Rechnerleistung für Lightroom 6

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Thommy_B

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Hallo,

ich bin vor kurzem von NX-D auf Ligthroom 6 umgestiegen. Ich bin echt begeistert, auch wenn ich bisher sicherlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten ausschöpfe.
Allerdings scheint meine Rechnerleistung etwas zu gering zu sein. Wenn ich an den Reglern für z.B. Kontrakst, Belichtung oder Höhen / Tiefen ziehe läuft alles ganz direkt und ohne Verzögerung. Aber beim Korrekturpinsel gibt es Verzögerungen, bzw. hinkt die Darstellung dem Mauszeiger nach.
Ich habe das Gefühl, dass wenn ich nur Haut weich zeichne gibt es weniger Verzögerungen, als wenn ich z.B. Lippen rot mache. Könnte daran liegen, dass beim Haut weich zeichnen weniger Regler "verschoben" sind, als beim Lippen rot machen. Das ist jetzt ganz sicher nicht meine häufig vor kommende Bearbeitung, war eher mal ein rum spielen.

Ich habe im Moment nen I7-4790 mit 3,6Ghz, allerdings nur ne Onboard Grafikkarte HD 4600 und 8GB Hauptspeicher. System, LR und Katalog hab ich auf einer SSD, NEF's auf einer klassischen Festplatte.

Habt Ihr auch Verzögerungen beim Pinsel? Was für Rechner habt Ihr?
Ich würde dadurch gerne herausfinden, ob sich ein neuer Rechner für mich "lohnt". Das Ganze ist Hobby für mich und somit sollte der Rechner eben auch bezahlbar sein. Wenn nur mit großem Aufwand eine Verbesserung möglich ist, dann werde ich im Moment eher damit leben so wie es ist.

Schon jetzt vielen Dank für Eure Tipps.

Beste Grüße und einen schönen Sonntag
Thommy
 
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Was stellst du dir vor an Rechenleistung? Viel mehr, als das , was du hast geht zur Zeit nicht.
 
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moin,

hier mal die systemvoraussetzung von der adobe seite für lightroom 6, falls lightroom nicht selber alle kerne zuschaltet kannst du das über den taskmanager> registriekarte prozesse> adobe lightroom exe rechtsklick> zugehörigkeit festlegen und alle kerne anwählen. um die volle rechenleistung auf lightroom zu konzentrieren ist es ratsam keine weiteren oder nur die nötigsten programme am laufen zu haben.

https://helpx.adobe.com/de/lightroom/system-requirements.html

gruß frank
 
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Ich habe gerade mal an einem Portrait aus der D600, das bereits mit einigen Bearbeitungen (Bereichsreparatur, Pinsel) versehen war, probiert. Ja auch bei mir hinkt die Darstellung dem Mauszeiger geringfügig nach. Am stärksten fällt es bei den Reglern Rauschen und Moiré auf (+ etwas Belichtung um den Effekt besser zu sehen). Ein PC Upgrade macht denke ich keinen Sinn. deine CPU ist im mittel auch nur 1% ! langsamer als meine.
Ich nutze einen I7-6700K, AMD R9 290, 32GB RAM und SSD.
 
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@ 2ndreality:
Die Frage habe ich mir auch gestellt. Die Systemdaten hören sich ja eigentlich so schlecht nicht an. Klar, der Prozessor ist 4. Generatkion, zwischenzeitlich gibt es 6. Generation und sicher auch schneller, aber ob das soooo viel aus macht? Und vor allem zu welchem Preis.


@ frank fm2
Danke für den Tipp, habe gleich mal nachgeschaut. War schon alles aktiviert.

@ Cebo
Danke für die Info.
Macht das nur 1% aus?
 
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Der von mir oben verlinkte (Benchmark) I7-6700K ist der derzeit schnellste Desktop Prozessor den man kaufen kann. Die Zeiten in denen neue CPU's jedes Jahr 50% Mehrleistung bieten sind längst vorbei. Selbst meine alte CPU, ein I5-2500K von 2011, war in Lightroom 6 nicht merkbar langsamer (Ausnahme: Export, Vorschauen rendern) obwohl sie ca. 67% langsamer ist als meine aktuelle CPU.
 
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2ndreality hat recht. Was etwas bringen könnte, wäre der Einbau einer Grafikkarte. Dann kann man unter Bearbeiten --> Voreinstellungen unter dem Reiter "Leistung" den Haken bei 'Grafikprozessor verwenden' setzen. Das bringt (zumindest gefühlt) etwas.
Ob beim Vorhandensein einer CPU mit mehreren Kernen diese überhaupt genutzt werden, ist fraglich - außer bei evtl. Stapelverarbeitung, z.B. Im- und Export.
Prüfen kannst Du das mit dem Taskmanager, Reiter Leistung, ganz unten Prozessmonitor öffnen und dann unter CPU einzelnen CPUs anschauen.
Ansonsten kann (und muss) man doch ganz gut damit leben, dass manche Prozesse halt etwas länger brauchen als andere, zumal es sich hierbei nur um Sekundenbruchteile handelt.

