Objektiv Umbau auf AL in England

SydB

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Irgendwo hatte ich so eine Adresse von einem Spezialisten der Non Al Objektive in Al umbaut in dem er den Blendenring entsprechend modifiziert.
Leider habe ich die Adresse verzettelt.
Sicher ist der Mann, (wenn ich mich noch recht entsinne, ich war glaube ich ein Niederländer der in England lebt) und der Umbau hier bekannt und ihr könnt mir helfen.

LG
 
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Ich antworte mir mal selbst. Marcel van Engen heißt der Mann. Wohl dem der Ordnung in seinen Aufzeichnungen hat :cool:
 
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Das ist ein recht einfacher, mechanischer Eingriff. @Beuteltier könnte Sowas machen
 
3 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Aber nur bei solchen non AI, bei denen man den Blendenring problemlos vom Objektiv abmontieren kann - die Feilspäne bei der Bearbeitung dürfen nicht ins Objektiv gelangen, was bei einem nicht demontierbaren Blendenring trotz Abkleben und Abblasen meist passiert.
Außerdem kann ich das eben nur mit Handarbeit per Feile machen, was sehr mühsam und Zeit raubend ist.
Der angesprochene Marcel von Engen machte das meiner Erinnerung nach mit einer speziellen Vorrichtung an einer Fräsmaschine.
 
SydB
SydB kommentierte
Was würde das denn so etwa kosten bei dir?
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Etwa 100 €.

Ich schließe mich aber den Warum-Fragen der Anderen hier an:
Wenn "man" so alte non-AI-Objektive nicht an den dazu damals gebauten Nikon-SLR-Kameras für KB-Film nutzen möchte,
sollte man sich eine Nikon Z kaufen und einen rein manuellen Adapter Nikon F auf Nikon Z.
 
Mal aus reiner Neugier: Warum und für welche Objektive macht man sowas heutzutage denn noch?
 
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markusm1000
markusm1000 kommentierte
Wenn Du ältere Objektive an modernen Kameras benutzen willst - wobei "modern" hier ab 1977 bedeutet ;)

Ohne Modifizierung, was einfach nur ein Abfeilen des Blendenring ist, zermatschst Du Dir Deine Mechanik an der Kamera. Die F3 hat für alte Objektive sogar extra einen wegklappbaren Blendenmitnehmer.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Der technische Hintergrund ist mir schon klar, F3 habe ich selbst im Bestand. Mich würde eher interessieren, welche Kombi aus Objektiv und Kamera konkret eingesetzt werden soll. Wenn ich noch Non-AI-Linsen besäße und diese nutzen wollte, würde ich mir ne F2 dazu kaufen. Ansonsten bin ich ja auch gerade dabei, meine "Altlasten" neu zu ordnen, aber ich suche gezielt AIS-Linsen, die dann auch an DSLR problemlos laufen würden. Ein Non-AI noch an einer moderneren Kamera zu nutzen, käme mir nicht in den Sinn. Das müsste dann schon eine ganz besonders exotische Optik sein... und dann würde ich mir gut überlegen, daran herumzuflexen. Kurzum: Ich kann die Sinnhaftigkeit in der heutigen Zeit nicht erkennen. Vor 30, 40 Jahren hätte das noch anders ausgesehen: Neue Nikon ohne wegklappbaren Blendenmitnehmer und einen Sack voll guter Linsen, deren Austausch zu teuer wäre - das war dann noch plausibel.
 
Und warum macht man so was?
Solche Objektive sind mindestens 45 Jahre alt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das die auch nur ansatzweise mit den neueren Rechnungen mithalten können. Klar, wenn man noch den passenden alten Body dazu hat, aber dann müsste man nichts modifizieren.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Genau das frage ich mich auch.
 
Das müsste dann schon eine ganz besonders exotische Optik sein... und dann würde ich mir gut überlegen, daran herumzuflexen.
Ich biete seit über 4 Jahren ein ASANUMA AUTO-TELE (ist von TOKINA) 200/3.5 für Nikon F an, das ursprünglich auch ein non-AI war.
Hätte ich es nicht abgefeilt, um es an meinen damaligen Nikon F DSLRs nutzen zu wollen, wäre es wahrscheinlich schon verkauft.
Weil es aber abgefeilt ist
DSC_0039.jpg


DSC_0042.jpg
mag es offenbar niemand haben...
 
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dembi64
dembi64 kommentierte
ehrlich gesagt habe ich solche "Modifikationen" noch nie verstanden. Wenn Retro, dann richtig Retro. Und solche Eingriffe machen das Original eben kaputt.

