Auf in die Wüste: Nach einigen Stunden Fahrt auf der Teerstraße in Richtung Nordosten biegen wir auf eine Schotterpiste ab, und bald erheben sich rechts und links die ersten Dünenkämme. Wir sind in der Rub al-Khali!
#24 Bodenstrukturen am Wüstenrand
#25 Merke: wo Straße, da Schild. Und wo Wüste, da Kamel.
#26 Die Sanddünen der Rub al-Khali im Nachmittagslicht
Weil uns unsere Route in sehr abgelegene Regionen führt, in die sich kaum jemand verirrt, sind wir mit zwei Fahrzeugen unterwegs. Bleibt ein Fahrzeug stecken, kann das andere entweder zu Hilfe kommen, Hilfe holen – oder zur Not auch uns alle in Sicherheit bringen. Die Tour ist eine Familienangelegenheit: Suhail fährt den einen Landcruiser, sein Sohn den zweiten. Die robusten Allradfahrzeuge sind wie gemacht für diese Bedingungen, und es dauert nicht lange, da wissen wir, dass wir in dem erfahrenen Beduinen den bestmöglichen Guide haben. Gelassen, konzentriert, mit traumwandlerischer Sicherheit steuert er das Fahrzeug im unübersichtlichen Gelände. Die Dünen sind unregelmäßig, und immer wieder gibt es Felder mit schwarzen Strauchresten, die wie Speerspitzen aus dem Sand ragen. Wir wühlen uns durch, Düne hoch, Düne runter, bis wir den ersten Übernachtungsplatz erreicht haben – mitten in der Wüste.
Wir steigen auf die nächste Düne und sehen zu, wie die untergehende Sonne die Farben minütlich neu mischt.
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Das direkte Sonnenlicht und das Spiel der Schatten wird abgelöst von der indirekten Beleuchtung, als die Sonne hinterm Horizont verschwindet. Auf der Sonnenseite sind die Farbübergänge noch sanft, auf der Schattenseite schon stärker differenziert. Es fällt schwer, den Farben und Formen nicht einfach zu erliegen und nur noch zu staunen.
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LG Sandra