninhalt in der Nase :D
steuerten wir mit dem laienhaft zum Campingmobil umgebauten
Caddy den nächsten freien Stellplatz an.

Erst am nächsten Morgen ging es weiter zum Leuchtturm Lindesnes.

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In den nächsten Tagen zeige ich euch noch ein paar weitere Fotos.
Wie immer gilt: Kommentare, Kritik, überhaupt Rückmeldungen jeder Art sind erwünscht.​
 
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Herzlich willkommen
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Wie immer gilt: Kommentare, Kritik, überhaupt Rückmeldungen jeder Art sind erwünscht.​
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Na gut :
Den umgebauten Caddy möchte ich neben den anderen Reisefotos auch gern sehen - und auch gern von der Erfahrung damit lesen.
 
Kommentar
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Na gut :
Den umgebauten Caddy möchte ich neben den anderen Reisefotos auch gern sehen - und auch gern von der Erfahrung damit lesen.

Dein Wunsch ist mir Befehl. Ein paar Handy-Fotos vom »Umbau« gibt es. Ich mache aber noch welche, auf denen man das System besser erkennt.


Große Wäsche nach der Wanderung inkl. Multifunktionsstativ :eek:

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Während die "Aufbau"-Videos gerade noch bei YouTube im Upload hängen (meine Güte … dauert das), hier noch zwei Schnappschüsse wie das Ganze im Caddy aussah.

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Eine kurze Erklärung ist wohl notwendig.

Aufgabenstellung war:
- Patentante will auf Vordersitz schlafen.
- Idealerweise nicht auf dem Fahrersitz. Die Pedale stören doch etwas.
- Meine 1,90 m wollten unbedingt in ausgestrecktem Zustand nächtigen, wenn man schon mal im eigenen Fahrzeug unterwegs ist und sich häuslich einrichten kann.
- Der Stauraum muss trotzdem weitestgehend erhalten bleiben.

Überlegungen:
- Bereits auf dem Markt befindliche Komplett-Luxus-Lösungen sind für eine einmalige Aktion der absolute Overkill.
- Für großartige handwerkliche Leistungen fehlen die Zeit und das Geschick.
- Das Material sollte wiederverwendet werden, d.h. im Alltag möglichst auch noch einen Zweck erfüllen.

Die Lösung:
- Der Raum hinter dem Fahrersitz (etwas nach vorne geschoben und geneigt) ist gute 2 Meter lang
- Da passen vier 60-Liter-Eurobehälter (z.B.) quer rein.
- Ergibt den Unterbau für eine Liegefläche mit 60 cm Breite
- Auf die vier Boxen kommt eine Liegefläche aus Holz, die sich zusammenklappen lässt.
- Da drauf dann eine Isomatte als Unterlage und eine aufblasbare Isomatte für den Komfort.
- Neben den vier Boxen hat noch eine weitere Platz. Der Länge nach passt sie genau rein.
- Diese zusätzliche Box wird mit einer wasserfest lackierten Tischplatte verschlossen
- Diese Box dient dann als Tisch zum Kochen und Essen.
- In den Behältern ist Platz für nahezu das gesamte Gepäck. Jeder "Mitbewohner" bekommt zwei Behälter für sein Gepäck und die fünfte Box ist für Lebensmittel und die Campingküche reserviert.

Fazit nach drei Wochen:
- Schlafkomfort für mich: herausragend
- Optimierungsbedarf bei der Gepäckmenge. Nicht das gesamte Gepäck passte in die Eurobehälter.
- Optimierungsbedarf bei der Liegefläche. Es wäre sinnvoller gewesen jedem Behälter einen separaten Deckel zu verpassen. So lassen Sie sich leichter einzeln öffnen.
- Tisch zum Kochen ist super. Lässt sich außerhalb des Fahrzeugs nutzen, kann aber auch innerhalb des Fahrzeugs zum Kochen genutzt werden. Der Koch steht bei geöffneter Kofferraumklappe draußen im Trockenen und kann in ergonomischer Höhe Pfannkuchen brutzeln :hunger:


Jetzt schreibe ich hier schon Romane und YouTube ist immer noch nicht fertig.

