NEF-Dateien unbedingt weiterbearbeiten?

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Ich würde die Entscheidung NEF/JPEG so lösen:
Wie bringe ich Ordnung in meine Flut an Bildern: Hier bietet mir Lightroom eine außerordentliche Hilfe und nimmt extrem viel Arbeit ab:

-Fotos landen von der Kamera da wo ich sie haben will Fotos („\2015\01\18_01_2015 ein schöner Fototag“),
-sie werden so umbenannt, wie ich es gerne habe (2015_18_01_xxxx.nef),
-ich kann sie ohne große Mühe sortieren, bewerten, mit Tags beschriften.
-Auch könnte ich mir automatisch JPEG von den NEFs irgendwo ablegen lassen.
-Auch kann ich beim Importieren Kamera->PC gleich schon automatisch Standardbearbeitungsschritte durchführen lassen.

Alles das läuft, einmal so eingerichtet, automatisch ab und erspart mir sehr viel Zeit.
Auch finde ich schnell meine guten Bilder, auch nach Stichworten gefiltert.
Bilder auf Flickr, Facebook und Ko laden, geht mit der Maus.
Und zu alledem gibt es auf Youtube Anleitungen ohne Ende, obwohl die Bedienung schon relativ einfach ist.
Dabei macht es keinen Unterschied ob man sich für Jpeg oder Nefs entscheidet, einzig mehr Speicherplatz für Ablage und Sicherung, sowie unzureichende Rechenleistung zur NEF-Bearbeitung sprechen gegen Nef.

Zusammenfassend sage ich, dass es ein brauchbares Fotoverwaltungsprogramm braucht (wie es z.B. Lightroom ist) und dem ist es egal ob es mit Nefs oder Jpegs „gefüttert“ wird, einzig Bildqualität steht gegen Geschwindigkeit/Speicherbedarf, und viele Fotografen ziehen die Bildqualität vor.

Grüße Sigi
 
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... Alles das läuft, einmal so eingerichtet, automatisch ab und erspart mir sehr viel Zeit.
Auch finde ich schnell meine guten Bilder, auch nach Stichworten gefiltert. ...

So viel Zeit nehme ich mir (meist) nicht und wenn ich es tatsächlich schaffe, im Quartal 2-3 gute Bilder zu schießen, finde ich sie auch wieder.

Viele meiner Bilder sind in Augen der Spezialisten (und auch in meinen) belanglos, aber ich bin alt genug, um viel erlebt zu haben. Und wenn mir die Erinnerung Freude bereitet, ist die Bildqualität mir egal.

Als Beispiel einmal ein Bild von 1995: Wir waren auf einer gemieteten Maschine in der USA unterwegs (das Foto habe ich gestern gefunden beim Versuch, mal wieder Ordnung zu verzapfen), haben in Las Vegas geheiratet.




Das Bild erinnert mich sofort an "tausend" Geschichten, war bis heute weder katalogisiert, noch digitalisiert und freut mich als Zufallsfund trotzdem, oder gerade deswegen.
 
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Und als NEF hättest die abgesoffenen Schuhspitzen hochziehen können!
Von einer Beautyretusche ganz zu schweigen.

Genau das will ich doch gar nicht !!!

Ich hätte auch einen besseren Hintergrund aussuchen können, ich hätte auch einen Coiffeur engagieren können, ich hätte auch ... - nix da : So war´s ! Meine Frau schaut noch nicht einmal in die Kamera - life pur - Erinnerung - der Rest ist mir bei dem Bild föllisch Wurscht !
 
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Naja man muss ja auch immer unterscheiden ob "Schnappschuss" oder super gewolltes und komplett ausgearbeites Bild. Bei einem Schnappschuss der eine besondere Situation zeigt kann auch ein schlechtes Bild "gut" sein.
 
Reaktionen: Kay
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Hallo,

ich denke, wenn wir alle mal tief druchatmen, dann sollte es IMO doch evident sein, dass es völlig müßig ist darüber zu debattieren, ob man zwangsweise Erinnerungsfotos an eine tolle Tour bearbeiten muss. Natürlich muss man das nicht aber darauf zielte die Frage des TE auch nicht ab.

Ciao
HaPe
 
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Danke Euch allen für die vielen Anregungen.

Ich werde es jetzt so machen:
- Lightroom installieren als "Fotodatenbank" mit Bildbearbeitungsmöglichkeiten.
- 1.Kartenschacht NEF, 2.Schacht JPEG.

Ich werde dann zunächst die beiden Dateiformate vergleichen und bei ungünstigen Lichtverhältnissen, bei mangelhaftem Weißabgleich, bei Schärfeproblemen, ... versuchen mit der Bearbeitung des NEF-Formates "mehr" herauszuholen.

