Nikkor Z 105 Macro und Zwischenring

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Christopher

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Hallo Gemeinde,

ich habe mir zu meinem Z-System das Z 105mm Macro von Nikon gegönnt.
Nun möchte ich den Abbildungsmaßstab gerne mit Zwischenring vergrößern.
Welche Zwischenringe sind zu empfehlen und werden von euch verwendet?
 
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Das Objektiv hat einen Abbildungsmaßstab von bis zu 1:1. M.E. würde man hier die Bildqualität mit einem Zwischenring nur verschlimmbessern.
 
departure69 kommentierte
Der Threadtitel sollte in "Wie mache ich einem Mikroskop Konkurrenz?" geändert werden . Nach dem Beitrag von @falconeye mußte ich erstmal schlucken, was da so möglich ist ...
 
soulbrother kommentierte
Man sucht nach Kupplungsringen, z.B. dort:
 
soulbrother kommentierte
Ja, das Spiel mit WW vorne und Tele hinten als Supermakro kenn ich noch gut aus meinen Anfangsjahren der "ernsthaften" Fotografie (Anfang 80er). Damals ne SLR mit PK Bajonett und Takumar/Pentax Objektiven. Da gab es noch die kleinen leichten Tele (135/2.8) und davor hatte ich ein 28/2.8.
Durch den Sucher ging abgeblendet gar nix und der Motivabstand war natürlich gering... Meist zu gering für eine ansprechende Motivbeleuchtung. "Kaltlicht" war damals für mich nicht erschwinglich und Halogen verbrannte fast alles ;-) Und die Bildkontrolle dauerte meist Wochen
Viele wissen gar nicht wie schön es ist, digital in perfekter Qualität arbeiten zu können.
Z.B. Mit den 46MP höher auflösend als es MF jemals konnte und eine Motivdynamik einzufangen, von der man bis vor knapp 10 Jahren nur geträumt hat.
Und die damals unerreichbare Schärfentiefe geht auch mit automatischen Stacking. Alles easy machbar und finanzierbar.
 
falconeye kommentierte

Nach dem Beitrag von @falconeye mußte ich erstmal schlucken, was da so möglich ist ...
Ja, man bedenke auch, was das bedeutet: man testet das vordere Objektiv beim mehrfachen der Sensorauflösung (verglichen mit der Normalstellung dieses Objektives). In meinem Bild oben war das ein Zeiss 50mm/1.4, vergrößert durch ein 300mm Tele, das ergibt dann ein 6:1 Makro. Das vordere „WW“-Objektiv wird also beim 6-fachen der Sensorauflösung getestet - zum Glück nur im Zentrum Dass einige da abliefern, straft die Ansicht Lügen, dass hohe MP Kameras die vorhandenen Objektive überfordern - nur die meisten davon 6x bedeutet auf 12MP bezogen (meine Kamera damals) 430 MP! Man darf das vordere Objektiv dabei aber nicht sehr abblenden - wie bei Makro üblich - sondern muss es bei der Blende maximaler Schärfe nutzen, hier f/2.8 oder f/4.

Die Schärfentiefe ist aber trotzdem besser als beim Mikroskop - das ja auch mehr vergrößert - wobei wie gesagt, die Grenzen um 1 Micron durch die Lichtwellenlänge erreicht man hier bereits trotzdem - bzw. würde man mit einem Objektiv, dass noch bei Blende f/2 optimale Schärfe liefern würde. Als Beleuchtung empfehle ich direktes Sonnenlicht.

Bei der Auswahl ist das gute alte photozone.de ideal, dort wird die MTF Auflösung im Zentrum verglichen -> man nimmt ein Objektiv, das hier sein Maximum bereits bei f/2.8 hat - egal ob 4/3rds oder Fullframe, hier eins der wenigen Beispiele -> https://www.opticallimits.com/olympus--four-thirds-lens-tests/740-pana25?start=1 Bei 6:1 Makro entspricht das dann trotzdem Blende f/16 … (P.S. man kann die absoluten MTF-Werte nicht vergleichen, wohl aber die kritische Blende.)
 
