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Die Situation hat übrigens mich und das 14er an die Grenze des Machbaren getrieben. Holger hat eine Aufnahme, die zeigt, wie extrem ich in die Ecke gequetscht war - nachdem mein Hilferuf nach einem Presslufthammer ungehört verhallte.

Was hiermit bewiesen wird:

picture.php


Nicht beweisen kann ich, dass die Stühle immer schon exakt da stehen oder liegen, wo sie hin sollen. Im Sinne der Stuhlsucht kann hier also vom fortgeschrittenen Stadiums des verrückten Stuhls gesprochen werden.

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Gruß
Holger
 
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Oder sieht es bei dir zuhause SO aus, David ? :winkgrin:

Hach, wär das schön, Mäg! Und so einfach. Ich nehme dann mal den Roten mit Metallgestell, den zweiten von oben und...

Es mag zwar durchaus unterhaltsam sein, Stühle von einer Ruine in die nächste zu verfrachten, aber es ist auch aaaaaanstrengend. :stampf:
 
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Sorgenvoll betrachte ich den monostuhlistischen Ansatz - wie sagte doch noch unser Heimatdichter David Löns:

"Ganz fröhlich ist der Liegestuhl,
er steht zu zweit am Swimmingpool!"


Dagegen ist im m.A. der Einzel-Stuhl seines sozialen Umfeldes beraubt und kann so in seiner Singularität nur wenig begriffen werden. Ein Stuhl ist nun einmal selten allein. Selbst in eintöniger, immer wiederkehrender Reihe, unterscheidet er sich durch Abnutzung, Beanspruchung, Gebrauch, Beschädigungen und anderen Zeitzeugen von seinen Stuhlgefährten in derselben Reihe, in der Reihe davor, oder der Reihe dahinter.

So kann die Stuhlologie nicht in der Betrachtung des Stuhles an sich enden, sondern erfordert zwingend, dass das jeweils relevante stuhlologisches Umfeld einbezogen wird.

Die Forschung sollte vor einer möglichen Interpretation zunächst klären (qualitativer Ansatz):

Woher kommt der Stuhl?

Woher kommt Comabird?

Wie kam es zu der ersten Begegnung?

Ist Comabird vom Stuhl abhängig,

oder der Stuhl vom Comabird?

Auf welchem Stuhl hat Comabird zuletzt gesessen?

Wer hat überhaupt auf diesem Stuhl gesessen?

Wer ist von diesem Stuhl gekippt?

Wenn ja, warum und wann: Wieviele waren es und in welcher stuhlistischen Epoche?



Danach können wir, um das Ergebnis der Umfrage stuhlologisch auszuwerten, quantitave Ansätze suchen, um die stuhlologische Theorie statistisch auszuwerten - und vor Allem, um uns gegen stuhlologistische Ansätze, stuhloide Fortführungen, sofatologische Theorien und bankologischen Unsinn abzugrenzen.

Nur so können wir die anstehenden Suchtsymtome erfassen. Vielleicht erreichen wir schon mit der Umkehr des Paradigmas "Liegen statt sitzen" die ersten Erfolge!


Sitting (on a stool) at the dock of the (B)Kay - Hugo hat sich wohl wieder vertippt!
 
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Moin!

Na so ein Glück aber auch, dass es mit den Irrungen und Wirrungen ein Ende hat.

So bleibt dann doch der Stuhl als zentrales Element der urban-explorativen Strömung des Comabirdismus erhalten, woraus dieser nur gestärkt hervorgehen kann und mit ziemlicher Sicherheit zur bestimmenden Kraft der Asthetik des 21 Jahrhunderts werden wird.

Oder so.

:D
Bernd
 
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Danke Holger für das kleine "Making of".

Man sieht ganz deutlich im ersten Bild, wie David unter der Last japanischen Schwermaschinenbaus regelrecht an die Wand gedrückt wird. :D

Im zweiten Bild ist klar erkennbar der schmale Grad, auf dem er wandert, um unter Einsatz seines Lebens das ungetüme und bildbestimmende Objekt zu plazieren. :D

Ehren wir ihn. :beerchug:

Gruß
Knut
 
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..... dass es mit den Irrungen und Wirrungen ein Ende hat.
Natürlich, Bernd, dass ich nicht gleich auf diese offensichtliche Verbindung gekommen bin. :platsch:
Fontane schreibt im 6.Kapitel:
"Er lehnte sich in den Stuhl zurück und legte die Hand über Stirn und Augen: »Arme Lene, was soll werden!
Es wär uns beiden besser gewesen, der Ostermontag wäre diesmal ausgefallen. Wozu gibt es auch zwei Feiertage?
Wozu Treptow und Stralau und Wasserfahrten?
Stuhl - Berlin - Wasser !
Mensch, David, das ist genial verstrickt von dir.:up:
Vielleicht braucht es einen Thread: Read It !
 
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Mensch, David, das ist genial verstrickt von dir.

Ach, Mäg! Jetzt hast Du so eine perfekte, litererarische Herleitung konstruiert... :4you:

...und dabei basiert das Ganze auf der simplen Theorie von Jacques Lacan:

"Das Objekt klein a ist mit dem Marxschen Begriff des Mehrwerts verwandt und auch nach dessen Vorbild konstruiert. Lacan bezeichnet es auch als „Rest“ und „Überschuss“, als Mehrwert an Bedeutung und an Lust (frz. „plus-de-jouir“). Das Objekt klein a „ist der Mehrwert an Genießen (Jouissance), der keinen Gebrauchswert hat, sondern nur für die Lust besteht.“


:hehe:

PS: Die Fortführung des Dramas, findet sich hier.