Ich denke für die Bearbeitung mit Photoshop ist es in meinem Fall noch zu früh.
 
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Guter Einstieg!
So hab ich es auch gemacht.
( Und nach 1 Jahr hab ich dann JPG aufgegeben.)
 
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Nicht nur die "ungünstigen"....mach einfach mach 5-10 Bilder. Geb dir wirklich Mühe. Und wen du meinst "die sind SPITZE" dann lad dir dir Raws in LR rein und beschränke dich nur mal auf Belichtung/Kontrast/Klarheit/Dynamik und Sättigung. Nur 5 Regler. Einfach solange dran drehen bis es dir gefällt. Und DANN legst beide Bilder auf den Bildschirm und vergleichst...Du willst nixmehr anderes

Einzig nervig wen du meinst das du abends noch "mal eben" 400 Bilder entwickeln willst. Dann is die Holde wieder stinkig wen du sooooo spät ins Bett kommst
 
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( Und nach 1 Jahr hab ich dann JPG aufgegeben.)

Genau! Ich ebenfalls...:up: allerdings habe ich kein Jahr gewartet. Sondern genau eine Session (~350 Bilder auf dem Karneval der Kulturen).
Meistens gehe ich gleich nach dem Transfer auf die Festplatte im Schnelldurchgang über die Photos und lösche alles, was offensichtlich missraten ist (unscharf, Ast/Hand/sonstiges im Bild etc). Bei dieser Einstellung RAW+JPEG musste ich immer 2 Bilder löschen. Das war ne blöde Frickelei. Ausserdem wähle ich dann später allerhöchstens 10-15 Bilder zur Weitergabe aus. Warum sollte ich dann von allen anderen Bildern 2 Formate auf der Festplatte haben?

Natürlich gibt es Gelegenheiten, wo es nicht so auf die Qualität ankommt. Partyphotos wären ein typisches Beispiel. Da könnte man durchaus JPEG wählen.

Gruß
 
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Eine einfache Optimierung habe ich hier mal beschrieben:
http://www.bilddateien.de/fotografie/tutorial-digital-rawnikon.html

Ansonsten: wie [MENTION=33431]Lilien[/MENTION] schon beschrieben hat: "Konvertieren" drücken und gut ist.

und das ist der Punkt: Ich hab 2010 meine erste DSLR gekauft und angefangen, damit "Bilder zu sammeln". Irgendwann (ziemlich schnell danach) hab ich mich dann mit RAWs beschäftigt, siehe Link oben.
Letztes Jahr war's dann so unübersichtlich (trotz "Ordner-Struktur"), daß ich mir Gedanken zum Workflow gemacht habe (das ist bei knapp 5.000 Bildern auch noch "rückwirkend" zu schaffen), auch dazu hab ich was aufgeschrieben: http://www.bilddateien.de/fotografie/digital-workflow.html

jpg oder RAW hat also zwei Aspekte:
- Informationsgehalt und Möglichkeit der Optimierung des einzelnen Bildes selbst
- Organisation der Bilder - das hat zwar nichts mit dem Format (jpg oder NEF/RAW) zu tun, aber die meisten user werden eben erst durch solche Workflow-Software "auf diesen Punkt gestoßen".

P.S.: arbeitest Du mit MAC? Dafür (neben Linux) gibt's auch darktable als freie (konzernunabhängige) Lösung ...
 
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Du wirst vermutlich zuerst von diesem Vergleich enttäuscht sein. Das LR-entwickelte RAW wird ohne Anpassung vermutlich recht flau aussehen. Grund sind die Standardeinstellungen von LR, das nur einen Teil der NEF-Informationen interpretieren kann.

Darum möglichst schon beim Import statt der Standard Kamerakalibrierung "Adobe Standard" lieber "Camera Standard" oder eine der anderen "Camera ..."-Profile auswählen und berücksichtigen, dass auch Vignettierungskorrektur und Verzeichniskorrektur bei LR standardmäßig ausgeschaltet sind, ebenso Luminanz-Rauschreduzierung und auch nur wenig nachgeschärft wird.

LR erfordert schon deutlich mehr Einarbeitung als zB Capture NX-D, bei dem du mit Null Aufwand von Anfang bereits das gleiche Ergebnis wie beim Jpeg hast, aber eben in 12 bit oder 14 bit. Aber wenn Du die Möglichkeiten von LR nutzen kannst, wird sich der Aufwand schnell bezahlt machen, von der Geschwindigkeit des Workflows ist LR genial und das Arbeiten damit macht auch Spaß.
 
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