Will man jenseits von 1:1 Makros machen, erzielt man die besten Ergebnisse, wenn man ein Objektiv einfach umdreht (Retro-Montage) - dafür reicht ggfs. ein normales Objektiv. Oder besser noch, zwei Objektive (Tele + WW) Kopf an Kopf zusammenschraubt und benutzt. Zwei normale 50mm Objektive Kopf-an-Kopf ergeben z.B. ein ggfs. preiswertes 1:1 Makro bei ihrer idealen Abbildungsleistung für "unendliche Fokusdistanz".
Super Danke Christian,Extra für Dich ausprobiert: Z9, Zwischenringe vom Meike, Z 105S. Funktioniert.
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Kupplungsringe, Seite 2
Durch den Sucher ging abgeblendet gar nix und der Motivabstand war natürlich gering... Meist zu gering für eine ansprechende Motivbeleuchtung. "Kaltlicht" war damals für mich nicht erschwinglich und Halogen verbrannte fast alles ;-) Und die Bildkontrolle dauerte meist Wochen
Viele wissen gar nicht wie schön es ist, digital in perfekter Qualität arbeiten zu können.
Z.B. Mit den 46MP höher auflösend als es MF jemals konnte und eine Motivdynamik einzufangen, von der man bis vor knapp 10 Jahren nur geträumt hat.
Und die damals unerreichbare Schärfentiefe geht auch mit automatischen Stacking. Alles easy machbar und finanzierbar.
Ja, man bedenke auch, was das bedeutet: man testet das vordere Objektiv beim mehrfachen der Sensorauflösung (verglichen mit der Normalstellung dieses Objektives). In meinem Bild oben war das ein Zeiss 50mm/1.4, vergrößert durch ein 300mm Tele, das ergibt dann ein 6:1 Makro. Das vordere „WW“-Objektiv wird also beim 6-fachen der Sensorauflösung getestet - zum Glück nur im Zentrum
Die Schärfentiefe ist aber trotzdem besser als beim Mikroskop - das ja auch mehr vergrößert - wobei wie gesagt, die Grenzen um 1 Micron durch die Lichtwellenlänge erreicht man hier bereits trotzdem - bzw. würde man mit einem Objektiv, dass noch bei Blende f/2 optimale Schärfe liefern würde. Als Beleuchtung empfehle ich direktes Sonnenlicht.
Bei der Auswahl ist das gute alte photozone.de ideal, dort wird die MTF Auflösung im Zentrum verglichen -> man nimmt ein Objektiv, das hier sein Maximum bereits bei f/2.8 hat - egal ob 4/3rds oder Fullframe, hier eins der wenigen Beispiele -> https://www.opticallimits.com/olympus--four-thirds-lens-tests/740-pana25?start=1 Bei 6:1 Makro entspricht das dann trotzdem Blende f/16 … (P.S. man kann die absoluten MTF-Werte nicht vergleichen, wohl aber die kritische Blende.)
Nachtrag. Das oben gezeigte Bild war das volle Bild bei 6:1 Vergrößerung (mit dem APS-C Crop). Ich habe in meinem Katalog jetzt aber auch einen Ausschnitt aus dem Bild nur auf die Facettenaugen der Biene gefunden - erst das zeigt, was hier tatsächlich möglich ist und was das Zeiss Planar T* 1,4/50mm leisten kann!
Man beachte, dass die meisten Makroaufnahmen die Augen einer Biene als homogene Fläche zeichnen, einfach, weil es so viele Facetten gibt.
Zum Vergleich: Hier ist eine ähnlich elektronenmikroskopische Aufnahme aus Wikipedia, die Facetten haben mit 10µm etwa 1/2 Größe der Biene. Wenn man das vernünftig stackt (1000 Aufnahmen?), könnte man da durchaus mithalten
P.S.
Man sieht, dass die Facettenkuppen sich teilweise überlappen und dabei Löcher lassen. Da hat der "Designer" der Creationisten echt nicht sauber gearbeitet - wenn man nicht alles selbermacht ...