Dann will ich mal versuchen, ob ich der Grundlagenforschung ein wenig weiterhelfen kann.

foddofix schrieb:
Woher kommt der Stuhl?

Dieser hier, tatsächlich aus dem Gebäude.

foddofix schrieb:
Woher kommt Comabird?

Wie jeder Vogel, der etwas auf sich hält, wurde er aus dem Ei gepellt.

foddofix schrieb:
Wie kam es zu der ersten Begegnung?

Es war eine dunkle, stürmische Nacht, als der peitschende Regen, Ralf und mich in den Tiefkeller des Kraftwerks Vockerode trieb, wo die verhängnisvolle, erste Begegnung der vierbeinigen Art stattfand.

foddofix schrieb:
Ist Comabird vom Stuhl abhängig,

Wer? Ich? Nie! Na ja, vielleicht aber doch?

foddofix schrieb:
oder der Stuhl vom Comabird?

Wohl eher nicht.

foddofix schrieb:
Auf welchem Stuhl hat Comabird zuletzt gesessen?

Aluminium Chair EA 117.


:fahne:
 
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...:

...und dabei basiert das Ganze auf der simplen Theorie von Jacques Lacan:

"Das Objekt klein a ist mit dem Marxschen Begriff des Mehrwerts verwandt und auch nach dessen Vorbild konstruiert. Lacan bezeichnet es auch als „Rest“ und „Überschuss“, als Mehrwert an Bedeutung und an Lust (frz. „plus-de-jouir“). Das Objekt klein a „ist der Mehrwert an Genießen (Jouissance), der keinen Gebrauchswert hat, sondern nur für die Lust besteht.“ ... :fahne:

Siehst Du den Stuhl als entfremdetes Ebenbild? Vielleicht ist der Stuhl der Mangel für Dich, der verloren ging. Dann könnte der Stuhl das subjektiv Andere sein, das Dich symbolisch entfremdet als Objekt klein a.

Vielleicht suchst Du die Ruhe des Stuhles. - Sprich mit dem Stuhl - er hilft Dir!

Gruß vom
Kay (manchmal meine ich manches nur "bla-bla" und manchmal ernst)
 
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Siehst Du den Stuhl als entfremdetes Ebenbild? Vielleicht ist der Stuhl der Mangel für Dich, der verloren ging.

Bingo! Oder um Monsieur Lacan zu zitieren:

"Das Subjekt ist (..) unvollständig, weshalb es stets danach begehrt, vollständig zu werden und seinen Mangel, seine Lücke im Subjekt, durch Objekte aufzufüllen. Das <Objekt klein a>, (...) fungiert als Antrieb und Auslöser der Handlungen des Subjekts. Aber der Mangel ist letztlich nicht aufhebbar, das Objekt bleibt unerreichbar.

;)

Sprich mit dem Stuhl - er hilft Dir!

Soweit kommt's noch! :silly:
 
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... Soweit kommt's noch! :silly:

Eher Gestalttherapie - hat mit Lacan wenig zu tun.

Nur nebenbei: In der Aussage "Die Mutter hat einen Stuhl für ihr Kind" stecken mehr Aussagen als ohne Lacan vermutet.

Nimm einen Stuhl auf den Fotokopierer (wenn es passt - besser ein kleineres Objekt) und ... naja ... ziemlich speziell - Du siehst das Spiegelbild entfremdet und verstehst es kaum ...

Gruß vom
Kay!
 
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Irgendwie konnte ich Deine etwas zurückliegende Aussage (aus und vorbei)
eh nicht glauben. Habe heute erst die beiden Beiträge entdeckt.

Sehe die Gefahr, daß irgendwann eine Übersättigung der Betrachter
eintritt. Und dann werden Wortspielereien möglich, z.B. Stuhlgang ...

Persönlich finde ich die Bilder gut gemacht, nur irgendwann kommt die
Erwartung nach etwas Neuem.

Roland
 
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Vorsicht, ich glaube erkennen zu können, dass hier die Attitüde eines
fotografisch Sinn- und Stil-Suchenden in Gefahr läuft zu einem "Running
Gag" zu verkommen. Umso erstaunlicher, dass unser Protagonist durch
Eingabe von Tags zu seinem Bild, hier "Konstitution, Leidensdruck, Manie,
Selbsthilfegruppe, Stuhlsucht", diese Entwicklung noch zu fördern scheint.

Es würde enorm zur Ernsthaftigkeit dieses und seiner anderer Threads beitragen,
enthielte sich der Fotograf der Diskussion seiner bildbestimmenden/bild-
schmückenden/bildverwirrenden Accessoires und überließe die Interpretation
dem geneigten Betrachter.

Gruß Saffetti
 
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Umso erstaunlicher, dass unser Protagonist durch
Eingabe von Tags zu seinem Bild, hier "Konstitution, Leidensdruck, Manie,
Selbsthilfegruppe, Stuhlsucht", diese Entwicklung noch zu fördern scheint.

:eek:

Soll das heißen, er hat es die ganze Zeit gewusst? Uns manipuliert? :boese:

Schande übder ihn. Smeißt ihn zu Poden den Purschen. :D

Gruß
Knut
 
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also Stuhldrang hatte ich bisher immer anders in Erinnerung,

also zumindest weniger photogen

aber meinet wegen - jedem Tierchen sein Plätzierchen :hallo:
 
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Es würde enorm zur Ernsthaftigkeit dieses und seiner anderer Threads beitragen,
enthielte sich der Fotograf der Diskussion seiner bildbestimmenden/bild-
schmückenden/bildverwirrenden Accessoires und überließe die Interpretation
dem geneigten Betrachter.

Thy wish be my command. Dann wollen wir mal schauen, wie das in Phase IV läuft. :relax:
 
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