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falconeye kommentierte

Nachtrag. Das oben gezeigte Bild war das volle Bild bei 6:1 Vergrößerung (mit dem APS-C Crop). Ich habe in meinem Katalog jetzt aber auch einen Ausschnitt aus dem Bild nur auf die Facettenaugen der Biene gefunden - erst das zeigt, was hier tatsächlich möglich ist und was das Zeiss Planar T* 1,4/50mm leisten kann!



Man beachte, dass die meisten Makroaufnahmen die Augen einer Biene als homogene Fläche zeichnen, einfach, weil es so viele Facetten gibt.

Zum Vergleich: Hier ist eine ähnlich elektronenmikroskopische Aufnahme aus Wikipedia, die Facetten haben mit 10µm etwa 1/2 Größe der Biene. Wenn man das vernünftig stackt (1000 Aufnahmen?), könnte man da durchaus mithalten

P.S.
Man sieht, dass die Facettenkuppen sich teilweise überlappen und dabei Löcher lassen. Da hat der "Designer" der Creationisten echt nicht sauber gearbeitet - wenn man nicht alles selbermacht ...
 
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Dieses Objektiv ist bis Abbildungsmassstab 1:1 optimiert. Eine Auszugsverlängerung mit einem Zwischenring von 11 oder 15 mm wird die Leistung nicht (sichtbar) verschlechtern. Eine Verschlechterung der Abbildungsleistung kann auftreten, wenn die Bildweite wesentlich grösser wird als die Gegenstandsweite (sehr langer Zwischenring oder grosser Balgenauszug). Dann empfiehlt sich, das Objektiv in Retrostellung zu montieren.

Kauf Dir einen autom. Zwischenring für Z (11/15 mm)

Vorsatzlinsen verschlechtern die Bildqualität definitiv (fremdes optisches Element im Strahlengang)

Hans Jörg
 
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Der Mercedes der "Zwischenringe" wäre der Automatikbalgen von Novoflex. Es ist auch unproblematisch möglich, das Aufnahmeobjektiv bei Beibehaltung der Kontakte in Retrostellung einzusetzen. Den Autofokus muss man dann natürlich abschalten, aber der macht bei solchen großen Abbildungsmaßstäben ohnehin keinen Sinn.

 
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Klar dürfte auch sein, daß bei einem 105mm Objektiv durch ein Zwischenring von 15mm der Abbildungsmaßstab kaum verändert wird und die Schärfentiefe geringer wird.
Grüße
 
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Das Z Nikkor 105mm erreicht den Abbildungsmaßstab von 1:1 - wie alle moderneren Makro-Objektive - teilweise durch die klassische Methode der Auszugsverlängerung, teilweise aber auch durch interne Linsenverschiebungen, die in der Sache - wie bei dem Vorschrauben einer Vorsatzlinse - eine Brennweitenverkürzung bewirken. Man kann das ausrechnen, wenn man die Naheinstellgrenze bei 1:1 kennt. Für das Z Nikkor 105mm habe ich das noch nicht gemacht, aber aus Berechnungen anderer 105mm-AF-Nikkor weiß ich, dass die Brennweite bei 1:1 irgendwo zwischen 70mm und 80mm liegt. Genau einen Zwischenring dieser Länge benötigt man an zusätzlichem Auszug, um von 1:1 zu 2:1 zu kommen. Mit den beiden Meike-Ringen, die ich oben verlinkt habe, kommt man nicht einmal auf 1.5:1. Das ist aber auch schon ganz ordentlich - 2:1 im Verhältnis zu 1:1 ist enorm!
 
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Ich würde das vollautomatisches Balgengerät von Novoflex kaufen und dazu kann ich noch die Z-Objektive umkehren wie Christian schon geschrieben hat.
 
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Moin,
eine Alternative zu Balgengerät und Umkehrring: Das LAOWA 25 mm 1:2,8 2,5fach bis 5-fach. Egal, welchen Vergrößerungsmaßstab man wählt: Der Abstand zwischen Frontlinse und Objekt bleibt der gleiche. Bei diesen Vergrößerungen kommt man um Focusstacking nicht drum herum, will man wirklich Spaß an der Sache, eine hohen Schärfentiefe haben. Und das ist der Weg zu einem elektronischen Einstellschlitten die logischen Konsequenz.
 
