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Der dritte und letzte Tag hier im Tiger Reserve, gleichzeitig der letzte vor meiner Rückreise, blieb aus Vogelliebhabersicht eher enttäuschend. Einige wenige Vögel präsentierten sich dennoch, zum Beispiel ein Smaragdspint mit Beute, ...
Dies war aber eher der Tag der Tiger. Nachdem wir denen eine Weile vergeblich aufgelauert hatten, präsentierte sich plötzlich ein seltenes Bild. Zunächst zeigte sich nur ein weiteres Männchen am Wegesrand.
Hier sieht man nach etwas Sucherei tatsächlich VIER Tiger in einem Bild.
Sie orientierten sich allmählich alle im Bild nach links.
In dieser Richtung hatten wir ein Paar von mächtigen Gaur-Rindern gesehen. Da die Tiger anfingen, sich schleichend fortzubewegen, vermuteten wir, dass sie versuchen wollten, sich den Gaurs zu nähern. Das allerdings kann für unerfahrene junge Tiger ein ziemliches Selbstmordkommando sein. Wie ich schon in meinem Bericht erwähnt habe, kann ein Gaur-Bulle über eine Tonne wiegen. Er hat auch mächtige Hörner.
Jedenfalls waren danach gottseidank keine weiteren Aktionen mehr feststellbar. Anscheinend hatte sich die Tiger doch noch eines Besseren besonnen. Ich denke, dass Papa ihnen nur mal das Anschleichen beibringen wollte.
Noch eine letzte Wegeblockade war zu überwinden. An einer kleinen Brücke war hangaufwärts ein anderer Tiger gesehen worden. Der war zwar immer nur durch viel Gebüsch zu erhaschen und fotografisch nicht annähernd so ergiebig wie die vier Tiger davor, die wohl alle hier fotografiert hatten. Dennoch hat es uns eine halbe Stunde gekostet, durch den entstandenen Stau hindurch zu kommen.
Um mir die Schönheiten der Gegend näherzubringen, fuhren meine Begleiter noch einen Hang hinauf und zeigten mir eine recht beeindruckende Anlage, unter anderem mit dieser Statue des Hindu-Gottes Vishnu.
Das Bandhavgarh Tiger Reserve ist, wie viele indische Schutzgebiete, das frühere Jagdgebiet eines Maharadschas. Er ließ auch diese Galerie in den Fels hauen, in deren schattige Gängen sich die Jagdgesellschaft entspannt erholen konnte.
Zum Teil ließen sich von dort oben sogar Tiger erlegen, da sie sich durchaus den Hang hinauf trauen.
Die letzte, kurze Safari am späten Nachmittag war eher unergiebig. Schön war dabei aber das Verweilen an verschiedenen Wasserlöchern, wozu auch der herrliche Sonnenuntergang beitrug.
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Auto zurück nach Jabalpur, mit dem Flieger nach Delhi und von dort nach sieben Stunden Aufenthalt über Paris nach Hause. Uff.