Viele Grüße aus dem wilden Norden.



Gesendet von iPad mit Tapatalk

Lieber zu viel essen als zu wenig trinken.
 
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Ich würde den Hebel beim Arbeitsspeicher ansetzen. Das ist der schnellste Speicher den Du bekommen kannst. Ich habe derzeit 32GB drin von denen ich 10GB als Ramdrive angelegt habe. Auf diesen Ramdrive habe ich den Cache gelegt. Dass hat den Charme dass der Cache beim runterfahren gelöscht wird und somit beim Neustart von Lightroom leer ist. Lightroom wird häufig langsamer weil der Cache vollläuft.

Eine neue GraKa wird vermutlich nicht wirklich was bringen.
 
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2ndreality hat recht. Was etwas bringen könnte, wäre der Einbau einer Grafikkarte. Dann kann man unter Bearbeiten --> Voreinstellungen unter dem Reiter "Leistung" den Haken bei 'Grafikprozessor verwenden' setzen. Das bringt (zumindest gefühlt) etwas.
Ob beim Vorhandensein einer CPU mit mehreren Kernen diese überhaupt genutzt werden, ist fraglich - außer bei evtl. Stapelverarbeitung, z.B. Im- und Export.

Im Allgemeinen stimmt es, dass Grafikkarten gut für parallelisierbare Prozesse wie die genannten geeignet sind.
Lightroom nutzt sie aber afaik leider nur für Bildmanipulationen auf der Grafikkarte/-ausgabe und nicht für Berechnungen fürs gespeicherte Bild. Die GPU übernimmt also in LR bloß typische Grafikberechnungen (wie in PC-Spielen) aber unterstützt kaum die CPU.



Was eventuell wirklich noch helfen kann, wäre mehr RAM. Davon kann LR tatsächlich einigen nutzen. Aber wenn nebenbei keine anderen Programme geöffnet sind, dürften >8 GiB auch nicht mehr so viel bringen.
 
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CPU Upgrade wird bei so einer leistungsstarken CPU keinen spürbaren Vorteil bringen, eine dezidierte leistungsstarke Grafikkarte kann bei LR 6 dagegen durchaus die Reaktionsschnelligkeit auf Einstellungen im Entwicklungsfenster verbessern.

Hier gibts einiges dazu aus erster Hand zu lesen:

https://forums.adobe.com/thread/1828580?tstart=0

8 GB RAM halte ich auch für etwas wenig.
 
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Vielen Dank für Eure Hilfe.

Klar, mit einer kurzen Verzögerung bei der Bearbeitung kann ich leben, einzig beim Korrekturpinsel stört es manchmal, aber das ist dann einfach so. Und darum ging es mir ja eigentlich auch.
Ich wollte wissen, ob man mit relativ einfachen mitteln was machen kann, oder ob es einfach "normal" ist. Und wenn ich hier so lese, dann ist es wohl "normal" ;-)

Ich denke ich werde mich mal um das Thema Arbeitsspeicher kümmern und da evtl. was machen. Und ansonsten lieber mehr fotografieren als mich mit solchen Nebensächlichkeiten zu beschäftigen ;-)

Gruß und Dank
Thommy
 
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Steigerung der Performance: Smart Vorschauen

Bibliotheksansicht: Mit Strg+A alle Bilder selektieren, dann Bibliothek / Vorschauen / Smart-Vorschauen erstellen

Oder noch besser im Importieren Dialog ganz rechts unter Dateiverwaltung: die Option "Smart-Vorschauen erstellen" selektieren, dann werden gleich bei jedem Import für alle zu importierenden Bilder die Smart-Vorschauen erstellt.

Die Erstellung dauert zwar etwas, aber dafür hast Du einen enormen Performancegewinn beim Bearbeiten, abgesehen davon kann man über die Smart-Vorschauen auch Bilder die offline sind weiterbearbeiten.

Probiers mal und gib bitte ein Feedback ...

LG
Herwig
 
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Steigerung der Performance: Smart Vorschauen

Bibliotheksansicht: Mit Strg+A alle Bilder selektieren, dann Bibliothek / Vorschauen / Smart-Vorschauen erstellen

Oder noch besser im Importieren Dialog ganz rechts unter Dateiverwaltung: die Option "Smart-Vorschauen erstellen" selektieren, dann werden gleich bei jedem Import für alle zu importierenden Bilder die Smart-Vorschauen erstellt.

Die Erstellung dauert zwar etwas, aber dafür hast Du einen enormen Performancegewinn beim Bearbeiten, abgesehen davon kann man über die Smart-Vorschauen auch Bilder die offline sind weiterbearbeiten.

