Notre Dame de Paris brennt …

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Ach ja! - Das giftige Blei!

Es geht in erster Linie überhaupt nicht um die Giftigkeit. Ich habe gestern diverse Interviews mit den verschiedensten Dombaumeistern gesehen und gelesen. Es geht eher darum:

Gotische Kathedralen stecken bekanntlich voll davon

Eben.

"Blei hat einen sehr niedrigen Schmelzpunkt, da werden etliche Zentner in den Kirchraum geflossen sein.“
Zitat aus diesem Artikel.

Auch interessant, wenn auch nicht zum Thema Blei: Interview mit dem Wiener Dombaumeister, der u.a. (für mich sehr nachvollziehbar) sagt:
Aber die Gotik ist bekannt dafür, dass sie damals an die Grenzen der Statik gegangen ist. Die Pfeiler sind zum Beispiel nicht bis zum Kern aus Quadern, sondern oft gefüllt mit Schotter oder Bauschutt. Durch die extreme Hitze kann sich der Stein so ausdehnen, dass Teile abspringen, die Füllung austritt und das ganze Gebäude einstürzt, auch wenn es unten gar nicht brennt.

Edit: Noch ein Zitat zum Thema Blei:
Das Problem in Notre-Dame, dass das dort im Dach verbaute Blei ab 300 Grad geschmolzen und verbrannt ist, "haben wir mit unserem Kupferdach in Speyer zumindest nicht", sagte Domkustos Peter Schappert.
Quelle
 
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Ja Anja, aber große Probleme sehe ich jetzt nicht. Wegen des Bleis.
Wo hast Du denn gelesen daß - ausgerechnet! - Dombaumeister ein Problem mit Blei haben? Hast Du Fundstellen?
Ich habe vorhin schon gesucht und nichts gefunden.

Edit: Jetzt habe ich einige Stellen gefunden, aber das Blei dürfte höchstens ein Problem sein, weil es als Bestandteil
des Brandschutts, der noch oben auf den Gewölben liegt, einiges wiegt, Und - ich habe mal nachgeschlagen - es
verdampft tatsächlich erst bei rund 1700 Grad. Das bedeutet, das flüssige Blei kann, wenn es sehr heiß ist, ohne
weiteres den Brand weitertragen, wenn es fließt oder heruntertropft.

Grüße, Christian
 
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