Neues 400mm Supertele für Fuji X

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Feines Teil soweit. Bemerkenswert finde ich allerdings, dass es ungefähr groß und teuer wie das Z 4,5/400 ist, dass aber Vollformat ausleuchtet. Das soll aber kein Meckern sein, es kann durchaus sein, dass dieser Aspekt bei der Konstruktion solcher Linsen garnicht so relevant wird und eine künstliche Begrenzung auf APS vielleicht garkein Einsparpotential hat.

Interessant werden zwei Umkehrschlüsse:

1. Ein Z-Nachfolger der D500 könnte mit dem Z 4,5/400 exakt dasselbe bieten, aber mit der Flexibilität, die Nikon-Linse auch für Vollformat zu nutzen.

2. Es gibt schon noch gewisses Potential für eine professionelle APS-Kamera im Bereich Sport / Wildlife / Action. Es gibt ja schon zu denken, dass Fuji sich hier engagiert, denn diese Genre sind ja nun wirklich kein Kerngeschäft für Fuji.

Jedenfalls wird die neue Linse eine Bereicherung für die Fotolandschaft sein.
 
2 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
Die tatsächlichen Unterschiede im Bildkreis sind zwischen Dx und FX mitunter ziemlich gering. So kann man z.B. das Sigma 50-150/2,8 (DX) sehr gut offen am 1,2 Crop der D810 nutzen. Ich vermute, dass da Teles auch weniger problematisch sind als kurze Brennweiten.
 
L
lokatz kommentierte
Das Objektiv sieht in der Tat sehr gut aus. Wo Fuji leider nach wie vor nicht so ganz mit den Großen (oder auch MFT) mithält, ist beim AF, der auch bei der H2S nicht auf den gleichen Niveau ist.

Für Fuji-Benutzer ist es trotzdem toll, jetzt mit dem 400 und dem 500 gute Wildlife-Optionen zu haben.
 
Bemerkenswert finde ich allerdings, dass es ungefähr groß und teuer wie das Z 4,5/400 ist, dass aber Vollformat ausleuchtet.
Nun, 400/4.5 sind halt physikalische Größen, das ändert an der Baugröße nicht viel (mal von speziellen Konstruktionen wie zB Canon mit Fresnel Linsen abgesehen). Identischer Filterdurchmesser, nahezu identische Länge und Gewicht. Beim Z werden die hintersten Linsen einen etwas größeren Durchmesser haben. Ist auch nicht verwunderlich, die meisten Optiken werden mit der Software "Zemax" konstruiert, ist der Branchenstandard. Die Unterschiede machen dann die Glassorten, Vergütungen und AF-Antriebe aus.
 
5 Kommentare
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das habe ich mir schon fast gedacht. Nur wenn zwei Optiken mit derselben Brennweite und Lichtstärke in wirklich allen Parametern praktisch gleichauf liegen (das Nikon ist sogar leichter!), muss man nüchtern festhalten, dass man mit der Vollformat-Variante einfach flexibler ist. Das nützt einem als Fuji-Fotograf natürlich nix, ist einem dann aber wohl auch völlig egal.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Mich wudert eher der zu geringer Preis für diese Lichtstärke und Brennweite.

Andere Hersteller verlangen da deutlich mehr, bei Nikon steht da eine 3 davor.

Verpasse ich da was?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Na gut, Nikon ist VF und trotzdem leichter, (also als Ingenieurleistung anspruchsvoller) außerdem kann das Nikon Objektiv mit dem schnellen AF mithalten. Ich bezweifele das beim Fuji, die haben nicht mal den AF für Wildlife im Griff, ob da dann so ein Objektiv die Glasmasse schnell und präzise genug steuern kann (um theoretisch auch an einer Nikon, Canon, Sony schnell zu reagieren)????
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Ist das, aus Grund der heutigen Möglichkeiten, eine besondere Kunst?

Keine von denen entwickelt die Antriebe selbst, höchstens wird das Lastenheft formuliert.

Warum auch, so ist es günstiger.
 
T
Tom.S kommentierte
In Bezug auf die Geschwndigkeit des AF-Motors würde ich mir keine großen Sorgen machen. Das 200/2 und das 500/5,6 sind rasend schnell. Nur der Kamera-AF braucht etwas bis er weiß, was zu tun ist. Aber Nikon hat das ja auch in den Griff bekommen. Fuji wird vermutlich auch noch nachbessern, um diese Lücke zu schließen.
 
