Moin
im Moment macht fotografieren nach unserem ausgefallenen Winter (Temperaturen bis zu 20C im Februar...plus) wieder richtig Spass.
Zum einen, weil es abends laenger hell bleibt und wenn die Wolken mitspielen die Sonne in der Goldenen Stunde richtig schoen warm ist.
Wenn dann noch ein mir altbekannter Bartkauz endlich mal im Baum hockt und nicht auf einem Zaunpfahl, einem Eisentor oder einem LKW-Anhaenger, dann ist die Welt fuer mich in Ordnung.
Hier kann man sehen wie er gerade drei Bier bestellt :winkgrin:
Nach Sonnenuntergang geht es dann von 400mm auf 18-35mm runter und diverse Auroraseiten werden im zehn Minutentakt aktualisiert. Im Moment kann man selbst in unseren Breitengraden manchmal das Nordlicht sehen, wenn Wolken, Mond usw mitspielen. Die letzte grosse Schau am St Patricks Day hab ich verpasst, die Vorhersage war KP4 (je hoeher die Zahl (bis 10), um so hoeher die Chance es hier zu sehen), es ist dann spontan aber auf ueber 6 hochgegangen. Da geht dann richtig die Post ab und ich hab doof geguckt.
Donnerstag ging der Alarm schon mittags los, KP4. Seitdem sind alle immer bisschen fickerig, man weiss ja nie...
Ich war den ganzen Tag unterwegs Baeren suchen und eigentlich platt. Aber Nordlicht ist Nordlicht und zur Not haette ich im Auto schlafen koennen und morgens gleich wieder Eulen suchen. Also Karten geleert und schnell wieder raus.
Als ich gerade auf dem Weg zu einem spot war, an dem ich es versuchen wollte, ging ploetzlich das Licht an. Man faehrt einfach durch die Nacht und das Licht ist als kaum wahrnehmbarer Nebel oder Wolken im Himmel sichtbar. Und dann geht alles ganz schnell, die Intensitaet nimmt zu, ploetzlich wird alles unheimlich hell und der Tanz geht los. Bis dahin habe ich es hier in Alberta noch nie so intensiv gesehen, bin einfach nur rechts ran und raus aus dem Auto. Bilder waren da komplett egal.
Wer schon mal das unheimliche Glueck hatte, das Nordlicht mit eigenen Augen zu sehen, versteht, wie man bei dem Anblick alles vergessen kann. Man steht einfach nur mit offenem Mund wie ein kleines Kind das staunend zum ersten Mal vorm Weihnachtsbaum steht da und ist ergriffen von dem Schauspiel. Nach 10 Minuten bin ich dann doch schnell weitergeduest und hab die Kamera aufgebaut.
Der Hoehepunkt war da bereits ueberschritten und den intensivsten Teil in Gruen und Orange hatte ich verpasst. Dafuer konnte ich noch einige der lila Saeulen (heissen im Englischen zumindest pillars) sehen und hab eine Aufnahme davon bekommen.
Es war eine fantastische Nacht. Kein Wind, keine Wolken, kein Mond, alles perfekt. Ab und zu hab ich mal eine Aufnahme gemacht, ansonsten nur rumgelegen und mir den Spass angeguckt. Rund um mich rum in der Praerie waren die Kojoten am bellen und heulen, Eulen riefen, eine perfekte Nacht.
Um etwa 2:30 Uhr sah es dann so aus, als waere Schluss mit der Show und ich packte zusammen um nach Hause zu fahren. Nach etwa 5km ging es dann doch wieder los, erst nur an einer Seite des Himmels, dann pulsierte es wieder staerker. Schnell umgekehrt und die naechstbeste Stelle gesucht, alles wieder ausgepackt. Nicht so stark wie zuvor, aber doch noch mal ein schoenes, sattes gruen.
Am Ende war ich dann erst um 5 Uhr zu Hause, aber es war die Strapazen wert. Auch wenn der Schlafrhytmus drunter leidet und man dann so wie jetzt um 2 Uhr noch hellwach ist. Wenigstens hat man Bilder zum Bearbeiten und was zu tun. Langweilig wird es nie
Schoenen Sonntag!
im Moment macht fotografieren nach unserem ausgefallenen Winter (Temperaturen bis zu 20C im Februar...plus) wieder richtig Spass.
