Negative mit dem JJC Film Digitalisierset abfotografieren

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ni27fo

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Wie hier schon angesprochen habe ich mir das JJC Film Digitalisierset zugelegt. Dazu habe ich mir auch das Nikkor AF 60/2.8 D Makro gebraucht gekauft.

Hintergrund:
Ich habe früher schon fotografiert, aber hauptsächlich nur Urlaubsbilder mit meiner alten Praktica BMS electronic.

Die meisten Abzüge sind in Alben geklebt oder liegen noch in Kartons herum. Dias hatte ich auch mal probiert, habe aber schon seit vielen Jahren keinen Projektor mehr, kann die also gar nicht anschauen.

Also, Negative und Dias digitalisieren. Einen Satz Urlaubsbilder hatte ich beim örtlichen Fotohändler zum Digitalisieren abgegeben, das Ergebnis war nicht so berauschend. "Reflecta x33" steht in den EXIF Daten, naja

Dann habe ich einen Professionellen Digitalisierungsdienst ausprobiert, da war das Ergebnis auch nicht gut. Zwar schöne Farben, schön scharf (im Rahmen dessen, was die Negative so hergeben), hohe Auflösung, aber starker Beschnitt und teilweise Schatten, die wohl von der Filmperforation kommen - da war vielleicht irgendwas nicht lichtdicht. Das letzte war beim Händler übrigens auch. An den Negativen liegt es aber nicht, bei meinen Versuchen traten die Schatten nicht auf.

Ich stelle hier mal zwei Bilder übereinander, das eine vom Dienstleister (man sieht rechts die angesprochen Schatten) ...

... das andere von mir (ohne Schatten und Flecken (letztere rausgestempelt))

Ich muß zugeben, daß mir die Farben vom Dienst besser gefallen, da muß ich noch mal ran ...

Das Set hat neben etlichen Adaptern für viele Filtergrößen. Ich hatte den passenden auf das Nikkor Makro geschraubt, das Objektiv an meine D3300 montiert und das übrige Set verbunden. Paßt - fast - man könnte damit wohl arbeiten, aber man hat auch nicht das komplette Bild drauf. Also per FTZ II (was man sich so im Laufe der kurzen Zeit anschafft, ist schon irre) an die Z5, da ist dann gleich viel mehr drauf, inklusive etwas Randstreifen - was gut ist für den Weißabgleich

Ich muß natürlich manuell fokussieren, aber OK. So richtig scharf bekomme ich es nicht, obwohl das kleine Quadrat grün leuchtet. Da muß ich vielleicht noch üben ...

Tageslichtbilder sind relativ einfach zu bearbeiten. Aber dunkle oder gar unterbelichtete Bilder sind ein wirkliche Herausforderung. Das heftigste ist dieses hier
Vom Dienstleister:

Von mir (und von dem Fussel mal ganz abgesehen):

Ich habe versucht das Negativ beim Abfotografieren überzubelichten, unterzubelichten ... ich bekomme es nicht hin. Für Tipps wäre ich dankbar
 
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1. Deine Beobachtungen zu der Arbeit professioneller Dienstleister finde ich sehr interessant.

2. Fokussieren ist bei mir kein Problem. Ich digitalisiere mit der d500, einmal per Eigenbau und dann seit neuestem mit Stativ und leuchtplatte. Da Kriege ich das negativ Format füllen automatisch scharf.das hilft dir bei deinem Aufbau aber leider nicht weiter.

3. ja der weißabgleich. Bei NX-Studio setze ich einfach einen Graupunkt und dann passt es meistens schon irgendwie. Danach noch ein bisschen rot-blau oder magenta-grün verschieben, bis es passt.
Leider klappt das nicht immer.
Das Material vom Dienstleister hat mitunter einen natürlichen Weißabgleich, als ich das hinkriege. Eine immer zufrieden-stellende Lösung habe ich leider noch nicht gefunden, vor allem was Natürlichkeit betrifft, die vorhanden Abzüge dienen mir da oft als Vorlage...
(Nur mal so als Feedback, dass der Weißabgleich auch für andere ein Thema darstellt )
 
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4 Kommentare
ni27fo kommentierte
Danke @Nikorino für das Feedback - Ja, bei Tageslichtbildern funktioniert es so, wie Du in 3. beschrieben hast
 
Lydian kommentierte
Wenn mit dem genannten Reflecta-Scanner gearbeitet wurde stelle ich die Professionalität in Frage.
 