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Hallo zusammen,

erst mal danke für die Zahlreichen antworten.
Ich werde mir das mit dem vollautomatisches Balgengerät von Novoflex mal durch den Kopf gehen lassen, ist aber schon ne Stange Geld.
Auch über den Beitrag von "falconeye" werde ich mir Gedanken machen.
 
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3 Kommentare
E
Emc2 kommentierte
Moin Christopher,
das Balgengerät von Novoflex kostet ca. 850 €. Damit bekommst du allenfals eine Vergrößerung von 1,5:1 hin, vielleicht auch 2:1. Das LAOWA-Objektiv kostet weniger als 700 €, und Du kannst damit Abbildungsmaßstäbe von 2,5:1 bis 5:1 realisieren - ohne Probleme mit der Lichtführung.
Wie habe ich die Situation gelöst?
Stufe A: Macro 105 mm bis M 1:1, wird es "knapp" > Ausschnittvergrößerung.
Stufe B: Brauche ich größere Maßstäbe (2,5:1 bis 5:1), nehme ich das LAOWA-Objektiv. Im Zusammenhang mit Ausschnittvergrößerungen komme ich auf M bis zu 10:1.
Ob ich die Blende manuell oder über die Camera einstelle - Egal. Autofocus ist eh ausgeschaltet. Damit ist für mich ein Automatik-Balgengerät obsolet.
Gruß Emc2
 
B
Brunke kommentierte
Welche Vergrößerung man mit dem BG schafft hängt vom Objektiv ab. Lt Novoflex ist 7:1 möglich

 
B
Brunke kommentierte
Das Laowa kannte ich nicht. Preislich durchaus interessant. Das schaue ich mir mal näher an. Danke für die Anregung.
 
Kleine Frage:
Funktioniert das Fokzs Stacking auch mit den Zwischenringen und verwendung von Z-Objektiven an einer Z Kamera problemlos?
Oder gibt es irgend welche Probleme?
 
2 Kommentare
Christoph Blümer kommentierte
Ohne es in der Konstellation selbst ausprobiert zu haben: Wenn AF funktioniert, funktioniert auch Focus Stacking, denn das ist ja nichts anderes als mehrere Einzelbilder hintereinander mit geplant verschobener Fokusebene. Es ist jetzt äußerst unwahrscheinlich, dass AF funktioniert und FS nicht funktioniert.
 
1
1bildermacher1 kommentierte

Das dachten auch viele bei Olympus, da werden nur Pro-Objektive unterstützt. Bei Nikon wäre ich mir da auch nicht sicher.
 
Nutzt hier Niemand Fokus Stacking mit der Nikon Z und Zwischenringen mit Übertragung der Kontakte?
 
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Extra für Dich ausprobiert: Z9, Zwischenringe vom Meike, Z 105S. Funktioniert.
 
C
Christian B. kommentierte
PS: Es geht auch FTZ + AF-S Objektiv mit Fokusstacking.
 
Raynox 150 oder 250 als Vorsatzlinse. bei einer 62mm Filterdurchmesser des 105er passt das sehr gut. Vorteil schnell ansetzen oder weg nehmen. Da brauchts keine Zwischenringe fummelig andrehen. Zur Zeit kosten die um 60 Euronen.

Gruß Warner
 
1 Kommentar
Jürgen B. kommentierte
Ich habe schon Bedenken, die BG eines guten Makroobjektives durch die Verwendung eines guten Filters negativ zu beeinflussen. Wie sieht das erst mit der Verwendung eines Vorsatzes für schlappe 50 Euro aus? Wie sind deine/eure Erfahrungen bezüglich der BQ??

Gruß
Jürgen
 
Ich hab‘s gemacht wie @Christian B. und mir die Meike-ZR gekauft. Mit dem 105er schließt man damit die Lücke zu den Laowas. Aber gekauft habe ich sie für den Einsatz mit langen Brennweiten und mich ziemlich geärgert, daß es keine langen ZR mit > 30 mm gibt … aber egal, das kommt vielleicht noch.

Getestet wird das noch mit dem 105er. Und ab 1:1 gibt es bei mir sowieso nur MF, Einstellschlitten und Stativ. Jeder hat eben seine persönlichen Vorlieben bei der Arbeitsweise.
 
Kommentar
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