Der Test von cameralabs ist da:
Nahbereich (Siemenssterne):
f/1.4 ist deutlich weicher als f/1.8 bzw f/2 beim 1.8S und Apo Lanthar.
f/1.8: Der Unterschied in der Bildmitte ist da, aber nicht riesig. Schon bei den APSc Rändern wird er aber grösser. Das wäre der Ort, wo beim Portrait oft gerne die Augen sind. Das 1.4er ist scharf genug, für die Bilder, die mit viel Freistellung und knalligster Schärfe nur der Augen spielen reicht das aber nicht. Für diesen speziellen Stil ist das 1.8er besser und das Apo Lantar am besten
f/2.0 bringt in der APSc Ecke weitere Fortschritte beim 1.4er., der Unterschied zum 1.8er wird schon recht klein. Mit anders schärfen wohl schon lösbar.
Ab f/2.8 ist das 1.4er scharf bis in die FX Ecke.
Landschaft:
f/1.4 wegen Überstrahlungen schwach. Detailreich bis in die FX Ecke wäre es sogar
f/1.8: Das 1.8s ist in der APSc Ecke viel besser, in der FX Ecke aber auch nicht so doll. Beides taugt nicht für Landschaftsbilder mit hoher Auflösung.
f/2.0: Beide Nikon noch zu schwach für hohe Bildqualität. das Apo Lanthar zeigt wie es geht.
f/2.8: Die Überstrahlungen beim 1.4er sind schlagartig weg,, auch das 1.8er wird gut.
Das 50/1.4 zeigt keine starken Probleme mit Längs CA bei den Landschaftsbildern in der FX Ecke, das 35/1.4 Z hat die auch bei f/8 noch! Leichte Ränder sieht man zwar auch beim 1.4er abgeblendet im Gegensatz zum 1.8er, aber in einem Bereich, der z.B. in Capture One mit einem Klick korrigiert ist. Ist damit ein eher theoretischer Vorteil für das 1.8er. Denn wer schaltet schon alle Korrekturen ab, sei es in der Kamera, sei es im RAW Konverter?
Beim Coma Test das Gleiche. f/1.4 und 2.0 sind heftig, bei f/2.8 ist sofort Ruhe.
Das 1.4er macht schöne Sonnensterne ab f/5.6!
Fazit: Für Landschaft brauchen 1.8Z und 1.4Z beide f/2.8, beide sind dann sehr gut. Wer f/2.0 für dieses Motiv will, geht zu Voigtländer.
Im Portraitbereich lässt sich mit dem 1.8er etwas mehr Schärfe um die Augen erreichen bei Blenden grösser 2.8. Das 1.4er ist aber für die gängigen Bilder da auch scharf genug. Und wieder ist das Voigtländer nochmals schärfer, auch als das 1.8er Die Nikon sind preislich ähnlich, man kann also letztlich frei entscheiden, was einem mehr wert ist: Etwas mehr Schärfe um die Augen bei 1.8 oder 2.0 oder die Möglichkeit, auch mal noch etwas mehr freizustellen. Das Maximum an knalliger Schärfe bei f/2.0 bedingt nach wie vor Verzicht auf AF, und tieferen Griff ins Portmonee, leider.
Ansonsten finde ich meinen Praxiseindruck im Review wieder, es gibt Licht und Schatten. Was im Review etwas kurz kommt ist das sehr gutmütige Verhalten im Gegenlicht.