Mikro-Nikkor 2.8 105mm vs. AF-S NIKKOR 1.4 105 mm


granville

NF Mitglied
Leider kenne ich niemanden der ein Makro-Objektiv sein eigen nennt, daher brauch ich mal ein bisschen Nachhilfe.

Mal abgesehen von der Blende 2.8.vs. 1.4....worin besteht denn der Unterschied zwischen den beiden Produkten.

Das AF-S NIKKOR 105 mm 1.4 wird als Portrait-Objektiv beworben, bedeutet dies das das Micro dafür ungeeignet ist, nicht in Frage kommt; nach meinem Verständnis nicht.
Ich verstehe das Mirco sehr wohl als normale Linse, ergänzt um ??? mit der Einschränkung von ???

Leider hab ich halt keinen Zugriff, bzw. kann das nicht ausprobieren.

Daher, brauch ich mal ein bisschen Hilfe, denn die Nikon Seiten zum 105 Micro helfen mir jedenfalls überhaupt nicht weiter

Danke
 

bernhard64

Sehr aktives Mitglied
Leider kenne ich niemanden der ein Makro-Objektiv sein eigen nennt, daher brauch ich mal ein bisschen Nachhilfe.

Mal abgesehen von der Blende 2.8.vs. 1.4....worin besteht denn der Unterschied zwischen den beiden Produkten.

Das AF-S NIKKOR 105 mm 1.4 wird als Portrait-Objektiv beworben, bedeutet dies das das Micro dafür ungeeignet ist, nicht in Frage kommt; nach meinem Verständnis nicht.
Ich verstehe das Mirco sehr wohl als normale Linse, ergänzt um ??? mit der Einschränkung von ???

Leider hab ich halt keinen Zugriff, bzw. kann das nicht ausprobieren.

Daher, brauch ich mal ein bisschen Hilfe, denn die Nikon Seiten zum 105 Micro helfen mir jedenfalls überhaupt nicht weiter

Danke
Sind beide gut.
Was konkret willst denn machen?
 
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granville

NF Mitglied
Sind beide gut.
Was konkret willst denn machen?
Ich tu mich ein wenig schwer was das Verständnis von Macro-Objektiven betrifft.
Daher hab ich mal auf der Nikon Webseite nachgeguckt und direkt neben der Micro 105 das AF-S NIKKOR 105 mm gefunden und dann etwas gegrübelt.

Generell würde ich gerne kleine Dinge größer darstellen (Makro) aber mir keineswegs hierfür ein Objektiv kaufen welchen ausschließlich hierfür geeignet ist.
Bei den Preisen wäre mir das zu heftig.
105 mm ist ja wirklich sehr angenehm und Blende 2.8 hört sich ja auch gut an, daher frage ich mich inwieweit das Micro nicht auch als "Standard" zu verwenden ist.
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Hi,

das 105/2,8er ist selbstverständlich auch ein gutes Allround-Objektiv. Ein Makro-Objektiv unterscheidet sich von einem "normalen" Objektiv vor allem dadurch, dass es ein sehr kurze Naheinstellgrenze hat. Darüber hinaus hat das 105/2,8 aber auch alles das, was man von einem guten Objektiv erwartet. Mit seiner Anfangsblende von 2,8 ist es allerdings nicht lichtstärker als ein besseres Zoom-Objektiv.

Hin und wieder kann man lesen, dass Makro-Objektive auf weite Entfernungen nicht sehr scharf abbilden. Das ist - mit Verlaub - einfach nur Quatsch.

Das 105/1,4 wird auch (!) als Portrait-Objektiv beworben, da mit der großen Anfangsblende eine sehr starke Freitellung (Unschärfe im defokussierten Bereich) möglich ist. Wenn Du Dir die Beispielbilder ansiehst, ist das aber schon ziemlich krass. Das 105/2,8 kann ebenso als Portrait-Objektiv genutzt werden (wenn genügend Platz vorhanden ist) und hat zudem auch noch einen VR.

Ciao
HaPe
 
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häuschen

NF-F "proofed"
Blende 1.4 bei 105mm ist was für Freaks, mit dem Micro kann man alles machen und zusätzlich eben Makros. Mit dem 1.4er kann man keine Makros machen.

Blende 2.8 reicht für Portraits mit scharfen Augen und unscharfen Nasenspitzen vollkommen aus ;) Blende 1.4 bedeutet dann schon scharfe Augen und unscharfe Wimpern. (In diesem Zusammenhang kannst Du mal nach "Schärfentiefe" googeln.)

Um zu vergleichen, wie nah Du mit den Objektiven an Dein Motiv heran kannst, schau Dir die Naheinstellgrenze beider Objektive mal auf der Nikon-Seite an. Der Unterschied ist gravierend. Mit dem Micro stößt Du mit der Streulichtblende gegen die Blume, wenn Du sie knipst, mit dem 1.4er musst Du wahrscheinlich fast einen Meter Abstand halten, da ist nix mehr mit Makro, denn gehst Du näher ran, kann das Objektiv nicht mehr scharfstellen.
 
