Naturreise(n)bericht: Seltsame Vögel

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Ist das noch zu steigern? Ich finde schon. Wie gefällt Euch zum Beispiel dieser Hoatzin? Ich zumindest finde diesen mit keiner anderen Vogelart näher verwandten Vogel sehr bemerkenswert.

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Nähe Puerto Maldonado, Peru


Allerdings noch lange nicht so sehr wie meinen Champion für heute, den ...
 
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Dieser gern im Unterholz herumturnende und somit schwer zu fotografierende Vogel sieht wegen seines bis zum Schnabel reichenden bogenförmigen Federkamms sehr markant aus. Das Aufstellen der Federhaube dient der Balz.

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Jardin, Kolumbien, Januar 2024

Andenfelsenhähne sind nicht ganz einfach zu finden. Allerdings ist der kleine kolumbianische Ort Jardin berühmt für diese Tiere: Dort besitzt eine Frau ein kleines Wäldchen am Hang, in dem sich die Vögel aus unerfindlichen Gründen gern versammeln. Gegen einen kleinen Obolus kann man ihnen dabei zusehen. :)
 
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Gestern konnten wir ja schon einige farbenprächtige Arten bewundern. Das Thema Farbe möchte ich heute ein weiteres aufgreifen, weil es auch in dieser Hinsicht wirklich außergewöhnliche Vögel gibt. Da wäre zum Beispiel die Familie der Turakos.


Der Federhelmturako, zur Gattung der Helmturakos gehörend, ist in Südafrika beheimatet und dort fast nur an der südlichen Küste, entlang der Garden Route, zu finden. Diesen hier sahen wir in einem Waldstück, direkt an einer vielbefahrenen Straße.

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Bracken Hill, Südafrika, Februar 2020
 
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Der Guineaturako lebt in Westafrika, hauptsächlich in Küstennähe von Gambia bis hinunter nach Nigeria.

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Farasutu, Gambia, Dezember 2024

Diesen Turako habe ich aus einem Vogelversteck heraus beim Baden fotografiert, wobei ‚Versteck‘ der falsche Begriff ist: Man sitzt einfach auf offenen Zuschauerbänken, was die Vögel nicht weiter zu stören scheint.
 
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Hier kommt ein weniger farbiges Pärchen (ebenfalls aus Afrika), bei dem der Name Programm ist: die Schwarzschwanz-Lärmvögel. Sie gehören ebenfalls zu den Turakos und haben einen sehr durchdringenden Ruf. Diese Vögel leben hauptsächlich in West- und Zentralafrika.

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Tanji Bird Reserve, Gambia, Dezember 2024
 
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Auch dieser Bursche gehört zu den Turakos, wenn er auch zumindest farblich eher zurückhaltend daherkommt. Er nennt sich auf Deutsch der Graue Lärmvogel. Er ruft zwar gern und oft, ist aber eigentlich gar nicht so laut, daher passt der Name nicht so ganz.

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Kgaswane Nature Reserve, Südafrika, Juni 2016
 
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Hier wollte ich eigentlich nur eine Rotnackentangare beim Abflug fotografieren, als sich ein Anden-Bartvogel mit ins Bild schummelte.

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La Florida, Kolumbien, Januar 2024

Nicht ideal scharf, aber trotzdem sehenswert, finde ich. Ein Foto von der Sorte, die man nur einmal im Leben schafft. :giggle:


(Nein, das ist nicht gephotoshopped. Photogeshopped? Photogeshopt? Na, egal. ;) )
 
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K
Karal kommentierte
(nicht vom Photo gehopst...)
 
Das ändert sich aber, wenn dieser Vogel, der trotz seines Namens keine Ralle ist, sondern eine eigene Familie darstellt, in die Luft abhebt. Er wird vermutet, dass die auffällige Flügelmusterung als 'Augenfleck' dem Abschrecken von Feinden dient.

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Pantanal, Brasilien, September 2024
 
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Nun kommt als Höhepunkt und Abschluß des heutigen Tages mein Favorit auf den Titel des buntesten Vogels: der Regenbogenlori.

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Royal Nationalpark, Australien, Januar 2018

Dieser australische Papagei tritt manchmal in Schwärmen von mehr als 1.000 Artgenossen auf, die sich ziemlich territorial verhalten: Vögel anderer Arten werden regelrecht weggemobbt. Regenbogenloris leben in Bäumen und meiden den Boden.
 
3 Kommentare
Wölkchen
Wölkchen kommentierte
Der ganze Thread ist ein Augenschmaus -jeden Tag freue ich mich über neue Bilder. :)
 
L
lokatz kommentierte
Dann lohnt sich der ganze Aufwand ja! :itd-3d-ani-w100-smiles-014:
 
S
salvatore kommentierte
Mein heutiges Thema lautet erneut ‘Ungewöhnlich‘ Daher fange ich gleich mal ungewöhnlich an. ;)


Viele von uns sind wahrscheinlich alt genug (ähem), um uns an Wile E. Coyote und den Roadrunner zu erinnern, das Trickfilmfigurenpaar, bei dem der “Miep Miep“ von sich gebende Laufvogel durch seine Schnelligkeit jedes Mal den Koyoten überlistet und ihm entkommt.

Nun, dies hier ist der wirkliche Roadrunner. In Texas, wo ich viele Jahre gewohnt habe, ist er öfters zu sehen. Leider steht er selten für ein Foto still. Tja, und beim Laufen ist er wirklich schnell.

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Big Bend Nationalpark, USA, April 2006

Sein deutscher Name, Wegekuckuck, nimmt ihm ein wenig von seiner Magie, finde ich.
 
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Das Buschflughuhn ähnelt zwar ein wenig einer Taube, hat mit dieser aber fast nichts gemein.

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Nähe No-Kunda, Gambia, Dezember 2024

Diese seltsame Art hat sich gut an ihre zentralafrikanischen Lebensräume angepasst: Der Vogel frisst nur nachts und trinkt vor der Morgen- bzw. nach der Abenddämmerung.
 
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Ungewöhnlich sind auch die amerikanischen Kaninchenkäuze. Als einzige Eulenart leben sie in Bodenhöhlen, die sie entweder selbst graben oder von anderen Tieren übernehmen. (Daher auch der Name).

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Pantanal, Brasilien, September 2024

Ein besonders ‚leckeres‘ Detail: Sie verteilen gern den Kot verschiedener Säugetiere rund um ihre Höhle. Dadurch werden unter anderem Mistkäfer angelockt, eine Lieblingsspeise dieses kleinen dämmerungsaktiven Greifvogels.
 
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Nun möchte ich euch drei Familien von Vögeln vorstellen, die jeweils recht sonderbar aussehen. Zunächst zeige ich einige Hakenschnäbel, wieder mal eine süd- und mittelamerikanische Gattung.

Bei diesen Vögeln, die zu den Tangaren zählen, ist der Schnabel seltsam nach oben gebogen und endet in einer Art Haken. Der englische Name, Flowerpiercer, gibt einen Hinweis auf seinen Zweck: diese Vögel naschen gern Blütennektar und durchbohren zu diesem Zweck gern die Blumenkronen von blühenden Kletterpflanzen und Bäumen.


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Schieferhakenschnabel
Siberia, Kolumbien, Februar 2024
 
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