Mein Leid mit dem Labor...eine bis jetzt unendliche Geschichte...

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peterkdos

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Mit diesem Beitrag möchte ich nur meinen Frust abbauen!

Es ist nicht das erste Mal das ich die zerkratzten Negative, sowohl SW wie Farbe (beides C41) bekomme, so auch neulich.

Als ich heute die negative scannen wollte sah ich das die beiden Filme mit Längsstreifen durchzogen wurden. Das hatte ich öfter wobei einmal es an der unzureichenden Wässerung zurückzuführen war und mit Nachwässerung lösbar war.

Diesmal war es wieder mechanische Natur, irgendwo im Prozess muss ein Gerät defekt sein.

Ich hatte es beim Verkäufer schon zwei Mal angesprochen, es wurde zur Kenntnis genommen mit der Zusage das sie es weiter an das Labor leiten…

(Und so habe ich es brav weiterhin ausgefleckt)

Ich werde morgen dem Verkäufer die Negative wie auch einen Ausdruck vorzeigen, mal sehen was passiert.

Was ich nicht verstehe das es so unbemerkt seitens Labors über die „Bühne“ abläuft, oder ist das nur bei mir so und warum? Merkt das sonst keiner?

Zurzeit habe ich noch drei SW Filme in der Entwicklung, mal sehen was daraus wird.

Nachtrag:

Die Streifen befinden sich auf der Schichtseite, es wurden zwei Kameras benutzt, an der Hardware liegt es also nicht.


Als Beispiel ein Scan, ohne sonstige Bearbeitung, da sieht man die Streifen gut.
Color_FFM_080 - Kopie.jpg
 
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Da ich in den letzten Jahren hunderte Negative (aus den 70ern) digitalisierte und restaurierte kenne ich das Problem nur zu gut. Das liegt natürlich an einer nachlässigen Entwicklung. Auch bei Eigenentwicklungen ist mir sowas passiert, beim Abstreifen mit der Silikon-Zange. Ich habe teilweise eine ganze Stunde pro Mittelformat-Negativ damit verbracht, diese Streifen mit LrC zu beseitigen.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Na ja, ich lasse die Kamereas ganz zürückspulen, die Kratzer können daher nicht durch das verschmutze Filz entstehen.

Ich bin auch schon länger im "Geschäft".
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Abstreifen mit der Silikon-Zange, da kann ich nur noch den Kopf schütteln.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Hab ich zehntausende Mal gemacht. Niemals auch nur eine Reklamation.
Ja - es gehört ein wenig taktiles Feingefühl dazu, die Gummilippen müssen
penibel gepflegt werden und müssen vor dem Abstreifen schon mit
Netzmittelzugabe nass gemacht werden.
Dann drückt man die Zange nur so weit zusammen daß es gerade Kontakt
gibt, mehr Druck ist fehl am Platz.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Die meisten Labore holen den Anschnitt dann zurück um ihn bei Tageslicht zu kappen.
Läuft dann besser in die Spirale oder wird so an den Leader für Durchlaufmaschinen
geklebt.
Das Beschädigungsrisiko ist dabei höher als wenn Du die Lasche draussen lässt.
Ausserdem ist die Patrone mit Film zwischen dem Filz besser gegen Lichteinfall geschützt.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Na ja, ich packe den belichteten Film gleich in die Hosen- oder Jackentasche oder in die original PE Dose, die sind i. d. R. lichtdicht, daher hier kein Lichteinfall. Hatte ich auch noch nie.

Da ich die Patronen in der Duka mit dem Dosenöffner aufmachte war die eingezogene Zunge kein Hindernis.

Wenn aber im Labor der Film wieder herausgepullt wird, ist das dann schon ein Risiko das sich Fremdkörper aufs Filz legen. Werde die Einzieh-Funktion ändern, mal sehen wie sich das auswirkt.
 
Was soll ich sagen: In meiner Gegend gibt es zwei Arten von Laboren: Die, die seit Jahrzehnten ausschließlich High-End produzieren, und wo dank Sorgfalt, Fachkunde und gut gewarteten Maschinen Probleme auf ein Minimum reduziert sind. Und eben die, die nicht mehr da sind.

Klar, Fehler passieren überall, und auch in einem Fachlabor wurde mir mal beim Eintüten ein Schnitt falsch gesetzt. War kein lebenswichtiges Motiv, daher kein Drama. Weit ärgerlicher war das, was mir mal bei einem Fotohändler mit Stunden-Labor in Lüdenscheid passierte. Ich kam mit einer Tüte Kodak Zoom 800. Das war trotz der hohen Iso ein stinknormaler C41-Film. Also kein Problem.

