Neue Kamera: SIGMA BF (Diskussion)

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Wuxi

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Ist das minimalistisches Design, oder was?

Also das finde ich schon interessant was Sigma da herausbringt. Die trauen sich was. Kein Abklatsch von den Kameras der etablierten Body-Hersteller sondern wirklich schlicht. Das Objektiv wird zum Star.

Keine Ahnung ob das Gerät technisch etwas kann und ob das Handling funktioniert (oder ob man da sofort Handgriffe anschrauben muss.
 
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Kein Sucher
Kein Klappmonitor
Aus einem Stück gefrästes Gehäuse
Solid-state Tasten
Interner Speicher
 
3 Kommentare
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Kein Sucher.... kein Kauf.... isch 'abe fertisch
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
vielleicht gibt's ja bald für einen extra Obulus einen extra Okulus ... äh ein Okular
 
EvaK
EvaK kommentierte
@Wuxi Habe mir gerade eben das Teil und die technischen Daten auf der Sigma-Website angeschaut. Das waren die Dinge, die mir auch sofort auffielen. Die Kamera selbst ist nett minimalistisch gestaltet, da ist halt kein Platz für barocke Ausbeulungen, Tasten, Speicherkartenklappen usw. Auch der Akku ist minimalistisch für ca. 260 Fotos gestaltet.

Damit ist die Zielgruppe definiert: Leute, die verhältnismäßig wenig fotografieren, das aber nicht mit einem Handy machen wollen, sondern eine schön designte richtige™ Kamera haben möchten, denen Leica aber zu teuer und Fuji wiederum zu barock ist. :biggrin: Denen wünsche ich Spaß mit dem Teil. Ich bleibe aber bei meinem herrlich unminimalistischen Duo Z6 und Z9.
 
Keine Ösen = kein Kameragurt :unsure:
 
4 Kommentare
B
Brunke kommentierte
Optional werden Handschlaufen angeboten. Man findet kaum Bilder von der Unterseite. Aber vielleicht braucht man auch kein Stativ mehr und die Kamera kann schweben.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
In dem Movie kann man sie von unten sehen. Es gibt ein Gewinde und dort ist auch das Batteriefach zu öffnen.
 
B
Brunke kommentierte
Also kein Schweben. Schade.

Aber Clous de Paris, passt also zur Patek Philippe oder Audemars Piguet.
 
EvaK
EvaK kommentierte
@Wuxi Ist nix mit „Kamera baumelt vorm Touribauch” Ösen würden das schöne Design brechen. Deshalb gibt es Handschlaufen, an denen man die Kamera lässig schlenkern kann.
 
Tja, ich könnte mir sogar vorstellen auf einen Sucher zu verzichten. Dann muss aber das Display sehr gut, groß und vor allem in alle mögliche Richtungen schwenk- und drehbar sein.

Ansonsten gilt das was mich schon an anderen Kameras stört, bei denen sich der Komfort des Handlings dem Design unterordnen muss. Will heißen: Mir fehlt ein Griffwulst. Wenn ich da wieder etwas zukaufen muss, kann ich gleich eine CaNiSo kaufen.
 
B
Brunke kommentierte
Aber das ist keine allgemeingültige Feststellung, sondern meine Einschätzung. Es gibt Frauen, die stöckeln auf unbequemen Schuhen durch die Welt. Andere sitzen auf unbequemen Designerstühlen oder wohnen in Designerhäusern, in denen alle lebenswerten Funktionen verbannt wurden. Die sind trotzdem glücklich mit ihrer Wahl.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Noch mal Zustimmung. Manche kommen damit super zurecht, können damit über Kopfsteinpflaster rennen, andere wünschen sich Sneakers.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Es gibt Frauen, die stöckeln auf unbequemen Schuhen durch die Welt.

Das Auge isst mit, High Heels machen das schönere Bein und den grazileren Gang. Ich erfreue mich an diesem Anblick, den es in meiner Wahlheimat überall gibt...

full


Bei technischen Geräten ist das anders, dort bevorzuge ich Ergonomie und Funktionalität - also ein "Design follows Function" und damit scheide ich als Kunde für die Sigma -Kreation aus.
 
B
Brunke kommentierte

Warum nur habe ich gewußt, wer mein Beispiel sofort aufgreift und falsch versteht.