D
Dunkelziffer kommentierte
habe mal nach scanstudio.de. geschaut.

Glaube, die sind Geschichte, die Domäne steht zum Verkauf.
 
Lydian kommentierte
Ich hatte den Bindestrich vergessen und das inzwischen korrigiert.
 
Wenn möglich mach mal die Beleuchtungseinheit ab und fotografiere mit dem Rest gegen den blauen Himmel.
Wenn dann bessere Ergebnisse rauskommen liegt es an der beschränkten Leuchtkraft und dem fehlenden gleichmäßigen Farbspektrum der LED Leuchte.
Grüße
 
2 Kommentare
ni27fo kommentierte
Danke @jockel123 - Die Leuchteinheit läßt sich in 10 Stufen von mau bis ganz hell einstellen
 
N
Nikorino kommentierte
@jockel123 das was du da beschreibst, fehlende Leuchtkraft und ungleichmäßiges Spektrum, entspricht das einem niedrigen CRI?

Das war so ein Begriff, der bei leicht Platten auch oft zu lesen ist. Ob er es direkt trifft...?
 
Ich habe versucht das Negativ beim Abfotografieren überzubelichten, unterzubelichten ... ich bekomme es nicht hin. Für Tipps wäre ich dankbar

Vielleicht einen Versuch wert: Eine Belichtungsreihe machen und dann mit einem geeigneten Programm ein HDR rechnen?

Ich habe mir kürzlich das gleiche Set zugelegt und will damit, ebenfalls mit dem Micro-Nikkor AF-D 2,8/60, meine nicht ganz so wichtigen Dias nach und nach digitalisieren. Die wichtigen gehen nach wie vor zum Scanservice (scan-studio.de), dort hat man mit Nikon-Scannern und entsprechender Software zur Glättung, Fehlerkorrektur etc. mehr Möglichkeiten, jedenfalls bei E6-Dias. Kodachrome ist eine eigene Geschichte.
 
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2 Kommentare
ni27fo kommentierte
@Lydian Belichtungsreihe und HDR - gute Idee, mal probieren
 
Lydian kommentierte
Professionelle Dienstleister bieten bei unterbelichteten Dias auch Mehrfachscans an, scan-studio.de bis zu 16fach.
 
Nachtrag:

Ich hatte die Kamera per NX Tether mit dem PC verbunden, das erlaubt einen relativ geschmeidigen Workflow

Zum Bildbearbeiten nutze ich ON1 Photo RAW 2025
 
Kommentar
Die Farben deiner Versuche sind wirklich nicht optimal. Welche Leuchtplatte nutzt du?
 
Kommentar
Ich habe versucht das Negativ beim Abfotografieren überzubelichten, unterzubelichten ... ich bekomme es nicht hin.
Ich habe mal gelesen dass Negative wegen einer bestimmten Schicht (Orangemaske oder so?) sehr schwierig umzukehren sind.
Also einfaches Invertieren klappt da nicht.

Googele mal!
 
J
JBusse kommentierte
Hallo Ni27fo,
zuerst einmal ist der unterschiedliche Weißabgleich zwischen dem Scandienstleister und Deiner Variante im letzten Bildpaar von #1 auffällig. Dein Bild hat einen Grünstich, der Weißabgleich des Dienstleisters wirkt angenehmer und natürlicher. Ferner ist Deine Variante kontrastreicher. Da hilft eine Belichtungsreihe nicht viel. Normalerweise würde ich sagen, Du musst die Tiefen aufhellen und die Lichter reduzieren. Da es sich aber um Negativfilm handelt, musst Du genau andersherum denken. Schwarz und Weiß sind vertauscht, also invertiert. Deshalb versuche die Lichter aufzuhellen und die Tiefen abzusenken. Ich bin gespannt auf das Ergebnis!