Zum einen, weil es abends laenger hell bleibt und wenn die Wolken mitspielen die Sonne in der Goldenen Stunde richtig schoen warm ist.
Wenn dann noch ein mir altbekannter Bartkauz endlich mal im Baum hockt und nicht auf einem Zaunpfahl, einem Eisentor oder einem LKW-Anhaenger, dann ist die Welt fuer mich in Ordnung.
Hier kann man sehen wie er gerade drei Bier bestellt :winkgrin:
Nach Sonnenuntergang geht es dann von 400mm auf 18-35mm runter und diverse Auroraseiten werden im zehn Minutentakt aktualisiert. Im Moment kann man selbst in unseren Breitengraden manchmal das Nordlicht sehen, wenn Wolken, Mond usw mitspielen. Die letzte grosse Schau am St Patricks Day hab ich verpasst, die Vorhersage war KP4 (je hoeher die Zahl (bis 10), um so hoeher die Chance es hier zu sehen), es ist dann spontan aber auf ueber 6 hochgegangen. Da geht dann richtig die Post ab und ich hab doof geguckt.
Donnerstag ging der Alarm schon mittags los, KP4. Seitdem sind alle immer bisschen fickerig, man weiss ja nie...
Ich war den ganzen Tag unterwegs Baeren suchen und eigentlich platt. Aber Nordlicht ist Nordlicht und zur Not haette ich im Auto schlafen koennen und morgens gleich wieder Eulen suchen. Also Karten geleert und schnell wieder raus.
Als ich gerade auf dem Weg zu einem spot war, an dem ich es versuchen wollte, ging ploetzlich das Licht an. Man faehrt einfach durch die Nacht und das Licht ist als kaum wahrnehmbarer Nebel oder Wolken im Himmel sichtbar. Und dann geht alles ganz schnell, die Intensitaet nimmt zu, ploetzlich wird alles unheimlich hell und der Tanz geht los. Bis dahin habe ich es hier in Alberta noch nie so intensiv gesehen, bin einfach nur rechts ran und raus aus dem Auto. Bilder waren da komplett egal.
Wer schon mal das unheimliche Glueck hatte, das Nordlicht mit eigenen Augen zu sehen, versteht, wie man bei dem Anblick alles vergessen kann. Man steht einfach nur mit offenem Mund wie ein kleines Kind das staunend zum ersten Mal vorm Weihnachtsbaum steht da und ist ergriffen von dem Schauspiel. Nach 10 Minuten bin ich dann doch schnell weitergeduest und hab die Kamera aufgebaut.
Der Hoehepunkt war da bereits ueberschritten und den intensivsten Teil in Gruen und Orange hatte ich verpasst. Dafuer konnte ich noch einige der lila Saeulen (heissen im Englischen zumindest pillars) sehen und hab eine Aufnahme davon bekommen.
Es war eine fantastische Nacht. Kein Wind, keine Wolken, kein Mond, alles perfekt. Ab und zu hab ich mal eine Aufnahme gemacht, ansonsten nur rumgelegen und mir den Spass angeguckt. Rund um mich rum in der Praerie waren die Kojoten am bellen und heulen, Eulen riefen, eine perfekte Nacht.
Um etwa 2:30 Uhr sah es dann so aus, als waere Schluss mit der Show und ich packte zusammen um nach Hause zu fahren. Nach etwa 5km ging es dann doch wieder los, erst nur an einer Seite des Himmels, dann pulsierte es wieder staerker. Schnell umgekehrt und die naechstbeste Stelle gesucht, alles wieder ausgepackt. Nicht so stark wie zuvor, aber doch noch mal ein schoenes, sattes gruen.
Am Ende war ich dann erst um 5 Uhr zu Hause, aber es war die Strapazen wert. Auch wenn der Schlafrhytmus drunter leidet und man dann so wie jetzt um 2 Uhr noch hellwach ist. Wenigstens hat man Bilder zum Bearbeiten und was zu tun. Langweilig wird es nie
Schoenen Sonntag!