Riniken, 5. Mai 2021
Liebe Sabine
Deine Postkarten haben mich gerade rechtzeitig erreicht. So ein Aufsteller konnte ich brauchen gestern und Du hast Themen angeschnitten, welche mir nahe sind.
Geschichte ist nicht nur Geschichte, Geschichte ist immer persönlich, auch wenn nicht alle Geschichten für alle Menschen gleich nahe sind. Wenn Du mich besuchen kommst, dann können wir ja nach Bulle und eben auch nach Gruyère fahren ...
Wie Du weisst, mag ich die Blumen und deine Blumen-Postkarten sind wieder sehr besonders. Und ja, gestern vor dem Schlafen bin ich mit Dir noch in den Park spazieren gegangen.
Nun starte ich mit drei Postkarten und lasse mit Dir den gestrigen Tag rückblenden ... Fritz hat es mit seinen Postkarten auch hie und da gemacht. "Liebe Ida, steige morgen aufs Schiff in den belgisch Kongo..." oder so .....
4. Mai 2021
Ca. 4 Uhr. Coquine steigt mir über den Kopf, laut schreiend. Stehe auf, gebe ihr Essen. Warte. Dann trinken vom Wasserhahn. Zurück ins Bett.
Coquine kommt wieder, möchte mehr. Wieder aus dem Bett, dasselbe Procedere. Dann bin ich wach.
Kaffee machen, in den Keller, warm anziehen, ein Morgenwackel mit Beethofens 9. Sinfonie.
Zurück und duschen, ins Auto und ins Büro. Viertel vor sechs eingeloggt.
Erste Mails deuten auf einen intensiven Tag hin. Einmal mehr, oder fast immer ....
Mails ans Gericht, versuchen eine Lösung zu finden für eine suizidale, junge Frau ...
Abfahren aufs Gelände der Psychiatrischen Klinik, wo ein Kantonsspital ein zweites Impfzentrum eingerichtet hat. Belebt. Menschen gehen den Weg vom Parkplatz zu Fuss. Aus dem Shuttlebus steigen Menschen. Keine Schlange, alles tipptopp organisiert.
Grüezi, Amsler mein Name, habe Termin um 0950. Ein Häckchen hinter meinem Namen auf der langen Liste. Maske, eintreten, ein Stuhl wird mir zugewiesen. Ich stehe lieber. Die junge Frau geht mir nicht aus dem Kopf.
Sie können mitkommen. Ich kenne das Gebäude aus meiner Zeit vor x-Jahren. Guten Tag, Name? Amsler. Ach ja, Sie wohnen dort und dort....Ich weiss alles über sie. Sie schmunzelt. Auf dem Tisch liegen Flyer. Hypnosetherapeutin, unterstützt aber die ganze Impferei ....
Wir führten ein gutes Gespräch. Eine junge Dame ruft mich, und weist mich zum nächsten Zimmer. Nehmen sie noch Platz hier. Diesmal sitze ich. Hr. Amsler, sie können mit dieser Dame mitgehen. Ein Duschvorhang vor einem engen "Kaböischen", ein Stuhl ein Bildschirm. Weitere Fragen, alles nein, nein ich hatte kein Covid.
Die Spritze. Ich dachte, sie würde sie durchgehend machen. Ich hatte schon lange keine Impfung mehr. Ich verkrampfte mich. Bitte gehen Sie noch in diesen Raum und nehmen Sie sich eine viertel Stunde Zeit. Ein grosser Raum mit Stühlen und Abständen. Wartende Geimpfte, fast jeder am Handy .....
Aufstehen und gehen. Blick auf die Mail. Zurück ins Büro. Telefonate. Mittag. Essen. Weiterarbeiten. Nach Hause. Der Arm begann heftig zu schmerzen und ich hatte Mühe in zu heben. Claudia, der Kleine und ich assen Eis mit gestückelten Mango....
