Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Platin
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Hallo Leute,

ich muss leider berichten, dass der bei älteren SWMs bekannte Schaden an den Gleitrollen, deren Reifen aus Kunststoff einreißen,
auch am relativ neuen SWM des AF-S 70-200/2.8 G II ED VR Nikkor auftritt:




Auch hier wirkt sich der so aus, dass bei einem gerissenen Reifen das Objektiv fast immer noch einwandfrei fokussiert,
bei zweien wird die Störung schon häufiger,
und wenn alle drei Reifen gerissen sind, setzt der AF oft aus oder startet erst mit Unterstützung durch schnelles Drehen am manuellen Fokusring.
Dann müsste man, wenn man sie als einzelne Ersatzteile bekommt, die Reifen austauschen, das ist aber mit sehr großem Arbeitsaufwand verbunden und daher recht teuer, deshalb ersetzt Nikon lieber den kompletten SWM, was weniger Arbeit ist...
 
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Nein, es gibt keine geplante Obsoleszenz…Nein, es gibt keine geplante Obsoleszenz…Nein, es gibt keine geplante Obsoleszenz… Nein, es gibt keine geplante Obsoleszenz… Nein, es gibt keine geplante Obsoleszenz….bei Nikon doch nicht!
 
cjbffm kommentierte
Nö der Designer hat damit ü b e r haupt nichts zu tun.
 
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Brunke kommentierte
Doch, doch wenn ich mir Mühe gebe, klappt das mit dem Lesen. Wie sieht es denn mit Dir aus? Lesen traue ich Dir zu, aber hapert es vielleicht mit dem Verstehen? Ich helfe gerne: Ich schrieb von neueren Objektiven. Da gehört die zweite Generation kaum dazu. Bis Fehler auftreten vergeht ja gerne etwas Zeit, in der schon die nächste Generation auf dem Markt ist.

Aber ein gutes Feindbild, vulgo ein böser Hersteller, verhindert mitunter das Erkennen einfacher Zusammenhänge.
 
G
Gianty kommentierte
Jein.

Ein Konstrukteur ist auch ein Produktdesigner. Die Grenzen sind heutzutage fliesender als früher.
 
Wuxi kommentierte
Im Englischen Synonym. Natürlich meine ich den Ingenieur.
 
pixelschubser2006 kommentierte
Ob ein Unternehmen börsennotiert ist, sagt m.E. nach überhaupt nichts aus. Klar ist: Je mehr Mitwisser es gibt, desto größer ist das Risiko, aufzufliegen. Und das Risiko steigt natürlich mit der Größe des Unternehmens. Der Diesel-Skandal ist aber das prägnanteste Beispiel der Industriegeschichte, dass man sich diesbezüglich auf nichts verlassen kann.

Allerdings braucht es in diesem Fall keine geplante Obsoleszenz. Es reicht schon eine nach vielen Jahren eintretende Materialermüdung, die vielleicht garnicht geplant war. Strategisch ist da schon eher die Entscheidung, dieser Entwicklung nicht mit adäquaten Ersatzteilbeständen entgegenzutreten.

Als ausgebildeter Servicetechniker habe ich großen Respekt vor Tüftlern wie Beuteltier, und bin ihm sehr dankbar, dass er die Fahne hochhält. Zumal er mir auch schon ein 2,8/80-200mm mit gebrochenem Metallteil gerettet hat. Trotzdem muss eine Firma wie Nikon auch gewisse Serviceprozesse berücksichtigen, und da ist der Tausch ganzer Baugruppen manchmal sinnvoller.