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bl2002

Unterstützendes Mitglied
Ich habe die manuelle Vorgängerversion Nikkor 105mm F2.8 Ai-S.
Das verwende ich selbstverständlich für Portraitfotografie und ich halte es sogar für besser geeignet. Mein Samyang 85mm hat z.B. als Naheinstellgrenze 1m. Damit bin ich für einen (Neudeutsch) Headshot zu weit entfernt, um es formatfüllend machen zu können. Gerade der Naheinstellungsbereich erlaubt eine viel variablere Ausschnittswahl, als bei einem Standard 105mm Objektiv üblich.
Nachteil: etwas höheres Gewicht und etwas längerer Fokusweg. Manuell also mehr kurbeln; beim AF etwas längere AF Zeit.

Vorteile: überwiegen bei mir so stark, daß ich auch mein 50er F1.4 in den Schrank gelegt habe und stattdessen mit einem 55mm F2.8 Ai-S Micro unterwegs bin. Schaut man sich die technischen Werte der Makros an, sind die auch noch besser korrigiert. Bei mir (manuell) damit sogar eine genauere Fokussierung möglich.

Hier ein Video für Portraits mit einem 100er Makro (Canon); der hätte sonst das gleiche Ausschnittsproblem bei seinen "Headshots".

 
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asaerdna

Nikon-Clubmitglied
Hin und wieder kann man lesen, dass Makro-Objektive auf weite Entfernungen nicht sehr scharf abbilden. Das ist - mit Verlaub - einfach nur Quatsch.

"Einfach nur Quatsch" ist hier zu undifferenziert, die Aussage hat schon ihre Berechtigung. Sie
kommt aus der Zeit, als Objektive noch rein über den Abstand zur Bildebene fokussiert wurden,
wobei keine Linsengruppen gegeneinander verschoben werden. Die optische Konstruktion dieser
Objektive war tatsächlich entweder auf den Nahbereich oder auf die Ferne berechnet, sie hatten
dann Schwächen im jeweils anderen, unoptimierten Bereich. Bei Objektiven für "weiter weg" hat man dann einfach den Einsatz im Nahbereich unterbunden, indem man die Naheinstellgrenze
entsprechend hoch gesetzt hat (üblich war etwa die 9-fache Brennweite, näher dran ließ die
Abbildungsqualität zu deutlich nach; natürlich gibt's Ausnahmen).

Das ist noch gar nicht so lange her, die Vorgänger der aktuellen Micro-Nikkore (also die AF-D-
Modelle) sind noch von dieser Bauart, heute unter den Makros nur noch das 60/2.8 AF- D (und
ein paar nicht-Makros wie 20/2.8, 28/2.8 und die beiden DC-Teles).

Das noch erhältliche AF 200/4 IF-ED war das erste Makro von Nikon, das diese Einschränkung
nicht mehr hatte, und das hier besprochene 105/2.8 das erste mit AF-S.

Den Rest deines Betrages sehe ich genau so ;).






 
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hottaflex

Sehr aktives Mitglied
Ich überlegte den Kauf eines 1.4 105
Aber ich habe das 105 2.8 Micro und ein 85 1.8 und ein 85 1.4 einer Billigmarke also ist mir das TEURE NEUE kein muß..
Manchmal will ich bei Portraits NÄHER.
Das geht mit dem Micro natürlich besser..... mit dem 1.4 wäre dann auch nur 1mm Schärfebereich oder weniger das is dann krass....selbst bei Abblendung wäre kein großer Gewinn
Aber das kann ja gewünscht sein..
Egal ich finde das Micro macht gerade Anfängern mehr Freude.....
Auf einer DX wird allerdings aus dem 1.4 ein etwa 157mm Ding und das ist lichtstarke Klasse und noch schwerer zu beherrschen....und teuer aber gut......
 
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Juliusson

Sehr aktives Mitglied
Hallo granville und hottaflex, auch ich kann Dir im Zweifelsfall das 2,8 Micro empfehlen. Ich weiß nicht, mit welchem Body Du arbeitest, aber wenn er halbwegs aktuell ist, steckt er den Blenden-Nachteil gegenüber dem 1.4-er locker weg durch ggf. leichte Erhöhung der Empfindlichkeit.
Just my 5 cent... .
Julius
 
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WolframO

Aktives NF Mitglied
Ich habe beide. Das 2,8er ist eine prima Linse, die dank VR auch ohne Stativ gute Dienste leistet, bei Makro, Portrait oder Landschaft.
Das 1,4er ist das erste Objektiv, das für mich an FX Mittelformatfeeling aufkommen lässt an der D8xx, die Kombination von Freistellung und Schärfe hab ich so noch nicht bei anderen Objektiven gefunden.
Gruß
WolframO
 
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