alexa1718

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Guten Tag,

Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Nikon F4 gekauft. Ich habe sie bei einem Fotograf abgeholt und mit seinen aufladbaren Batterien löste sie aus und stellte auch scharf. Er hatte keinen Film drin, nahm aber an, dass es damit auch funktioniert.

Ich habe sie jetzt ein paar Monate nicht gebraucht (noch gar nie selbst gebraucht) und wollte einen neuen Film kaufen. Im Laden funktionierte sie gar nicht. Hatte neue Batterien gekauft, damals schon an dem selben Tag. tot. Dann habe ich gesehen, dass scheinbar vorherige Batterien ausgelaufen waren und es noch Restauslauf an den Drähten hatte (weiss und bläulich.)

das wurde im Laden so halb entfernt, aber es hat noch Rückstände, von denen die Analog Arbeiter gesagt haben, dass es kein Problem ist, dass diese Reste noch da sind. Es ging trotzdem nicht.

Dann war ich wieder Zuhause und habe es noch einmal versucht (habe auch herausgefunden, dass es einen Schalten für 2 Arten von Batterien gibt, Lithium und die anderen AA Batterien und auf meine Batterien umgeschalten.)

sie löste plötzlich wieder aus, ich weiss nicht, ob es an diesem Schalter lag.

Ging nochmal zum Laden, um Filme zu kaufen. sie löste da wieder nicht aus.

Zuhause hab ich dann noch einmal alle Knöpfe versucht. Alle lösen aus, ausser "S" (CH, CL, CS), man muss ein bisschen länger klicken. Das war gestern. Heute habe ich herausgefunden, dass sie evt. Wackelkontakt hat, denn wenn ich sie schräg nach unten halte oder schräg nach oben, dann springen alle Lichter an und sie löst auch aus, und wenn ich sie gerade halte, dann braucht sie länger.

der grüne Display ist ein bisschen "ausgeblutet".

Den Film zieht es nicht ein.

Weiss jemand, was da zu machen ist?
 
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Wenn da mal Batterien oder Akkus ausgelaufen sind, muss man alle davon verbliebenen Verunreinigungen (im Batteriefach und am Batteriehalter) gründlich entfernen.
Dazu empfiehlt sich außer einer mechanischen Behandlung (Glasfaser-Stift oder kleines, scharfes Messer zum Abkratzen) ein Säure-haltiger Entkalker wie Durgol, danach ein Kontaktspray wie Kontakt-60, danach mit Bremsenreiniger oder Kontakt-WL reinigen und schließlich vielleicht noch Kontaktfett oder Ähnliches auf die Kontakte geben.
 
2 Kommentare
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
EXAKT!!!
 
A
alexa1718 kommentierte
Vielen Dank für die vielen Tips! ich war im Fotogeschäft und die haben sogar einen solchen Glasfaserstift verwendet, aber meinten die Rückstände, die es noch da hat, das sei schon gut so. (was ich nicht umbedingt dachte.) die Batterie ist nur auf einer seite ausgelaufen und es scheint nur um den einen Draht herum (wenn mehr, dann weil wurde es von diesem Vorbesitzer, einem Fotographen gereinigt.)

Ich selbst hatte noch keine Batterien drin.
Durgol beschädigt die Maschine nicht?
 
Wenn die Säure aus den Batterien sich innerhalb des Body verteilt hat, dann ist da nichts mehr zu machen. War mit der F4 meines Vaters so, der damalige Inhaber des Nikon Service Points Köln meinte nur „Stellen Sie sie ins Regal und kaufen Sie eine andere“. Die Säure verätzt dann wohl die Platinen und andere Bauteile und es ist de facto Elektroschrott, da es keine Ersatzteile mehr gibt und eine Reparatur ohnehin nicht wirtschaftlich wäre. Du kannst die Kontakte nochmals mit Wattetupfer, Isopropylalkohol & Co reinigen und hoffen, aber die Chancen sind gering, dass sie sich wiederbeleben lässt.
Für kleines Geld habe ich mehrere F4s gekauft und die beste behalten, die anderen wieder verkauft. Das Display Bleeding ist unschön, aber es behindert die Funktion nicht.
 
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
Klar, kann man machen, aber wenn beim Reparaturbetrieb die Uhr tickt, würde ich mir überlegen, ob es sich noch lohnt.
Meine irreparabel komplett defekte F4 habe ich quasi ausgeschlachtet und für 150€ verkauft, für ca. 200€ habe ich eine funktionierende bekommen.
 
N
Nicname kommentierte
Verstehe ich das richtig, wer bezahlt denn für eine "irreparabel komplett defekte" und noch dazu ausgeschlachtete F4 noch 150 €?
 