Ausserdem können wir garnicht einschätzen, wie viele solcher Sorgenfälle wirklich bei Nikon auf dem Tisch landen. Klar: Das Thema SMW ist schon lange relevant, und es dürfte durchaus eine relevante Stückzahl betreffen. Aber wieviele davon wirklich zu den Konditionen einer Nikon-Werkstatt repariert würden, können wir nicht einschätzen. Glücklich wäre ich als Betroffener natürlich nicht, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Ich würde es als Hersteller gerne anders handhaben, zumal eine günstige Reparatur stets ein sehr gutes Licht auf die Firma wirft. Sennheiser macht das seit Langem vorbildlich, da wird der Service wohl unter der Prämisse durchgeführt, die Kunden glücklich zu machen.

Natürlich darf man bei Mikrofonen, die in der aktuellen Bauform seit 40, 50 Jahren produziert werden und immer noch State of the Art sind, auch auf entsprechende Nutzungsdauer schließen. Das ist bei Objektiven garnicht grundlegend anders. Nur dass man es hier mit einem sehr hohen Reparaturaufwand zu tun hat, und keinen Ersatzteile-Versorgung mehr aus der laufenden Produktion hat.

Warum man allerdings solche Rollen nicht nachfertig, erschließt sich mir auch nicht.
 
Ich hatte ein Problem mit den Rollen am AF-S 2.8/24-70 erste Generation ohne VR. Michael hat mir das in Ordnung gebracht und das Objektiv tut seit Jahren ohne Probleme seinen Dienst. Nochmal Danke dafür.

Bevor ich Michael und die Qualität seiner Arbeit kannte, setzte bei meinem AF-S 2.8/70-200 VRII regelmäßig der AF aus, bevor er dann irgendwann komplett zum Stillstand kam. Nikon hat mir den SWM ersetzt. Kosten knapp 600 Euro. Wenn ich jetzt lese, das womöglich ein paar billige, defekte Plastikröllchen der Grund für den Fehler gewesen sein könnten, bin ich froh, das ich nicht auch mein 24-70 zu Nikon geschickt habe. Sonst hätte dessen Reparatur womöglich auch richtig teuer werden können.

Gruß
Jürgen
 
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T
Tom1979 kommentierte
Zucke immer noch zusammen, wenn ich solche Reparaturpreise sehe.
 
Nachdem ich auch mal so einen Ausfall des AF vom AF-S 16-35mm f/4 hatte, kommt es mir bald vor, dass die Lebensdauer von AF-S Objektiven tickenden Zeitbomben gleicht. Ist dieses Schadensbild eigentlich auch bei Z-Objektiven schon mal bekannt geworden? Die erste Generation dieser Objektive wird 2025 immerhin ja auch "schon" 8 Jahre alt ...
 
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cjbffm kommentierte
Wahrscheinluch verbauen sie da Rollen aus dem selben ungeeigneten Kunststoff...
 
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Tom1979 kommentierte
Das Teil läuft mit micro SWM motor. Deutlich billigere Konstruktion ohne Ringmotor.
 
Da ist Nikon wirklich trauriger Einzelgänger bei den Toppreislinsen. Canon, Sigma und Tamron benutzen in Ihren Ringmotoren alle (!) seit jeher Laufrollen aus Metall oder sogar direkt Kugellager. Extrem merkwürdige Designentscheidung. Wenn dann doch mal Metall verwendet wurde, laufen die Rollen auf extrem fragilen Plastikzahnstöcherchen (z.B. AF-S 70-300mm VR).
 
1 Kommentar
cjbffm kommentierte
Wieso Designentscheidung, die Objektive fallen doch nicht durch Häßlichkeit auf, oder?
 
(...)kommt es mir bald vor, dass die Lebensdauer von AF-S Objektiven tickenden Zeitbomben gleicht. (...)
Deswegen habe ich mich von AF-S komplett verabschiedet, leider.
Ist dieses Schadensbild eigentlich auch bei Z-Objektiven schon mal bekannt geworden? Die erste Generation dieser Objektive wird 2025 immerhin ja auch "schon" 8 Jahre alt ...
Z-Objektive sind meines Wissens nach mit Linearantrieben ausgestattet, d.h. keine Röllchen wie in den Ringmotoren, da kommen wahrscheinlich andere Probleme auf uns zu.
 
