Porträt Martina

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Erstmal, hübsches Gesicht und Danke fürs zeigen!

Die Augen haben unterschiedliche Reflektionen, warum?
Die Augen scheinen übermäßig in der EBV betont worden zu sein.
(Oder gibt es wirklich Menschen mit solch leuchtenden türkisfarbenen Augen??; eher nicht)
Die Unschärfe im Scheitel und den Haaren links und rechts irritiert mich massiv.
Ein so intensiv auf den sehr engen Schnitt begrenztes Porträt darf in dem Fall höchstens nach hinten Unschärfe haben, die Unschärfe auf den oberen Bereich stört, gerade auch, weil er vom natürlichen Ausdruck auf gleicher Ebene liegt, wie die Augen und der Rest der Haare ist ja im Fokus.
 
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Hmm, mit so einem Foto komme ich schwer zurecht, ist es mein Alter, dass mit der starken Bearbeitung Schwierigkeiten hat?...
Mir ist es einfach zu "sichtbar" bearbeitet....

Martina ist ein hübsches Mädl und wirkt für mich hier wie ein "Vampir", was ja grundsätzlich sich nicht wiedersprechen würde...aber die Gewichtung der Bearbeitung hin zu den Augen ist mir einfach zu viel des "Guten"..

Ein knapper Ausschnitt macht immer dann Sinn, wenn er gestalterisch einen Vorteil bringt...., da bin ich auch etwas ratlos, ich sehen ihn nicht...

Bitte verstehe mich nicht falsch, hier habe ich mal meine Meinung gesagt, wie ich sie Schülern geben würde, die bei mir Unterricht haben...

...zuletzt natürlich auch was Positives!...du bist auf dem richtigen Weg, weg von "klassischen Sichtweisen"...das finde ich sehr gut! :up:

Grüße,
Jan
 
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Ganz kurz und knapp, weil es schon spät ist:

- Augen und Lippen überschärft
- Iris viel zu hell/betont
- Bearbeitung von Nase und Stirn ist stark sichtbar: So glatt ist nur Barbie!
- Unscharfe Haare/Scheitel stören enorm

Ich habe so das Gefühl, dass das Bild von Anfang an nicht richtig scharf war und dann mit EBV versucht wurde es zu retten...

Haut darf Struktur haben, meinetwegen auch unscharfe Struktur, aber sowas wie hier im Beispiel geht leider gar nicht.

Die überschärften Augenpartie und die unscharfen Haare konkurrieren sehr stark und machen das Bild unruhig und unstimmig.

Viele Grüße!

Sven
 
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Als Amateur kann ich die Kritik der Profis zum Bild zwar teilweise nachvollziehen, aber Fotografen fotografieren nicht für andere Fotografen und Köche kochen nicht in erster Linie für andere Köche, sondern für jene, die das Ergebnis genießen wollen.
Für mich als unbedarften Betrachter ist das ein Bild, das ich mir gerne ansehe.
Und damit ist ja schon viel erreicht.
 
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Also technisch ist das Portrait nicht schlecht. Die Augen sind in der Tat das bestechendste Merkmal und das sie so herausgearbeitet wurden, finde ich Geschmackssache. Mir gefällt es.
Allerdings ist auch mir der Schnitt etwas zu eng. Noch dazu wirkt der Gesichtsausdruck etwas unentspannt. Möglicherweise so gewollt, aber mich irritiert er etwas. Wäre der Ausschnitt etwas weiter, würde sich auch das Problem der partiellen Unschärfe lösen. Generell habe ich ja nichts dagegen, wenn man mit geringer Tiefenschärfe spielt, aber dann müsste der Schärfeverlauf konsequenter umgesetzt sein.
Trotzdem finde ich es ein gelungenes Portrait. Verbesserungspotential gibt es ja immer
 
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Wenn mich ein Foto sofort anspricht oder etwas in mir bewegt, bin ich auch geneigt über kleine Unzulänglichkeiten hinwegzusehen, bzw. ich fange nicht einmal an, nach irgendwelchen Fehlern zu suchen.
Mit Deiner Aussage, Köche kochen nicht für Köche und Fotografen knipsen nicht für Fotografen, hast Du natürlich Recht, aber der Autor des Fotos hat ausdrücklich um Kritik gebeten und war sicher nicht auf ein kollektives Schulterklopfen aus, sondern wollte eher Tipps zur Verbesserung.
Und da muss ich sagen, Hut ab vor den Kritikern. Keiner hat das Foto niedergemacht, sondern haben klar gesagt, was nicht so gut ist bzw. wie es besser sein könnte.
LG
Heiner
 