Gruß Jürgen
 
ni27fo kommentierte
Ja, das habe ich natürlich alles probiert, da sind - logischerweise - einige Regler invertiert.
Mir stellt sich das Problem nun so dar: Ich bekomme mit dem JJC Set/Objektiv/Z5 nicht genügend Information ins RAW um damit überhaupt etwas anfangen zu können - wobei ich das Objektiv und die Kamera mal ausschließen will.
 
ni27fo kommentierte
Ich fürchte, daß z.B. die Ecken nicht so ausgeleuchtet werdem wie der Rest. Vielleicht kann ich da eine andere, größere Leuchtplatte dranpfuschen ...
 
J
JBusse kommentierte
Ja, Du hast recht, die Mini-Leuchte könnte ein Schwachpunkt sein. Ich benutze für die Beleuchtung einen Leuchttisch wie man ihn zum Sortieren und Beurteilen von Dias früher eingesetzt hat. Dieser hat angeblich Normlicht.
 
F
forensurfer kommentierte
Die Orangemaske bekomme ich schon mit Einsatz eines KB12 am Objektiv gut ausgeglichen. Dann folgt das Invertieren. Den Rest mache ich mit setzen eines mittleren Graupunktes.
 
Das Abfotografieren von Farbnegativen hat mich noch nie so richtig überzeugen können. Ein guter Scanner bringt gerade bei analogem Farbfilm nach meinen Erfahrungen eine sehr viel bessere Qualität: Automatische Negativ-Umkehr, nach Wunsch auch mit Tonwertspreizung und Grauwertpipette im Histogramm - vor dem Scannen - sowie Mehrfach-Scan für digitale Rauschreduzierung, Digital ICE von Kodak für Staub- und Kratzerentfernung mittels Ausmaskierung im Infrarot-Kanal und digitale Farbrestaurierung für farbstichig gewordene oder verblichene Bilder.

Oft war ich völlig überrascht, was da mit dem Scanner aus den Negativen herausgeholt wurde im Vergleich zu dem matschigen Mist, der von den Laboren früher abgeliefert wurde.

Bei S/W sieht das hingegen völlig anders aus. Da setze ich mangels Mittelformat- oder Großformat-Scanner sehr gerne aufs Abfotografieren.

Ein Tipp, wenn Du mit Lightroom arbeitest: Dem PlugIn Negative Lab Pro sagt man fürs Abfotografieren und Umkehren von Farbnegativen sehr viel Gutes nach. Eine Demo zum Ausprobieren gibts hier:

 
Kommentar
Wenn man beim Abfotografieren von Farbnegativen einen KB15 Filter verwendet, wird ein Großteil der Maske bereits korrigiert. Die Nachbearbeitung ist dann erheblich leichter.
 
volkerm kommentierte
Bei nochmaligem Nachdenken sehe ich doch einen Vorteil beim "optischen" Weißabgleich mit Blaufilter.

Beim elektronischen Weißabgleich wird die Bildinformation letztlich doch vor allem aus dem Rotkanal gezogen, wegen der rötlichen Maskierung. Und der hat eben nur endliche Farbtiefe, was gerade bei diesem unterbelichteten Negativ mit entsprechend geringer Schwärzung/Tönung zu einem Bild mit wenig Tonwertspreizung = grober Tonwertauflösung führt. Wenn man die rote Maskierung per Filter neutralisiert dürfte das zu besserer Nutzung aller Farbkanäle des Sensors und besseren Tonwertabstufungen führen. Oder ist der Gedanke falsch?
 
ni27fo kommentierte
volkerm kommentierte
Ja, so meinte ich das. Gerade habe ich das schnell mit einem Nikon B12 versucht (Kunstlicht auf Tageslicht, also wie 80A) und das reicht noch nicht aus. @Tom.S hatte KB15 vorgeschlagen, den kenne ich nicht, sieht aber noch stärker gefärbt aus.

