genau da liegt das Problem bei Adobe-RGB. Eben weil die wenigsten die entsprechende Hardware haben und nutzen liegt da das größte Fehlerpotential. Die Gefahr von z.B. Tonwertabrissen ist bei Adobe-RGB sehr viel größer weil der größere Farbraum eben NICHT von den meisten Bildschirmen UND Ausgabegeräten wie z.B. Drucker wiedergegeben werden kann. Wenn dann in der Umrechnung von Adobe-RGB nach S-RGB etwas schief läuft passiert genau so etwas. ….
Mmh, das allgemeine Wissen um Farbräume
scheint doch eher begrenzt zu sein …
Nutzt man ein Farbmanagement-System wie
z.B. ColorSync von Apple, dann bekommt man
eine konsistente Ausgabe auf allen Geräten.
Ob der Bildschirm dann nur 90 oder 100 %
Adobe-RGB darstellen ist, ist relativ egal, weil
alles Darstellbare korrekt wiedergegeben wird.
Aktuelle Browser werten eingebettete Farbprofile
aus und stellen die Bilder richtig dar – Probleme
gibt es nur, wenn sie das nicht können.
Drucker wandeln die RGB-Farbinformationen
immer mindestens in CMYK um; bei hochwertigen
Druckern kommen noch Zusatzfarben ins Spiel,
was die Druckqualität spürbar anhebt.
Whitewall wandelt interessanterweise auf RGB
für die Produktion:
Ihre Datei kann sowohl in RGB als auch in CMYK vorliegen. CMYK-Daten werden im
Produktionsprozess in RGB umgewandelt. Ist kein Farbprofil angehängt, gehen wir
davon aus, dass Ihre Daten im sRGB-Profil vorliegen."
Daraus folgt, daß sie Farbprofile auswerten,
also auch Adobe-RGB …
Allerdings bieten sie für jedes Papier das dazu
passende, optimierte icc-Profil an, was man im
Rahmen seines Farbmanagements dann auch
konsequent verwenden sollte.
Ich arbeite seit vielen Jahren auf verschiedenen
MacBooks mit Adobe-RGB und hatte weder im
Zeitungsdruck noch bei Ausbelichtungen jemals
irgendwelche Probleme, obwohl erst mein 2014er
annähernd diesen Farbraum per DCI-P3 abdeckt.
Wenn man weiß, was man tut, und die Spielregeln
des Farbmanagements beachtet, ist Adobe-RGB
prima und lohnt den Einsatz.
Ansonsten ist man mit sRGB auf der sicheren
Seite – kann sich dann aber auch den teureren
Monitor sparen.
Letztlich entscheidend ist, was am Ende aus dem
Drucker kommt.
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