AW: Objektiv empfehlung
Bei Sport und Reise ist DX in der heutigen Form die überlegene Wahl, bei Portrait und Studio stinkt es gegen FX ab.
Na da bin ich aber mal auf die Begründung gespannt weshalb DX die bessere Wahl bei Sport und Reise sein soll.
Ich Fotografiere Beruflich auch Sport, im Studio, unterwegs und Reise auch, Beruflich wie Privat. Ich habe eine DX und 2 FX Bodies (D300s, D700, D4, davor Canon 30D und 1D Mark II) und aus Interesse als auch um den Vergleich zu haben hab ich bisher alle modernen FX und DX bodies zumindest mal probiert, in einem Arbeitsszenario.
Ich sehe bei Sport keinen Vorteil für DX, du spielst vielleicht auf den Crop an, aber eben das ist etwas trügerisches und Sport ist ein weitläufiges Feld. Viel entscheidender ist für mich der deutlich Höhere Dynamikumfang der FX Kameras, das ermöglicht dann teils noch gute Fotos ohne die 8kg Blitzausrüstung mit schleppen zu müssen. Man tut sich damit viel leichter in der Bearbeitung was bei den Bildmengen von größeren Sportveranstaltungen mit entscheidend ist.
Gleiches bei der Reise, ob ich nun eine D700/800 mit nem 50 1.4 hab oder ne D7000 mit einem
Sigma 30 1.4 bleibt sich auch schon egal da geht es um nicht viel.
Und ja, ob am Berggipfel, auf einer Radtour, auf Reisen oder glitschigen Felsen, immer FX dabei. Du hast Fotografisch eben einen anderen Anspruch weshalb für dich der Gewichtsvorteil von DX entscheidend ist. Andere wieder wollen gar nur eine Kompaktkamera mit Fingernagelsensor, kommt absoluter Schrott raus, aber manche Leute kaufen sich das trotzdem nach reichlicher Überlegung.
Ich käme aber nie auf die Idee einen Käufer einer Kompaktkamera als Lachnummer zu bezeichnen, mich stört aber sehr wohl wenn allgemeine Aussagen aufgestellt werden die einfach nicht stimmen. Wenn für einen anderen Entschieden wird weil man selbst mit etwas zufrieden ist.
Die schlechtesten Bilder sind die, die man nicht macht; die besten Bilder entstehen typischerweise wenn man die Kamera dabei hat.
Dachte ich früher auch einmal, aber mittlerweile stimmt das für mich gar nicht mehr. Hängt sicherlich auch damit zusammen dass ich Beruflich so viel Fotografiere, man merkt da wie anders man alles wahr nimmt wenn man am Fotografieren ist. In Konsequenz lasse ich die Kamera öfter mal bewusst liegen, auch wenn ich sie dabei habe, um das Leben intensiver zu genießen.
Leider ist es vielen gar nicht bewusst oder ziehen nicht die richtigen Schlüsse. Gerade bei Hochzeiten ist es so schade wenn viele Gäste mit Smartphones Filmen und Fotografieren und danach bemerken dass sie von der Hochzeit eigentlich wenig mit bekommen haben. Das gleichen passiert Leuten im urlaub, schießen die Speicherkarte voll, realisieren dass sie nur mit Fotografieren beschäftigt waren und gar nie so richtig gelebt haben, jetzt vor einem Berg von Fotos stehen und nicht wissen wie zu sortieren.
Andere wieder fahren eben zum Fotografieren in den Urlaub.
Ich wieder mache auch lieber kein Foto wenn ich weis dass das Licht etc. nicht passt, anderen ist das egal. Weshalb FX für mich gerade auch privat so entscheidend ist, da das Format sehr viel mehr Reserven bietet.
Wir zwei haben also schon mal sehr unterschiedliche Standpunkte die für beide gut sind. Nur woher soll man wissen welcher, oder ob nicht ein ganz ein anderer für den Fragenden passt?
Dazu müsste er sich aber wieder melden.
Wenn du also aus irgendeinem Grund gern leicht unterwegs bist ...
... geht das wunderbar auch mit FX. Ich bin schon mal mit D700+35 1.4 in den Urlaub gefahren und habe es keine Sekunde bereut. Oder mit einem 50er. Aber auch mit dem 24-70 und nur einem nicht zu großen Rucksack.
Klar wenn ich nichts anderes hätte würde ich auch lieber eine DX nehmen als gar nichts, aber wie gesagt...