Hallo,
grundsätzlich wird die Kamera in allen Programmen und Automatiken versuchen, das Bild richtig zu belichten. Du brauchst immer genug Licht auf dem Sensor, um ein Bild zu erstellen. Das ist schlicht und ergreifend die Physik, die hinter der Fotografie steckt.
Wenn es zu dunkel ist, um bei maximaler ISO-Empfindlichkeit, längstmöglicher Verschlusszeit und größtmöglicher (offener) Blende eine (für die Kameraautomatik) richtig belichtete Aufnahme zu erstellen wird die Kamera nicht auslösen.
Oder es gibt ein Problem mit dem Autofokus. Wenn Die Kamera, zum Beispiel wegen Dunkelheit, keinen Punkt findet der scharfgestellt werden kann wird sie nicht auslösen, da üblicherweise die Einstellung "Schärfepriorität" gewählt ist.
Generell sind die Automatiken einer Kamera für wirkliche Nachtaufnahmen eher ungeeignet. Das Bild, das entstehen soll ist ja in der Regel auch ziemlich weit weg von einer Tageslichtsituation mit ausreichend Licht, für die die Automatiken programmiert wurden. Da sollte man besser, je nach Erfahrung, selber probieren.
Ein Stativ benötigst Du dann, wenn die notwendige Verschlusszeit so lang ist, dass die Aufnahme aus der Hand verwackelt würde. Als Alternative gehen zum Beispiel auch Geländer oder ähnliches, wo Du die Kamera stabil ablegen kannst.
Ich würde Dir zunächst empfehlen, die Grundlagen der Fotografie anzulesen oder z.B. bei YouTube Filme dazu zu suchen und zu schauen.
Oder folgendes Vorgehen: In einer dunklen Stadt (es sollte trotzdem genug Licht sein um etwas zu sehen, stellst Du den Autofokus aus und stellst auf den Dir wichtigsten Punkt manuell scharf. Dazu Modus auf "A", ISO auf 400 und die Blende komplett auf. Wenn Dir dann die Automatik eine Belichtungszeit vorschlägt hast Du einen ersten Anhaltspunkt. Klappt das noch nicht, dann die ISO erhöhen. Bekommst Du trotz ISO auf Anschlag keine Zeit vorgeschlagen ist es einfach zu dunkel. Dann könnte man nur noch wirkliche Langzeitbelichtungen im manuellen Modus "M" mit einem Fernauslöser probieren.