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Wuxi kommentierte
Ich hatte auch einmal einen Vorfall mit einem Holy-3-Objektiv das nur in der Polstertasche hart abgesetzt wurde und dann sofort kaputt war. Dann hilft auch kein Metalltubus wenn die Innereien zu fragil sind.
 
Jürgen B. kommentierte
Wie war das mit dem schwächsten Glied in einer Kette....

Gruß
Jürgen
 
Das ist genau der Punkt. Die meisten glauben immer noch, es gäbe in den Konzernen ein Meeting der Sorte "Operation Kundentäuschung – geplante Obsoleszenz als Profitquelle". Dabei werden eher Designs aus der Entwicklung so lang zusammengestrichen bzw. geändert, bis ein Kostenziel erreicht ist oder ein direkt wahrnehmbare Eindrucksverbesserung erreicht ist (z.B. Laufruhe). Das Gespräch darüber, dass Plastikbereifung irgendwann altersbedingt kontrahiert und sich am Metallkern selbst aufsprengt, wird es bei Nikon intern wohl gegeben haben, sowas ist kein Geheimwissen und weiß auch jeder Ingenieur. Ob das per Marketing ein willkommener Nebeneffekt ist kann jeder selbst entscheiden – um Langlebigkeit geht es dann aber eben so oder so nicht mehr.
 
T
Tom1979 kommentierte
Der Fehler ist zu glauben, dass das zwei völlig getrennte Paar Schuhe sind. Es wird intern sicherlich auch nicht alles so benannt, wie man es gerne hätte. Wenn unterm Strich "Qualitätsverschlechterung durch Budgetstreichung" steht, "kann man eben aufgrund von Kostendruck nicht anders". Warum dann noch hässliche Worte wie "geplante Obsoleszenz" ins Spiel bringen? Tut dem internen Klima auch nicht gut und Kostendruck gibt es immer. Sehr praktisch.
 
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BernhardJ kommentierte
@Wuxi
Oder mittels Budgetstreichung geplante und praktizierte Obsoleszenz.
 
T
Tom1979 kommentierte
Man muss sich intern eben überlegen, wie man das betrachet. Dann kann einem auch keiner was
 
BernhardJ kommentierte
Oft wird auch wegen Ermangelung an technischen Kenntnissen oder einfacher Ignoranz gegenüber technischen Entwicklern von der Finanzabteilung einfach zusammengestrichen ohne jegliche Rücksicht und Überlegung - Hauptsache billig.
Ich habe einige Jahre in der technischen Entwicklung von Hochfrequenz-Geräten gearbeitet. Da ist man irgendwann auf die "glorreiche" Idee gekommen, dass man einige Hochfrequenz-Verbindungen (auch bei Geräten die nicht für's Wohnzimmer vorgesehen waren) crimpt/quetscht statt zu löten - weil billiger und schneller. Die Warnungen von Technikern und Ingenieuren waren völlig "uninteressant".
 
T
Tom1979 kommentierte
Jemand mit Fronterfahrung, tolles Beispiel Alles was jenseits der Garantie passiert, ist die Unternehmensteile, die nur bis ins nächste Quartal denken, tatsächlich uninteressant. Das kommt eben dabei raus, wenn BWL/VWL Leute die Ingenieure aus den Führungsebenen verdrängen. Ist schon so manchen Unternehmen zum Verhängnis geworden. Ich drücke Nikon die Daumen.
 
– um Langlebigkeit geht es dann aber eben so oder so nicht mehr.
Im Handel gilt grundsätzlich und immer noch die Weisheit:

"Was lange hält, verdient kein Geld"

Gruß
Jürgen
 
4 Kommentare
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Tom1979 kommentierte
So ist es. Wenn das Marketing aus der Abteilung Design auf die Änderungswünsche hört: "Können wir so machen, hält dann aber jenseits der Garantie nicht so lange." Dann war das für das Marketing ein guter Tag, auch bei Nikon.
 
