Objektive -- Kauf Online oder beim Händler

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schwejk

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Hallo zusammen,

bisher habe ich es immer so gemacht: Bin zum Fotohändler mit meiner Kamera und einer Speicherkarte. Zu testendes Objektiv draufgemacht und einmal um den Block und dann das nächste. Ab nach Hause, Ergebnisse anschauen und bei Gefallen wieder zurück in den Laden um zu kaufen. Ach ja natürlich vorher noch im Internet nach dem günstigsten Preis geguckt um mit dem Händler verhandeln zu können. Meistens einigt man sich auf einen etwas teureren Preis als beim Onlinekauf.
Nun habe ich vor einiger Zeit diesen Artikel hier gefunden:
http://fotopunk.de/tipps/foto-equipment-kaufen.html

Was meint ihr dazu?

Ich hätte ehrlich gesagt etwas Skrupel z. Bsp. 3 Objektive zu bestellen, um nach der Frist und einigen Tests 2 wieder zurückzuschicken. Aber vielleicht ist das auch vollkommen unbegründet...

Grüße vom

Schwejk
 
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Warum schickst Du es nicht selbst dorthin ? 6,90 Paketgebühr.
Den nächsten Servicepoint erfährst Du uim Internet oder gleich nach Düsseldorf.

fragt
sich der Bär

Hab ich dann doch auch getan. Ich wollte aber naiverweise den Service des Fachhandels , den ich ja auch teuer bezahlt hatte, in Anspruch nehmen.

Bastler
 
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Ich bin seit dem Sommer dabei mir ein lichtstarkes Standardzoom zu kaufen. Die Auswahl war am Ende auf ein Tamron 17-50 und ein Sigma 17-70 eingeschränkt.
Ich habe es in 200km Umkreis nicht hinbekommen beide Objektive mal an die Kamera zu schrauben und zu vergleichen. In der Nähe gibt es kaum noch Fachhändler, mit viel Glück noch kompetente Berater im Elektro Fachmarkt. Selbst in Hamburg wurde ich nicht fündig. Wenn überhaupt war das Sigma vorrätig, aber das Tamron konnte ich mir nirgends anschauen.
Bei einem kurzen, vorweihnachtlichem Städtetrip nach Dresden fand ich zufällig in einem Mediamarkt beide Objektive und konnte die in aller Ruhe an meiner Kamera testen und ausprobieren. Der Preis war durchaus mit den Indernett Preisen vergleichbar und ich hab mich schließlich für das perfekt funktionierende 'Vitrinen' Tamron entschieden und auf ein original Verpacktes verzichtet.
Wenn man unbedingt etwas braucht wird man (zumindest in unserer Gegend) wohl kaum drumrum kommen die in die engere Auswahl gekommen Kandidaten im I-Net zu bestellen und zu Hause entscheiden was bleibt und was zurückgeht. Schade eigentlich ...

Grusz
Horst
 
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Ich kaufe sowohl beim Fachhändler als auch im Onlinehandel. Ich sehe es zwar ebenfalls ein wenig kritisch, wenn man mehr Dinge einfach zum anschauen bestellt und weiß, dass man den Großteil davon zurücksenden wird. Andererseits- Beim Kauf von Kleidung (!) übers Internet ist dies gar nicht anders denkbar. Gäbe es nicht die Möglichkeit unpassendes oder nicht gefallendes zurück zu senden, könnte man kaum Kleidung übers Internet verkaufen.

Allerdings stelle ich mir in letzter Zeit öfter die Frage, was es mir vom Service her eigentlich bringt beim Fachhändler und damit meist etwas teurer einzukaufen. Wenn eine Kamera oder ein Objektiv einen Fehler hat, kann ich damit zwar zu meinem Händler gehen. Aber der kann auch nicht mehr tun, als es dem Hersteller zur Reparatur zu senden. Das kann ich selber auch. Und ob ich dann nach der dritten "Fehlreparatur" meinen Frust persönlich am Fachhändler, oder am Telefon beim Mitarbeiter des Service-Points auslasse spielt eigentlich auch keine Rolle... .

Jetzt kann man natürlich sagen: "Ja, aber Kaufberatung...". Ja. Wenn man nicht weiß was genau man will und wo die Unterschiede sind und wenn man Dinge einfach probieren will- Klar, dann gehe ich zum Fachhändler.
Ich weiß in der Regel aber sehr genau was ich will und halte meine eigene Internetrecherche letztlich für umfassender und auch objektiver als die Meinung des Händlers, der zwangsläufig auch immer seine Gewinnspanne im Hinterkopf haben muss. ...
Weiß ich aber was ich will, kann ich im Internet billiger kaufen. Ich kann es zuhause stressfrei auf Fehler testen. Hat das Teil einen Fehler, kann ich es ohne Probleme zurückschicken.

