Frage Nikkor AF 85mm 1,8 D Schärfe an D90 und D300s

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Michael Mikscha

Guest
Folgende Ausgangssituation: Nikon D300s und D90, mehrere Objektive, darunter auch das erwähnte 85mm 1,8 D. Ich möchte Aufnahmen bei Offenblende machen. An der D300s ist alles perfekt, an der D90 zeigt das Objektiv eine quasi nicht vorhandene Schärfe. Ich habe das Gefühl der AF liegt daneben. Das tritt sowohl bei bewegten als auch bei statischen Motiven auf. An der D300s läßt sich sogar ein mit hohem Tempo vorbeifahrender Zug bei Blende 1,8 und Single-AF absolut klar abbilden, an der D90 keine Chance. Nur als Beispiel. Bitte nicht über die Sinnhaftigkeit des Vorgehens diskutieren, was ich mache tut nichts zur Sache, die Schilderung dient zur Illustration meines Problems.

Ab Blende 2,5 an der D90 ist alles ziemlich in Ordnung, aber darunter siehts mau aus. Das war schon vor den zwei mittlerweile erfolgten Reparaturen wegen Sturzschäden durch Michael "Beuteltier" der Fall, dies als Ursache kann ausgeschlossen werden, denn sonst müsste auch an der D300s eine solche "Streuung" auftreten. MANCHMAL kann das Objektiv auch ziemlich scharf bei Blende 1,8 - wobei ich mir schon im klaren bin, daß das Glas prinzipbedingt bei dieser Blende eben nicht die selbe gestochene Schärfte wie bei sagen wir mal 5,6 oder so haben kann.

Unter der Prämisse daß ich mir der technischen Vorgaben und Rahmenbedingungen bewußt bin würde ich gerne wissen:

1. Ist ein so großer Unterschied beim AF zwischen D300s und D90?
2. Kann es mit dem Stangenantrieb zu tun haben (schwächer bei D90)?
3. Wie könnte man das lösen? Kann man einen Kamera auf ein bestimmtes Objektiv feinabstimmen?
4. Ändert sich dadurch auch die Zusammenarbeit mit anderen Objektiven?
5. Wie sollte vorgegangen werden, wenn es eine Justiermöglichkeit gibt?

Bitte schreibt jetzt nicht, daß ich die Kamera ganz einfach durch Austausch auf eine Neue justieren soll. Das kann und will ich mir derzeit nicht leisten. Wenn es nicht anders geht, lebe ich halt damit, daß die 85er-Optik an der D90 nur mit ein paar Einschränkungen funktioniert, aber ich würde zumindest gerne wissen, warum das so ist.:fahne:
 
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1. Ist ein so großer Unterschied beim AF zwischen D300s und D90?
2. Kann es mit dem Stangenantrieb zu tun haben (schwächer bei D90)?
1. Ja. Der AF der D90 ist eher schwach auf der Brust, sowohl mess- wie motortechnisch.
2. Ja. Der AF-Motor der D300 ist kräftiger.

3. Wie könnte man das lösen? Kann man einen Kamera auf ein bestimmtes Objektiv feinabstimmen?
4. Ändert sich dadurch auch die Zusammenarbeit mit anderen Objektiven?
3. Nein.
4. Wenn es möglich wäre, könnte das natürlich einen Einfluss auf anders gebaute Objektive haben.

Bitte schreibt jetzt nicht, daß ich die Kamera ganz einfach durch Austausch auf eine Neue justieren soll.
Das wäre die einzige gangbare Lösung, wobei es eine D7100 oder D7200 sein sollte - die D7000 hat auch keinen so sehr viel leistungsfähigeren AF.

CB
 
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Herzlichen Dank Christoph! Somit bestätigt sich meine Vermutung. Mache mir also keine weiteren Sorgen und nehme es als gegeben hin. Alles Liebe!
 
