Nikon Z 35mm/1,2 – erst durchatmen, dann lesen

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Sans Ear

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Da gibt es also dieses neue Objektiv, das nicht jedem gefällt, das nicht jeder benötigt und für das es keinen Kaufzwang gibt.

Und um vorwegzunehmen, was ohnehin gesagt werden muss (eigentlich nicht von mir): Persönlich würde ich das 35/1,4 GM von Sony vorziehen (wenn es von Nikon wäre). Obwohl ich Z-Fanboy bin, sehe ich im GM den derzeit besten Kompromiss aus Schärfe, Freistellung, Gewicht und Größe.

Aber egal, das 1,2 ist ein heißes Teil. Und ich frage mich - wie auch schon beim 85er -, wer es hier wohl kaufen wird und wie gut sich so ein Objektiv insgesamt verkauft. Jetzt können wir entspannt weiterreden (wer sich streiten will, kann sich ja woanders streiten).

Gibt es da eigentlich Zahlen? Wie oft haben sich die anderen 1,2er verkauft?
 
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Kann man in diesem Forum eigentlich Umfragen machen?
 
4 Kommentare
Wuxi kommentierte
Dunnow!
 
B
Brunke kommentierte
@Christian B. Ja kann man. Neues Thema erstellen und dann den Reiter von Diskussion zu Umfrage wechseln.
 
C
Christian B. kommentierte
Vielen Dank, ist erledigt!
 
C
Christian B. kommentierte
Von dem 1,2/55 (aller erstes 1,2 Objektiv von Nikon) in verschiedenen Versionen wurden in den Jahren 1965-1978 nach den ungefähr bekannten Stückzahlen und Seriennummern mindestens 200.000 Stück produziert.
Ich habe die vorletzte ("K") Version (1974-1977). Die letzte des 1,2/55 war die Ai Version.

Die nachfolgenden Versionen 1,2/50 in Ai und Ai-S wurden mindestens 35 Jahre lang gebaut.
Das 1,2/58 Noct wurde 20 Jahre lang ab 1977 gebaut.
Diese beiden schätze ich auch auf mehrere Hunderttausend Stück. / Ergänzung: Nach "Photosynthesis" etwas über 250.000 Stück.

Grüße - Bernhard
 
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4 Kommentare
HaDiDi kommentierte
Ich denke, diese Angaben helfen uns hier nicht wirklich weiter.
Damals hat man auf 1.2 zurückgegriffen, wenn die Lichtverhältnisse bescheiden waren, ISO einfach auf 10.000 hochdrehen, ging damals nämlich nicht. Heute gibt es keine Lichtverhältnisse für moderne Kameras mehr, die eine Blende von 1.2 notwendig machen, es geht heute also um Gestaltung, Bokeh und Effekthascherei.

Der Unterschied zwischen einem guten 1.4, oder 1.2 ist kaum sichtbar, beim ausgedruckten Einzelbild sowieso nicht, also warum, wofür dann 1.2 und das beim leichten Weitwinkel?
 
W
W.W. kommentierte

Damals hat man auf 1.2 zurückgegriffen, wenn die Lichtverhältnisse bescheiden waren, ISO einfach auf 10.000 hochdrehen, ging damals nämlich nicht.
Genau das war früher das Problem. ISO > 1600 bezahlte man mit schmutzigem Braun statt schwarz und grobem Korn. Heute bekomme ich bessere Bildqualität bei ISO 25.600

Heute braucht man die Blende f1:1.2 nur noch wegen des Effekts der geringen Schärfenausdehnung.
 
soulbrother kommentierte
Huete braucht/nutzt man diese großen Blendenöffnungen exakt aus denselben 2 Gründen wie früher, man hat aber den Vorteil, dass das wenige Licht von damals, noch weniger sein kann, also statt einer Kerze nur noch ein Teelicht im grau gefärbten Glas.

Oder man nutzt es noch klüger und lässt die ISO "unten" und erhält Bilder mit mehr DR und weniger Rauschen.

Ich kann es einfach nicht verstehen, warum es nicht verstanden wird, dass sich am Prinzip überhaupt nix geändert hat, nur weil es nutzbare höhere ISO gibt...
 