Ich wüsste auch keinen Grund warum man so etwas tun sollte. Praktisch alle Objektive sind im laufe der Jahrzehnte zumindest optisch besser geworden.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
ehrlich gesagt habe ich solche "Modifikationen" noch nie verstanden.
Wenn etwas nicht passt, wird es passend gemacht. In unserer verwöhnten Wohlstandsgesellschaft etwas aus der Mode gekommen.

Im Rest der Welt aber durchaus noch üblich. Bei uns bis vor ein paar Jahrzehnten übrigens auch noch. Wundert mich, dass Leute aus dieser Altersgruppe das vollständig aus dem Blick verloren haben, sind sie doch eigentlich auch so erzogen worden.
Solche Objektive sind mindestens 45 Jahre alt.
45 Jahre ist für ein technisches Gerät, zumal eines voll mechanischen, nun kein Alter.
Wenn Retro, dann richtig Retro. Und solche Eingriffe machen das Original eben kaputt.
Ein Retro-Hipster wird sich wohl eine zusammenpassende Ausrüstung kaufen, dem wäre das Rumgebastel viel zu umständlich.

Es soll aber auch Leute geben, die auch alte Sachen noch tatsächlich benutzen wollen (s.o., so etwa 7/8 der Weltbevölkerung) und nicht als modisches Accessoire oder Statussymbol betrachten. Da wird dann eben repariert, verbessert, angepasst.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte
Michael, ich glaube das es nicht an dem abgefeilten Stück hängt.

Vielmehr geht es, meiner Meinung nach, darum das man heute die Originalversionen der Hersteller haben möchte die im Gegensatz zu damals in einer Preisklasse abgerutscht sind, die man sich heute leisten kann und möchte.

Da haben die Drittanbieter seltenes eine Chance.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das hat aber mit reparieren nichts zu tun. Im Gegenteil: Es wird viel Geld dafür bezahlt, um einen sammelwürdigen Gegenstand zu verschandeln. Wenn ich der Ansicht bin, ich wollte mit alten Berg-und-Tal-Nikkoren fotografieren, dann mache ich das entweder adaptiert an eine Z oder mit einer zeitgenössischen analogen Spiegelreflex.
Wenn ich an den Objektiven hänge weil jahrzehntelang damit fotografiert und komme jetzt, knapp 20 Jahre nach Erscheinen der D700, auf die Idee, diese an der DSLR zu nutzen, dann bin ich echt ein Spätzünder. Wobei diese Kombination sogar Spaß und Sinn machen könnte.
Aber dafür relativ viel Geld in die Hand nehmen? Sobald der ideale Wert zu vernachlässigen ist, muss ich rational sagen: Der Umbau kostet teilweise mehr als ein entsprechendes AIS-Nikkor. Klar, das 2,8/28 AIS kriegt man nicht für den von Beuteltier genannten 100er. Aber wenn man die vorhandene Linse verkauft, ist das unterm Strich wirtschaftlicher und man bekommt die optimale Lösung. Und viele Objektive kriegt man für weniger als einen Hunderter. Für mein AIS 4/80-200 habe ich 50 Euro bezahl, wobei der übliche Händler-VK so um 200 liegt.
Deshalb: Es gibt sicher Konstellationen, wo die Sache plausibel ist, aber mir fällt gerade keine ein.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Die Seite ist echt old school... vorsichtig ausgedrückt. Musste erstmal schauen, ob die Preise nicht noch in DM sind... oder sogar Reichsmark.
Aber im Ernst: Kann immer mal wieder hilfreich sein, so einen Anbieter zu kennen. Interessant sind die Preise für die Frontlinsen. 70 Euro für die vom 2,0/135... das muss das DC sein. Entweder sind das "Schlachtteile" - was ja praktisch völlig ok wäre - oder wir haben alle bisher völlig falsche Vorstellungen, ein Kratzer in der Frontlinse käme einem Totalschaden gleich. Sofern im Bild überhaupt nachvollziehbar. Eine Frontlinse auszuwechseln muss kein Hexenwerk sein. Habe mein AI 4,5/80-200 selbst zum Reinigen zerlegt. Das Ergebnis ist top, wobei das mit Übung vermutlich drastisch schneller geht.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Das sind fabrikneue Ersatzteile als Restbestände.
Ja, manche Frontlinse ist wirklich günstig, wenn‘s keine Sondergläser sind.
 
Also ich würd an so einem Teil niemals rumfeilen, statt dessen im Netz nach einem original umgebauten suchen, gibt es noch zwei Stück soeben gefunden für ca. 400,-€...