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Ja, als Beispiel Miele-Waschmaschinen hätten aufgrund von Langlebigkeit die gleichnamige Firma beinahe ruiniert.
 
BernhardJ kommentierte
Der Umsatzeinbruch 2023-2024 bei Miele ist der Inflation geschuldet, nicht der Langlebigkeit der Waschmaschinen.
Die Kunden haben stets und wiederholt die gute Qualität von Miele trotz der relativ hohen Preise der vorwiegend in D produzierten Waren anstandslos honoriert, bis sie wegen der durch die Energiekonzerne angefachten Inflation deutlich weniger Geld in den Taschen hatten.
Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Produkten währt auf Dauer mehr, als schnelle Gewinne.
 
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Gianty kommentierte
Wir haben und hatten immer MIELE Waschmaschinen. Die Langlebigkeit von früher wird heute nicht mehr erreicht ( Aussage eines KD Mitarbeiters ). Trotzdem finden wir das Geld gut investiert.

Bei obigem Schaden fasse ich mir auch an den Kopf, da er konstruktiv super einfach und geringem Invest zu lösen wäre.

Wir müssen bei 6-stelligen VK Preisen auch auf jeden Cent achten - selbst hinter dem Komma. Das hat verschiedene Gründe, die ich aus persönlichen Gründen teilweise, aus technischer Sicht jedoch nicht verstehen kann.

Das Sparen kommt nicht beim Kunde an ( Geldmäßig ). Der Kunde sieht es von aussen nicht, innen macht es sich bemerkbar wenn Schäden auftreten.
 
Deshalb habe ich bei umgelabelten Objektiven von Fremdherstellern fast keine Bedenken bzgl. Haltbarkeit.

Die werden im Zweifelsfall intern selbst festlegen ob sie offensichtliche Schwachstellen so auslegen dass ihre Kunden nicht verärgert werden.

Vom OEM erwarten sie Folgeaufträge und der Endkunde weiß mittlerweile in vielen Fällen auch wer hinter einem Produkt steckt.

Da gilt es abzuwägen was das höhere Gut ist.

...wobei die Entwicklung intern auch Kunden hat...
 
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Verstehe nicht, warum ihr euch jetzt aufregt. Ja, Nikon hat hier die Röllchen nur für eine gewisse Zeit konstruiert. Ob bewusst oder nicht, kann von uns niemand belegen. Im Laufe der letzten ca. 15 Jahre habe ich drei AF-S Antriebe austauschen lassen "dürfen", shit happens oder zahlen und glücklich sein. Und nur nebenbei bereits zur Einführung der Z9 habe ich mir keine Freunde hier gemacht als ich meinte, dass die Qualität der Materialen sowohl bei der Kamera als auch bei den Objektiven ordentlich nachgelassen hat. Versteht nicht bitte nicht falsch falsch, technisch sind die neuen Sachen von Nikon sehr gut, machen Spaß und liefern sehr gute Ergebnisse aber Kunststoffe halten nicht so lange wie Messing und Aluminium. Es ist wie in jeder anderen Branche heutzutage: Qualität runter - Preis rauf. Damit müssen wir alle leben ober nichts mehr kaufen.
 
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T
Tom1979 kommentierte
Würde schon nochmal differenzieren zwischen "kritisch beobachten" und "aufregen", gebe dir aber insgesamt absolut recht. Bei den Produkten der Z-Generation bin ich ebenfalls pessimistisch in Sachen Haltbarkeit, teile da deine Einschätzung. Man wird sehen.
 