Zuletzt bearbeitet:
BernhardJ kommentierte
Ich finde es interessant, dass Nikon von der manuellen Normalbrennweite mit f/1,2 insgesamt fast eine halbe Million Exemplare produziert hat. Das sind rund 9 Tsd. pro Jahr.
Und dass es nie eine AF-Version in F gegeben hat. Erst mit Z kam eins mit AF im Jahr 2020, welches mit ca. 4 Tsd. pro Jahr läuft. Gar nicht mal so schlecht... Ob dieses sich aber ebenfalls so lange auf dem Markt halten wird...
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf photosynthesis kann man zumindest die offenbar fortlaufenden Seriennummern ersehen http://www.photosynthesis.co.nz/nikon/lenses.html#Z_Prime

Ob das tatsächlich die produzierte und erst recht verkaufte Stückzahl ist, geht nicht eindeutig hervor. Jedenfalls wären vom Z 50 bzw 85/1,2 jeweils rd 16.000 Stück produziert worden
 
1 Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Photosynthesis lebt davon, dass man Seriennummern, die man selber hat, meldet. Die letzte gemeldete Nummer wird dann vermerkt. Man weiß dann, dass mindestens soviele Objektive gebaut wurden. Ob sie auch verkauft wurden, nicht - denn es könnten ja unverkaufte Exemplare mit niedrigerer Nummer bei Händlern „schmoren“.
 
Bei meinem Händler bin ich bis jetzt der einzigste, der das Objektiv bestellt hat.
 
2 Kommentare
ni27fo kommentierte
B
Blitzfritz kommentierte
Off topic: Hallo ni27fo. Warst Du auch in "Der Spitzname"? Würde dir zumindest gefallen...

Bei meinem Händler sind drei oder vier bestellt worden. Mir selbst ist es zu schwer. Außerdem habe ich noch die Leica Q3. Ich denke auch, dass Gestaltung und Licht Motive sind oder sein können, diese Lichtstärken zu kaufen.

Grüße,
Matthias
 
Das wird den Händlern nicht aus der Hand gerissen, aber sicher ausreichend verkauft werden. Bei manchen ist es auch so, dass sie das Objektiv auch zwanghaft kaufen, weil sie eine Serie angefangen haben. Also das 85 und 50 f1,2 gekauft haben…

Im Ernst: Die anderen f1,2 Objektive sind auch keine Leichtgewichte und haben ihre Liebhaber gefunden.
 
Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Ein prima Teil! Allerdings nicht einzigartig. Der Nikon PB-6 kann das auch alles, und man kann die vordere Standarte auch umgekehrt einsetzen, um Objektive in Retrostellung einzusetzen. Das geht bei Deinem Balgen aber vielleicht auch? Was ich nicht beurteilen kann, ist die von Dir erwähnte Walzenmechankik und ob die besser ist als die Mechanik von Nikon.
 
C
Christian B. kommentierte
Ich meinte das von Dir oben erwähnte für DSLR. Du sprachst vom Trio. Deshalb schrieb ich auch vom EF-Objektiv, nicht RF. Dass Nikon das erste „spiegellose“ 1.2/35 auf dem Markt hat , war ja klar.
 
BernhardJ kommentierte
Nikon hat nicht das erste spiegellose 1,2/35 auf dem Markt. Seit 2019 gibt es das Sigma. Und einige andere chinesische Fabrikate, sogar noch lichtstärker.
 
achim kostrzewa kommentierte
Mein Feinmechaniker-Kollege in der Institutswerkstatt lobte die spielfreie Arbeit der Balgenstandarten sehr. Frei drehbar (=360°) ist der PB6 Anschluß leider nicht, nur 90° für Hochformat. Außerdem gab es den Combextan Balgen schon mindestens 1980. Die Standarte vorn läßt sich nicht wenden, aber es gibt Umkehrringe, die Blendenfunktion bleibt durch den BR-4 erhalten...
 
P
P.Gnagflow kommentierte
Du bestätigst damit lediglich meine o.a. gemachte Aussage: Ganz offensichtlich kommt aus diesem Hause nix, zu dem man eine besondere Zuneigung entwickeln könnte. Kann man so machen, passt aber nicht zu meiner Lebensweise.
 
Ich darf die Frage des TOs ergänzen... was ist/sind die speziellen "use cases", wo ein gutes 35/1.4 nicht mehr ausreicht und es dann ein besonderes 35/1.2 sein muss?

Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass man so ein Teil fast immer offen nutzen muss, also so zwischen 1.2-1.6 - blendet man häufig auf 2.0, oder darüber ab, hätte man auch das 35/1.8 nehmen können.
 
svantevit kommentierte
„Schmelz“ …… eben! Und das kann bei 1.2 zu 1.8 schon bedeutend sein. Umso mehr, wenn man im Bereich der Naheinstellgrenze arbeitet.
 
VisualPursuit kommentierte

Man kann die Bildqualität aber preiswerter versauen.
 
svantevit kommentierte
Kann man auch. Was ich ebenfalls mache. Mit ganz alten Objektiven. Und es macht Spaß.
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Unser @svantevit hat dies mit der Offenblende sehr gut im Griff. Manche können dies aber nicht verstehen …. Wie bei einem Bild von mir, dass ich mit Offenblende mit dem 85er gemacht hatte.
 
HaDiDi kommentierte
Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass man so ein Teil fast immer offen nutzen muss, also so zwischen 1.2-1.6 - blendet man häufig auf 2.0, oder darüber ab, hätte man auch das 35/1.8 nehmen können.

Nein, da sind wir uns nicht einig. Ein Blendennutzzwang? Das ist ein dolles Wort, aber was genau sollte mich denn zwingen, der Preis?

Bestimmte Situationen erfordern bestimmte Blenden. Und wenn ich nach einer Veranstaltung nur fünf Fotos habe, die besonders aussehen, weil ich sie mit Blende 1,2 geschossen hatte, wär ich's zufrieden.

Wer sich vom Preis zwingen ließe, für alle Zeiten mit Blende 1,2 zu fotografieren, sollte dringend die Finger von dem Teil lassen.
 
HaDiDi kommentierte

Ja, habe ich gesehen, ich habe auch gesehen, dass er mal kurz 1.2 mit 1.4 und 1.8 verglichen hat, für mich bei 35mm und "enviromental portraits"fand ich nun 1.2 nicht so den Burner.

Bei einem 85er und bei einem 135er, wo man wirklich den Hintergrund wegbokehern will, bin ich voll dabei, aber bei 35mm, wo ich die Umgebung auch noch zeigen möchte.... erscheint mir die Argumentation (auch von Jared) arg konstruiert.
 
T
Tom.S kommentierte
....aber bei 35mm, wo ich die Umgebung auch noch zeigen möchte....

100% Zustimmung. Aber was macht jemand, der die Umgebung nicht zeigen möchte?
 
HaDiDi kommentierte
Der greift zum 50/1.4, oder 85/1.8....
 
kommentierte
T
Tom.S kommentierte


Das ist aber nicht das gleiche weil sich der Bildwinkel ändert.
 
Stelle mir folgenden use case vor:

Hochzeitsfotos mit Blende 4 - 5,6, um das Traumpaar gemeinsam schön einzufangen.

Nach einer mehr oder weniger langen Zeit folgen die Scheidungsfotos mit Blende 1,2.
Im Hintergrund den/die Ex-Partner(in) in völliger Unschärfe, aber gerade noch zu erkennen.

Alles aus 1 Hand. Den Unterschied wird das Paar sofort erkennen und schätzen.

Ansonsten würde mir jetzt auch kein wichtiger Grund für 1,2 statt 1,4/1,8 einfallen.

Bliebe nur noch der Spaßfaktor. Das reicht als Grund.
 
HaDiDi kommentierte

Ist schon klar, solche Situationen gibt es, aber outdoor hätte ich dann zum 50/1.4 gegriffen, den Abstand zwischen Kamera - Person - Hintergrund etwas anders gestaltet und freistellen wäre damit sogar leichter/besser gewesen.
 
BernhardJ kommentierte
Die andere Brennweite verändert dann aber die Perspektive und die Proportionen zwischen den Subjekten/Objekten. Es wäre dann ein anderes Foto geworden.
 
HaDiDi kommentierte

Ja weiß ich, durch die Abstandsverschiebung zwischen Kamera - Person und Hintergrund kann man das auch noch etwas ausgleichen.

