Fast am Ende der Welt, kurz vor der großen grönländischen Eiskappe, dürfte ich mit 2 Fotofreunden auch in diesem Jahr erlebnisreiche, aber sehr kalte Tage verbringen. Die Temperaturen schwankten zwischen - 35 und - 43 Grad. Das war schon an der Grenze. Zum Glück war es kaum windig und so war die Kälte gut eingemummelt zu ertragen. Nachts wärmte uns ein dicker Schlafsack und ein Ölofen in einem sehr einfachen Blockhaus. Das Badezimmer lag in einem kleinen Vorbau, nicht geheizt und so gut wie nicht isoliert. Da war selbst eine Katzenwäsche die reinste Mutprobe.
Christoph hat seine Bilder hier schon eigestellt (http://www.nikon-fotografie.de/vbul...fortgeschrittene/259597-7-tage-groenland.html ), meine sollen in diesem Beitrag nun folgen.
Viel Spass beim Betrachten.
Neben den Moschusochsen sahen wir noch Schneehasen, Schneehühner und Karibus. Meistens waren sie weit weg, ein paar Schnappschüsse habe ich dennoch einfangen können.
Nach dem Abendessen konnten, nein, wollten wir uns natürlich nicht von der angestrengten Kraxelei des Tages erholen und die Beine hochlegen denn
am Himmel spielten schon die Farbbänder des Nordlichtes. In diesem Jahr war es
ein Himmelsspektakel. Oft habe ich einfach nur gestanden, geschaut und das Farbenspiel genossen, ohne zu fotografieren.
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Mit diesen Nordlichtbildern möchte ich den kurzen Bericht schliessen.
Sehr, sehr schöne Bilder Ursula!!! von denen noch hoffentlich weitere folgen werden...
Für mich interessant, wie in diesem Fall Du, die gleichen Situationen auf die Speicherkarte bringst und dabei denke - Mist, hätte ich auch machen können.
-43°C... Und ich dachte, -13 wär schon kalt. Magst du was zu deiner Ausrüstung bzw. der Anreise, dem "Drumherum" erzählen?
Und ich hoffe, du nimmst uns noch ein Stückchen mit ans nördliche Ende der Welt, tolle Eindrücke deiner Reise, das muss ein Erlebnis gewesen sein!?
So, und heute abend gehe ich auf Christophs Seite!
Eigentlich bin erst so richtig "warm geworden" mit den ersten Bildern, Ursula....Und eigentlich könnte es noch eine ganze Weile so weitergehen....:up::up::up:
Dass Du diese Momente still und ohne Kamera genossen hast, zeugt für mich von hoher Wahrnehmung ... :up::up::up:
Die Fotoausrüstung hat alles gut überstanden. Nur der Zoom vom 80-400 war schon recht schwergängig. Wichtig bei der Kälte sind einige Reserveakkus, vor allem, wenn es keinen normalen Stromanschluss gibt und zum Laden extra ein Generator angeschmissen werden muss. Geeignete Kleidung zu finden ist heutzutage kein Problem. Wer friert hat selbst Schuld. Längere Anfahrten über die gefrorenen Seen wurden mit einem 4Wheeler und einem 8Wheeler, einem kanadischem Militärgefährt, erledigt. Sehr wendig aber null gepolstert. Zu Fuß ging es dann die Berge hoch und runter, immer auf der Suche nach den Tieren. Da es am Anfang des Jahres eine kleine Tauperiode gab, befanden sich unter dem Schnee erhebliche Eisplacken; und das in einem sehr unebenen Gelände. Da war höchste Konzentration erforderlich. So schlimm hatten wir es im letzten Jahr nicht.