Und ich staune über den ausgelobtern Preis für so en Tele.
 
1 Kommentar
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Preislich scheinst Du noch immer nicht in 2026 angekommen zu sein. Es wird die nächsten Jahre noch viel krasser, der Kaufkraft-Verlust bei FIAT ist nicht mehr aufzuhalten.

Aber ich stimme dir zu, wenn man fast 3000€ auf den Tisch blättert und hinten hängt dann eine AF-Gurke dran, dann ist das schon schizophren.
 
Jetzt driftet die Diskussion in völlig unterschiedliche Richtung, aber auf jeden Fall vom Thema ab.

1. Ihr könnt über "Kaufkraft-Verlust" und "günstigen Preisen" sprechen, aber warum hier? Die Linse kostet fast dasselbe wie ein entsprechendes Nikon-Objektiv, dass aber FX-tauglich ist. Ich schließe mich der Vermutung an, dass der unterschiedliche Bildkreis keinen nennenswerten Aufwand in der Fertigung macht, und dass beide Linsen unterm Strich sehr ähnlich kalkuliert sind.

2. Das Thema Kaufkraft ist natürlich real, aber die Einflüsse sehe ich in diesem Segment so garnicht. Viele Tele sind im Preis massiv gestiegen, andere Objektive garnicht. Das ist in vielen Fällen der mangelnden Vergleichbarkeit geschuldet. Manche Z-Linsen wie das 2,8/28 oder das 2/40 wären früher vermutlich als Serie-E vermarktet worden, im Gegenzug sind andere wesentlich höhenwertiger / massiver gebaut.

Inflationsbereinigt egalisiert sich vieles, teilweise selbst der Preis des Z 2,8/70-200. Besonders ich selbst falle da gedanklich gerne drauf rein, weil mein erstes Objektiv dieser Klasse vergleichsweise günstig war. Nur habe ich mein AF-D 2,8/70-200 auch 1996 gekauft. Das war erstens vergleichsweise günstig, und zweitens ist das ja auch 30 Jahre her. Trotzdem: Der Inflationsrechner weist ca. 75% Kaufkraftverlust aus. Wenn man noch einbezieht, dass die heuten Tele mit AF-Motor und VR sehr viel aufwändiger gebaut, kann man das Teil in den Aktionswochen noch zum inflationsbereinigt ähnlichen Preis kaufen. Noch geringer fiele der Unterschied aus, wenn man ein VR I von 2006 vergleichen würde.

3. Back to topic: Die 4,5/400 sind wirklich recht günstig, sowohl bei Fuji als auch bei Nikon. Vor allem wenn man sie mit den 2,8/300mm vergleicht, in denen ähnlich viel Glas verbaut ist, und die preislich auch heftige Sprünge gemacht haben. Warum man in diesem Segment so agiert? Ehrlich: Keine Ahnung, aber es sticht schon ins Auge. Denkbar wäre, dass die Teile zwar sehr solide, aber doch nicht ganz so massiv wie ein 2,8/300 gebaut sind. Würde mich aber nicht stören, im Gegenteil. Schon mein 5,6/200-500 ist praktisch erstaunlich gut.

4. Nicht verstehen kann ich die Mutmaßungen / Unterstellungen, Fuji würde keinen konkurrenzfähigen AF-Antrieb verbauen (können). Nun habe ich schon das eine oder andere Mal gehört, dass Fuji in Sachen AF nicht die erste Wahl ist, aber ob das stimmt? Alles Hörensagen! Allerdings denke ich, dass beim AF heute Treffsicherheit / Intelligenz in erster Linie von der Kamera abhängt. Der Antrieb in der Kamera dürfte nicht mehr das entscheidende Limit darstellen. Ich würde auch nicht über ein Produkt derart spekulativ urteilen. Klar gibt es Spar-Linsen, bei denen der AF echt ne Krücke ist, mein o.g. 200-500 zählt dazu. Aber das kostete auch nur 1300 Euro und ist optisch echt anständig.
 
1 Kommentar
W
W.W. kommentierte
War das AF-D nicht 80-200? Die 70 stand meines Wissens erst bei den AF-S vorn.
 
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