Hallo Benjamin,
die NEF Datei sind Rohdaten,schon etwas komprimiert, natürlich verlustfrei, aber noch kein Bildformat. Dieses entsteht erst durch die Konvertierung. Die unkomprimierte Größe der dann errechneten Bild-Datei ist beispielsweise bei 24 Bit Farbtiefe, 3 Byte pro Pixel. Ein 10,2 MPixel-Bild mit 24 Bit hat also immer ca. 30 MB, unkomprimiert, unabhängig vom Bildinhalt und belegt dementsprechenden Arbeitsspeicher. Wenn du nach der Konvertierung und eventueller Bearbeitung die Datei in TIFF abspeicherst, bekommst du auch diese Dateigröße.
JPEG ist eigentlich kein eigenes Bildformat, sondern ein Komprimierungs- und Reduzierungsstandard. Die Bilddatei wird dabei reduziert und natürlich auch komprimiert. Es werden beim reduzieren jene Pixel weggelassen, von denen man annimmt, dass man sie beim Öffnen der Datei wieder annähernd wahrheitsgetreu nach ausgetüftelten Rechenalgorithmen zurückrechnen kann. Die wieder geöffnete JPEG Datei hat dann wieder die ursprüngliche Größe, bei oben genannten Beispiel ca. 30 MB.
Erst beim Abspeichern ins JPEG-Format spielt der Bildinhalt eine große Rolle. Sind viele gleichförmige Flächen da, ist natürlich der Komprimierungs- und Reduzierungsgrad größer, als bei einem dynamischen, kontrastreichen Bild. Jedes Öffnen und Schließen einer JPEG Datei verschlechtert aber die Qualität. Beim Abspeichern in JPEG lieber höhere Qualität einstellen, und lieber Pixel reduzieren, so ferne man diese für die Ausbelichtung nicht unbedingt braucht. JPEG ist eigentlich der gespeicherte Endzustand einer Datei und nicht mehr ideal geeignet zur weiteren Bearbeitung.
Grüsse, Leopold