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Und um noch eine Tür aufzumachen... das Bild hat kein Farbprofil. Das wirkt hier schon zu rot, aber als ich es in PS reingezogen habe, um mal zu gucken, wie man die Augen und das unschöne Hautbild unter den Augen korrigiert bekommt (und die schiefe Lippe), war sie puterrot. Aber ich habe es dann ganz gut gerettet. (Ich steh auf Beautyretusche, mich interessiert die Wahrheit nicht)

Die Nase wirkt so groß. Was war das für eine Brennweite? Ich denke, du warst zu dicht dran, was ja auch die unsinnige Unschärfe iwie dokumentiert.
 
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Da gebe ich dir völlig recht. Die Kritik war sachlich, hilfreich und sicher auch gerechtfertigt.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, wie weit ein gefälliges Foto, das Hobbyfotografen wie ich zustande bringen und auch durchaus mit Stolz präsentieren würden, dann letztlich für Profis doch nicht akzeptabel ist.
Andererseits habe ich schon so viele professionell gemachte und technisch "perfekte" Portraits gesehen, die so langweilig waren, dass mir die Füße eingeschlafen sind.
Hier hingegen mögen die Augen übertrieben bearbeitet sein, aber sie "sprechen" mit mir, wenn ich das Bild ansehe.
 
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Akzeptabel ist, was gefällt!

Es war wirklich schon spät, vielleicht hole ich mal etwas weiter aus: Ob man die glattgebügelte Haut so einiger vieler Fotos mag oder nicht, ist Geschmackssache. Meinen Geschmack trifft sie jedenfalls nicht, denn Schönheit hat nichts damit zu tun eine völlig glatte Haut zu haben, sondern das Gesamtbild zählt.

Das Bild hätte für mich zumindest eine ansprechendere Wirkung gehabt, wenn ich die Hautstruktur gesehen hätte. Unregelmäßigkeiten wie Pickel oder dergleichen wegzuretuschieren ist ja in Ordnung, das Gesicht aber in ein Porzellanpüppchen zu verwandeln aber nicht. Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Der Grund warum ich kein Wort über den Schnitt verloren habe, ist dass er mir gefällt.

Die zu große Nase kann natürlich sein oder durch eine entsprechend kurze Brennweite entstehen. Ich würde versuchen so ein Portrait eher mit einem 85er oder 105er Objektiv zu machen, anstatt mit 35 mm. Wenn es natürlich ist, dann ist das so und das darf auch gezeigt werden.

Meiner Meinung nach liegt das Hauptmanko immer noch in der Schärfe. Die Augen sind knackescharf, ebenso die Lippen. alles andere hat diese undefinierte Unschärfe. Ich nehme mal meine Vermutung zurück und behaupte, dass das Bild schon scharf aufgenommen wurde, aber die Weichzeichung der Haare nachträglich eingefügt wurde. Leider auch wieder zu viel des Guten... Meine Augen suchen im Bild hin und her und wollen den Gesamteindruck erfassen und zeigen mir einen Schärfeaufbau, welcher unnatürlich wirkt und das löst Unbehagen aus.

Die Belichtung finde ich gelungen! Dass der Hals so absäuft, macht eigentlich fast nichts aus. Vielleicht etwas Aufheller von unten und dann ist auch der Schatten an der Unterlippe etwas gemäßigter.

Zusammenfassend finde ich das Portrait schon interessant, vor allem der Schnitt! Bei einem Close-Up muss aber alles stimmen, vor allem die Schärfe und ein Close-Up darf ebenso auch mal die Unvollkommenheit des Menschen zeigen, ohne gleich die abgebildete Person zu entstellen.

Meine Tipps:
- Mehr Tiefenschärfe das nächste Mal
- Aufheller von unten
- Weniger EBV

Viele Grüße!

Sven
 
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