Mit dem bin ich soweit so gut zufrieden.
Wer weiß was man hier verbessern kann?
Nur Mut, ich beisse nicht und mit Samthandschuhen braucht Ihr mich auch nicht anfassen.
Ok, dann ziehe ich meine Samthandschuhe mal aus
:
Bild 1 (Tropfen an Grashalm): Ab in die Tonne damit.... zu dunkel, wirkt schmutzig und langweilig.
...aber unbedingt weiterüben. Tropfen bieten ein unendliches Übungsfeld. Beim Bildaufbau achte darauf, dass du nicht nur das Hauptmotiv, sondern eben auch das Umfeld anschaust. Je weiter entfernt das Hauptmotiv vom Hintergrund ist, je schöner kannst du es auch freistellen. Blende möglichst weit offen. Hier lenken die hellen Striche unnötig ab.
Das Gras mit dem Tautropfen wirkt eher zufällig an dem Ort. Google mal "Goldener Schnitt", Bilder welche nach dieser Regel fotografiert werden wirken sofort viel spannender.
Die Schärfe fehlt mir hier auch. Doch da kannst du mit dem Stativ abhilfe schaffen. Solange du noch kein Stativ hast, kannst du die Kamera auch irgendwo drauflegen für ein solches Motiv.
Die Helligkeit wurde bereits erwähnt.
Bild 2 (Himbeere):
Hier liegst du schon mal in der Farbe und der Schärfe gut drin. Auch die Freistellung hat gut geklappt.
Was mir noch fehlt ist wieder der Bildaufbau. Ein Motiv mittig und so gross aufgenommen wirkt meist langweilig. Die abgeschnittenen Beeren wirken störend. Etwas mehr Abstand und die unreifen Beeren ins Bild integrieren wäre hier besser. Die einzelne rote Beere kannst du dann wiederum im Goldenen Schnitt als Blickfang platzieren.
Bild 3 (Blume):
Na das ist ja schon mal was. Die Farbe ist schön, die Schärfe ist gut und auch die Freistellung lässt sich sehen.
Mit den Blumen hat es so etwas auf sich. Eine Blüte von oben aufgenommen ist jetzt nicht unbedingt der absolute Brüller. Versuche mal eine andere Perspektive. In die Knie gehen tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern auch einem Blumenbild. In diesem Fall stört es mich jetzt nicht wenn die Blüte abgeschnitten ist, sofern das Bild einen erkennbaren Aufbau hat und immer noch harmonisch wirkt.
So, ich hoffe, ich hab dir nicht den Spass am Fotografieren verdorben sondern dich angespornt am Aufbau deiner Bilder zu feilen. Am besten schaust du dir ganz viele schöne Bilder an und fragst dich jeweils, was das Besondere an dem Bild ist, und was du daraus lernen kannst. Ich selber lasse mich bei meinen Bilder immer von meiner Devise leiten: "Ein Bild ist dann gut, wenn es mich im Herzen berührt."
Und natürlich - üben, üben, üben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.