A
alexa1718 kommentierte
vielen Dank für die Antwort! im Kameraladen in der Schweiz, haben sie gesagt, dass eben solang die Rückstände die Drähte nicht belasten, es nicht schlimm ist. es ist nicht auf beiden Seiten ausgelaufen, sondern nur auf der oberen Seite.

ich war auch der Ansicht, dass ich den Rest noch entfernen müsste. Kann ich eine Nadel verwenden? Muss ich die getrocknete Säure speziell wohin wegwerfen oder kann ich es in den normalen Abfall tun?

Kann man etwas machen, dass/damit der Film eingezogen wird und die S. taste auslöst? (hab mal gelesen, dass diese nur auslöst, wenn ein Film drin ist, aber ob das stimmt...
Liebe Grüsse
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Um das mal klar zu stellen: Umgangssprachlich wird zwar von der Säure ausgelaufener Batterien geschrieben, es handelt sich bei Akkus und Batterien auf Alkali-Basis aber um Laugen, also nichts saueres, sondern basisch/alkalisches. Deshalb ist die Entfernung mittels Entkalker sehr wirkungsvoll, weil die Säure des Entkalkers mit der Lauge kurzen Prozess macht, was man auch am leichten Schäumen sehen kann.

So lange man schwache Säuren oder Laugen nur kurz einwirken lässt und dann wieder ausspült, kann man damit sogar Elektronikplatinen reinigen - aber bitte immer nur im Strom-losen Zustand! Sonst frisst der Strom mittels der Säure/Lauge alle metallischen Kontakte weg, sogar die hauchvergoldeten Kontakte von Flexplatinenkontakten.
 
A
alexa1718 kommentierte
Also der weisse, körnige Rückstand ist eine Lauge?
Meine Kamera schein Wackelkontakt zu haben. löst eigentlich bei allen Programmen aus, ausser beim Knopf "S" (oben rechts) und zieht den Film nicht ein. Weiss man, was da die Probleme sind bei solchem Verhalten?
 
Verstehe ich das richtig, wer bezahlt denn für eine "irreparabel komplett defekte" und noch dazu ausgeschlachtete F4 noch 150 €?
Korrekt, ich habe den Sucher und den Body getrennt verkauft und es waren um die 150€. Keine Ahnung, was man mit so einem Body noch anstellt, aber vielleicht wegen Ersatzteile oder Reparatur in Eigenregie. Vielleicht geht es ja, aber machen lassen war damals nicht wirtschaftlich und ist es heute auch nicht.
 
2 Kommentare
A
alexa1718 kommentierte
ich habe eine ganze Anleitung und ein Forum (auf Englisch) gefunden, in dem beschrieben wird wie man so eine Kamera auseinander nehmen muss.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Wobei man zum Reinigen der Batteriefachkontakte die Kamera nicht zerlegen muss.
Für eine weitergehende Fehlerursachenforschung, falls das Reinigen nichts gebracht hat, muss man sie natürlich so lange und so weit zerlegen, bis man die Ursache gefunden hat oder bis man erkennt, dass man alleine da nicht weiter kommt.
Auf jeden Fall ist das aber nur mit großem Zeitaufwand zu machen, man braucht dafür unendlich viel Geduld.
 
Korrekt, ich habe den Sucher und den Body getrennt verkauft und es waren um die 150€. Keine Ahnung, was man mit so einem Body noch anstellt, aber vielleicht wegen Ersatzteile oder Reparatur in Eigenregie. Vielleicht geht es ja, aber machen lassen war damals nicht wirtschaftlich und ist es heute auch nicht.

Vieles geht in Eigenregie:

Nikon F4, PHOTRIO, Andreas Thaler
 
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Wenn Batterieelektrolyt im Batteriefach ausgelaufen ist, muss man leider davon ausgehen, dass sich das Zeug über die Verkabelung/Leiter ins Innere der Kamera ausgebreitet hat. Aber es hängt vom Batterietyp ab, wie aggressiv Metalle angegriffen werden.

Es reicht nicht, nur die sichtbaren Batteriekontakte zu reinigen, die Kamera muss zerlegt und überprüft werden, wenn man sichergehen möchte, dass sich der Prozess nicht fortsetzt. Hatten die Batterien über Jahre Zeit, sich aufzulösen, muss man mit einiger Arbeit rechnen. Aber eine Kamera ist erst dann verloren, wenn man sie aufgibt.

Ob man jemanden findet, der eine F4 zerlegen und reinigen kann, ist eine spannende Frage. Die übliche Ausrede der Werkstätten ist „keine Ersatzteile“ was bedeutet, es rechnet sich nicht, den Auftrag anzunehmen.

Oft braucht es für Reparaturen gar keine Ersatzteile bzw. stehen genügend Teile aus aufgegebenen Kameras gleichen Typs zur Verfügung.

Bleibt DIY.
 
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Wenn Batterieelektrolyt im Batteriefach ausgelaufen ist, muss man leider davon ausgehen, dass sich das Zeug über die Verkabelung/Leiter ins Innere der Kamera ausgebreitet hat. Aber es hängt vom Batterietyp ab, wie aggressiv Metalle angegriffen werden.