 
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ni27fo kommentierte
beim Stöbern nach Filtern gefunden:
 
ni27fo kommentierte
KB15 Filter in 62mm ist bestellt. Wenn der da ist probiere ich es noch mal - jetzt erst mal Pause von dem Thema (oder doch erst noch mal die Dias raussuchen und die probieren? )
 
Hier mal Links, die vielleicht helfen...





Gutes Gelingen...
 
1 Kommentar
ni27fo kommentierte
Danke dafür - aber das Entfernen der Orangemaske ist nicht das eigentliche Problem. Die unterbelichteten Negative sind es. Daß man da mehr rausholen kann, zeigt der Dienstleister - allerdings überzeugt der halt an anderer Stelle nicht
 
Wie dick können die Diarähmchen sein, damit sie noch in die Halterung passen?
Ich habe den Adapter zum Abfotografieren von Nikon. In den Diahalter davon passen leider nur die dünnen Papierrähmchen, deshalb die Frage.

Ich nutze übrigens auch On1 Photo RAW 2025 zur Bearbeitung und habe für Negative abzufotografieren ein Preset mit dem ich Recht zufrieden bin.
 
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ni27fo kommentierte
Der Schlitz für die Dias ist 2mm, vielleicht knapp weniger. Es muß aber dem ES-2 Original schon einigermaßen entsprechen, denn auf der Packung steht, daß es dafür auch passen würde
 
Beuteltier kommentierte
Hallo Volker,
die üblichen von Großlaboren verwendeten Rähmchen (schwarze Emulsionsseite, weiße Vorderseite) waren bis vor 10 Jahren nur knapp 2 mm dünn.
Die, welche man für das selbst einrahmen kaufen konnte, waren oft dicker - insbesondere die mit Glas!
 
waldgott kommentierte
@ni27fo - Die meisten meiner Diarahmen (ohne Glas) sind 3 mm dick. Somit ist das Gerät gegenüber dem Nikon Teil keine Verbesserung für meine Situation. Dann kann ich auch mit dem Nikon-Teil weiter arbeiten und es lohnt nicht umzusteigen. Danke für's nachmessen und viel Erfolg beim Digitalisieren.
 
dhm kommentierte
Das einzige vernümpftige Werkzeug, was ich gefunden habe ist: Valoi, kostet zwar ist aber gut ausgelegt und Diarahmen sind kein Thema.
Die Tage sind noch zu lang und kuschelige Herbst- und Winterabende werden zum ausgibigen "Fotoscannen" sein um Schätze zu digitalisieren.
Ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten und Erfahrungen teilen.
 
Ich habe mir kürzlich das gleiche Set zugelegt
Korrektur: Stimmt nicht. Nach dem Lesen des Ursprungsposts stellte ich fest, dass ich ein anderes Set habe, nämlich das ohne integrierte Leuchtplatte. Somit hat sich auch meine Frage, welche Leuchte hier verwendet wurde, erübrigt. Ich befürchte, dass die doch recht unnatürlichen Farben der eigenen Versuche (#1) am Lichtspektrum dieser billigen LEDs liegen.

Ich nutze also das gleiche Set ohne die integrierte Leuchtplatte. Ich habe schon seit längerer Zeit zwei Kaiser-Leuchtpulte in verschiedenen Größen und bin damit zufrieden.
Über erste kleine Versuche mit dem JJC-Set bin ich bisher nicht hinausgekommen. Gerade soweit, dass ich feststellte, dass es mit dem Micro-Nikkor AF-S 2,8/105 nicht funktioniert. Und habe mir wieder ein Nikkor AF-D 2,8/60 zugelegt das ich damals veräußerte weil ich dachte, das 105er sei besser. Stimmt nicht.
Und ich warte auf schlechtes Wetter .....
 
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2 Kommentare
N
Nicname kommentierte
B
Brunke kommentierte
@Lydian Vielleicht wäre Blitzen eine Alternative? Damit stimmt auf jeden Fall die Farbtemperatur. Es ist allerdings hilfreich, wenn man einen Blitz mit Dauerlicht zum Fokussieren verwendet. Ich habe ein Nikon Balgengerät mit Diavorsatz und verwende den Godox AD200.
 
