Ich erlaube mir allerdings auch eine weitere Anmerkung: Es gibt oft Fälle, wo Menschen an bestimmten Dingen hängen, weil besondere Erinnerungen damit verbunden sind. Das könnte ein Argument für einen hohen ideellen Wert sein, der sich wirtschaftlich kaum fassen lässt. Aber dem Wert ist normalerweise auch genüge getan, wenn der Gegenstand in die Vitrine wandert. Fotozeug kann dazu ja dekorativ genug sein. 20 Jahre an einer DSLR der zweiten Generation zu hängen, deutet aber nicht auf intensives Foto-Hobby hin. Das spricht wiederum gegen ideellen Wert.
So oder so gehört es zum Leben, sich irgendwann von Sachen zu trennen. Ich habe neulich meinen High-End-Verstärker weggeben, den ich mir als Azubi gekauft und 30 Jahre lang gepflegt habe. Den habe ich vorher sogar kplt repariert. Trotzdem ist mir der irgendwann zu anfällig geworden. Ich hänge wirklich an alten Sachen, und Fotokram ohne Verkaufswert wandert in die Vitrine. Aber es muss auch mal gut sein. Erstens ist die Vitrine jetzt auch voll, und zweitens habe ich keinen Platz für ein Museum. Basta!
Die D50 ist nach 20 Jahren nun hinüber. Somit wird es Zeit für ein Upgrade. Im Vergleich zu den Problemen die ein 12 Jahre altes Auto mit Motor- oder Getriebeschaden oder ein undichtes Haus machen, sind das Luxusprobleme. Sehr leicht zu beheben.
Ich glaube, wenn jemand hier im Forum ernsthaft erklärt, beim besten Willen keine 100 Euro für Ersatz zu haben, aber leidenschaftlicher und verarmter Fotoamateur zu sein, würde sich bestimmt sogar jemand finden, der eine Kamera stiftet. Am Geld wird es also sicher nicht scheitern. Und Umgewöhnen an anderes Modell sollte auch kein Thema sein.