Die Schwächen auf den gezeigten Bildern dürften der Ausgleichslinse geschuldet sein. Die alten 50er bringen idR. eine bessere Leistung.
Besorg dir noch mal zusätzlich einen Adapter ohne Linse (mit Kragen, damit der Blendenstößel heruntergedrückt wird, denn das Objektiv scheint keinen A-M-Umschalter zu haben), geht zwar bei einem 50mm-Objektiv nur bis etwa 1,5m, aber in dem Bereich hast du eine bessere Qualität als mit dem Adapter mit Linse, und du kannst sehen, wess das Objektiv leistet.
Meine Erfahrung mit alten Objektiven ist, man sollte ihre Schwächen kennen und nachsichtig sein (oder sie künstlerisch einsetzen), ihre Stärken herausfinden und nutzen, und dann kann man viel Spaß damit haben und die Objektive können in ihren starken Bereichen die modernen Objektive durchaus auch mal übertreffen.
Ich habe mal mein Nikkor-Q Auto 135/3,5, Baujahr 1968, mit dem modernen und hochgelobten Tamron 70-200/2,8 VC verglichen. Im Landschaftsmodus, abgeblendet auf f/8 und große Entfernungen, ist das alte Nikkor schärfer und besser.
Auch das Nikkor 50/1,2 AIS ist von Blende 2 bis 5,6 schärfer als das moderne 50/1,4 AF-S.
Das kann man natürlich nicht verallgemeinern.
Es gibt alte Objektive, die auf der Höhe moderner Objektive sind (oft bei ein paar akzeptablen Einschränkungen wie Eckschärfe bei Offenblende).
Es gibt alte Objektive, die zwar ordentliche oder gute Leistungen bringen, die man aber eher als Effektobjektive nutzt, z. B. wegen des Bokehs oder eines angenehmen Bildeindrucks.
Es gibt alte Objektive, die schlichtweg schlecht und unbrauchbar sind.