Neues (experimentelles) Bildformat BPG

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shovelhead

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Es bewegt sich endlich mal wieder Was: http://www.pro-linux.de/news/1/21820/bpg-will-jpeg-abloesen.html

Bessere Algorythmen erlauben höhere Qualität bei gleicher Grösse. Wie .jpg und .png geht es Open Source los, allerdings ist es kaum noch möglich, die rechtliche Situation derzeit einzuschätzen: der letzte Satz des Beitrags spricht Bände:

Das »Better Portable Graphics« steht – je nach Anwendung und Ausführung – unter verschiedenen quelloffenen Lizenzen. Wie schon bei Ffmpeg können laut Bellard allerdings auch bei BPG Teile der Entwicklung durch Patente geschützt sein.

Sollte diese Frage positiv beantwortet werden, käme eine Integration in verschiedene Browser - und sukzessive auch in Standard- und Laufzeitbibliotheken (für Win-User: .dll) - in Frage. Die unter dem Beitrag stehende Diskussion (Alle Kommentare anzeigen) ist durchaus interessant - und ganz und gar Betriebsystem-Unabhängig.
 
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Leider eine ziemliche Totgeburt.

Zum einen muss gesagt werden, dass BPG in erster Linie für den Einsatz im Web-(Browser) gedacht ist, es geht also nicht um ein neues Capture-Bildformat zum Einsatz z.B. in Kameras.
Im Web gibt es aber keinen wirklichen Leidensdruck, der die Einführung eines neuen Formats unterstützen würde. JPEG ist praktisch immer gut genug.
Kleinere Dateigrößen sind zwar schön, aber die Netzinfrastruktur kommt inzwischen auch mit größeren Dateien gut zurecht.

Wenn man das gewollt hätte, wäre seit längerer Zeit (seit 2000!) JPEG2000/JP2 als offener Standard zur Verfügung gestanden, das übrigens auch beliebige Bittiefen (nicht nur die 14 Bit von BPG) und Farbräume unterstützt.
Die breite Akzeptanz von JPEG2000 scheiterte aber an der etwas unsicheren Patentsituation und der fehlenden Unterstützung durch Microsoft (eigenes Format: JPEG-XR, ebenfalls eine weitgehend gescheiterte Alternative).

BPG ist hinsichtlich der Patente aber noch deutlich schwerwiegender belastet, da der zugrunde liegende Video-Codec HEVC/ H.265 zu einem Patent-Pool gehört, dem diverse Firmen angehören (u.a. Apple, Cisco, Fraunhofer und Ericsson).
Alleine das reicht aus, um diesen Vorschlag wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Und dann war/ist da auch noch WebP, welches das Patentproblem nicht kennt, da es auf dem VP8 Video-Codec basiert, aber auch hier sind die Vorteile gegenüber JPEG nicht zwingend genug.

MfG Jürgen
 
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Oh je ... experimentell ... das trifft es wohl.

Mich schüttelt es schon, wenn ein Java-Skript zur Darstellung zur Anzeige in den Browsern benötigt wird.

BPG scheint genau so überflüssig zu sein wie Unix.

Nice to be a revoluzzer, "ich bin ein freier und unabhängiger User", "lang leben die ewig und unbelehrbaren 68er" ... aber wenn es was taugen soll, ohne basteln, zuverlässig und schnell verfügbar btw. umsetzbar, dann ... JPEG. Das können alle richtig gut, dass können alle schon seit langem. Quertreiben ... hat noch nie niemandem genutzt, ausser dem, der es nötig hatte ...
 
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