Schiffshebewerk Henrichenburg - ein Besuch im LWL-Industriemuseum

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rollertilly

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Wir waren an einem verregneten Samstag vor fast zwei Jahren dort. Und dieser Hinweis von @AnjaC hat mich erinnert, dass ich die Bilder hier noch gar nicht gezeigt habe.

Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen Technikbegeisterten hier.

#1

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henrichenburg_schiffshebewerk_2016_3249 by Stefan, auf Flickr​



Bisschen Information dazu, ausführlich auch bei Wikipedia oder der Museumsseite nachzulesen:


Das Schiffshebewerk wurde von der Firma Haniel & Lueg nach den Plänen des Stettiner Schiffbauingenieurs Rudolph Haack gebaut. Es war ein Schlüsselbauwerk des Dortmund-Ems-Kanals, denn erst mit seiner Fertigstellung konnte der Kanal bis zum Dortmunder Hafen befahren werden. Dieses Hebewerk ist das größte und spektakulärste Bauwerk der ersten Bau-Periode des Dortmund-Ems-Kanals. Es wurde am 11. August 1899 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal in Betrieb genommen.



 
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In den Jahren 1958 bis 1962 errichtete man das neue Schwimmer-Hebewerk, so dass 1969 die Stilllegung des alten Hebewerks folgte.

Nach der Inbetriebsetzung des neuen Hebewerkes wurde das alte Hebewerk 1969 endgültig stillgelegt. Danach verfiel es. Auch ein Abriss wurde zunächst erwogen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beschloss jedoch 1979, das technische Denkmal als Standort des Westfälischen Industriemuseums zu nutzen, heute LWL-Industriemuseum. Nach Restaurierung und Rekonstruktion ist das alte Schiffshebewerk ohne Wiederherstellung der ursprünglichen Funktion zusammen mit seinem unteren Vorhafen (Unterwasser), dem oberen Vorhafen und einem Stück Kanal (Oberwasser) als Museum eröffnet.

Das alte Schiffshebewerk ist eine Eisenfachwerkkonstruktion mit fünf Schwimmerschächten. Der Trog und die steinernen Oberhaupt- und Unterhaupttürme sind begehbar. Im ehemaligen Kessel- und Maschinenhaus sind Maschinen, Modelle und Bilder zu sehen.



 
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Und dann sind wir noch ein bisschen draußen, oben und mittendrin gewesen.

Das Hebewerk war in der Lage, den damals üblichen Dortmund-Ems-Kanal-Normalkahn von 67 m Länge, 8,2 m Breite und 2 m Tiefgang um 14 m auf die Wasserhaltung des Dortmunder Hafens zu heben. Ende der 1950er Jahre wurde das Unterwasser um 50 cm angehoben, dadurch verringerte sich die Fallhöhe auf 13,50 m. Ein vollständiger Senk- oder Hebevorgang, einschließlich Ein- und Ausfahrt, dauerte etwa 45 Minuten. Der eigentliche Senk- oder Hebevorgang dauerte etwa 2,5 Minuten. Das war deutlich schneller als mit den zur gleichen Zeit üblichen Schleusen. Zudem verbrauchte der Hubvorgang kaum Wasser aus der Dortmunder Haltung, deren gesamtes Wasser aus der unteren Haltung durch Pumpen bereitgestellt werden musste.




 
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Deine Fotos - vor allem auch die Detailaufnahmen - geben einen sehr guten Eindruck von diesem imposanten Bauwerk.
Ich finde, es wäre eine Kulturschande gewesen, es völlig verfallen zu lassen und abzureißen.

Grüße, Christian
 
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Vor einigen Jahren gab es dort auch Mal ein NFF Treffen und ich erinnere mich an das böse Geräusch eines auf dem Boden aufschlagenden Objektives, welches aus einem Rucksack fiel.

Schöne Serie und gut den Text ergänzt.

Müsste ich auch mal wieder hin, ist hier fast um die Ecke.
 
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