Warum dann noch hässliche Worte wie "geplante Obsoleszenz" ins Spiel bringen?
Nun ja - wenn es aber so ist?
Ich habe Geräte erlebt, bei denen, um den nächsten Technikereisatz zu garantieren, mit einer Art Betriebsstundenzähler ein Bauteil durchgebrannt wurde. Ich kommentiere das jetzt nicht weiter ;-)
 
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T
Tom1979 kommentierte
Sowas läuft eben da am besten, wo das nicht explizit gemacht wird – wie oben diskutiert. Bei dem Beispiel läufts mir allerdings kalt den Rücken runter
 
Bei obigem Schaden fasse ich mir auch an den Kopf, da er konstruktiv super einfach und geringem Invest zu lösen wäre.
Ich frage mich nur, ob die super einfache Lösung mit Metallrollen auf Metalluntergrund hier wirklich zielführend wäre, oder man lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt hätte.
 
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T
Tom1979 kommentierte
Bei Canon und Tamron laufen die Metallrollen auf einer Seite auf der Kunststoffunterseite des Metallrotors und auf der anderen Seite auf glasfaserverstärktem Polycarbonat. Bei Sigma laufen Stahlkugeln in den passenden Löchern eines Metallrings sogar zwischen zwei Metalloberflächen. Nur bei Nikon begegnen mir spezifisch die Rollen als eigentliches Problem. Lösungen existieren also bereits und es gibt offensichtlich Gründe, warum kein anderer Hersteller Nikons Ansatz jemals für die eigenen Ringmotoren übernommen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beuteltier kommentierte
Ich denke, dass Metallreifen sehr viel länger durchhalten würden.
Bei diesen relativ großen Gleitrollenreifen wird die größere Gesamtmasse einer Gleitrolle mit diesen Durchmessern das Problem sein - die Rollen müssen ja sowohl vom manuellen Fokus als auch vom SWM gedreht werden.
Bei kleineren Ring-SWM sind die Gleitrollen nur gut halb so groß und bestehen einfach aus einem Kugellager, während die großen aus dem gleichen Kugellager plus dickem Reifen gebaut sind.
 
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Tom1979 kommentierte
Ich gehe davon aus, dass die Alterung des Kunststoffs und die damit einhergehende Kontraktion des Materials der Grund ist. Nach einer gewissen Zeit sprengen sich die Kunststoffringe selbst am inneren Metallkern. Der äußere Druck tut aber sicherlich sein Übriges.
 
Beuteltier kommentierte
Korrekt, der Kunststoff schrumpft. Außerdem habe ich den Verdacht, dass er durch die Ultraschallschwingungen des nahe befindlichen SWM-Stators versprödet.
 
T
Tom1979 kommentierte
Kann sicherlich ein weiterer negativer Einflussfaktor sein.
 
Ich finde die Fehler-Analysen, meistens ja auch mit anschließendem Reparaturbericht, von Michael @Beuteltier immer ausgesprochen interessant, und möchte mich als regelmäßig Mitlesender für diese Berichte mal ausdrücklich bedanken!

Der Ausfall dieser Kunststoffrollen ist ja schon sehr ärgerlich. Ein bischen erinnert dieses Fehlerbild an die Ermüdung der Radreifen beim ICE, welche vor Jahren zu dem schrecklichen Unglück bei Eschede geführt hatten. Die Radreifen stehen ja unter permanenter Zugspannung. Bei den Kunstoff-Gleitrollen am SWM dürfte es ähnlich sein.

Außerdem habe ich den Verdacht, dass er durch die Ultraschallschwingungen des nahe befindlichen SWM-Stators versprödet.
Interessante und plausibel klingende Hypothese. Die Schwingungen könnten auch dazu führen, dass Mikrorisse in der Oberfläche der Gleitrollen sich schneller ausweiten.
 
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Ich frage mich nur, ob die super einfache Lösung mit Metallrollen auf Metalluntergrund hier wirklich zielführend wäre, oder man lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt hätte.
Habe nichts von Metallrollen erwähnt. Wenn ich das konstruieren müsste, würde ich eine andere Lösung wählen.
 