Es geht nicht um das Wohlbefinden emigrierter Lüstlinge, sondern um das Wohlbefinden der Trägerinnen. Ich erwarte jetzt den Einwand, dass die Frauen die Dinger freiwillig tragen. Das ist wohl so, weil sie in den Männern, denen die Stelzen gefallen, wandelnde Brieftaschen sehen. Falls Du hingegen die High Heels selber und mit Wohlbefinden und Freude trägst, nehme ich alles zurück und entschuldige mich in aller Form.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Im Party-Viertel gehöre ich auch zu den wandelnden Brieftaschen, (hier sagt man ATM on two legs) und fühle mich gut dabei. Die Optik, auch wenn sie ergonomisch Nachteile hat, wird bei den Qs, Retros und nun auch bei der Sigma gelobt... ich erfreue mich da lieber an der Optik von High Heels .... bei meinem Fotogerät ist die Optik zweitrangig.
 
Ja wollte ich gestern schon schreiben. Hut ab vor Sigma. Da beweisen sie echt Mut. Das geht noch wesentlich weiter wie bei Leica. Völlig neuer Kamerastil. Wird aber absolute Nische bleiben. Bin sonst für ausgefallenes sofort zu haben, aber das ginge mir jetzt auch zu weit. Aber sonst tolles Konzept, optisch sieht es einfach genial aus. Minimalismus pur! Oder man könnte ein Apple-Logo drauf klatschen und das würde sofort passen.
 
Kommentar
Mit Sicherheit gehöre ich nicht zu der Zielgruppe, die SIGMA mit dieser Kreation erreichen will.
Und der typische Hochzeitsfotograf kann damit nicht arbeiten, weil kein zweiter Kartenslot vorhanden ist.

Dennoch ist es nicht verkehrt, dass man Kamera neu gedacht hat.
Die Idee mit dem fest eingebauten Speicher ist auch nicht schlecht.

Auf jeden Fall sieht das schlichte Ding ziemlich stylisch aus und erinnert mich
an das minimalistische Design von Braun in den 50iger, 60iger und 70iger Jahren.

Grüße aus HB
Heiner
 
2 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Daß Hochzeitsfotografen ohne zweiten Kartenslot nicht arbeiten können ist ein schönes Märchen.
 
Whakaahua
Whakaahua kommentierte
Ach was. Slot 1: Braut, Slot2: Bräutigam - oder wie machst du das?
 
Irgendwie nichts neues. Dia ganzen Action-Cams sehen doch schon ewig so ähnlich aus.
Und die Ergonomie ist auch nicht schlechter wie die einer M-Leica... :p

Grüße - Bernhard
 
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Lt Martin Krolop wollen sie mit der Kamera Handynutzer zur Verwendung einer „richtigen“ Kamera verlocken. Das Bedienkonzept soll toll sein. Sigma behauptet, dass man alles mit einem Daumen einstellen kann. Da sehe ich bei den etablierten Herstellern auch Handlungsbedarf, die halten an den gewohnten Strukturen fest. Neuerungen werden in dieses Konzept reingequetscht. Da zeigen z.B. Leica oder Hasselblad, dass sowas besser geht.

Der Krolop hat in seinem Tokioter Hotelzimmer die ganze Zeit die Kamera in der Hand. Das ist trotz Verzicht auf den Sucher ein ganz schönes Brikett. Wenn man schon 6 Stunden braucht um den Klotz aus dem Vollen zu fräsen, hätte man auch eine organische, ergonomische Form wählen können. Ohne Sucher könnte man eine Kamera vielleicht so gestalten, dass ein Linkshänder sie einfach um 180° dreht.
 
1 Kommentar
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Der findet alles toll für das er bezahlt wird.....

Ich hatte die beiden fp-Modelle in der Hand, und war alles andere als begeistert.
Um die ernsthaft verwenden zu können muss man sie aufriggen, der AF bleibt noch
hinter der EOS 650 aus 1985 zurück. Da sehe ich jetzt nicht wirklich viel Luft für
die neue Mühle.

Meiner Einschätzung nach ist das eine Schönwetterkamera als Lifestyleprodukt,
aber kein Werkzeug. Soll mir recht sein. Kaufe ich nicht.
 
