Pause bei Intervallaufnahmen


hjba

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Servus,

welche Einstellung verwendet Ihr bei den Intervallaufnahmen für Startrails? Wenn ich bei meiner D7200 30 sec belichte, muss ich als Intervall 33 sec einstellen (nicht 31 oder 32), sonst löst die Kamera nicht aus und macht rund 30 sec Pause. Ich habe also ein tatsächliches Intervall von rund einer Minute und damit eine schöne Perlenspur.
Bei 25 sec Belichtung reichen 2 sec Pause und ab 20 sec Belichtung reicht eine Sekunde. Auch bei Verwendung eines externen Intervalltimers ist der gleiche Effekt.
An der Dateigröße dürfte es nicht liegen, denn wenn ich statt Raw testweise Jpg Basic nehme, hilft das auch nichts.
Wenn ich die 30-sec-Aufnahmen händisch auslöse, kann ich nach dem Schließen des Verschlusses sofort wieder auslösen, da braucht es keine Pause außer meiner Reaktionszeit.
Ich werde heute einmal Versuche mit 30/3 und 20/1 machen.

Heinz
 

dmachaon

Sehr aktives Mitglied
Ich kenne das Problem von der D800/810 nicht, aber du kannst

1. den Auslöser mit einem Einkochgummi und dicken Papierschnipsel, Steinchen, etc. festklemmen und dadurch in Serie auslösen (die erste Aufnahme ist dann ggf. futsch)
2. Starstax verwenden (gratis), dort gibt es die Funktion "Automatisches Lücken füllen"

So mach ich es jedenfalls, denn mein Fernauslöser hat keine Arretierfunktion und auch 1 sec Pause reicht schon für erkennbare Lücken.

Edit: ändert die Verwendung von BULB evtl. etwas? Ich würde mich ganz allgemein nicht auf 30 sec beschränken, dafür gibt es keinen Grund (bei Verwendung eines externen Auslösers), sondern die Belichtung an der jeweiligen Helligkeit der Umgebung orientieren.
 
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Wuxi

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Und mit dem Dunkelbildabzug hat das nichts zu tun? Den hast Du ausgeschaltet, ja?
 
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hjba

Sehr aktives Mitglied
Servus, Daniel,

die Serienfunktion kommt nächste Woche dran, da bekomme ich meinen Kabelfernauslöser mit Feststellfunktion (8 €). Ich habe ja seit Jahren den GigaT Pro (wie auch Du), der bekanntlich - mir unverständlicherweise - keine Feststellfunktion hat.
Die D7200 hat auch die TIME-Funktion (braucht also keinen Fernauslöser), damit habe ich aber bei meinem ersten Versuch keine gute Erfahrung gemacht. Ich war dazu auf der Sternenwiese in Großmugl in Niederösterreich. Das ist ein aufgrund der guten Lichtsituation beliebter und bekannter Ort für Stern- und Sternschnuppenbeobachtung trotz seiner Nähe zu Wien.
Die Einzelaufnahmen mit 30 sec f/4 ISO 800 fand ich gut, also ging ich für eine rund einstündige Aufnahme mit der Belichtung um 7 Blendenstufen (= 1/132stel) runter. An die rechnerisch korrekten 3960 sec kam ich mit den tatsächlichen 3784 sec recht nah dran. Ich hatte das vorher nicht extra ausgerechnet und hatte nach Gefühl nach etwas mehr als einer Stunde gestoppt.
Diese Aufnahme ist aber um knapp 2 Blenden dunkler als die Einzelaufnahme. Wenn ich um 2 Blenden aufhelle, passt der Himmel, aber die Sternspuren sind immer noch nur zu erahnen.
StarStaX hatte ich schon erfolgreich verwendet, lieber wären mir natürlich möglichst kurze Pausen zwischen den Einzelaufnahmen. Warum die Pausen bei automatischer Steuerung nötig sind, obwohl es manuell ohne diese Pausen geht, ist mir unerklärlich.

Heinz
 
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dmachaon

Sehr aktives Mitglied
Ich habe ja seit Jahren den GigaT Pro (wie auch Du), der bekanntlich - mir unverständlicherweise - keine Feststellfunktion hat.
Ja, der Hähnel Giga Pro ... mir ist nun der zweite grundlos ausgestiegen. Ich werde wohl auf billigere Kabel- und Funkauslöser umsteigen. Der Hähnel bietet zwar die einzige handliche All in one-Lösung, aber langsam wirds teuer.


