S/W-Abzüge von Farbfilmen

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henchen2410

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Hallo,

früher gab es mal Fotopapiere, mit denen man von Farbfilmen (C41) schwarz-weiß-Abzüge mit normalen s/w-Chemikalien machen konnte.

Leider finde ich solche Papiere nicht mehr, ist sowas noch erhältlich?

Viele Grüße
 
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Früher habe ich schon mal Abzüge von Farbnegativen mit normalen SW-Papier und SW-Chemie gemacht.
Spezielles Papier habe ich dafür nicht benutzt.

Es könnte höchstens sein, dass man mit Gradationspapier und entsprechenden Filtern/Köpfen
Verbesserungen erzielt. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht.
 
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Hallo,

früher gab es mal Fotopapiere, mit denen man von Farbfilmen (C41) schwarz-weiß-Abzüge mit normalen s/w-Chemikalien machen konnte.

Leider finde ich solche Papiere nicht mehr, ist sowas noch erhältlich?

Viele Grüße

vieleicht hilft Dir die Suche nach "Panchromatisch" weiter.
Das wäre jedenfalls der passende Fachausdruck für die sensibilisierung die Du brauchst.

Dirk
 
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@Kai Ich glaube nicht, dass er Inkjet Papiere meinte. Es gab früher mal spezielles Fotopapier dafür, kann mich aber nicht mehr an den Hersteller erinnern. Natürlich kannst Du auch einfach ein Farbnegativ auf SW Papier ausbelichten, aber aufgrund der Farbmaskierung des Farbfilms kommt da nicht viel sinnvolles raus.

Ich würde den Film einscannen und dann am PC nach SW konvertieren

Stefan
 
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Hallo,

einfach ausprobieren - im Einzelfall klappt das auch mit normalem Papier. Die speziellen s/w Papiere für maskierten Farbfilm gibt es wohl schon etwas länger nicht mehr. Wenn es mehr als ein paar Bilder sind würd ich auch den Weg über den Scanner gehen.

Gruß!
 
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So siehts aus. Bei normalen SW-Papieren steuert die Farbe die Gradation, was so viel heisst, das man, wenn man ein Farb-Negativ auf normales SW-Papier projiziert, einen Abzug erhalten wird, wo verschiedene Stellen, verschieden starken Kontrast haben werden. in den meisten Fällen wird das schlecht ausschauen.

Ich schliesse mich deswegen swensings Vorschlag an. Scannen, in SW umwandeln und printen. Das ist der mMn beste Weg.
 
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leider wieder daneben!

Deshalb genauer:

"Normales" SW-Papier = kein Gradationswandelpapier (Multi-, Vario- oder wasweisichwie-Grade):
Dieses Papier ist nur für blaues Licht empfindlich (unsensibilisiert). Für alle anderen (Vor allem rote) Farbtöne sind diese Papiere nehezu "blind" (Erkennbar schon allein daran, dass sie bei relativ hellem Rotlicht in der Dunkelkammer verarbeitet werden können).
Für Abzüge von Farbnegativen sind diese Papiere daher denkbar ungeeignet:

Gradationswandelpapiere:
Bei diesen Papieren wird die "Härte" bzw "Weichheit" (kontrastverhalten) durch unterschiedlich gefärbtes Licht gesteuert. Ich konnte es nie ausproieren -Gradationswandelpapiere gab es zu meiner Lehrzeit noch nicht- aber ich könnte mir denken das Dauerknipser mit seinen Überlegungen nicht ganz falsch liegt. Weiterhin kann auch dieses Papier bei einer eingeschalteten Duka-leuchte verarbeitet werden. Es ist also zu vermuten das auch dieses Papier für gewissen Farben blind ist. Eventuell sind diese Papiere Orthochromatisch sensibilisiert, also nur für blaues, grünes und gelbes Licht empfindlich.

Der Fagesteller braucht dementsprechend panchromatisch sensibilisiertes Papier. Nur dieses kann, wie fast*) alle SW-Filme, alle Farben des Spektrums "sehen"
Kurzes "Metager"en hat nur Fotoimpex gefunden die ein solches Papier anbieten (Auf Anfrage).

Ich denke auch, der Umweg über Scan und PC wird der Beste sein.
Evtl, wenn es unbedingt optisch-chemisch sein muss: umkopieren auf einen SW-Film, der wie oben beschrieben, panchromatisch und damit nicht irgendwo farbblind ist.

Dirk

*) handelsüblich
 
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Hört sich in der Theorie zwar richtig an, die Praxis indes hält dagegen:

"Früher" - also zu Zeiten der fest graduierten Papiere, hatte man die Wahl zwischen rotem und gelb-grünem Duka-Licht, Vario - Multi - oder wie auch immer Kontrastwandelpapier benötigt zwingend rotes Licht um nicht zu verschleiern, über den gelb- u. magentanteil im Licht des Vergrößerers wird die "Härte" gesteuert.
Ein panchromatisch sensibilisiertes Papier wäre sozusagen ein Papierträger mit Filmemulsion und müßte bei absoluter Dunkelheit verarbeitet werden.
M. E. muß es das auch gar nicht sein, die Frage ist eigentlich nur, wie tolerant das Motiv auf eine nicht 100% korrekte Grauwertumsetzung reagiert; daher - siehe Post von arothaus - ausprobieren.

lg
Axel
 
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"Früher" (© ) gab es Kodak Panalure, ein panchromatisch sensibilisiertes SW-Fotopapier, das bei derselben Beleuchtung verarbeitet werden konnte wie Papier für Farbabzüge von Farb-Negativen: dunkelgrün. Absolute Dunkelheit braucht man nur beim Vergrößern von Farbdias - die Umkehrpapiere vertragen überhaupt kein Licht.