Ich habe einen Nikon Scanner und trotzdem wollte ich mal Dias digitalisieren und hoffte auf bessere Qualität.. als so ein Gestellt mit Leuchtplatte angeschafft. Dazu mit der Fuji X-T4 und dem 80er Makro ans Werk gegangen. Ist ziemlich einfach in der Handhabung. Schärfe mit Autofokus eingestellt. Blende 6.4 und Belichtungszeit 1/4. Aber Bearbeitung ist definitiv nicht einfach. Bei diesem Beispiel hab ich noch mit Topaz nachgeholfen. Naja, es geht.. aber nichts für höhere Ansprüche.


 
Swisshead kommentierte
Was ich mir dringend wünsche würde, wäre mal einen neuen Coolscan von Nikon. Gehäuse müsste man nicht mal ändern, sondern einfach aktuelle Technik rein wie einen CMOS KB 24er Sensor z.B. von der Z5, LED Ausleuchtung und Ausgabe in RAW. So könnte man mit jedem Programm problemlos nachbearbeiten, auf Wunsch auch gleich JPEG Ausgabe. Die Filmindustrie boomt ja wieder, gibt wieder neue Analogkameras usw.. aber Scanner tod.. nix. Nur noch lausige uralte Modelle am Markt. Denke viele Tausend könnten die absetzen. Würde sofort einen kaufen. Aber ja, leider gibt vermutlich die Markterwartung zu wenig her.
 
Lydian kommentierte
Ich bezweifle, dass ein moderner Sensor sehr viel mehr aus den Dias rausholt. Die 4000 ppi des ollen Coolscans sind schon gut.
 
F
Fotograf58 kommentierte
Wo nichts ist (Dia), kann man auch nichts mehr rausholen.
 
T
Tom.S kommentierte
Mit einer Kamera erzielt man keine höhere Auflösung als mit einem Scanner, der rd. 4000dpi auflösen kann. Abgesehen vom Sonderfall der Gigapixelfilme, hat Diamaterial unter idealen Bedingungen max. 22MP (Fuji Velvia) und Farbnegative haben max 15MP. 4000dpi bedeuten auf einen Kamerasensor umgelegt rd. 24MP. Damit ist man also jedenfalls im grünen Bereich.

Sensoren in hochwertigen Scannern arbeiten auch grundlegend anders als in Kameras. Der Sensor selbst ist ein klassischer CCD Sensor aber ohne Bayerfilter, um die Artefakte und damit den Qualitätsverlust bei der Umwandlung zu vermeiden. Und es wird zeilenweise gescannt und nicht auf FX-Vollfläche projeziert. CCD Sensoren sind auf von der reinen Bildqualität immer noch besser wie CMOS (auch wenn der Unterschied inzwischen verschwindend ist) aber der CCD hat etliche andere Nachteile, die ihn in der klassischen Fotografie obsolet werden hat lassen. Der Markt für CCD-Sensoren ist immer noch beträchtlich aber betrifft nur mehr technischen Anwendungen wie Mikroskopie und andere Arten von technischen Anwendungen.
 
Swisshead kommentierte
Danke für eure Kommentare, war mir so gar nicht bewusst.. schon wieder was gelernt hier!
 
Wenn ich die beiden von @Swisshead geposteten digitalisieren Dias mit meinen vergleiche, behaupte ich mal, dass der bessere Look des gescannten auch mit der Software, die bei den Nikon-Scannern dabei war bzw. später separat zu erwerben war (Silverfast) zu tun hat. Die spielt beim Ergebnis eine bedeutende Rolle. Meine abfotografierten sind auch deutlich körniger und „unruhiger“ als die gescannten. Da hilft auch ein Sensor mit 36 MP nicht.
 