Es reicht nicht, nur die sichtbaren Batteriekontakte zu reinigen, die Kamera muss zerlegt und überprüft werden, wenn man sichergehen möchte, dass sich der Prozess nicht fortsetzt. Hatten die Batterien über Jahre Zeit, sich aufzulösen, muss man mit einiger Arbeit rechnen. Aber eine Kamera ist erst dann verloren, wenn man sie aufgibt.

Ob man jemanden findet, der eine F4 zerlegen und reinigen kann, ist eine spannende Frage. Die übliche Ausrede der Werkstätten ist „keine Ersatzteile“ was bedeutet, es rechnet sich nicht, den Auftrag anzunehmen.

Oft braucht es für Reparaturen gar keine Ersatzteile bzw. stehen genügend Teile aus aufgegebenen Kameras gleichen Typs zur Verfügung.

Bleibt DIY.
…was Du berichtest, das hat mir der Techniker beim damaligen Nikon Kamera Service auch so gesagt. Es gab schon vor Jahren keine Teile mehr und er hatte offenbar Erfahrungen. Teilweise werden gut erhaltene F4 (ohne Display Bleeding!) wirklich günstig für ca. 200 Euro angeboten. Manchmal auf mit einem oder mehreren Objektiven für wenig mehr. Wenn also nach einer gründlichen Reinigung der Kontakte die Kamera nicht wieder problemlos arbeitet, würde ich mir eher einen anderen Body kaufen, es gibt genügend davon auf dem Markt.
 
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… würde ich mir eher einen anderen Body kaufen, es gibt genügend davon auf dem Markt.
Leider gibt es einen sehr häufig auftretenden Fehler in der Blendensteuerung der F4, der die Blendenbildung unzuverlässig macht. Die Behebung ist banal - ein Tropfen Öl auf der Achse eines schnelldrehenden Zahnrades. Aber um dort hin zu kommen, muss die F4 tief zerlegt werden.

Ein Problem löst damit das andere ab.
 
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Leider gibt es einen sehr häufig auftretenden Fehler in der Blendensteuerung der F4, der die Blendenbildung unzuverlässig macht. Die Behebung ist banal - ein Tropfen Öl auf der Achse eines schnelldrehenden Zahnrades. Aber um dort hin zu kommen, muss die F4 tief zerlegt werden.

Ein Problem löst damit das andere ab.
…gut zu wissen, aber selbst bei Ebay kann man Artikel, die entgegen den Angaben defekt sind, umtauschen. Gründliches Testen lohnt sich immer.
 
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…gut zu wissen, aber selbst bei Ebay kann man Artikel, die entgegen den Angaben defekt sind, umtauschen. Gründliches Testen lohnt sich immer.

Das ist richtig. Allerdings wissen Verkäufer technisch nicht immer Bescheid und dann muss man als Kunde die Beweisführung machen. Bzw. ist der Fehler nur offensichtlich, wenn es Belichtungsprobleme gibt oder man die Blendensteuerung per Sichtkontrolle prüft.

Bei der, ansonsten robusten, Nikon F4 sind es die Blendensteuerung und die beiden LCDs (eines davon im Standardsucher DP-20), die häufig Probleme machen (LCDs laufen aus).

Werkstätten lehnen solche Reparaturen meiner Erfahrung nach meist ab.

Die gute Nachricht: Alles kann DIY behoben werden.

In dem einen Fall muss die F4 tief zerlegt werden und dann beim Zusammenbau in einer bestimmten Sequenz die Frontplatte/Spiegelkasten mit dem Rückteil gekoppelt werden.

Im anderen Fall muss man sich intakte oder nur mäßig ausgelaufene LCDs aus aufgegebenen F4 besorgen.

+++

To check the aperture function:
  1. attach a lens (AF or MF),
  2. for an AF lens disable AF on the F4,
  3. select manual exposure mode (M),
  4. set the shutter speed to 1 second (or another value),
  5. select the smallest aperture on the lens,
  6. release the F4 and look into the lens from the front.
  7. The aperture should close completely to the set value without delay.
Nikon F4: Servicing and fixing the aperture control; adjusting/replacing the shutter

Nikon DP-20 viewfinder (for Nikon F4): LCD examined, case disassembled and reassembled

Nikon F4: Upper LCD replaced
 
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peterkdos
peterkdos kommentierte
Ach Andeas,

könntest Du nicht an meinem ausgelaufenen LCD im DP-20 nicht noch mehr üben?

So einen LCD-Austausch? :giggle: :giggle: :giggle:
 
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Ando
Ando kommentierte
Oder alles in eine Werkstatt bringen und ihnen meinen Beitrag dazu geben. Das ist kein Zauberstück, das muss jeder Professionist können.

Geschätzte Arbeitszeit: 1 bis 2 Stunden, je nach Geschick.
 
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