Edit: Die Farbe heißt "amber" - bernstein - und ist ein dunkles grünbraun.

Ich dachte eigentlich, Panalure gäb's schon lange nicht mehr (vielleicht gibt's das auch nach einer Pause jetzt wieder) - Google liefert aber eine Menge Treffer dafür, sogar das Datenblatt.

Wer helleres Licht möchte: Mit den Gradationswandelpapieren sind auch recht ordentliche Ergebnisse möglich, und man kann helleres Licht machen als beim Panalure. Die Gradation kann zusätzlich mit den Filtern angepasst werden (ich habe einen extra Multigrade-Kopf dafür). Interessanterweise ist die für Multigrade-Papiere angegebene offiziell erlaubte Beleuchtung hell-Orange. Ich habe drei solche Lampen installiert, eine davon direkt über der Entwicklerschale (Abstand ca. 1m). Eigentlich hätte ich vermutet, dass das Papier für dieses Licht empfindlich sein müsste, da scheint das Papier aber eine Lücke im Spektrum zu haben. Funktioniert jedenfalls einwandfrei.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hört sich in der Theorie zwar richtig an, die Praxis indes hält dagegen:
Ok. Dann versuchen suchen wir mal die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis aufzuzeigen.

...
"Früher" - also zu Zeiten der fest graduierten Papiere, hatte man die Wahl zwischen rotem und gelb-grünem Duka-Licht,...
Theorie: Unsensibilisierte Emulsion -> Nur für Blau empfindlich -> für grün, gelb und rot nicht empfindlich. -> Dukalicht in Rot oder grün-gelb
Praxis: rotes oder grün-gelbes Dukalicht.

...

Vario - Multi - oder wie auch immer Kontrastwandelpapier benötigt zwingend rotes Licht um nicht zu verschleiern, über den gelb- u. magentanteil im Licht des Vergrößerers wird die "Härte" gesteuert....
Theorie: Orthochromatisch -> für blau, gelb und grün Empfindlich -> für Rot nicht Empfindlich -> Dukalicht Rot
Praxis: rotes Dukalicht

...

Ein panchromatisch sensibilisiertes Papier wäre sozusagen ein Papierträger mit Filmemulsion ...

Richtig, Du hast es erfasst.


...
und müßte bei absoluter Dunkelheit verarbeitet werden.
...
Genau so ist es.


Dirk
 
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Dunkelgrün? ich glaubte mich zu erinnern, aber das ist über 30 jahre her, es wäre irgendetwas im Orangebereich gewesen. Aber egal.
Wir hatten jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass selbst dieses "erlaubte" Licht zu hell war und in bestimmten Situationen zu Verschleierungen führte. Vor allem bei Großvergrößerungen, oder beim einlaufen der Papierrollen in die Entwicklungsmaschine. Ergo: Immer ganz dunkel!

...
Interessanterweise ist die für Multigrade-Papiere angegebene offiziell erlaubte Beleuchtung hell-Orange. ...

Wie schon geschrieben, habe ich nie mit Multigradepapieren gearbeitet. Das dieses Papier Orthochromatisch arbeitet war eine Vermutung.
 
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Etwas offtopic: Moderne Farbpapiere (Kodak Endura oder Fui CA) brauchen auch absolute Dunkelheit.

Bei s/w Papier sollte man sich keine Gedanken über dunkles hellorange oder helles dunkelorange machen, sondern einfach einen Schleiertest* fahren. Neben der Lichtfarbe spielt immer auch der Papiertyp und -hersteller eine Rolle: Multigrade ist nicht gleich Multigrade. Zudem ist jede DuKa anders aufgebaut (die Entfernung der Beleuchtung von den Schalen z.B.)

Zum ursprünglichen Problem: Der Punkt ist die unterschiedliche (je nach Motiv) farbliche Ausprägung der CN-Negative. Wenn man Pech hat liegen viele Partien des zu belichtende Negativs im "blinden" Bereich, dann gibt es eine komische Umsetzung der Grautöne. Da macht es aber wie gesagt wenig Sinn sich vorher den Kopf drüber zu zerbrechen, sowas kann man nicht vorher erkennen.

Gruß!

*Schleiertest: Papier knapp vorbelichten(!) so dass nix entwickelt wird und dann mit teilweiser Abdeckung (Münze z.B.) 5-10 Minuten im Verarbeitungsbereich der Duka liegen lassen. Anschliessend ausentwickeln - wenn die Münze sichtbar ist taugt das Licht nicht.
 
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