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Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Platin
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Hallo Leute!

Hier mal etwas kleines, einfaches:
Der Blendenhebel eines uralten Nikkors (durch abfeilen auf AI umgebautes Berg&Tal) war so weit abgenutzt, dass er die Blende beim montieren an der Kamera nicht mehr ganz öffnen konnte. :mad:
Da bei diesen alten Objektiven der Blendenhebel ein Stück ist und nicht aus mehreren miteinander verschraubten Teilen besteht, deren äußerstes man einfach austauschen könnte, musste der fehlende knappe Millimeter nach gebaut werden.

Dazu habe ich den Hebel mit einem Stück Schrumpfschlauch umhüllt und von oben dann Zweikomponenten-Kleber einfließen lassen.

picture.php




Am nächsten Tag habe ich dann den Schrumpfschlauch entfernt und die überstehenden Teilchen abgeschnitten.

picture.php


:up:
 
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Bonisto

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AW: Reparartur eines abgenutzten Blendenhebels

Genial einfach ............
 
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Bworld

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Hallo Michael,

Ich befürchte nur, dass der Zweikomponentenkleber bei der intensiven Nutzung nicht lange halten wird.
Im Modellbau mische ich in so einem Fall immer Baumwollflocken, Metallpulver oder Glasfasern in den Zweikomponentenkleber. Das Ergebnis ist dann je nach Füllstoff ähnlich mit Glasfasern gefüllten Kunststoffen.

Grüsse
Bernd
 
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cjbffm

Sehr aktives Mitglied
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Ich befürchte nur, dass der Zweikomponentenkleber bei der intensiven Nutzung nicht lange halten wird.

Das wäre auch meine Befürchtung, da der Klebstoff die Kräfte, denen er ausgesetzt ist, über eine sehr kleine Fläche an den Hebel weitergeben muß.
Das ist die Gefahr groß, daß er abgeschert wird. Eine kleine Verstärkung, zum Beispiel links und rechts ein kleines Blech mitverklebt, könnte dagegen helfen.

Es gibt auch Metallklebstoffe aus dem KFZ-Bereich, die sollen sagenhaft stark sein - ich habe hier sogar so einen liegen. Allerdings habe ich ihn bisher noch
nicht verwendet und was er wirklich zu leisten imstande ist, kann ich leider nicht sagen.

Das mit dem Schrumpfschlauch nehme ich dankbar als Anregung entgegen!

Gruß, Christian
 
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Beuteltier

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Hallo Christian,
hallo Bernd!

Was für Scherkräfte sollen denn da bei intensiver Nutzung auftreten?
Der Blendenhebel dient nur dazu, bis zum Auslösen die Blende offen zu halten,
und lässt sie dann ohne weitere Krafteinwirkung auf den voreingestellten Wert zu schnappen.
Da treten keine Scherkräfte auf - nur ein einfacher Druck in Richtung der größeren Klebefläche am Hebel-Rest, und der ist auch sehr schwach:
Versucht mal, mit dem kleinen Finger der linken Hand diesen auch Springblende genannten Hebel bei von der Kamera abgenommenem Objektiv so hoch zu drücken, dass die Blende des Objektives von "ganz zu" auf "ganz auf" geht. Na?
Das darf auch keine große Kraft erfordern, sonst würde die "aperture control unit" jeder Nikon SLR und DSLR kaputt gehen...
 
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Bworld

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Hallo Michael,
Du hast Recht, die Kräfte sind nicht groß, trotzdem reibt ein Metallhebel an der Kleberfläche.
Deshalb schrieb ich ja auch, "bei so Intensiver Nutzung". Letztendlich ist bei dem Blendenhebel richtig Metall weg, was Ich so bei einem Objektiv noch nicht gesehen habe.

Christian hat mit seinen Scherkräften auch nicht ganz unrecht. Der Aperturhebel im Body bewegt sich geradlinig, der Blendenhebel im Objektiv beschreibt eine Kreisbahn. Dadurch kommt es zu einer kleinen Relativbewegung und es ergeben sich die genannten, sicher kleinen, Scherkräfte. Ob diese Kräfte relevant sind, kann ich nicht einschätzen.

Grüße
Bernd
 
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Beuteltier

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Hallo Bernd!
Letztendlich ist bei dem Blendenhebel richtig Metall weg, was ich so bei einem Objektiv noch nicht gesehen habe.
Das kommt aber nicht von intensiver Nutzung und Scherkräften, sondern von einer früheren Justage per Feile, wie es Nikon früher auch selbst gemacht hat. :D
 
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