Screenshot 2026-05-31 090440.png
 
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volkerm
volkerm kommentierte
400€ ist arg teuer angesichts der mäßigen optischen Leistung, dafür gibt’s auch das viel bessere 50/1.2 AiS.
Mein 55/1.2 mit originalem Ai-Umbau und etwas kratzigem Fokusring ist für unter 200€ bei Ebay weggegangen.

Das Fräsen würde ich auch vermeiden, weil‘s dann aus Sammersicht wertlos wird. Sowas habe ich bei einem 55/3.5 Micro, funktioniert aber der Wert leidet massiv.
 
Bei meinem Objektiv handelt es sich um ein Nikkor pre Ai 50mm f=1,4. Ich überlege auch ob nicht ein zusätzliches 50mm f=1,4 Ai die bessere Option wäre. Oder sogar ein f=1,2

Eine F2 werd ich mir bei Gelegenheit sowieso holen müssen. Dann hätte ich schon das richtige zeitgenössische Objektiv dazu :cool:
Mit den 1,2 er kenne ich mich nicht aus. Wenn mir dazu jemand Tipps geben könnte, wäre ich dankbar.
 
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Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich hatte alles schon da - vom uralten non-AI 58/1.4 über das 58/1.2 AI noct und das 55/1.2 und die ganzen 50/1.8 und 50/1.4 Versionen.
Nicht zu vergessen das 50/1.2 AI-S, das noch lange neu zu haben war - das ist bei f/2.0 das schärfste, was ich bisher gesehen habe.
 
Der Umbau lässt sich idR. mit Schraubenzieher und Feile recht leicht selbst machen.
Hier ist eine Anleitung dazu:

Ein Tipp dazu noch: Wenn man vor dem Feilen den Anfang und das Ende des zu entfernenden Bereiches mit einer kleinen Metallsäge einsägt, dann sieht das Ergebnis professioneller aus.

Mal aus reiner Neugier: Warum und für welche Objektive macht man sowas heutzutage denn noch?
Nikon hatte schon damals einige sehr gute Objektive. Wenn man mit 24MP fotografiert und scharfe Ecken bei Offenblende nicht so wichtig sind, dann reicht die Leistung auch heute noch aus. (Gilt nicht für alle Objektive, und Festbrennweiten sind zu bevorzugen.)
Mit anderen Worten: Wenn man kein Pixelpeeping betreibt, sondern sich die Bilder einfach nur anschaut, kann man an den Objektiven auch heute noch seine Freude haben.

Ich habe mehrere Objektive aus der Zeit, wo ich ob der gebotenen Leitung keinen Anlass für eine Investition in moderne Objektive sehe.

Aber nur bei solchen non AI, bei denen man den Blendenring problemlos vom Objektiv abmontieren kann - die Feilspäne bei der Bearbeitung dürfen nicht ins Objektiv gelangen, was bei einem nicht demontierbaren Blendenring trotz Abkleben und Abblasen meist passiert.
Ich habe auch schon Objektive umgebaut, bei denen sich der Blendenring nicht abschrauben ließ (keine Schrauben vorhanden oder Schrauben ruiniert).
Aber im Prinzip hast du recht. Besser Blendenring abbauen (insbesondere bei Auftragsarbeiten, wo du haften müsstest).
 
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Ich glaub ich lasse die Idee eines Umbaus auf Ai sterben. Mit diesem Marcel in England habe ich kontakt aufgenommen. Er bracht nur den Blendenring, ist klar.
Brexit, King Charles und Wauwauwau ihr wisst schon.
Also ich soll diesen demontieren.

Bin nun mit allem durch. Schraubenköpfe sind noch nicht rund gemurkst. 2 Schrauben lassen sich nicht lösen. Habe mit Balistol, Nagellachentferner und erhitzen erfolglos probiert.

Bevor ich die Köpfe rund gedreht habe lasse ich es sein.
Hat hier noch jemand eine Idee?
 
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Schraubenzieher nach japanischer Norm JIS passen besser. Ob das reicht, dein Problem mit den festsitzenden Schrauben zu lösen, möchte ich allerdings bezweifeln.
 
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Habe ich auch probiert. Nichts zu machen.

Ich bin am überlegen ob ich es verkaufen soll, ob überhaupt Interesse an einem pre Ai besteht, oder halt mit Arbeitsblende nutzen? Bzw in die Vitrine stellen soll.
 
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volkerm
volkerm kommentierte
Ohne Ai-Umbau ist es u.a. für die vielen Nutzer einer Nikon Z verwendbar. Dort hat Ai keinen Nutzen. Die Relevanz der Ai-Nachrüstung schwindet mittelfristig mit dem Verschwinden des Nikon F-Systems.
 
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