Der einzige Grund warum ich noch zum Fachhändler gehe besteht darin, dass mir dieser alte Objektive zum Gebrauchtpreis nach Liste abkauft. Das ist zwar immer weniger als was ich bei einem Privatverkauf dafür bekommen könnte, erspart mir aber den Aufwand mit inserieren und so...wofür ich einfach nicht den Nerv habe.
 
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Und wir haben heute einen Kurs von 1,2077 CHF, es gibt also für dasselbe Geld beim Onlinehändler ein Sigma 50mm f1.4 EX DG HSM und ein gediegenes Mittagessen als Werbegeschenk obendrauf ...

Da sind die stationären hier bei uns schon ein paar Schritte weiter im Denken und wissen, daß sie bei solchen Preisunterschieden ihren Laden glatt zusperren können.
 
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Und wir haben heute einen Kurs von 1,2077 CHF, es gibt also für dasselbe Geld beim Onlinehändler ein Sigma 50mm f1.4 EX DG HSM und ein gediegenes Mittagessen als Werbegeschenk obendrauf ...

Tja, das gediegenen Mittagessen müssen wir in der Schweiz dann aber wohl streichen. So was ist hier noch teurer als in Deutschland.

Gruss
Jörg
 
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Womit sich die Frage stellt ob man alles über das Internet einkaufen können muß?
Klar man kann sogar schon seine Pizza frisch geliefert über das Internet bestellen und weiß der KuckKuck was noch alles -aber macht das Sinn und muß das sein?
Ist es nicht so das man gewisse Produkte wirklich erst angreifen muß bevor man kauft?
Wo mit wir bei einer alten Weisheit wären: "Nicht alles was möglich ist macht Sinn und nicht alles was Sinn macht ist möglich!"
 
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Wo sind sie Heute?!!????

Hat wohl doch nicht soviel Sinn gemacht
Hat es. Sie haben nur das Internet verschlafen. Im Tiefdruck zwei mal im Jahr erstellte Kataloge mit für sechs Monate festen Preisen waren nicht mehr wirklich konkurrenzfähig. Das Konzept Katalog-Versand hat sich überholt. Nicht das Konzept Versand.
 
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Es gibt ja unter Umständen auch andere Möglichkeiten, Reklamationen zu regulieren. In den letzten Jahren hatte ich nur einmal ein defektes Objektiv und das wurde am andern Tag umstandslos getauscht; das einzupacken und auf die Post zu tragen hätte nicht viel weniger Zeit gekostet. Ich persönlich kaufe lieber beim Fachhändler, dem man auch mal eine Frage stellen und wo man sich Sachen anschauen und gleich sehen kann, ob man mit der Idee einer Problemlösung einem Denkfehler aufgesessen ist.

Und ob ich dann nach der dritten "Fehlreparatur" meinen Frust persönlich am Fachhändler, oder am Telefon beim Mitarbeiter des Service-Points auslasse spielt eigentlich auch keine Rolle ...

Wenn man sich da eine vernünftige Beziehung zu einem leistungsfähigen Händler aufgebaut hat, der auch ein bißchen was am Lager liegen hat, hat man da Leute, die sich um eine Lösung des geschilderten Problemes bemühen - auch ohne eine NPS-Karte in der Tasche zu haben. Bisher hatte ich das Glück, daß sich da immer ein Weg fand. Und von exzessiven Gewährleistungsorgien bin ich bisher verschont geblieben.


Klar muß er das, aber die Grenzen, die das hat, haben die Leute nach Jörgs Schilderung im Oberland noch nicht erkannt. Das sieht bei meinen Händlern anders aus. Die wissen genau, daß ... im Zweifel nur drei Mausklicks entfernt und damit näher an jeder Haustüre ist, die von halbwegs zuverlässigen Paketboten frequentiert wird. Manche Vertreter dieses Berufsstands betätigen sich freilich vorwiegend als Protagonisten des örtlichen Fachhandels.
 
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Tja, das gediegenen Mittagessen müssen wir in der Schweiz dann aber wohl streichen. So was ist hier noch teurer als in Deutschland.

Dann halt einmal mit ´nem Raft den Vorderrhein runter ruscheln (und das nicht unbedingt zum Happy-Hour-Tarif mittwochs). Ist halt die Frage, was Du unter einem gediegenen Mittagessen verstehst.
 
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Ist halt die Frage, was Du unter einem gediegenen Mittagessen verstehst.

Die Frage stellt sich nicht; in Bezug auf Lebensmittel ist die Schweiz eine Hochpreisinsel.

Ist jetzt kein gediegenes Mittagessen, aber ist mir bei den diesjährigen Weihnachtsmarktbesuchen hüben wie drüben aufgefallen: Für eine simple Bratwurst in der Schweiz bekommst Du zwei in Deutschland und die sind sogar noch grösser. In dem Fall konnte ich sogar keine Qualitätsunterschiede feststellen. Ausgleichende Gerechtigkeit: Der Glühwein war in der Schweiz genauso teuer und wesentlich besser. :up: Musste leider noch Auto fahren.
 
