Negative mit dem JJC Film Digitalisierset abfotografieren

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ni27fo

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Wie hier schon angesprochen habe ich mir das JJC Film Digitalisierset zugelegt. Dazu habe ich mir auch das Nikkor AF 60/2.8 D Makro gebraucht gekauft.

Hintergrund:
Ich habe früher schon fotografiert, aber hauptsächlich nur Urlaubsbilder mit meiner alten Praktica BMS electronic.
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Die meisten Abzüge sind in Alben geklebt oder liegen noch in Kartons herum. Dias hatte ich auch mal probiert, habe aber schon seit vielen Jahren keinen Projektor mehr, kann die also gar nicht anschauen.

Also, Negative und Dias digitalisieren. Einen Satz Urlaubsbilder hatte ich beim örtlichen Fotohändler zum Digitalisieren abgegeben, das Ergebnis war nicht so berauschend. "Reflecta x33" steht in den EXIF Daten, naja

Dann habe ich einen Professionellen Digitalisierungsdienst ausprobiert, da war das Ergebnis auch nicht gut. Zwar schöne Farben, schön scharf (im Rahmen dessen, was die Negative so hergeben), hohe Auflösung, aber starker Beschnitt und teilweise Schatten, die wohl von der Filmperforation kommen - da war vielleicht irgendwas nicht lichtdicht. Das letzte war beim Händler übrigens auch. An den Negativen liegt es aber nicht, bei meinen Versuchen traten die Schatten nicht auf.

Ich stelle hier mal zwei Bilder übereinander, das eine vom Dienstleister (man sieht rechts die angesprochen Schatten) ...
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... das andere von mir (ohne Schatten und Flecken (letztere rausgestempelt))
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Ich muß zugeben, daß mir die Farben vom Dienst besser gefallen, da muß ich noch mal ran ...

Das Set hat neben etlichen Adaptern für viele Filtergrößen. Ich hatte den passenden auf das Nikkor Makro geschraubt, das Objektiv an meine D3300 montiert und das übrige Set verbunden. Paßt - fast - man könnte damit wohl arbeiten, aber man hat auch nicht das komplette Bild drauf. Also per FTZ II (was man sich so im Laufe der kurzen Zeit anschafft, ist schon irre) an die Z5, da ist dann gleich viel mehr drauf, inklusive etwas Randstreifen - was gut ist für den Weißabgleich

Ich muß natürlich manuell fokussieren, aber OK. So richtig scharf bekomme ich es nicht, obwohl das kleine Quadrat grün leuchtet. Da muß ich vielleicht noch üben ...

Tageslichtbilder sind relativ einfach zu bearbeiten. Aber dunkle oder gar unterbelichtete Bilder sind ein wirkliche Herausforderung. Das heftigste ist dieses hier
Vom Dienstleister:
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Von mir (und von dem Fussel mal ganz abgesehen):
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Ich habe versucht das Negativ beim Abfotografieren überzubelichten, unterzubelichten ... ich bekomme es nicht hin. Für Tipps wäre ich dankbar
 
Zuletzt bearbeitet:
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Update:
Für "gute" Negative kann das Set zum Abfotografieren ein ausreichender und vor allem schneller Weg sein. Bei "Problemnegativen" (schlecht belichtet, verkratzt) ist ein Scanner besser, aber eben auch langsamer.

Der gebrauchte Reflecta CrystalScan 7200 (was für @Bremenfrosch gut genug ist, sollte für mich auch reichen) kam heute an, die ersten Tests sind ermutigend. Ich bekomme in etwa die Qualität vom Dienstleister, habe aber mehr Kontrolle

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1 Kommentar
Bremenfrosch
Bremenfrosch kommentierte
@ni27fo Freut mich, dass Du den kleinen Scanner auch o.k. findest. Mir reicht er für meine aktuellen Spielereien und für die erhaltenswerten, alten Negative.
Viel Spaß damit!
VG Holger 🐸
 
Dein zuletzt geposteter Versuch ist um einiges besser als die beiden anderen (ohne dass ich das Motiv kennen würde, kann also zur Farbtreue nichts sagen). Ich frage mich, wie die immensen Unterschiede in puncto Farbwiedergabe zustande kommen. Wie sehen denn die weiteren Bearbeitungsschritte nach dem Scannen aus?
 
2 Kommentare
Bremenfrosch
Bremenfrosch kommentierte
Moin Steff, @ni27fo hat ja schon erwähnt, dass ich den Scanner auch habe.
Meine Erfahrungen mit dem Scannen von Negativen habe ich HIER AUF MEINER HP beschrieben. Monochrome Negative zu scannen ist einfach, das Problem einer Nicht-Scanner-Lösung, die ich auch lange nutzte, ist die Farbtreue. Um den angeborenen Farbstich aus den Negativen beim Abfotografieren herauszubekommen, habe ich einen KB12-Filter benutzt. Auch danach war viel manuelle Nacharbeit und der Vergleich mit dem Papieroriginal erforderlich.
Beim Scanner ist dies viel einfacher, weil in der Software eine grundsätzliche Einstellung zu Farbnegativfilmen vorhanden ist und m.E. der Scanner sich auch vorher kalibriert. Bei Problemnegativen ist auch nicht alles sofort topp, aber die Nacharbeit ist erheblich geringer.
Es gibt bestimmt viel bessere Scanner am Markt zu kaufen, der Nikon-Scanner wird hier immer zitiert, der kostet aber auch ein Vielfaches. Muss man abwägen.
VG Holger 🐸
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
1731065965676.png
1731066020473.png

Danach noch Entrauschen

An die Original-Farben kann ich mich nach über 20 Jahren auch nicht mehr erinnern, aber für mich paßt es so - auch wenn es alles in allem recht künstlich aussieht.