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Hallo Michael!
Mache mir also keine weiteren Sorgen und nehme es als gegeben hin.
Musst du nicht.
Ich habe mit einem AF 85/1.8 D an der hier als AF-schwach bezeichneten D7000 vor Jahren einwandfreie Aufnahmen machen können, die genau da scharf waren wo ich es wollte - dabei hatte ich aber immer mindestens auf f/2.8 abgeblendet.
Auch an meiner D7100 hatte dein AF 85/1.8D einwandfrei fokussiert, wenn es bei mir war - auch da blende ich aber auf f/2.8 ab.
Offenblende ist bei diesem und ähnlichen lichtstarken Objektiven immer etwas problematisch, da das AF-Modul der D90 und der D7000 nur bei f/5.6 misst (ob die AF-Module der D300s und der D7100 zusätzliche Messzellen für f/2.8 haben weiß ich nicht, bei den Profi-Modellen von Canon habe ich so etwas vermuten hören) - Stichwort Fokus-Shift beim Abblenden, der sich hier umgekehrt auswirkt: Es wird abgeblendet auf f/5.6 fokussiert, dann aber bei f/1.8 fotografiert.

An deiner Stelle würde ich, wenn ich das 85/1.8er unbedingt mit Offenblende benutzen möchte, ein paar Testfotos bei verschiedenen Fokusentfernungen machen und mir merken, um wie viel der Fokus jeweils daneben liegt,
und dann beim Einsatz versuchen, mit dem AF nicht das Motiv selbst anzufokussieren, sondern ein anderes Objekt, das sich um den gemerkten Unterschied weiter vorne oder weiter hinten befindet, den Fokus durch halb gedrückt halten des Auslösers beizubehalten, und dann auszulösen.
 
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Ich habe mit einem AF 85/1.8 D an der hier als AF-schwach bezeichneten D7000 vor Jahren einwandfreie Aufnahmen machen können, die genau da scharf waren wo ich es wollte - dabei hatte ich aber immer mindestens auf f/2.8 abgeblendet.
"AF-schwach" ist relativ zu sehen... Ich habe das AF-D 1,8/85 auch an der D7000 im Einsatz (bzw. hatte, solange bis ich auf die D7200 umgestiegen bin) und habe damit viele schöne und scharfe Aufnahmen gemacht, auch bei Blende 1,8 (da ist das Objektiv allerdings sichtbar weicher, vor allem am Rand, was aber z.B. bei Portraits gar nicht so schlimm ist). Allerdings habe ich auch zuiemlich viel Ausschuss gehabt, sobald das Objekt nicht ganz still stand und/oder wenig Licht gegeben war - da wirkt sich einerseits die geringe Tiefenschärfe und andererseits eben der nicht so wahnsinnig tolle AF der D7000 aus. Der AF der D90 ist aber schwächer als der der D7000, das Problem also gravierender.

CB
 
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...
Offenblende ist bei diesem und ähnlichen lichtstarken Objektiven immer etwas problematisch, da das AF-Modul der D90 und der D7000 nur bei f/5.6 misst (ob die AF-Module der D300s und der D7100 zusätzliche Messzellen für f/2.8 haben weiß ich nicht, bei den Profi-Modellen von Canon habe ich so etwas vermuten hören) - Stichwort Fokus-Shift beim Abblenden, der sich hier umgekehrt auswirkt: Es wird abgeblendet auf f/5.6 fokussiert, dann aber bei f/1.8 fotografiert.


Hallo Michael,

das mußt Du noch mal genauer erklären. Wenn ich ein 85/1.8 er AF-D an eine D90 schraube, blendet diese beim AF ab?

Das ist mir bei meiner F100, D300 oder D800 jedenfalls noch nie aufgefallen.
Muß ich mal mit der D90 meiner Frau ausprobieren, das würde mich wundern.

Oder verwechselst Du das mit der AF Fähigkeit bis Blende 5,6?

Grüße Bernd
 
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Hallo Michael,

das mußt Du noch mal genauer erklären. Wenn ich ein 85/1.8 er AF-D an eine D90 schraube, blendet diese beim AF ab?

Das ist mir bei meiner F100, D300 oder D800 jedenfalls noch nie aufgefallen.
Muß ich mal mit der D90 meiner Frau ausprobieren, das würde mich wundern.