Probiers mal und gib bitte ein Feedback ...

LG
Herwig

Hast Du deinen Geheimtipp eigentlich überhaupt mal selbst ausprobiert?

Das wird so nämlich nicht funktionieren.

1) Smart-Vorschauen werden nur dann im Entwicklungsmodul verwendet, wenn die Originaldatei nicht vorhanden ist - ansonsten: Vorteil gleich Null da LR die Originaldatei immer vorzieht.

2) Verschiebt man die Originaldatei ausserhalb von LR, (oder trennt ein temporäres Laufwerk mit den Originalen) so dass LR die Smart-Vorschauen verwenden MUSS, wird die Bearbeitung tatsächlich flüssiger, allerdings mit dem großen Nachteil, dass die Smart-Vorschau ( ein komprimiertes DNG) auch in der Auflösung reduziert wurde auf 2560 Pixel Breite - für alle Bearbeitungen, bei denen man auf 1:1-Ansicht angewiesen ist, z.B. Rauschreduzierung und Schärfen sind Smart-Previews nicht geeignet.
 
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[MENTION=180]Mika[/MENTION]
Dein Post hat mich jetzt sehr irritiert.

Hast Du deinen Geheimtipp eigentlich überhaupt mal selbst ausprobiert?

Ja, das hab ich. Bis vor wenigen Monaten habe ich meine RAWs der D800 mittels Lightroom mit einem Notebook mit einem i5 Prozessor, 4GB Ram, ... entwickelt. Da hatte ich massive Performanceprobleme. Die Performance bei der Bearbeitung der D3 RAWs war durchaus o.k., aber die der D800, das war zum Verzweifeln. Diese Performance Probleme wurden schließlich über die Smart-Vorschauen gemildert. Alleine die Zeitspanne zwischen anklicken eines Bildes, bis es tatsächlich scharf am Monitor dargestellt wird, wurde von 13 Sekunden etwa 5 Sekunden minimiert.

Das wird so nämlich nicht funktionieren.

1) Smart-Vorschauen werden nur dann im Entwicklungsmodul verwendet, wenn die Originaldatei nicht vorhanden ist - ansonsten: Vorteil gleich Null da LR die Originaldatei immer vorzieht.
Auf meinem Notebook zumindest hat sich die Sachlage anders verhalten:

Da der Effekt nur mit leistungsschwacher Hardware nachvollziehbar ist, habe ich aufgrund Deiner Hinweise das alte Notebook wieder ausgegraben und meine Angaben basierend auf Lightroom 6 überprüft.

Tatsächlich - D800 RAWs brauchen ohne Smart-Vorschauen mehr als doppelt so lange bis sie am Monitor gerendert scharf dargestellt werden, wobei die Fotos immer online gehalten wurden.

Mag sein, dass die Smart-Vorschau Steuerung (Wirkung nur, wenn Bilder offline sind) so definiert ist, so wie Du es beschrieben hast, allerdings verhält sich Lightroom auf meinem Rechner was Smart-Vorschauen betrifft anders.

Das wird so nämlich nicht funktionieren.
Wie gesagt auf meinem alten Notebook funktioniert das, ohne parallel dazu irgendwelche anderen Vorschaubilder generiert zu haben.

Vorteil gleich Null da LR die Originaldatei immer vorzieht.
Ich denke, das würde dann zutreffen, wenn auf 1:1 Darstellung gewechselt werden würde.

Kurzum - und wenn es Zufall ist, bei mir funktioniert es ... und vielleicht hat Thommy_B auch das Glück und auch bei ihm wird das Performancethema über die Verwendung von Smart-Vorschauen gemildert, zumal der Aufwand das zu testen absolut gering ist und maximal 3 Minuten Zeit kostet.

LG
Herwig
 
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Ich kann es jetzt nicht an sehr lahmer Hardware ausprobieren, wobei der TO sogar einen schnelleren Prozessor als ich hat, aber bei mir sehe ich keinen Unterschied in der Bearbeitungsgeschwindigkeit, ob eine Smart Preview vorhanden ist oder nicht.

Was ich dagegen gut nachvollziehen kann ist das Verhalten, wenn ich die Originaldatei kurz ausserhalb von LR umbenennen und sie damit für LR offline setze. Dann habe ich auch nur noch die 2560 Pixel Vorschau mit den erwähnten Einschränkungen.

Smart Previews wurden auch nicht für Leistungssteigerung erfunden, sondern um Unterwegs, wenn man nicht die gesamten Originale mitnehmen will oder kann, schnell mal eine Anfrage zu beantworten. Für die Vorabansicht genügt die Auflösung, man kann die Bilder noch etwas optimieren und dann, wenn die Entscheidung gefallen ist oder der Kunde fürs Layout das Bild in der Originalauflösung sehen will und man wieder auf die Originale zugreifen kann, nachliefern.
 
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