Photokina: Hands on - F6


Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Hallo allerseits,

für alle daheimgebliebenen Analog-Fans möchte ich einmal ganz subjektiv meinen Eindruck der F6 wiedergeben. Auf der Photokina konnte ich heute am Nikon-Stand etliche Exemplare mit und ohne MB-40 mit verschiedenen Objektiven (2.8/17-35, 2.8/70-200 und 4/200-400) begrabbeln.

Der erste Eindruck ohne MB-40 - deutlich schwerer als die F100, sehr solide und liegt hervorragend in der Hand, sowohl mit dem 17-35 als auch mit dem 200-400. Fast alle Knöpfe sind da, wo ich sie von der F100 gewohnt bin. Der Suchereinblick ist sehr hell, deutlich heller als der der F5 (die am Nikon Stand direkt daneben lag, daher konnte ich direkt vergleichen), auf Niveau der F100. Die Sucheranzeige mit den zwei Anzeigefenstern wirkt deutlich aufgeräumter als bei der F100 & F5, vor allem die seitliche Belichtungsskala ist klasse bei manueller Belichtung.

Der AF is sehr schnell, wirkt schneller als ich ihn von der F100 gewohnt bin, da konnte ich allerdings nicht direkt vergleichen, da die Kameras jeweils mit unterschiedlichen Objektiven bestückt waren. Begeistert hat mich die Möglichkeit der Wahl von Messfeldgruppen bei den AF-Feldern. Ich nutze bei der F100 im AF-Betrieb fast immer die Messfeldwippe um gezielt ein AF-Feld anzuwählen. Bei der F6 kann man genauso arbeiten, nur dass man jeweils eine Gruppe von 4 oder 5 AF-Feldern anwählt. Damit wird der AF deutlich treffsicherer, da sich die Gruppen jeweils wie ein sehr grosses AF-Feld verhalten.

Mit dem MB-40 wird das Handling der F6 noch besser. Der MB-40 ist dabei um Klassen besser als der MB-15 oder der Hochformatgriff der F5. Neben beiden Einstellrädern und AF-Start-Taste hat er noch einen zweiten Messfeldwähler auf dem mein Daumen wie automatisch zu liegen kam. Bravo Nikon! Damit kann man erstmals auch im Hochformat ohne Probleme die AF-Messfelder manuell anwählen. Das geht so noch nichtmals bei der D2H oder D2X!

Durch das neue große Display auf der Rückseite kann man jetzt endlich auch die Individualeinstellungen ändern, ohne immer die Field Card zücken zu müssen. Alle Einstellung sind jetzt in Klartext vorhanden. Als Tribut an die Rückspulkurbel sind allerdings einige Tasten unter eine recht fummelige Klappe unter dem Display gewandert. Das ist kein wesentlicher Fortschritt zur F5 und bei der F100 immer noch besser gelöst.

Fazit: Von der Haptik und der Ausstattung eine Traumkamera, bei mir sprechen allerdings leider 2400 Gründe dagegen von der F100 "up-zu-graden". Alles in allem ein würdiger Vertreter der Nikon F-Reihe.

Gruß
Ralf


P.s.: Apropos D2X. Ich habe den Mitarbeiter hinterm Nikontresen gefragt, ob wir denn vielleicht mal einen D70-Nachfolger mit dem Sucher der D2X erwarten könnten? Seine Antwort kam mit einem Grinsen: "Wohl kaum!"
 

Asgard

Unterstützendes Mitglied
Danke für deinen Bericht, Ralf

Ich glaube mein Wunschzettel für den Weihnachtsmann ist fertig.

Aber sag mal, wie fummelig ist denn diese Klappe ?

Gruß
Gerold
 
Kommentar

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Guten abend Gerold,

Asgard";p="4537 schrieb:
Aber sag mal, wie fummelig ist denn diese Klappe ?
naja ich würde mal sagen, in etwa so wie bei der F5. Halt eine Sache für die Fingernägel :)!

Gruß
Ralf

P.s.: Grüß den Weihnachtsmann auch mal ganz lieb von mir - vielleicht kann er ja zwei bringen :D!

P.p.s.:mad:Klaus - schönen Dank für die Blumen, die Kamera hat mich heute wirklich fasziniert. Als jemand der noch komplett analog unterwegs ist, freue ich mich darüber, dass wir zumindest für Nikon wohl noch nicht "old fashioned" sind.
 
Kommentar
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