Und tatsächlich finde ich das 35mm Ganzkörperportrait outdoor nicht wirklich überzeugend. Will ich den Hintergrund (schnörkellose Architekturblöcke) nur andeuten, kann man das auch, oder sogar besser, mit einem 50er, oder 85er machen. Outdoor habe ich Platz und kann Positionen verschieben. Da hätte ich niemals zum 35mm offen gegriffen.
 
Lees kommentierte
Klar, was du nicht hast zu dem kannst du auch nicht greifen.
Ich finde es seltsam wie du da drauf rum reitest.
Wenn ich mein Voigtländer 40 1,2 offenblendig nutze kann ich damit Bildeindrücke fabrizieren wie ich es mit einer anderen auch hoch geöffneten Brennweite eben nicht hinkriege. Perspektive und vieles mehr sind einfach anders.
Ratschlag : Selbst ausprobieren und dann nochmal melden
 
HaDiDi kommentierte

Wir sprechen hier von einem Ganzkörperportrait outdoor, wobei sich das Hauptmotiv vom architektonischen Hintergrund abheben soll... die Aufgabe löst man nicht zwingend und ausschließlich mit einem 35/1.2.

Indoor mit knappen Platz, könnte das anders aussehen.
 
Das Sony ist auch schon ein heftiger Brocken, deutlich schwerer und größer als das Nikon Z. Wobei ich glaube, die Strategie von Nikon immer mehr zu durchschauen. 2,0 für höchste Qualität, und 1,4 für die Avalible Light, wo allerhöchste Qualität eh nicht zur Geltung komm. Zumal ich vermute, dass sich die Unterschiede auf hohem Niveau bewegen. Schade ist nur, dass bei der Verarbeitung das 2,0 vorgezogen worden ist. Zumal die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass 1,4er härter rangenommen werden. Immerhin hat sich das aber in einem fairen Preis niedergeschlagen. Das von Dir genannte Sony scheint in allen Kriterien High-End zu sein. Der Preis dafür dürfte gerechtfertigt sein, ist aber auch stolz.
 
5 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
2.0?
 
Sans Ear kommentierte
Vielleicht hat er über Nikon geschrieben und Voigtländer gedacht.

Zumal die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass 1,4er härter rangenommen werden. Immerhin hat sich das aber in einem fairen Preis niedergeschlagen.

Warum sollte das so sein? Und was gibt's an der Verarbeitung des 1,4ers auszusetzen?
 
Wuxi kommentierte
2.0?
 
pixelschubser2006 kommentierte
Sorry, muss natürlich 1,8 heißen. An der Verarbeitung des 1,4er kann ich schon deshalb nichts aussetzen, weil ich es a) noch nicht getestet habe bzw in der Hand hatte, und b) ich mit meinem 2,0/40 sowie dem 2,8/28 gut klarkomme. Ich stelle mir halt die Frage, wo man die 1,4 einsetzt. Fakt ist nunmal: Das kauft man wegen der Lichtstärke, nicht wegen der höchsten Qualität. Und da, wo man die ausreizt, kann es schonmal rauer zugehen. Schlechte Lichtverhältnisse sind da glaube ich eher ein Aspekt, als noch kürzere Schärfentiefe gegenüber dem 1,8.

Natürlich gibt es sicher viele Fotografen, die ihr 1,4er artgerecht halten und trotzdem nur pfleglich im Trockenen nutzen. Aber für mich heißt schlechtes Licht oft Outdoor = Nässe & rauere Behandlung. Das ist aber nur meine ganz persönliche Situation und meine ganz subjektive Einschätzung.
 
Sans Ear kommentierte


1,4er artgerecht halten? Ich habe wirklich keine Ahnung, worüber Du redest.
 
JÜRGEN!!! - Its your turn!
JA! Ich bin ja da, musst nicht so schreien

Kann man vernünftig erklären, warum man ein 1.2-Objekitv "braucht" und es ein 1.4 oder ein 1.8 nicht auch tun? Ganz klar: NEIN.
Aber ein gemäßigtes Weitwinkel mit so einem Freistellungsverhalten ist einfach geil. Das macht einfach Freude, sowohl beim Fotografieren (Gewicht ist mir völlig schnuppe, ich gehe in's Fitnesstudio ), weil man was substanzielles in den Händen hat und vor allem, wenn man dann die Fotos am Rechner betrachtet und weiss: besser gehts (technisch) nicht.
Das 35mm ist gerade in meinem Genre so eine wichtige Brennweite (die "Reportagebrennweite"), da kann ich mir den Kauf locker schönreden.
Dieses Objektiv geht keine Kompromisse ein, genauso wie z.B. das Plena oder die anderen beiden 1.2er.

