Nikon erklärt: Kamerabetrieb bei Minustemperaturen


AnjaC

Administrator
Teammitglied

Worauf Ihr beim Fotografieren in der Kälte achten solltet


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Das Supportcenter von Nikon ist eine gute Quelle für viel Wissenswertes zur Bedienung eurer Kamera. Insbesondere für Einsteiger in die Fotografie gedacht sind die Hinweise, die wir in unsere Rubrik Tipps und Tricks aufnehmen. Aber auch manch alter Hase mag vielleicht noch die eine oder andere neue Information finden. Passend zum aktuellen Frost geht es heute darum, was beim Kamerabetrieb bei Minustemperaturen wichtig ist.

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cjbffm

Registrierte Benutzer_B
Was lese ich da? Wenn man bei Kälte von draußen gekommen ist:
"Nehmen Sie das Objektiv vom Kameragehäuse und lassen Sie es einen Moment ohne Objektivdeckel ruhen. Lassen Sie die Kamera ohne Gehäusedeckel ruhen und entfernen Sie Speicherkarte und Batterie bei geöffneten Speicherkarten- und Batterie-/Akkufächern."

AUTSCH!! Das werde ich ganz bestimmt nie, nie, NIE! tun.
Ich mache doch die kalte Kamera nicht auf, dann schlägt sich die Feuchtigkeit doch innen nieder! Dann habe ich Feuchtigkeit in der
Kamera und meinem Objektiv.
Ich mache genau das Gegenteil: Objektiv nicht abnehmen. Und wenn ich die Kamera nicht unbedingt benötige, darf sie in der Tasche
eine, zwei oder mehr Stunden ausruhen, damit sie allmählich wieder warm wird. Die Tasche bleibt solange auch zu, damit die umgebende
Luft nicht ihre Feuchtigkeit auf der kalten Kamera abladen kann.

Grüße, Christian
 
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shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Hmmmm - als ich 1996 (?) zum ersten Mal in den hohen Norden gereist bin, habe ich meine F2 zu Nikon nach D'dorf geschickt und gebeten, dass sie mir alle Öle und Fette entfernen. Die (mechanisch geregelten) Verschlusszeiten würden wahrscheinlich zu lang, wenn die Schmierstoffe in der Kälte hart werden. Die Batterie (für den DP1) habe ich auch raus genommen und den ganzen Trip über einen Hama Handbelichtungsmesser benutzt.

So einen Aufwand muss man inzwischen gar nicht mehr treiben - mehr Akkus und gut ist es...
 
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seamaster

Sehr aktives Mitglied
... habe ich meine F2 zu Nikon nach D'dorf geschickt und gebeten, dass sie mir alle Öle und Fette entfernen. Die (mechanisch geregelten) Verschlusszeiten würden wahrscheinlich zu lang, wenn die Schmierstoffe in der Kälte hart werden...
Die Schmierstoffe zu entfernen, hätte man lassen sollen. Die längeren Zeiten hätten dem Schwarzschild-Effekt eventuell entgegen gewirkt ;).
 
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Fotograf58

Sehr aktives Mitglied
Seit 25 Jahren fahren meine Frau und ich mit diversen DSLR von Nikon und aktuell D750/Z6 nach Norwegen zum Sklilaufen. Wir haben Temperaturen bis zu -30 Grad erlebt und noch nie hat eine Kamera versagt, eher unsere Finger :). Wir lassen die Kameras bei der Rückkehr in die warme Hütte einfach eine halbe Stunde im Fotorucksack und fertig. Probleme mit den Akkus in der Kälte gab es auch nie. Vor allem die Z6 hat diesen Winter ohne jegliche Probleme funktioniert.
Einfach nicht so viele Gedanken machen.....
 
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Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
[QUOTE="Die längeren Zeiten hätten dem Schwarzschild-Effekt eventuell entgegen gewirkt ;).
[/QUOTE]

Bisher war ich der Meinung, Schwarzschild führe zu einer Reduktion der Filmempfindlichkeit bei langen Belichtungszeiten (länger als 1sec). Und dies verstärkt bei hochempfindlichen Filmen.

Ab einer gewissen Belichtungszeit ist es daher sinnvoll, mit einem weniger empfindlichen Film zu arbeiten. Da ist dann nämlich bei kürzerer Belichtungszeit mehr drauf.

In der Astrofotografie auf Film ist dies bei Belichtungszeiten durchaus interessant.