Coquine auch.
Liebe Sabine
Deine Postkarten haben mich gerade rechtzeitig erreicht. So ein Aufsteller konnte ich brauchen gestern und Du hast Themen angeschnitten, welche mir nahe sind.
Geschichte ist nicht nur Geschichte, Geschichte ist immer persönlich, auch wenn nicht alle Geschichten für alle Menschen gleich nahe sind. Wenn Du mich besuchen kommst, dann können wir ja nach Bulle und eben auch nach Gruyère fahren ...
Wie Du weisst, mag ich die Blumen und deine Blumen-Postkarten sind wieder sehr besonders. Und ja, gestern vor dem Schlafen bin ich mit Dir noch in den Park spazieren gegangen.
Nun starte ich mit drei Postkarten und lasse mit Dir den gestrigen Tag rückblenden ... Fritz hat es mit seinen Postkarten auch hie und da gemacht. "Liebe Ida, steige morgen aufs Schiff in den belgisch Kongo..." oder so .....
4. Mai 2021
Ca. 4 Uhr. Coquine steigt mir über den Kopf, laut schreiend. Stehe auf, gebe ihr Essen. Warte. Dann trinken vom Wasserhahn. Zurück ins Bett.
Coquine kommt wieder, möchte mehr. Wieder aus dem Bett, dasselbe Procedere. Dann bin ich wach.
Kaffee machen, in den Keller, warm anziehen, ein Morgenwackel mit Beethofens 9. Sinfonie.
Zurück und duschen, ins Auto und ins Büro. Viertel vor sechs eingeloggt.
Erste Mails deuten auf einen intensiven Tag hin. Einmal mehr, oder fast immer ....
Mails ans Gericht, versuchen eine Lösung zu finden für eine suizidale, junge Frau ...
Abfahren aufs Gelände der Psychiatrischen Klinik, wo ein Kantonsspital ein zweites Impfzentrum eingerichtet hat. Belebt. Menschen gehen den Weg vom Parkplatz zu Fuss. Aus dem Shuttlebus steigen Menschen. Keine Schlange, alles tipptopp organisiert.
Grüezi, Amsler mein Name, habe Termin um 0950. Ein Häckchen hinter meinem Namen auf der langen Liste. Maske, eintreten, ein Stuhl wird mir zugewiesen. Ich stehe lieber. Die junge Frau geht mir nicht aus dem Kopf.
Sie können mitkommen. Ich kenne das Gebäude aus meiner Zeit vor x-Jahren. Guten Tag, Name? Amsler. Ach ja, Sie wohnen dort und dort....Ich weiss alles über sie. Sie schmunzelt. Auf dem Tisch liegen Flyer. Hypnosetherapeutin, unterstützt aber die ganze Impferei ....
Wir führten ein gutes Gespräch. Eine junge Dame ruft mich, und weist mich zum nächsten Zimmer. Nehmen sie noch Platz hier. Diesmal sitze ich. Hr. Amsler, sie können mit dieser Dame mitgehen. Ein Duschvorhang vor einem engen "Kaböischen", ein Stuhl ein Bildschirm. Weitere Fragen, alles nein, nein ich hatte kein Covid.
Die Spritze. Ich dachte, sie würde sie durchgehend machen. Ich hatte schon lange keine Impfung mehr. Ich verkrampfte mich. Bitte gehen Sie noch in diesen Raum und nehmen Sie sich eine viertel Stunde Zeit. Ein grosser Raum mit Stühlen und Abständen. Wartende Geimpfte, fast jeder am Handy .....
Aufstehen und gehen. Blick auf die Mail. Zurück ins Büro. Telefonate. Mittag. Essen. Weiterarbeiten. Nach Hause. Der Arm begann heftig zu schmerzen und ich hatte Mühe in zu heben. Claudia, der Kleine und ich assen Eis mit gestückelten Mango....
Coquine auch.
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