Da sehe ich bei den etablierten Herstellern auch Handlungsbedarf

den Handlungsbedarf sehe ich da eher bei den Nutzern, die nur zu oft schwer von etwas neuem zu überzeugen sind.

WIR!, die Hardcoreamateure, sind es doch die nichts wirklich moderneres wollen, zumindest dann nicht wenn das moderne anders ist als das alt bewährte und gewohnte. Wehe die Hersteller lassen auch nur einen einzigen Knopf weg oder gar den Sucher, oder die Menüführung passt nicht zum alt hergebrachten, dann geht ein Aufschrei der Empörung durch die Fangemeinden, egal welchen Herstellers. Und kleiner und leichter geht ja mal schon gar nicht, was mache ich da nur mit meinen überflüssigen Fingern, knipsen oder die Kamera halten geht dann nicht mehr weil man ja nichts mehr zum greifen und zum durchschauen hat........................... Beispiele würden sich auch hier im Forum viele finden lassen.

Ob und wie sie abliefert wird sich zeigen. Mir gefällt diese Kamera. Mir gefällt das Design, und hätte ich noch nichts, wer weiß..................
Ein drittes System kommt mir aber keines ins Haus, ich nutze meine aktuellen Kameras schon viel zu wenig.
 
2 Kommentare
B
Brunke kommentierte
Ich erkenne, was Du meinst. Wenn neu nur anders bedeutet, bin ich bei Dir. Dann reagiere ich auch auf Veränderungen sensibel. Deshalb müsste für mich für einen Systemwechsel gewichtige Gründe vorliegen.
Oder eben ein radiakl verbessertes Bedienkonzept. Da schiele ich sehr neidisch zu Leica und Hasselblad. Ich bin mir sicher da geht was. Bevor man wieder eine Retrokamera bringt, könnte man da mal angreifen.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Naja, wenn man kaum Funktionen hat, kann man auch das Bedienkonzept verbessern/vereinfachen.

Wir als Hardcoreamateure sollten auch in der Lage sein, ein sehr komplexes Sony-Menü an einem Nachmittag zu erfassen, und dann die Kamera mit ihren vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten auf die eigenen Bedürfnisse/Motive einzustellen. Danach ist sie so einfach zu bedienen, wie eine Leica, nur sie performt viel besser....

Neu, anders, nur um aufzufallen, ohne Mehrwert bei der Performance, bei der Trefferquote, nein das brauche ich nicht. - Abwechslung brauche ich nicht bei Tools und Gebrauchsgegenständen....
 
Das ist ein Design Teil und das will bezahlt werden. Kameras ohne Sucher interessieren mich nicht, auch wenn sie nur 445g wiegt. Ein Massenprodukt ist die BF sicher nicht aber kaufen wird sie auch jemand. Andere kleine Fummelgehäuse ohne Sucher werden ja auch gekauft.
 
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Design Teil und das will bezahlt werden
Das Gerät ist natürlich ein Leica-Killer.
Minimalistisches Design, aus dem Vollen gefräst.

Eigentlich cooler und konsequenter als die Q3 zu 1/3 vom Preis.

Wer die Q3 eigentlich cool findet, aber ihm zu peinlich ist mit dem P-Verlängerungs-Rotpunkt herumzulaufen -> Zielgruppe!
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
G
Gianty kommentierte
Einen LEICA Killer sehe ich darin nicht.

Das "aus dem Vollen gefräst" wird nur gemacht weil es günstiger ist als teure Betriebsmittel anzufertigen. Dieses kantige Blockdesign lässt sich sonst nicht so einfach herstellen.

Schön ist anders ( aus meiner persönlichen Perspektive betrachtet ).

Minimalismus ist nicht schlecht, die Umsetzung nach meinem Empfinden hier gar nicht mal so gut gelungen.

Wäre natürlich schön wenn sie ihre Käufer findet.
 
labrador
labrador kommentierte
Das Gerät ist natürlich ein Leica-Killer.
Is' klar.

Schon die Sigma fp und fpL waren äußerst erfolgreich und haben Leica in den letzten Jahren an den Rand des Abgrunds gebracht...