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Die Einzelaufnahmen mit 30 sec f/4 ISO 800 fand ich gut, also ging ich für eine rund einstündige Aufnahme mit der Belichtung um 7 Blendenstufen (= 1/132stel) runter. An die rechnerisch korrekten 3960 sec kam ich mit den tatsächlichen 3784 sec recht nah dran. Ich hatte das vorher nicht extra ausgerechnet und hatte nach Gefühl nach etwas mehr als einer Stunde gestoppt. Diese Aufnahme ist aber um knapp 2 Blenden dunkler als die Einzelaufnahme. Wenn ich um 2 Blenden aufhelle, passt der Himmel, aber die Sternspuren sind immer noch nur zu erahnen.
Ich vermute, dass du zu früh am Abend dran warst? Du könntest ja mal die Einzelaufnahme mit Uhrzeit (kein Exifreader zur Hand) hier posten. In Mitteleuropa endet die astronomische Dämmerung erst spät. Das würde auch erklären, warum die länger belichtete, später erstellte Aufnahme dunkler war.
Für imposante Startrails muss man die Blende und ISO "hochjagen", was nur dann geht, wenn es sehr dunkel ist und recht kurz belichtet wird. Wenn bei 30 sec, f/4 und ISO 800 das Bild schon ausgewogen belichtet war und du letztlich 1 Stunde belichten konntest, werden die Spuren schwach. Dann lieber 20 sec, f/3.5 und ISO 6400 - das Rauschen wird eh am Schluss "rausgemittelt".
 
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hjba

Sehr aktives Mitglied
Die Aufnahmen entstanden am Montag bei Neumond. Auf der Startrailaufnahme ist ohne Bearbeitung nur der Polarstern zu sehen. Gefühlsmäßig merkten wir (mein Sohn fotografierte auch) keinen allmählichen Lichtabfall. Es war aber trotz Neumonds etwas heller als zwei Tage vorher beim Sternschnuppenschauen. Damals konnten wir die Milchstraße gut erkennen, diesmal mehr erahnen.
Dann lieber 20 sec, f/3.5 und ISO 6400 - das Rauschen wird eh am Schluss "rausgemittelt".
Diese Bilder fürs Stacken werden doch dann rund zwei Blenden heller als meine gute (= ungefähr tatsächliche Himmelshelligkeit) Normalaufnahme?

Heinz


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Neumond, 30 sec, f/4, ISO 800, 22.39 Uhr

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Neumond, 63 min, f/22, ISO 100, 23.57 bis 1.00 Uhr
 
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dmachaon

Sehr aktives Mitglied
Hallo Heinz,

die zweite Aufnahme ist so dunkel, weil die Blende viiiieeel zu weit geschlossen war.
Bei Startrails verhält es sich wie mit dem Fotografieren von Blitzlicht, da sowohl Blitz als auch Sterne (annähernd, durch deren Wanderung) nur kurzzeitig "auf den Sensor brennen". Maßgeblich für deren Helligkeit sind also Blende und ISO. Wenn du die ISO und Blende verringerst, bleiben die Sterne kaum noch erkennbar. Theoretisch sollte das Bild also so hell wie die kurze Aufnahme sein, die Sterne jedoch sehr schwach. Warum das Bild so dunkel wurde, weiß ich dennoch nicht, vielleicht war dein Objektiv irgendwann beschlagen. Die Aufnahmezeit ist in Ordnung.


Diese Bilder fürs Stacken werden doch dann rund zwei Blenden heller als meine gute (= ungefähr tatsächliche Himmelshelligkeit) Normalaufnahme?
Da habe ich mich unklar ausgedrückt: es ist für helle Trails im Allgemeinen besser, mit hohen ISO und offener Blende zu fotografieren, da dann von den Sternen (wie auch von einem Blitz) möglichst viel Licht auf den Sensor gelangt bzw. verstärkt wird.
In deinem Fall wären das ISO 1600, f/4 und 15 sec. (bzw. ISO 3200, denn ich finde das Bild zu dunkel, der Vordergrund ist schwarz). Dann wäre es genauso hell, aber die Sterne deutlich prominenter!


Ich würde allerdings nie über eine Stunde fotografieren. Dir könnte nach 20 min. kurz das Stativ ein Stückchen unbemerkt wegrutschen. Jemand läuft nach 59 Minuten mit Zigarette oder Lampe durchs Bild. Ein Auto blendet. Hotpixels in warmen Sommernächten. Etc... es kann einfach zu viel schief gehen.
Auch ist es oft besser, bei schwachem Mondlicht zu fotografieren, da dann der Vordergrund noch etwas Licht abbekommt. Ideal sind ca. 10-20% bei zunehmendem Mond, da dieser nach Sonnenuntergang (und nicht morgens) am Himmel steht. Oder die Serie schon vor Beginn der absoluten Dunkelheit starten - Aufnahme löschen geht hinterher immer. ;)
 
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hjba

Sehr aktives Mitglied
Servus, Daniel,

ich sitze gerade auf der Wiese und habe eine einstündige Aufnahme hinter mir. Jetzt läuft eine 20-sec-Intervallaufnahme, die ich aber stoppen werde, um verschiedene Einzelaufnahmen zu probieren.
Gute Nacht
Heinz
 
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