Würde ich das sicher sehr gute Sony 35mm 1.4 stattdessen verwenden, wenn es das in gleicher Qualität bei Nikon gäbe? Nein. Ich würde hier bei den Weitwinkel- und Normalobjektiven immer zum 1.2 greifen. Bei den (gemäßigten) Tele sieht es anders aus. Die bilden eh eher flach ab. Da würde mir z.B. ein 85mm 1.4 oder gar 1.8 reichen.

Im übrigen - bei den FB fährt Nikon offenbar einen klaren Kurs
1.8er Serie mit Kompromiß Lichtstärke
1.4er Serie mit Kompromiß optische Qualität (ich bin sicher, ein 85mm 1.4 ist im Anmarsch)
1.2er Serie Kompromißlos

Jeder bedient sich da, wo er sich zuhause glaubt.

Wie man ein solches Objektiv optimal einsetzt, hat z.B. dieser Kollege recht schön gezeigt. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, meinen Standpunkt nachvollziehen zu können.
 
4 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
1.2er Serie Kompromißlos

Kompromiss bei Größe, Gewicht und Preis.

So lange es Auswahlmöglichkeiten gibt, stellt sich beim Objektivkauf eigentlich nie die Frage, wo gibt es keinen Kompromiss. Sondern immer, wie du es so schön formuliert hast, was davon ist mir völlig schnuppe.
 
Jürgen Kuprat kommentierte
Ich hätte vielleicht schreiben sollen, optisch kompromißlos. Mit Gewicht und Preis hast du natürlich Recht.
 
F
Fotograf58 kommentierte
Jeder kann ja zum Glück für sich selbst entscheiden, wo er seine Prioritäten setzt, da man eine Auswahl hat.
 
B
Brunke kommentierte
@Jürgen Kuprat …Wie man ein solches Objektiv optimal einsetzt, hat z.B. dieser Kollege recht schön gezeigt. ..
Optisch ist auch das f1,8 super. Das f1,2 hat also eine knappe Blende mehr Licht und ein (deutlich oder nur anderes) besseres Bokeh. Ja er zeigt auch Bilder bei Offenblende. Interessant wäre der direkte Vergleich gewesen. Freistellung mit 35mm ist schon deutlich schwieriger. Ich habe in dem Video kaum Bilder gesehen, die das 1,8er nicht auch geschafft hätte.

Ich war mal fest davon überzeugt, dass ich zu meinem Plena das erwartete 35 f1,2 kaufen werde. Mittlerweile sehe ich das viel entspannter und ich erwarte bei meinen Einsatzgebieten keinen Vorteil mehr. Das was ich bei Plena erlebt habe, dass ich Bilder mit einer vollkommen Anmutung machen konnte, erwarte ich beim 35er nicht mehr.

Die Gewichtsdiskussion interessiert mich nicht. Wenn man lichtstarke Objektive baut, werden die immer schwer. Ich nutze eine Z8, weil sie die Größe hat und baue da auch noch einen Kamerawinkel an. Der Preis verhindert allerdings einen Spontankauf. Im Augenblick ist das Objektiv auf meiner Wunschliste weit nach unten gerutscht.
 
Warum 1,2? Ganz klar weil bei Offenblende diese Objektive sehr gut sind. Was nützt mir ein günstiges Chinaprodukt welches ich nach dem ersten shooting unter die Strassenwalze lege.
Für 10x15 Abzüge kann man aber auch ein sehr günstiges Objektiv verwenden oder ich nehme da mein Z 28-400 da man hier die schöne Unschärfe nicht sieht.
Gruss an alle Wolfgang
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Danke für den Hinweiss, aber bei meinen 1.2 er stimmt die Schärfe. Gruss Wolfgang
 
VisualPursuit kommentierte
Blöderweise ist das nicht immer so, daß die bei Offenblende sehr gut sind.
Bei einigen ist es sogar so, daß sie abgeblendet auf 1.8 schlechter sind als
Objektive die gar nicht weiter aufgehen. Lichtstärke erfordert Kompromisse.
Und wenn man abblendet, setzt bei sehr lichtstarken Objektiven auch die
Beugung früher ein.
 