Ich habe mittlerweile auch einen KB15 Filter für das Makro, aber den habe ich noch nicht probiert. Das wird auch nie so gut, wie mit dem Scanner.
 
Das als Beispiel genommene Motiv ist aber auch Hardcore was Belichtung und Farbstimmung anbelangt. Wie soll man da eine valide Aussage was "stimmt" treffen? Das existiert ja maximal noch in der subjektiven Erinnerung des Fotografen in einer gewünschten Stimmung.
Was ich als scharf erkennen kann sieht aber doch ordentlich aus, über die Farbtreue könnte ich keine Aussage treffen die irgendwem hilft, einen Neutralpunkt zu bestimmen wäre ebenfalls sehr schwer.
 
1 Kommentar
ni27fo
ni27fo kommentierte
Ja, wie oben schon kommentiert, sich nach so langer Zeit an die Farben zu erinnern ... also ich kann das nicht.

Die Bilder aus dem Scanner verlangen auf alle Fälle weniger Nacharbeit, etwas Kontrast anheben, etwas Dunst rausnehmen, evtl Lichter reduzieren, bei dunklen Bildern nocht entrauschen - viel mehr ist nicht. Ich will die Bilder ja auch nicht aussehen lassen, als wären sie frisch mit einer Z8 aufgenommen worden ;)
 
einen Neutralpunkt zu bestimmen wäre ebenfalls sehr schwer.

Mmh, ich habe einfach eine (winzige) Stelle gesucht,
die ziemlich sicher rein weiß sein sollte. Außerdem
habe ich Blau und Grün abgesenkt und etwas an
der Gradationskurve gezupft – mit dem Ziel, den
mutmaßlich richtigen Farbton der Marmorsäule zu
treffen. Das Ergebnis ist natürlich diskutabel:

image0004_1200-2_NEU.jpg

Zum Vergleich siehe hier ein vatikanisches Bild von Bernini … :lupe:


.
 
3 Kommentare
ni27fo
ni27fo kommentierte
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Womit das gemacht wurde, ist doch völlig schnuppe …

Um Dein Bild halbwegs vernünftig bearbeiten zu können,
betraf es einer Referenz zur Orientierung und genau die
bietet das vatikanische Bild.

.
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
Da bin auch auch sehr dankbar für, nicht so sehr wegen den Farben, sondern zur Einordnung, denn ich hatte die ganze Situation gar nicht mehr im Kopf. Ich wahr wahrscheinlich so von dem güldenen Skelett fasziniert, daß ich das ganze drumherum völlig vergessen hatte.
 
... Ergebnis ist natürlich diskutabel ...
Joa, das wäre es ... :D
Der "Blutwurstton" der Säule passt so halbwegs, aber die Marmordecke über dem Skelett sieht aus als wäre sie aus "leuchtenden Fleischbrocken" zusammengesetzt, ins gammelnde tendierend unten rechts in der Ecke. Der Goldton vom Skelett leuchtet sehr krass. Jetzt sieht es aus als wäre alles heftigst angeblitzt worden und es fehlen dann aber irritierenderweise die sonst dazu entstehenden Schatten.

Ich finde insgesamt den Kontrast viel zu extrem, ich denke wenn man das Bild halbwegs retten wollte ist es eben mit so zwei oder drei Schnellklickern imho nicht getan - ni27fo wird das Bild schon absichtlich als Beispiel hergenommen haben, weil es eben ein schwieriges Negativ ist. Mehr als eine halbwegs taugliche Dokumentation der Erlebnisse wird wahrscheinlich nicht gebraucht.

Wenn der Scanner das zulässt könnte man versuchen davon eine HDR Reihe zu scannen - und diese dann miteinander verrechnen um die Kontraste gezielter steuern zu können - das geht natürlich auch ohne Automatik, aber in jedem Fall hat man dann schon 2 - X Bilder die verarbeitet werden wollen - inklusive aller Effekte die als Störung vorhanden sind und mal weniger, mal stärker in Erscheinung treten.

Wenn ni27fo das möchte kann er ja seinen "subjektiv besten Scan" mal im "schwierige Nachbearbeitung"-Thread zur Verfügung stellen und wir schauen was damit so geht. Wenn jemand C1 hat wäre auch interessant, was die Farbanpassungsautomatik aus dem Scan in Kombination mit dem anderen Bild macht. So rein experimentell mal gespielt...
 
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volkerm
volkerm kommentierte
Ich zweifle den Nutzen von HDR hier an, denn das wäre relevant bei Dias mit hohem Kontrastumfang. Wir haben hier aber das Gegenteil, ein Negativ mit arg geringer Dichte wegen der Unterbelichtung. Den dadurch sehr geringen Dichteumfang des Negativs bekommt der Scanner hin, da braucht es kein HDR, allenfalls noch mehr Farbtiefe könnte theoretisch nützlich sein.
 
ni27fo wird das Bild schon absichtlich als Beispiel hergenommen haben, weil es eben ein schwieriges Negativ ist. Mehr als eine halbwegs taugliche Dokumentation der Erlebnisse wird wahrscheinlich nicht gebraucht.
Da hast Du in beiden Punkten recht

Wenn ni27fo das möchte kann er ja seinen "subjektiv besten Scan" mal im "schwierige Nachbearbeitung"-Thread zur Verfügung stellen
Ah, den Thread suche ich mal, kannte ich nicht. Vielleicht mache ich das tatsächlich ...
 
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