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Womit sich die Frage stellt ob man alles über das Internet einkaufen können muß?

Muss man natürlich nicht. Aber für Leute wie mich zum Beispiel, die schon beinahe lieber zum Zahnarzt als in ein Kleidergeschäft gehen, ist es ein Segen zur besser Hälfte sagen zu können: "Du, ich bräuchte eine neue Jean, bestell mir doch beim nächsten mal bitte was mit. "
 
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Meine Erfahrung, wenn man der Verkäufer vor Ort gut kennt - ok.
Wenn nicht, dann macht der genau solche Probleme, wie ggf. ein Internet-Verkäufer.
Allerdings habe ich mit Amazon noch nie ein Problem gehbat, meist dann nur mit einem Verkäufer aus dem gesamten System, aber wenn man gerechtfertigte Ansprüche hat, genügt eine Mitteilung an Amazon und der Verkäufer wird schnell auf den Boden der Gesetzlichkeit zurück geholt.

Aus diesem Grunde gehen bei mir die Ebay-Einkäufe auch fast gegen Null.
 
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Ich habe eine Zeit für eine Kette im Laden gearbeitet, ähnlich MM in Deutschland und kenne Margen, Einkaufspreise und Provisionen. Unsere Fotoabteilung war ganz ordentlich mit 3 Herstellern und dem aktuellen Lineup von aktuellen Consumer DSLRs. Objektive fast nur von Tamron.

Die Beratung der Verkäufer war ausschließlich von Boni, Margen und dem geprägt, was man ihnen in Marken-Produktschulungen eingetrichtert hatte. Neutrale Beratung nach Kundenanforderungen also Fehlanzeige. Und wenn ein Verkäufer der Waschmaschinenabteilung Fotoapparate verkauft, hat das schon einiges an Unterhaltungswert. Schulungen kosten Geld und werden minimiert. Oft erfahren die Verkäufer von neuen Produkten erst wenn am morgen, 2 Stunden vor Ladenöffnung, die Ware angeliefert wird.

Nikon war kaum vertreten und oft nur auf Kundenbestellung zu erhalten. Als Begründung wurde angegeben weil der zentrale Einkauf der Kette zu schlechte Preise erhielt und Nikon lieber auf den Fotofachhandel als Vertriebspartner fokussiert.

Die Ladenpreise waren die gleichen wie im Webshop der Kette, aber es gab auch ein generelles 14-tägiges Rückgaberecht. So gesehen konnte man als Kunde auch mit einem Angebot von einem Onlineanbieter kommen und hat den gleichen Preis im Laden bekommen unter der "Androhung" das Gerät zurück geben zu wollen.

Ich als Angestellter habe natürlich Personalpreis = EK bekommen. Immer noch so schlecht, daß ich selbst bei Onlineanbietern bestellt habe. Nikon hat eine eigene Liste für Angestellte rausgebracht mit x Prozent unter UVP. Das war auch zum Teil erheblich teurer als die meisten Onlineanbieter.

Der Service über den Laden hat oft länger gedauert als wenn der Kunde das Gerät selbst verschickt hätte, das lag an mit der Kette ausgehandelten Werkstattkonditionen.

Fazit:
Meiner Meinung nach sind Läden eine aussterbende Rasse und werden in Zukunft wohl nur noch als Auslieferungsort für Internetbestellungen benutzt werden. Für mich als Verbraucher hat es keinen Vorteil in einem Laden zu kaufen. Im Web gibt es genügend Informationen und Tests und die Fachkompetenz ist aus den Läden verschwunden. Nicht zuletzt weil dort schlecht bezahlt wird und die Verkäufer alles verkaufen sollen. Man muß schon Glück haben, an einen zu geraten, der sein Fachgebiet auch mit Leidenschaft verkauft und die nötigen Kenntnisse hat.

Früher war das natürlich anders und die Verkäufer haben wirklich mit Herzblut hinter ihren Produkten gestanden. Schade eigentlich.
 
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Guten Abend zusammen,

heute habe ich mit meiner Frau einen Abstecher nach Münster gemacht und nebenbei dort in den Geschäften der Innenstadt auch nach einem Sigma 150mm 2.8 OS Macro für meine D7000 geschaut. Bei dem Planetenmarkt hieß es: "Wir führen Sigma nicht, höchstens einmal bei Sonderaktionen für bestimmte Objektive." Der Fotoladen auf dem Prinzipalmarkt, der zahlreiche Kameras und Objektive diverser Hersteller im Schaufenster zeigt, hat das Objektiv auch nicht vorrätig und bei Foto-Köster habe ich erst gar nicht vorbeigeschaut, denn laut deren Internetpräsenz haben die das Objektiv für Nikon ebenfalls nicht.

Kauf beim Händler also nicht möglich!
Schade, ich hatte meine Kamera dabei, meine EC-Karte ebenso. Die Frage ob Online-Kauf oder Händler erübrigte sich aber.
 
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