Oder verwechselst Du das mit der AF Fähigkeit bis Blende 5,6?

Grüße Bernd


Nein, mit abblenden hat das nichts zu tun. Ich vermute, dass dies durch den "Fensterausschnitt" des teildurchlässigen Hauptspiegels entsteht. Die AF-Meßzellen sitzen ja im Boden der Cam. Und hinter dem Spiegel sitzt ein kleiner Hilfsspiegel. Und ein Teil des Lichtes wird zur AF-Meßeiheit geleitet. Bei großen Hinterlinse-Durchmessern vignettiert das teildurchlässige Fenster, so dass für die Messzelle nicht die maximal mögliche Lichtmenge zur Verfügung steht.

Hier unter "Scharfstellen per Phasenvergleich" in der Grafik gut vorstellbar: http://www.google.de/imgres?imgurl=...ved=0CEwQrQMwDmoVChMItKvFj6TCxwIViZMsCh0OHwzh
 
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Vermutlich unterscheiden sich die versch. Kameramodelle in der Abmessung ihres Hifspiegels :nixweiss:.
 
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Nein, keine Kamera blendet zum AF-Fokussieren ab.
Aber der Abstand der beiden Messzellen des Phasen-AF-Moduls entspricht eben dem Durchmesser des Lichtkegels, den ein Objektiv bei Blende f/5.6 in Richtung Sensor wirft.
Somit werden die Rand-Lichtstrahlen eines Objektives mit größerer Lichtstärke als f/5.6 (bzw. größer als f/2.8 bei Canon, wie ich Vermutungen hören durfte) zur Bestimmung des Fokus nicht hergenommen.
Wenn ein Objektiv also bei Offenblende wegen sphärischer Aberration eine ein klein wenig kürzere oder, bei Überkorrektur der sphärischen Aberration (so was soll es auch geben) eine ein klein wenig längere Brennweite hat, ergibt sich durch das Fokussieren bei f/5.6 (oder f/2.8, siehe oben) und das Foto bei Offenblende machen ein Fehlfokus.

Vielleicht kann Jürgen [MENTION=33431]Lilien[/MENTION] hierzu auch noch etwas bei steuern?
 
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Hallo Michael!

An deiner Stelle würde ich, wenn ich das 85/1.8er unbedingt mit Offenblende benutzen möchte, ein paar Testfotos bei verschiedenen Fokusentfernungen machen und mir merken, um wie viel der Fokus jeweils daneben liegt,
und dann beim Einsatz versuchen, mit dem AF nicht das Motiv selbst anzufokussieren, sondern ein anderes Objekt, das sich um den gemerkten Unterschied weiter vorne oder weiter hinten befindet, den Fokus durch halb gedrückt halten des Auslösers beizubehalten, und dann auszulösen.

Diese Vorgehensweise hat sich schon fast von selbst ergeben, da ich "meinen Pappenheimer eh schon kenne". Da es sich nur um eine sehr geringe Abweichung handelt, ist das kein so gravierendes Problem. Und es muß ja nicht unbedingt 1,8 sein. Ich dachte eben nur, wenn ich die Möglichkeit habe will ich sie nutzen und wenn es nicht geht will ich zumindest wissen warum und wie man es gegebenenfalls lösen kann. Danke nochmals!
 
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1. Ist ein so großer Unterschied beim AF zwischen D300s und D90?

Die D90 hat im Gegensatz zur D300s keine AF-Feinabstimmung, das ist mMn das eigentliche Problem. Dass eine Objektiv-Kamerakombiniation einen leichten Fehlfokus produziert, ist (ebenfalls mMn) nicht ungewöhnlich... bei der D90 kann man ihn leider nicht korrigieren. Und exakt das wurde unlängst hier diskutiert. Sans Ear grüßt
 
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Ach ja, nur um vorzubeugen daß jemand sagt: "Der Threadersteller meldet sich nicht mehr" schreibe ich jetzt: Für mich alles klar, kann gerne geschlossen werden...
 
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