Geduld, Geduld.
 
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Man muss nur etwas Druck machen.

Video 1 – Mein »Schlafzimmer«



- 20 mm Holzplatte in vier Teile zersägt (2x 45 cm, 2x 50 cm) und mit Klavierband/Stangenscharnier verbunden. Die längeren Teile sind die inneren Segmente der Liegefläche, die kürzeren Teile die äußeren.
- Dachlatten zugesägt und von unten an die Liegefläche geschraubt um ein Verrutschen auf den Eurobehältern zu verhindern
- große Grifflöcher durch alle vier Teile gebohrt: ermöglicht einfacheres Öffnen der Eurobehälter + die zusammengeklappte Liegefläche lässt sich mit einem Stück Schnur fixieren bzw. mit einem Gurt auch einfach transportieren (über die Schulter hängen).
- fertig

Na ja, nicht ganz fertig. Die Rückbank das Caddy sollte noch entfernt werden.
Btw: Es handelt sich nicht um einen Caddy Maxi, sondern um ein »kurzes« Standard-Modell.

Video 2 – Die »Einbauküche«



- Tischplatte (ebenfalls 20 mm) mit 40 x 100 cm
- Ebenfalls mit Dachlatten an der Unterseite versehen
- Oberfläche wasserfest lackiert
- fertig
 
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Nach diesem kleinen Exkurs widme ich mich nun wieder
dem weiteren Verlauf der Reise.
Um euch nicht mit belanglosen Knipsereien zu langweilen,
überspringe ich die wenigen Fotos, die bei der Fahrt
vorbei an Stavanger,
über den Boknafjorden
und durch Odda
bis ins Aurlandsdalen
entstanden sind.

Ein kleines Highlight war die Wanderung in eben diesem Aurlandsdalen.
Auf dem Parkplatz wurden wir noch von anderen Wanderern gewarnt.
Der Weg ist viel länger und gefährlicher als im Wanderführer beschrieben.
Erdrutsch!
Wegmarkierungen verschwunden!
Wasserfall-/Bergbachüberquerungen auf nassen Holzplanken, ganz ohne Brücke!


Wir rechneten mit dem Schlimmsten und wurden positiv überrascht.

Der Erdrutsch hatte es tatsächlich gewagt
einen kleinen Abschnitt des Wanderpfades verschwinden zu lassen.
Zu allem Überfluss plätscherte dann auch noch ein Bach
durch den Graben, den der Erdrutsch hinterlassen hatte.
Mit etwas Weitsicht und ein paar Metern Umweg
kamen wir trockenen Fußes auf die andere Seite und
fanden ohne Probleme die Fortsetzung des Weges.

Die nassen, rutschigen Holzplanken unterhalb eines Wasserfalls
entpuppten sich als völlig nutzlos.
Es war viel gefährlicher auf dieser Behelfsbrücke den Bach zu überqueren,
als sich einfach von Stein zu Stein einen eigenen Weg zu suchen.

Nur bei der Länge des Wanderweges waren die Unkenrufe gerechtfertigt.
»18 km«, verkündete der erste Wegweiser.
Nach einem Kilometer Fußmarsch verlängerte sich der Rundkurs auf bereits 19 km.
Und auch die weiteren Entfernungsangaben machten keinen sonderlich seriösen Eindruck.

Schön wars trotzdem und ich muss gestehen:
»Wir hatten nie vor die gesamten 18 oder 19 oder 20 Kilometer zurückzulegen.«
Ich kann als Ausrede ja die »alte« Patentante vorschieben. :fahne:


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2 – Almen (das heißt wohl auch im Norwegischen so) im Aurlandsdalen


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3 – Aurlandselvi (elv = Fluss)


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4 – Vassbygdi. Sprechen sich die Nachbarn eigentlich bei der Fassadenfarbe ab?


PS: Das Wetter war ein Traum. Sonne pur. Hier entstand auch das Bild von der Caddy-Wäscheleine.​
 
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Hohes Gericht:

" In Anbetracht derTatsache, das der Delinquent seinen Seitensprung öffentlich vorführt, die Patentante als aktuelle Zeugin dauernd benannte, scheint hier ein einvernehmlicher ausserehelicher Akt der Fotografie vorzuliegen, welcher hier nicht durch Rechtsprechung, sondern durch die Bewertung der Betrachter einem Urteil zugeführt werden muss."