Totalreflexion kommentierte
Wieso sollte die Beugung früher einsetzen? Beugung ist nur vom per Blende gewählten Öffnungsverhältnis abhängig.
 
BernhardJ kommentierte
Die Beugung ist in der Praxis auch noch ein wenig abhängig von der Dicke und Beschaffenheit der Blendenlamellen bzw. deren Kanten. Das kann tatsächlich etwas über den Blendenwert variieren je nach Objektivaufbau. Und auch davon wie genau der rein numerische Blendenwert zu der tatsächlich angesteuerten Blendenöffnung passt.
 
VisualPursuit kommentierte

Gute Frage. Wir haben bei unseren Tests immer wieder festgestellt daß die hochgeöffneten
Objektive abgeblendet gegen Objektive mit geringerer Anfangslichtstärke zurückfielen.
Blende 16 am Canon 1.8/85mm ist z.B. besser als Blende 16 am 1.2/85mm L.
Ich habe das immer auf Beugung geschoben.
 
Die Bilder gibt es doch schon zuhauf im Netz. Das entsprechende Sigma ist seit Juli 2019 auf dem Markt.
Und ja, es gibt zwischen 1,8 bzw. 1,4 zu 1,2 teils deutliche Unterschiede, vor allem in der Bokeh-Ausdehnung. Genauso wie zwischen 1,2 und 0,95.


Man beachte bitte auch die meisten Anwendungsfälle!

Grüße - Bernhard
 
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Kommentar
Ich geb dir auf jeden Fall recht. Keines der Bilder wäre nur mit dem 1.2 möglich gewesen, das 1.8 (das auch mal meine Lieblingslinse war), ist optisch definitiv super. Aber es ist eben nicht high-end.
Ich bin da so ein Monk. Hätte ich das 35 1.8 an meiner Kamera, hätte ich bei dieser für mich wichtigen Brennweite immer im Hinterkopf, dass da doch noch das 1.2 wäre... Und wenn ich den Kopf nicht frei habe beim fotografieren, nervt mich das. Bei anderen Brennweiten, wie oben schon geschrieben, gilt das für mich nicht. Tatsächlich hatte ich schon fast den Abzug für das Plena gedrückt, weil ich dachte, das 35mm 1.2 kommt nicht mehr. Das ist aber bei mir mit Erscheinen des 35er komplett in den Hintergrund gerückt. Das 35mm 1.2 ist für mich einfach wesentlich wichtiger (das Plena ist aufgeschoben, nicht aufgehoben).
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
gelöscht, da Off Topic, sorry
 
Zuletzt bearbeitet:
B
Brunke kommentierte
@Jürgen Kuprat
…, ist optisch definitiv super. Aber es ist eben nicht high-end.
Bleibt abzuwarten, ob das f1,2 optisch und von den Abbildungsleistungen sichtbar superer ist. Wenn nicht, bleibt das Mehr an Licht, die damit verbundene etwas bessere Freistellung und das bessere Bokeh. Wobei mich letzteres am meisten interessieren würde und da sehe ich bislang wenig von einem eigenen Charakter.
… Ich bin da so ein Monk. Hätte ich das 35 1.8 an meiner Kamera, hätte ich bei dieser für mich wichtigen Brennweite immer im Hinterkopf, dass da doch noch das 1.2 wäre...
Das kann ich durchaus nachvollziehen.

Ich packe auch immer das Beste ein, was mein Schrank zu bieten hat. Deshalb würde eine Zweitkamera bei mir nur Sinn machen, wenn sie identisch zu Erstkamera wäre. Ich schnappe mir mal mein 35 und achte darauf, ob bei mir unentdecker Bedarf schlummert.
 
Da ich nur noch Objektive kaufe, die ich regelmäßig nutze und auch gerne mitnehmen würde, scheiden die Z 1,2-er (neben dem Preis) schon aus diesem Grunde aus. Auf diese Weise habe ich mich auch schon gegen das Z 70-200 entschieden.
 