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Ich finde den Hinweis von Beuteltier großartig, dass es außerhalb der Garantie eine Stelle gibt, offenbar mit Schadensfallerfahrung, bei der man alte Objektive reparieren lassen kann.

Vielleicht sollte man für (teure?) Objektive mal eine Durchsicht (nach 10 Jahren) bei Beuteltier (oder woanders) in Betracht ziehen. Wenn es schon bekannt ist, dass solche Dinge einem Alterungsprozess unterliegen, wäre das keine schlechte Idee.

So ein Check&Clean im Nikon-Service für den (teuren?) Kamerabody macht man ja auch gelegentlich.
 
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Beuteltier kommentierte
Der Check&Clean bei Nikon ist ja nur eine Überprüfung der Funktionen - ob bei einer Kamera oder bei einem Objektiv - und beinhaltet kein Zerlegen.
Für eine "Durchsicht", bei der die Ursache für eventuelle Fehlfunktionen beweiskräftig gefunden werden soll, müsste man das Objektiv schon recht weitgehend zerlegen, was mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden ist.
Sollte ein solcher Riss in einem Reifen dann zu sehen sein, müsste man, um nicht die Arbeit des Zerlegens und korrekt wieder Zusammenbauens nur für den Beweis der Alterung dieser Gleitrollenreifen aufgewendet zu haben, ehrlicherweise die Reifen oder den kompletten SWM austauschen, was noch viel mehr Arbeit macht...
 
Bin so sauer auf Nikon. Mein AF ist nun scheinbar auch hinüber und kann laut Beuteltier nicht mehr repariert werden, da keine Motoren als Ersatzteil mehr hergestellt werden. Erst bauen sie schnell verschleißenden Plastik ein und dann stellen sie die Produktion der Ersatzteile ein, damit alle auf Z Mount DSLM umsteigen. So geht man doch nicht mit jahrelangen Kunden um.
 
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joerghey kommentierte
..... sollte man denken, scheint aber nicht so zu sein .... (mein 2.8/24-70 und 70-200 sind von Tamron und Sigma)
 
C
Christian B. kommentierte
Dass Du über den beschriebenen Alterungsprozess verärgert bist, kann ich nachvollziehen. Dass Du Nikon Vorsatz wegen Umstieg auf Z-System unterstellst, ist allerdings hochgradig albern. Wahrscheinlich wusste bei Nikon zum Zeitpunkt der Produktion Deines Objektives noch nicht einmal, dass es mal ein Nikon Z System geben würden.
 
ICH meinte eher, dass wegen Umstieg beim alten System die Produktion der Ersatzteile eingestampft wurde. Tut mir leid, wenn es da zum Missverständniss kam. Ich meinte hier nicht bzw. wollte nicht unterstellen, dass der "Produktionsfehler" / Materialfehlentscheidung beim SWM in der Vergangenheit zugunsten des aktuellen Z-Systems ausgelegt wurde.

Aus geschäftlichen Gründen kann ich es natürlich verstehen. Ich meine hiermit keine geplante OBSOLESZENZ. Es werden einfach Entscheidungen aus Kostengründen getroffen, wie schon jemand weiter oben beschrieben hat. Auch die komplette Umstellung der Produktion ist ja aus geschäftlicher Sicht von Nikon sinnvoll. Man fokussiert sich jetzt komplett auf DSLM, da dies die Zukunft ist bzw. die Mehrheit diese bevorzugt.

Ich bin wohl etwas zu emotional, da der Fehler nun nach der langen Zeit bei meinem Objektiv auftrat und es nun zu dieser Zeit nicht mehr zu reparieren ist. Ein paar Jahre früher und ich hätte vllt noch Ersatzteile bekommen. Andererseits wäre es dann noch später trotz Austausch wieder dazu gekommen.