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Ich nutze den Coolscan V ED (in den Exif heißt er aber "LS-50). Die Auflösung, die herauskommt beträgt knapp 22 Megapixel. Mehr Detailinformation wird in den allermeisten Dias und Negativen nicht enthalten sein. Trotzdem verstehe ich den Wunsch, den Vorgang mal mit einer deutlich höher auflösenden DSLR/DSLM mit 36 oder 45 Megapixeln durchzuführen, vielleicht ist ja noch ein Quäntchen mehr an Qualität herauszuholen? Vielleicht aus einem Kodachrome II? Oder einem Fujichrome Velvia 50 (beides gestochen scharfe Filme, sofern mit ebensolchem Objektiv verwendet und korrekt fokussiert)? Und dann noch das RAW-Format nutzen (aus meinem Coolscan kommen mit der Software "Vuescan" nur *.TIFF-Dateien heraus).

Bin mit dem Coolscan dennoch zufrieden. Ist allerdings sehr, sehr langsam.


Viele Grüße

von

Christoph
 
departure69 kommentierte
Ich hab's tatsächlich mal geschafft, die Original-Nikon-Scan-Software unter einem aktuellen Microsoft Windows 10 x64 zu installieren. Und der notwendige Treiber, den es von Nikon definitiv nicht in 64-Bit gibt (die jüngste/aktuellste Version von "Nikon Scan" und der enthaltene Treiber sind aus 2007!), war ja durch die VueScan-Installation schon da (die Treiber, die VueScan auf dem System installiert, stehen danach auch anderen Scan-Anwendungen zur Verfügung).

Ich konnte dann zwar mit "Nikon Scan" einen Scan auslösen, sogar im *.NEF-Format, aber das Ergebnis war ein winziges Foto mit keiner nennenswerten Auflösung, hab' dann alle möglichen Schalter, Parameter und Einstellungen in der Software ausprobiert, es wurde aber nicht besser. Seitdem verwende ich weiterhin VueScan. Die *.TIFF-Dateien, die VueScan ausgibt, sind danach noch gut zu verarbeiten, gleichwohl mir *.NEF-RAW für meinen Workflow mit DxO PL natürlich lieber gewesen wäre.

Viele Grüße

von

Christoph
 
T
Tom.S kommentierte


Das haben wir erst kürzlich diskutiert. Man kann Nikon-Scan, ohne den ganzen Hacks von ein paar Schlaumeiern im Netz, von Win10 mit Mausklick VOR der Installation 64bit tauglich machen lassen und dann läuft auch alles.
 
volkerm kommentierte
Gerade nochmal getestet unter Windows 11 Pro: Nikon Scan läuft bei mir mit dem fremden Treiber (Silverfast) korrekt, vielleicht ist deine geringe Bildgröße ganz trivial verursacht durch niedrig eingestellte Scanauflösung?

Ob man mit dem NEF-Export wirklich etwas anfangen kann ist allerdings unklar- zumindest in NX Studio fehlen dann die üblichen RAW-Features, so zumindest mein erster Eindruck.

 
volkerm kommentierte
Dein Trick, das Setup von Nikon Scan im Kompatibilitästmodus zu starten klingt einfach ... nur funktioniert es leider nicht. Gerade nochmals getestet auf Win 11 Pro auf einem Rechner, wo zuvor keinerlei Scannertreiber installiert war: der originale Treiber läuft nicht, trotz Kompatibilitästmodus beim Setup.

 
Zuletzt bearbeitet:
T
Tom.S kommentierte


Ich habe es bisher nur mit Win10 probiert und auch so beschrieben. Falls ich mal bei Win11 landen sollte, werde ich berichten.
Es geht aber auch nicht um den Kompatibilitätsmodus sondern um das Problembehandlungstool.
 
Allgemein wird immer wieder berichtet, dass 35 mm Dia- oder Negativfilme bei der Größe des Silberkorns in der lichtempfindlichen Emulsion eine ca. 20 Megapixel Auflösung besitzen. Ich habe das vor Jahren mal selbst nach den Angaben der Größe eines Silberkorns ausgerechnet und kam auch auf diese 20 MP. Demnach erreichen Digitalkameras mit 20 MP die Auflösung des Films. Es bringt demnach auch keine Qualitätsverbesserung mit mehr als 20 MP solche Filme zu digitalisieren.
 