Kommentar
Viel zu gross. Bei Leica schauen, wie kompakt ein 60er Jahre Summilux 35mm gebaut ist. Die halbe Blende mehr ist Unfug. Aber gut, der momentane Trend sind diese für mich "unmöglichen" Objektive. Wer damit fotografieren will, soll die neuen natürlich kaufen und den Gebrauchtmarkt mit dem alten Zeug speisen.
 
5 Kommentare
BernhardJ kommentierte
Bitte Vorsicht, kontroverse Diskussionen zu alternativen Produkten/Herstellern sind hier im Forum unerwünscht. Das kann schnell wieder zur Schließung des Threads führen.
 
Bettina kommentierte
Fake-News. Es geht darum, topic zu bleiben, schlicht und einfach. Lest Euch alle gerne noch einmal das Ausgangsposting durch.
 
F
Fotograf58 kommentierte
Unabhängig davon, dass es hier nicht um Leica geht, macht die Steigerung von 1,4 auf 1,2 bei Konstruktion, Größe und Gewicht einiges aus, egal welcher Hersteller. Jeder kann für sich überlegen, ob er es braucht.
 
T
Tom.S kommentierte
Wenn es nur um die Lichtstärke ginge, wäre die Steigerung von Größe und Gewicht durchaus moderat zu machen. Was Größe, Gewicht und tlw. Preis so enorm antreiben, sind Konstruktionen die darauf ausgerichtet sind, trotz der hohen Lichtstärke nahezu alle optischen Fehler hardwareseitig zu eliminieren und mitunter bei der Auflösung auch noch zuzulegen. Das verbraucht Unmengen an teurem Glas.
 
BernhardJ kommentierte
Das was die Objektive teuer macht, sind (neben den ambitionierten Gewinnoptimierungen mancher Hersteller) vor allem die teils abstrusen Wettläufe um die letzten Quäntchen an Schärfe für die ständig an der Schärfe meckernden Pixelpeeper die auf breiter Front Aufnahmenausschnitte in teils 500 % Vergrößerungen diskutieren. Es geht doch auch hier im Forum bei jedem Objektiv was durch's Dorf getrieben wird, meistens nur noch um die Schärfe.
Alles andere ist relativ leicht und gut korrigierbar, bis vielleicht auf spezielle Koma-Fehler. Das wird auch bei den teuren Konstruktionen in Kauf genommen.
Zwar kann man an der Schärfe auch einiges per Software drehen, aber es wird von den Vergrößerungs-Puristen am wenigsten akzeptiert.
 
Bitte Vorsicht, kontroverse Diskussionen zu alternativen Produkten/Herstellern sind hier im Forum unerwünscht. Das kann schnell wieder zur Schließung des Threads führen.

Pssst. Und lass gut sein.

Unerwünscht sind lediglich nervige Streitereien und böse Gedanken. Launige Kontroversen sind dagegen erwünscht, würde ich sagen.
 
Kommentar
Tolles Objektiv, leider für mich noch nicht weitwinklig genug.
Wird sicher seine Käufer finden.

Ich warte noch ein Weilchen auf ein 24 1.4 & 20 1.4
 
Rudi kommentierte
Prima Seite, Danke dafür.
 
Jürgen Kuprat kommentierte
Das Sigma 20mm 1.4 kenne ich nicht, aber das 24mm 1.4, das hatte ich. Kann ich nicht empfehlen. Abgesehen von den DSLR-typischen Schwierigkeiten (Front-/Backfocus) ist das 24mm 1.4 übelst gegenlichtanfällig und hat mir so manches Foto versaut. Ist nicht lange bei mir geblieben...
 
BernhardJ kommentierte
Ich kenne beide nicht aus eigener Erfahrung, da ich ja schon sehr lange das sehr gute Sigma 1,8/20 mm EX DG Aspherical RF in der AF-D-Version habe. Das reicht mir persönlich von der Lichtstärke.
Das gibt es immer wieder ab ca. 200 € gebraucht (oft neuwertig) im Netz. Zu dem Preis kann man nichts falsch machen. Neu hat es vor über 20 Jahren mehr als das Doppelte gekostet.

 
BernhardJ kommentierte
Jürgen Kuprat kommentierte
Auch, ja. Dazu kommen übelste Flares und Kontrastabfall. Da war ich echt enttäuscht, weil ich vom Sigma 35mm 1.4 anderes gewohnt war.
 
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