Hat der auch noch eine Temperatur-Komponente?
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Im Winter benutze ich bei tiefen Temperaturen ausschließlich Litium-Primärzellen. Daher war mir immer auch ein Batteriegriff für normale Mignon-Zellen ein Muss.

Grüße - Bernhard
 
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of51

Nikon-Clubmitglied
Wenn man bei Kälte von draußen gekommen ist:
... kommt die Kamera noch bevor ich das Warme betrete in eine Plastiktüte die dicht gemacht wird.

Objektiv abnehmen, alle Klappen öffnen, die spinnen doch die Römer.:biggrin:
 
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cjbffm

Registrierte Benutzer_B
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hjklemenz

NF-F Premium Mitglied
Ich mache genau das Gegenteil: Objektiv nicht abnehmen. Und wenn ich die Kamera nicht unbedingt benötige, darf sie in der Tasche
eine, zwei oder mehr Stunden ausruhen, damit sie allmählich wieder warm wird. Die Tasche bleibt solange auch zu, damit die umgebende
Luft nicht ihre Feuchtigkeit auf der kalten Kamera abladen kann.
Das ist doch genau das, was Nikon im Artikel unter Punkt 1 empfiehlt.

Nach meiner persönlichen Erfahrung nach kalten Astronächten funktionieren beide im Artikel erwähnten Methoden. Ich bevorzuge die erste, da ich die Speicherkarten schon draussen an der Kälte herausnehme und damit den Koffer/Tasche nicht öffnen muss bis zum nächsten Morgen.

Hans Jörg
 
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cjbffm

Registrierte Benutzer_B
Ich glaube, den Text hat der Praktikant verfaßt und hat etwas miteinander velwechsert. Wenn man mit der
Kamera aus Regen, Nebel oder Nässe kommt, dann - und nur dann - ist es sinnvoll, Luft an die Kamera und
alle Objektive zu lassen, die man mit hatte, damit eventuell eingedrungene Feuchtigkeit entweichen kann
und nicht gefangen bleibt, was bei Objektiven bekanntlich Pilzbefall fördern kann.

@hklemenz: ja, so steht es in Punkt eins. Punkt zwei ist für den Fall gedacht, daß man keine Tasche dabei hat
oder die Kamera durchgehend benutzt, ihr also keine Gelegenheit geben kann, sich zu akklimatisieren. Aber
ganz egal - Kamera und Objektiv dann auch noch voneinander zu trennen und Feuchtigkeit hineinzulassen,
grenzt an Wahnsinn.

Grüße, Christian
 
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jens66

NF Mitglied
Günstig ist, die Kamera gar nicht erst so weit auskühlen zu lassen. Ich stecke bei Minusgraden einen Benzin-Taschenofen in die Fototasche und hole die Kamera nur für die Aufnahme raus.
 
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Lichtschachtsucher

Nikon-Clubmitglied
Günstig ist, die Kamera gar nicht erst so weit auskühlen zu lassen. Ich stecke bei Minusgraden einen Benzin-Taschenofen in die Fototasche und hole die Kamera nur für die Aufnahme raus.
Ob dann die krassen Temperaturunterschiede sich nicht negativ auswirken? Ich denke eine normale Aklimatition ohne öffnen der Kamera nach Gebrauch ist genug.
Bei einem Zoobesuch im Winter vom kalten Aussen ins Tropenhaus ist mir die Kamera schon so angelaufen dass sie nahezu eine halbe Stunde nicht zu gebrauchen war. Ein warmes Objektiv an die kalte Kamera zu setzen habe ich auch nur einmal ausprobiert, glücklicherweise ist eine D700 ziemlich hart im nehmen.
 
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Einhorn

NF-F Premium Mitglied
Schlecht isolierte Häuser werden auch mal mit einer wärmende Außenschicht belegt. So kann man Body/BG mit einer Isolierschicht ummanteln. Dadurch wird die Abkühlung von Body und Akku verlangsamt. Von Vorteil bei längeren Aufnahmesituationen. Bitte keine Diskussion," ja da kann ich meinen Akku nicht mehr wechseln". Dieser Umstand sollte jeder für sich entscheiden.

Gruß Warner
 
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Fotograf58

Sehr aktives Mitglied
Ich denke, was ich 25 jahre lang erfolgreich gemacht habe, kann nicht so verkehrt sein. Ein paar physikalische Grundkenntnisse dabei helfen auch durchaus.
 
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