Nikon Nikkor-N Auto 35mm f1.4 - Thoriumglas - Fange ich jetzt an zu leuchten?

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gelenkpfanne

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ich habe sehr günstig ein altes Nikon Nikkor-N Auto 35mm f1.4 mit einer Seriennr. 364xxx erstanden und nun lese ich, dass es thoriumhaltige Linsen enthält. Thorium ist ja radioaktiv und wird daher nicht mehr in Linsen verbaut. Physik war nie meine Stärke, zudem bin ich Hypochonder. Was mach ich denn nun? Muss ich mir Sorgen machen? Kann ich die Kamera an das Auge halten, ohne dass mir demnächst ein Geschwulst dran wuchert?

Hier sind doch sicherlich naturwissenschaftlich gebildete Menschen unterwegs, kann mir das jemand für Dummies erklären?
 
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[MENTION=49919]shovelhead[/MENTION]
Danke für den Nachhilfeunterricht. Du bist gewohnt meinungsstark. Leider sind aber wenig konkrete Fakten in Deinem Posting drin. Eine Behauptung zitiere ich mal:
Allerdings ist die Gammastrahlung der vermessenen Linsem in Schnitt nur etwa so hoch, dass sie schon bei einem Meter Messentfernung nicht mehr von der natürlichen Umgebungstrahlung zu unterscheiden ist.
Hast Du dazu Belege? Und noch interessanter: Was hat das mit dem Fotograf zu tun, der die Nase 5cm hinter der Linse hat?
Es gibt eine ideologisch motivierte Angst vor Strahlung, die seit dreissig oder vierzig Jahren von technisch ungebildeten Leuten verbreitet und hochgehalten wird. Jede Form von Strahlung ist gleich Atomkrieg, einhergehend mit wegschmelzenden Gesichtern wie bei den Nazis, die im ersten Indiana Jones Film die Bundeslade öffnen. Das entspricht aber nicht den Tatsachen.
Parallel zu Ängsten (die nicht immer "diffus" und noch weniger nur bei technisch ungebildeten vorkommen) gibt seit deutlich mehr als 40 Jahren eine sehr starke Lobby, die jede Angst vor Strahlenschäden als hysterisch brandmarkt. Wir müssen diese Diskussion hier aber gar nicht führen, sondern sollten uns auf das konkrete Problem des Threaderöffners konzentrieren. Und da bin ich nicht sicher ob ihm (zumal als bekennendem Hypochonder) Aussagen der Art "im Schnitt unbedenklich" wirklich helfen.

Grüße :)
Oliver

PS: Die Lieblingsgeschichte meines Profs war immer, dass er als kleiner Junge in Mannheim beim Schuhkauf zur Beurteilung der Passform die Füße geröntgt bekam. Nannte sich Pedoskop. Das war noch Service am Kunden. Komisch, dass das heute keiner mehr macht :p.
 
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Nicht bloß, Sven.
Ich hatte von meinem Vater einen Wanderkompass aus den 50er-Jahren geerbt, der leuchtete ganz gewaltig.
Da gab es sogar Probleme, den über EBAY zu verkaufen... :hehe:
 
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Ja, ich lebe noch. Ob ich leuchte, weiß ich gerade nicht; ich warte, bis es dunkel wird, dann werde ich es überprüfen.

Ich danke schonmal für die eine oder andere erhellende Antwort, so super gefährlich wird das Ding jetzt nicht sein, wenn ich es mir verkneifen kann, im Mund aufzubewahren.

Weiß eigentlich jemand, welche Linse oder Linsengruppe des Objektivs genau Thoriumglas beinhaltet? Das geht aus keiner von mir gefundenen Beschreibung des Objektivs hervor.
 
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Was nützen Sebastian die vielen wissenschaftlichen Verweise ...