Habe ja sonst fast nur Sigma und vor allem Tamron. Die scheinen aber fürs neue System mit FTZ wieder nicht gut zu funktionieren.
 
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W
W.W. kommentierte
Ich glaube nicht, dass Nikon alle Bauteile selbst herstellt. Die frühen SWM waren anscheinend störanfälliger. Mein AF-S 70-200 2.8 G ED VR (von ca. 2001) hatte auch schon nach (geschätzt) 3-5 Jahren einen defekten AF, der von Nikon kostenpflichtig repariert wurde.
Andererseits, wie alt ist dein Objektiv? Über welchen Zeitraum erwartest Du eine vollständige Ersatzteilversorgung. Mehr als 10 Jahre nach Abkündigung ist die Versorgung eher nicht mehr zu erwarten.
 
Beuteltier kommentierte
Beim AF-S 70-200/2.8G ED VR gibt es keine Plastikreifen auf den Stahlkugellagerrollen, da fällt gelegentlich der SWM (AF-Motor) selbst elektronisch aus, viel häufiger ist aber das Verrutschen der Fokusentfernungsermittlungsplatine im vorderen Bereich nach außen, was dazu führt, dass sowohl manueller als auch automatischer Fokus im Nahbereich klemmen bleiben.
Während ich diesen Defekt schon mindestens 30 mal repariert habe, ist mir beim AF-S 70-200/2.8G ED II VR der noch nie aufgefallen.
 
Tandit kommentierte
Ich habe jetzt leider auch das Problem mit dem Motor an meinem AF-S 70-200/2.8G II ED. Es ist von 2012 und kam gestern vom Nikon Service zurück mit der Meldung, dass es nicht repariert werden kann, weil das Ersatzteil (Motor) nicht mehr erhältlich ist
Ziemlich übel, ich kann es so nicht wirklich benutzen, der AF funktioniert nur mit gutem Zureden und wenn ich ein paarmal am Fokusring drehe und das auch nicht immer.
Ich war naiverweise davon ausgegangen, dass in diesem Segment eine wenn auch teure Reparatur lange Zeit möglich ist.
 
W
W.W. kommentierte
Heute bei mir dasselbe vom Schweizer Nikon-Service: blockierter Autofocus beim AF-S 70-200 2.8 G II ED VR kann nicht mehr repariert werden, keine Ersatzteile mehr. Extrem ärgerlich, hätte ich nicht erwartet. Das Objektiv ist sonst wie neu und ich habe auch den 2-fach-Konverter dazu. Ich habe es als einziges meiner Objektive behalten und wollte es mit dem Z-Adapter an einer neuen Z-Kamera weiterverwenden. Jetzt muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich nach über 40 Jahren Nikon nicht nur das System, sondern auch gleich die Marke wechseln sollte.
Auf AliExpress gibt es Ersatz-SWM für um die 200$. Hat damit jemand Erfahrungen gemacht?
 
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Beuteltier kommentierte
Wenn der SWM tatsächlich für das AF-S 70-200/2.8G VR II ED Nikkor ist, und aus einem anderweitig defekten Objektiv ausgebaut wurde, ist der natürlich verwendbar, lange wird das aber nicht gut gehen, weil dessen Plastikrädchen ja schon so alt sind wie bei allen zuletzt hergestellten SWM.
Sollte er als neu bezeichnet werden, handelt es sich um einen Lager-Restbestand, für den das selbe gilt.
 
Alle drei hatten den gleichen Schaden ,hatte schon ernsthaft überlegt nach 50Jahre Nikon zu wechseln.
Was ich dann nach reichlichem überlegen getan habe.
Zum Z. Maut habe ich gewechselt
AF-S 70-200/2.8G VR II
Nikon AF-S Nikkor 300mm f/2.8G IF-ED VR
Nikon AF-S 500 mm F4 VR G IF ED
 
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santana100 kommentierte
nikon Z. Mount logo
 
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