Hallo Christian, also ich würde niemals an ein Weitwinkelobjektiv irgendeinen Filter setzen, hatte auch noch keinen wirklichen Bedarf, dieser Meinung ist übrigens z.B. auch der bekannte Reisefotograf Dionys Moser und seine aussergewöhnlichen hervorragenden Landschaftsbilder (sehr viele Gegenlichtaufnahmen aus aller Welt - ohne Filter - darunter) sprechen für sich. Irgendwie verstehe ich Deine Argumentation nicht so recht, selbstverständlich ist bei WW-Aufnahmen (Landschaft) der Himmel generell - immer - mit drauf. Aber es ist sehr interessant verschiedene Meinungen zu erfahren, entscheiden muss sich dann jeder selbst. Frage: woran machst Du es fest, dass das 14-24mm nicht für Landschafstfotografie geeignet sein soll, doch wohl nicht an diesen 2 mm Brennweitenminus gegenüber dem 12-24mm, denn der spielt ja erstens bei FX überhaupt keine Rolle und selbst an DX gibt es sehr viele unterschiedliche persönliche Motiv-Vorlieben, die Du offenbar nicht gelten lassen willst.
Servus Inge
Warum so aggressiv?
Ich habe niemandem irgendwelche Motiv-Vorlieben nicht gelten lassen.
Zu Deinen Fragen: Wo mache ich es fest, dass ich das 14-24/2.8 für die Landschaftsfotografie nicht so besonders für geeignet halte:
In erster Linie daran, dass man keine Filter einsetzen kann. Ich verwende in der Landschaftsfotografie Neutral-Grau-Filter, z.B. um bei Tageslicht fließendes Wasser fotografieren zu können (siehe das Beispiel von Maik Musall), Polfilter um die Farben zu verbessern oder Spiegelungen zu beseitigen (siehe das Beispiel von Maik Musall) und Neutralgrau-Verlaufsfilter, um die Kontraste zwischen Himmel und Erde auszugleichen. Natürlich gibt es genug Motive, bei denen man keinen dieser Filter braucht (z.B. bestimmte Gegenlichtaufnahmen, Lichtsituationen mit geringen Kontrastunterschieden, Sonne im Rücken) - das ist von Bild zu Bild unterschiedlich. Aber es gibt Situationen, da kann man seine Bildideen ohne einen oder alle drei dieser Filter nicht umsetzen. Mit dem 14-24 und seiner starke gewölbten Frontlinse und weit vorstehender, fest eingebauter Sonnenblende steht man da auf verlorenem Posten. Deshalb ziehe ich am FX-Format des 17-35/2.8 vor. Ich weiß im übrigen, wovon ich rede, denn ich habe auch das 14/2.8 (bei dem das ähnlich ist wie bei dem Zoom), und ich hatte damit aus den genannten Gründen schon genug Probleme.
Ich will ja gern glauben, dass es Landschaftsfotografen gibt, die ohne Filter zu hervorragenden Bildern kommen, aber die werden bestimmte Lichtsituationen dann auch besonders angehen müssen (z.B. mit einem Teleobjektiv - ich mache auch viele Landschaftsfotos mit Teleobjektiven, wie ich schrieb, und da kann man dann bestimmte Probleme mit Weitwinkelobjektiven umgehen).
In zweiter Linie schrieb ich, dass ich für das DX-Format den Brennweitenbereich des 12-24 deutlich geeigneter finde als den des 14-24. Ich finde, dass die Kleinbild-Equ.-Brennweite 18mm in der Landschaftsfotografie häufig sehr gut einsetzbar ist. Beim 14-24 an DX würde sie mir fehlen. Beim FX-Format hätte ich die 14mm und die 18mm, aber es würden mir 28mm und 35mm fehlen, die ich in der Landschaftsfotografie sehr häufig benötige, zugunsten von 14mm, die extrem problematisch sind und nur vorsichtig dosiert eingesetzt werden sollten. (Das sind jetzt einfach subjektive Erfahrungswerte von mir - die will ich niemandem aufzwingen.) Natürlich kann man das durch Objektivwechsel ausgleichen. Angenehmer ist es aber, den Bereich 17/18-35 an einer Kamera und den Telebereich an einer anderen Kamera abzudecken. Auch in der Landschaftsfotografie kann es mal ziemlich hektisch zugehen, und da möchte ich nicht noch Objektive wechseln müssen.
Meine Aussage war: Wenn man nicht plant, eine FX-Kamera anzuschaffen, spricht wenig dafür, sich das 14-24 anstelle des 12-24 zu kaufen. Denn man kann seine Vorteile (den großen Bildkreis) nicht nutzten und kauft sich zwei Nachteile ein, nämlich die fehlende Verwendungsmöglichkeit für Filter und die fehlenden 18mm für Landschaftsaufnahmen. Am DX-Format kann ich mir kein Bild vorstellen, dass man mit dem 12-24 nicht machen könnte, wohl aber mit dem 14-24; umgekehrt aber schon. Am FX-Format sieht das anders aus, das sind z.B. 14-24/2.8 und 17-35/2.8 zwei völlig andere Objektive, bei denen mal das eine, mal das andere Vorteile haben mag. In der Landschaftsfotografie (und nur das war hier meine Aussage, in anderen Bereichen der Fotografie mag das völlig anders sein) sehe ich deutliche Vorteile für das 17-35.