Beweise zählen! Dieser Essener Bürger ist letztes Jahr noch mit so einem Objetiv rumgelaufen :D

picture.php
 
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Aus meinem Fachgebiet - der Schweisstechnik - kann ich folgendes dazu sagen.
Es gibt neben anderen auch Elektroden (dienen nur als Lichtbogenträger) für das WIG (WolframInertGas) Schweissen, welche mit Thorium legiert sind.
Die am häufigsten verwendeten Elektroden sind jene mit 2% Thorium.
Nun sind diese in der Schweiz (andere Länder weiss ich gerade nicht) bereits seit etlichen Jahren verboten, da das Problem besteht, dass beim Nachschleifen (Anspitzen) dieser Elektroden die dadurch entstehenden Stäube eingeatmet werden können.
Da diese Elektroden ob ihrer guten Schweisseigenschaften gerne verwendet werden, dürfen sie mit Sondergenehmigung weiter verwendet werden. (Ausnahme Reaktorbau)
Dieses Anschleifen stellt ein Problem dar, da sich diese Stäube in der Lunge anreichern und es zu den von shovelhead genannten Problemen kommen kann.
Die Elektroden selbst können ohne Weiteres verwendet werden.
Es wird nun nicht so sein, dass bei diesem, hier behandelten Objektiv aus Reinigungsgründen die Oberfläche angeschliffen wird.:eek:
 
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[MENTION=49919] ... dass er als kleiner Junge in Mannheim beim Schuhkauf zur Beurteilung der Passform die Füße geröntgt bekam. Nannte sich Pedoskop. Das war noch Service am Kunden. Komisch, dass das heute keiner mehr macht

Ich kann mich daran erinnern - mein Bruder und ich hatten auch unsere Füsse darin. Wir fanden das natürlich super spannend - und ausserdem gab es in dem Schuhladen Comics mit Umpa-Pah, dem Schwarzfuss-Indianer.
 
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Zitat von Don Quijote Beitrag anzeigen
... dass er als kleiner Junge in Mannheim beim Schuhkauf zur Beurteilung der Passform die Füße geröntgt bekam. Nannte sich Pedoskop. Das war noch Service am Kunden. Komisch, dass das heute keiner mehr macht

Meine Eltern hatten ein Schuhgeschäft und wir hatten auch diesen Röntgenboy (so hieß der glaube ich). Da konnte man ganz toll alle Gegenstände durchleuchten, was wir auch gemacht haben, u,a, auch die Hände. Der Kopf passte nicht rein, sonst hätten wir das bestimmt auch probiert. Aber alles andere wurde natürlich untersucht, vom Kulli bis zur Uhr. Gesund war das nicht, aber man wusste es halt nicht besser.

Heute weiß ich es besser, nach dem Physik Studium. Wegen der Strahlung der Linsen würde ich mir keine Sorggn machen, die Dosis macht es. Strahlung ist man jeden Tag ausgesetzt, in den Bergen mehr als auf dem flachen Land.

Gruß

Hein
 
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Hallo zusammen.

Ich finde hier wird ein wenig übertrieben mit den persönlichen Ängsten. Solange man die Linsen nicht frisst sind diese Linsen unbedenklich.

Wie bereits geschrieben ist die Strahlung des Objektivs ab einem Meter Abstand nicht größer als die natürliche Hintergrundstrahlung. Auch bei der radioaktiven Strahlung macht die Dosis das Gift. Wenn man sich das Objektiv ein paar Jahre lang ununterbrochen vor das Auge hält, möchte ich Schäden nicht ausschließen.
Die hier angeführten Ängste sind in meinen Augen aber ein wenig übertrieben.

Wer Angst vor solchen Objektiven hat, sollte auf KEINEN FALL mehr in den Urlaub fliegen denn in den Flugzeugen ist mit wesentlich höheren Strahlendosen zu rechnen.
 
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Hypochonder sollten beim Fotografieren mit solchen Objektiven
unbedingt eine Augenklappe tragen[/IMG]​

Das nützt nichts- Wie haben wir es aus amerikanischen Instruktionsfilmen doch gelernt? - Aktentasche über den Kopf und alles ist gut. :D


In einem der oben aufgeführten Links http://camerapedia.wikia.com/wiki/Radioactive_lenses wird davon gesprochen, dass die pro Stunde emittierte Strahlung in derselben Größenordnung wie bei einer Röntgenaufnahme des Gebisses.

Und ich behaupte, daß sich die Strahlung rundum verteilt. Die wird ja nicht, wie bei einem Röntgengerät, auf einen engen Bereich gelenkt. Folglich bekommt man selber nur einen Teil davon ab.

Gruß, Christian
 
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