Als ich die Filme "entwickelt" auf den Tisch bekam, waren die alle Schrott. Wäre es ein SW-FIlm würde ich sagen: Nicht ausreichend fixiert. So sah es aus, aber ich habe von Farbprozessen null Ahnung. Zweifelsfrei ein derber Fehler im Labor, Einsicht bestand aber null. Mir fällt in meinem ganzen Leben nur ein einziger Fall ein, wo eine glasklar berechtigte und krasse Reklamation auf soviel Ignoranz stieß. Es wurde gebetsmühlenartig auf den Film geschoben.

Am Ende kam noch der gefühlt 90 Jahre alte Seniorchef und guckte gelangweilt über die Szene und fragte nach der verwendeten Filmsorte. Sein Kommentar: "Nehmen Sie nächstes Mal Agfa, der ist Testsieger". Wäre ein deutlich jüngerer Mann gewesen, hätte ich ihn vermutlich mit einem Kinnhaken niedergestreckt. Ist auch dämlich: Klar ist die Labor-Haftung auf´s Material begrenzt. Sehe ich ein. Aber in so einer Situation stellt man einen Zehnerpack Filme auf den Tisch und entschuldigt sich für die Panne. Seine Haltung kam ihm am Ende deutlich teurer.

Nachtrag: Der Begriff "Stundenlabor" ist nicht per se negativ. Auch die guten Händler / Labore in meiner Gegend bieten diesen Service für Negativ-Entwicklung und Print. Nur eben in Fachlabor-Qualität. Die Maschinen geben das nämlich her, nur muss man die gut bedienen und pflegen.
 
T
Tom.S kommentierte


Man kann C41 problemlos in der Dose entwickeln.
 
G
Gianty kommentierte
Bin in einer ähnlichen Situation. Würde gerne mehr mit der analogen Kamera machen, habe aber keine Lust mehr selbst zu entwickeln. Ebensowenig möchte ich mich wegen den Laboren ärgern. Fotofacjgeschäfte haben wir keine mehr. Ende 2025 wurden in Trier und Saarbrücken die letzten Lichter ausgemacht.

Bliebe noch der Versand mit viel Fahrerei, da wir auf dem Land ( also hinterm Mond ) leben.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Klar, habe schon eine Tageslichtdose in Betracht gezogen, aber ich würde Labor präferieren.
 
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1bildermacher1 kommentierte
Meine SW-Filme hatte ich immer selber entwickelt und da gab es das alles nicht.
 
T
Tom.S kommentierte


Da braucht es keine teure Tageslichtdose. Ich verwende seit Jahren einen Dunkelsack und eine Jobo 1520 aus der Bucht. Eine neue Dose + Wechselsack kostet bei Fotoimpex 40-45.-. Damit entwickle ich alles in single shot in KB und MF sowohl S/W als auch C41. Die C41 Chemie kostet 2.-/Film.
 
Sind solche Streifen nicht ein perfekter Kandidat für eine automatische Fehlerkorrektur per Software?

Klar, bei analogen Abzügen hilft das nicht, aber wenn man sowieso scannt ....?
 
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1bildermacher1 kommentierte
Ich verstehe das ganze nicht. Analog aber danach weiter mit digital, was ist eigentlich der Vorteil? bin ich der "Analoger Fotograf", dann bitte alles von Anfang bis zum Ende.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Für mich persönlich: man kann die schönen alten Nikons benutzen, ohne sich wieder ein komplettes Fotolabor hinstellen zu müssen. Das habe ich früher lange betrieben, aber die Priortäten ändern sich.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Mein Plustek OpticFilm 8100 plus Silverfast 9 macht ja die Stauberkennung schon schlecht. So ein Coolscan kostet auch selbst gebraucht ein Vermögen, aber zum Fehler rausrechnen brauchts Software.
Die beste AI gibt es halt bei Adobe und da Staub schon immer mein größter Feind beim analogen Entwickeln war machts der Opa jetzt digital.
Ich habe schon zwei Jahre einen neuen Film in einer über 60 Jahre alten Voigtländer konnte mich aber noch nicht dazu durchringen den voll zu knipsen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Silverfast ist eigentlich nicht schlecht, kann aber imho mit den heutigen Software-Möglichkeiten nicht mehr mithalten. Und dass die Coolscans so sauteuer sind, ärgert mich auch. Wir haben hier schon seit längerem die Digitalisierung von abertausenden Dias vor der Brust (mal ganz zu schweigen von Schwiegervaters Vermächtnis, ich mag gar nicht dran denken). Ist ja schon eine Überwindung, überhaupt anzufangen...
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
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