Kommentar
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@ni27fo

Och, so schlecht war der Dienstleister nicht:




Okay, ich habe noch einen Weißpunkt gesetzt, außerdem "Automatische Bildverbesserung"
und die Gradationskurve im GC genutzt … der Rest wäre Ultra-Fine-Tuning

.
 
1 Kommentar
ni27fo kommentierte
@jazzmasterphoto - irgendwie scheint mein Kommentar von gestern verlustig gegangen sein - naja, noch mal: Ich habe ja auch die Farben und Dynamik gelobt, die der Dienstleister aus dem schlechten Ausgangsmaterial geholt hat. Ich kritisiere ja anderes, den zu starken Beschnitt und die Schatten (wie im allerersten Bild) - beide Punkte sind allerdings für dieses spezielle Bild jetzt nicht relevant
 
Ich bin gestern auf ebay auf Anzeigen von Anbietern gestoßen, die Reflecta-Diascanner im Verleih anbieten. Die Kosten sind mit ca.90€/Woche überschaubar. Ich hab zwar einen Filmscanner von Minolta und einen Dia-Kopiervorsatz von Nikon, aber die Prozedur der Digitalisierung von ca. 10.000 Dias wäre recht mühselig. Bei den genannten Scannern kann man das Diamagazin durchrattern lassen. Hat jemand Erfahrungen mit solchen Scannern. Kann man sie auch für Glasrähmchen (Agfa K, Gepe) verwenden? Da gab es einen Hinweis auf evtl. Fokussierprobleme.
 
Kommentar
Ich habe vor einigen Jahren (wahrscheinlich noch mit Windows 7) einen Teil meiner Dias mit dem Diascanner Reflecta DigitDia 6000 (für einen Monat geliehen von der Firma Max Dowrtiel.) Das hat alles prima funktioniert. Die Qualität war gut. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass das Scannen sehr lange dauert, pro Magazin mit 50 Bildern etwa dreieinhalb Stunden, je nachdem, welche Bildverarbeitung man zusätzlich zum Scannen auswählt. Und es funktioniert damals mit der mitgelieferten Software nur sicher, wenn man dazu einen extra Rechner verwendet, der in dieser Zeit nichts anderes macht. Transportprobleme, wie von anderen Nutzern berichtet, hatte ich mit dem Gerät nicht. Der Scanner lief problemlos auch in der Nachtschicht. Mit in Glas gerahmten Dias habe ich keine Erfahrungen.
 
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S
Steinkreis kommentierte
Das hört sich nicht nach schnellem Scannen an. Das ist mir, bei meiner Menge an Dias, doch zu zeitaufwendig. Ich atte darauf gehofft, dass der Scanner eher nach dem Prinzip der einfachen "Scanner" von Rollei funktioniert, bei denen das Dia von einer implementierten Kamera abfotografiert. Der Reflecta funktioniert dann doch so, wie ein "normaler" Scanner, der das Foto abtastet.
 
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S
Steinkreis kommentierte
Danke für den Link zu deiner Beschreibung. Leider ist, wie ich am Wochenende bemerkte" mein Leitz CA1500 defekt. Bei ihm wäre der Umbau leicht möglich gewesen. Ich hab am Wochenende bei "Kleinanzeigen" einen Rollei P360 AF gekauft. Der müsste in den nächsten Tagen ankommen. Der P350 oder P35 wäre geeignet gewesen. Mal sehen, was da bei mir ankommt und ob der Projektor modifizierbar ist. Ich hatte auch schon überlegt, die Dias von der Leinwand abzufotografieren. Dann hätte ich aber die Struktur der Leinwand auf den Bildern.

 
volkerm kommentierte
Unterschätze aber nicht den Nutzen der Staub- und Kratzerentfernung der "richtigen" Scanner, das spart im Nachgang viel Arbeit. Und wenn der Scanner ohne händisches Eingreifen für eine Weile arbeitet ... so what, dann wechselt man eben alle paar Stunden das Magazin und macht zwischendrin etwas anderes. Das manuelle Ausflecken bei abfotografierten Dias ist hingegen zeitraubend, da fasst du jedes Bild einzeln an.
 
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