Danke für die Bilder

Frank
 
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Wie immer hatte ich eine ziemlich genaue Route festgelegt und
ein paar Punkte auf der Landkarte markiert, an denen ich unbedingt fotografieren wollte.
Aber auch bei dieser Reise kam es manchmal anders als geplant.
Der Abstecher ins Leirdal zum gleichnamigen See musste kurzfristig abgebrochen werden.
An der Mautstelle mit »Vegbom« hing ein Zettel mit dem Hinweis, dass die Straße nicht befahrbar wäre (mal wieder Erdrutsch :)).

Aber allein die schöne alte Brücke war den kleinen Umweg wert.


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Oft wurde man das Gefühl nicht los, dass Mitte Juni in den Bergen noch »sehr früh im Jahr« ist.
Da war doch noch ordentlich Schnee und große Mengen Schmelzwasser
auf den Wanderwegen und am Sognefjellet Sommarskisenter war Hochbetrieb.
Ganz Norwegen ist auch im Juni noch beim Langlaufen.
Möge das ewige Eis den Norwegern noch lange erhalten bleiben.​
 
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In den Bergen herrschen noch winterliche Bedingungen
aber in den Tälern locken Badeplätze die Besucher …

… bis ans Ufer. Dort angekommen merken sie dann,
dass die gefühlte Außentemperatur nichts mit der Wassertemperatur gemeinsam hat.

Aber Schwimmen gehört ja auch nicht zu meinen Hobbies, sonder Fotografieren:

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Blick vom »Badeplatz« bei Myrheim am Søreimsfjorden.​
 
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Seit mehr als 12 Jahren hatte ich keine Papageitaucher mehr gesehen.
Ein guter Grund, einen Abstecher auf die Insel Runde einzuplanen.
Leider machte das stürmische Wetter uns beinahe einen Strich durch die Rechnung.
Heißt: Gesehen habe ich jetzt endlich wieder ein paar der »Clowns der Lüfte«,
nur mit dem Fotografieren hat es nicht so funktioniert wie gewünscht.

Ich habe noch nie erlebt, dass mein Stativ einfach weggeweht wurde.
Selbst mit Kamera und Rucksack beschwert, wackelte die ganze Geschichte so stark,
dass nur Zufallstreffer möglich waren.

Auch die Zielübungen mit ein paar Seeadlern waren nicht befriedigend.
Aber immerhin gab es kuriose Flugeinlagen:

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Nur abseits der Steilküste bei den Raubmöwen war der Wind einigermaßen erträglich:

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Klasse Aktion (Caddy, Patentante), tolle Fotos. Habe mich gerade mal wieder hier eingeloggt, um einen Reisebericht über .... .... Südnorwegen zu beginnen. Und ich bin beruhigt: Es scheint bezüglich der aufgesuchten Orte (bisher) kaum Doppelungen zu geben. Norwegen ist eben groß - auch Südnorwegen. Das ist ein kleiner Vorteil gegenüber Island :D
 
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Reisebericht über .... .... Südnorwegen zu beginnen. … ist ein kleiner Vorteil gegenüber Island :D

Habe eben in dein Album gespickt :fahne:. Streckenmäßig gibt es schon ein paar Überschneidungen. Jetzt bin ich umso gespannter, ob es auch bei den Fotos welche gibt.

<Expertenmodus> Island kann sehr groß sein, wenn man die Hauptsehenswürdigkeiten links liegen lässt.</Expertenmodus> :hehe:
 
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Habe eben in dein Album gespickt :fahne:. Streckenmäßig gibt es schon ein paar Überschneidungen.

Wie du mir, so ich dir :hehe: Tja, eine Überschneidung betrifft die Nr. 7 unserer Routendarstellung (die im Übrigen recht ungenau ist ...). Aber ich nehme für uns in Anspruch, dort das schlechtere Wetter gehabt zu haben.:cool:
 
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