Was genau ist, bis auf das Gehäuse, an einer BF anders oder besser als an einer fp? Kennt hier überhaupt irgendjemand einen Menschen, der eine Sigma fp(L) gekauft und noch im Einsatz hat? Kein Sucher, festes Display, kein IBIS, Ergonomie selbst gegenüber einer X100 ein Witz, etc., etc. ... Und bei der BF hat sich in allen genannten Punkten nichts geändert.

Die Leica Q Reihe verkauft sich - für eine Firma mit unter 1% Marktanteil und trotz zwischenzeitlicher Konkurrenz von Zeiss und Sony - wie geschnitten Brot. Das zu einem Preis von 3900€ für die erste Q in 2015, bis hin zu inzwischen 6250€ für eine Q3 und 6750€ für eine Q3 43. Ich kaufe trotzdem keine mehr, da meine Q1 kaum noch genutzt wird und mein Johannes inzwischen so winzig ist, dass ich zur M greifen muss - die Qs sind mir einfach zu billig. Obwohl: Keine meiner Ms hat einen roten Punkt, den hat eigentlich nur das Standardmodell. Kauft man eine -P, -M, -D gibt es den roten Punkt nicht; ist das eigentlich eine Steigerung auf der nach oben offenen Pneid-Skala? The doctor is in?
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Sie ist ein Leica-Killer für die Klientel, die eine Kamera primär als Accessoire sieht und damit gerne flaniert....

Nach dem Motto, nehme ich heute die Q, die M, oder die BF und welche Handtasche passt dazu Prada, oder doch die Ferragamo.
 
B
Brunke kommentierte
Leica Killer? Niemals. Vielleicht ein Produkt für Leute, die ein Luxusprodukt nicht verstanden haben. Man kann in dem Segment das Original nicht ersetzen. Margarine ist nicht Butter.
 
Uncool finde ich die BF nicht, nur aus den bereits genannten Gründen etwas zu reduziert. Ich hätte zumindest gerne einen Aufstecksucher. Das Hauptproblem ist für mich der für die infrage kommenden Einsatzzwecke zu hohe Preis. Über dessen Rechtfertigung kann man sich trefflich streiten. Hauptgrund dürften die Stückzahlen sein. Was dieses Teil allerdings interessant macht: Der L-Mount und das Sigma-eigene Objektivangebot. Kleine Festbrennweite drauf, und das Ding ist eine Waffe von Kompaktkamera. Sigma soll das Ding mal etwas breiter machen und einen Sucher einbauen, dann kann ich mir schon großes Interesse vorstellen. Viel fehlt da nicht mehr. Mutig ist es allemal, und im positiven Sinne radikal anders. Wobei man mit "radikal anders" kaum weniger reissen kann als im traditionsbewußten Fotosektor, wo Designexperimente eigentlich so ziemlich alle durchgefallen sind. Selbst die Modernisierung Mitte der 80er mit der Canon T90 als Revoluzzer war schon hart am Limit.
 
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Wahrscheinlich kann man mit "einer" CNC Fräsmaschine und Alu from Chinesen die Nachfrage befriedigen. Ich nehme mal an dass der Rest Normteile sind die schon in anderen Kameras verbaut sind, also so ein großes Abenteuer wird es für Sigma nicht werden.
Manchen gefällt's, anderen nicht.
 
Kommentar
Vielleicht ist es eine Kamera gezielt für Objektivtester, denen Pixelpeepen wichtiger ist als wirklich Fotos zu machen. Dafür braucht es keine komplexen Funktionen.

Hinter den Objektiven muss nur ein Speichermedium angeschlossen sein. Der Markt an Ziegel-, Mauerstein-, Balkonpflanzen-, Siemensstern- und Eckenfotografen ist gar nicht mal so klein.
 
Kommentar
Bei der BF hat Sigma das richtig gemacht, was Leica bei der TL falsch gemacht hat: Die Sigma hat einen Vollformatsensor. Ansonsten sind sich die beiden vom Konzept her recht ähnlich.

Ich bin doch angetan von dem Modell. Der Preis müsste noch fallen - da stehen die Chancen bei Sigma gut - und es müsste noch ein, zwei echte Pancake-Objektive dazu geben. Dann wäre die Sigma eine schöne Zweitkamera oder Immerdabeikamera, die auch locker in die Handtasche passt.
 
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