Manueller Weißabgleich mit Z9 und Graukarte zu warm

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Bei trüben Himmel hat das Gras aber nunmal einen Blaustich.
DAS ist die korrekte Wiedergabe der Situation.
Wenn das nicht gefällt, wird das RAW am kalibrierten Monitor nach "Geschmack" und/oder mit den Tools (Graukarte, Colorcharts,...) korrigiert.
Wurde ja bei der Aufnahme mitfotografiert.
Aber es bleiben jede Menge "Probleme" bestehen, falls es nicht nur für eine Wiedergabe am eigenen Monitor optimiert werden soll.
Für den Druck ist es ein eigenes Thema, aber bei Weitergabe/Veröffentlichung kommen ja viele andere Endgeräte und deren Farbeinstellungen hinzu.

Ich arbeite bei "farbverbindlichen" Aufgaben mit dem kleinen Colorchecker, erstelle also für jede neue Lichtsituation ein neues Profil.

Hab das auf bei Aussenaufnahmen auf Reisen just for fun auch mal durchgezogen und in unterschiedlichen Gegenden und Sonnenständen die Farbfelder mitgeknipst.
Was soll ich sagen...es waren sehr wenige Motive bei denen ich einen "Vorteil" der aufwändigen Methode auch sichtbar machen konnte am guten Eizo.
Die Bilder dann auf anderen Anzeigegeräten zu sehen, war dann Ernüchterung genug.

Selbst bei der Produktfotografie für Agenturen, bei denen die Markenlogos wirklich passen müssen, spare ich mir den Aufwand, da meine Studioblitze und Lichtformer konstant genug sind und ich (natürlich) dabei (m)einen immer gleichen Ablauf nutze.
 
Kommentar
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Warum mißt die Kamera in Schritt 1 nicht genau?
Hi ich hab mir jetzt mal die BDA (TH) zum Thema angesehen.
Wow sind da viele Optionen und auch durchaus komplizierte Dialoge.
Fragen:
Nur um sicher zu sein - Du hast nicht noch eine Korrektureinstellung / Fine-Tune für pre 1-6 angewendet?
Wie genau machst Du die Messung? Einfach nur Bildauswahl oder direkt messen (OK lang drücken)?

Also es gibt eben eine Fehlermöglichkeit die ich gerade ausprobiert habe:
wenn man das Graukartenbild in Weissabgleich "Auto" (z.B.) macht, und danach pre 1 mit diesem Bild füttert, dann gibt das ein falsches Ergebnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
Totalreflexion kommentierte
Erfreulich dass sich auch mal wieder jemand zielgerichtet mit der Start-Fragestellung befasst.

Man (ich) stellt sich ja die Frage, warum diese WB-presets nicht exakt so zu funktionieren scheinen, wie man es hinterher bei der EBV machen würde: Pipette = WB-Messbereich (= gelber Rahmen bei der Referenzaufnahme), anwenden, fertig.
Ich habe inzwischen den Verdacht, dass die Kamera versucht, etwas "intelligenteres" zu machen, als nur stur den Inhalt des gelben Refernz-Rahmens auf Neutralgrau zu setzen.

Könnte es vielleicht sein, dass die Kamera versucht, die übrigen Bildinhalte des Referenzbildes so "ein bischen" mitzuberücksichtigen, damit sich in normalen Szenen (was auch immer das sein mag) ein möglichst ausgewogener Eindruck ergibt, der sich zwar haupsächlich an den Farbwerten innerhalb des gelben Rahmens orientiert, aber eben nicht nur?

Ich habe inzwischen noch ein bischen weiter mit der Zf herumgespielt, aber da ich keine Z9 besitze, bin ich nicht sicher, ob meine Ergebnisse hier etwas sinnvolles beitragen oder eher OT sind. (spoiler: mit direkter Kunstlichtbeleuchtung auch bei unterschiedlichen Farbtemperaturen habe ich testweise gute bis fast exakt richtige Ergebnisse erhalten; bei indirektem Licht liefert das procedere bei mir teilweise deutliche Abweichungen.)
 
svantevit kommentierte
Nein, ich habe kein Finetuning vorgenommen.
Alles steht auf Null. Also Point in der Mitte.

Ich gehe in Weissabgleich Pre. Meist Bank 1. Diese ist bei mir für schnelle Änderungen vorbedacht.
Graukarte ausgerichtet. Ok lange drücken. OK kurz drücken. Wert wird auf d1 abgelegt. Mit i wieder heraus.
 
Wuxi kommentierte
Dann hast Du alles richtig gemacht.

Dann habe ich keine Idee mehr.
 
Eine weitere Idee, woran es bei Svantes Z9 liegen könnte:

Inzwischen gibt es in den Nikon-Firmwares im Hauptmenu "Fotoaufnahme" einen weiteren Menupunkt zur Farbsteuerung neben dem Weißabgleich und dem Picture-Control. Dieser Menupunkt nennt sich "Ausgewogener Portraiteindruck" und beeinflusst besonders Hauttöne. Ich habe den Punkt bei mir immer deaktiviert und noch nie benutzt.

@svantevit : Vielleicht ist dort etwas ja durcheinander geraten, das den zu warmen Farbton verursacht?
 
2 Kommentare
svantevit kommentierte
Steht bei mir auf OFF
 
Rudi kommentierte
Vorderes Einstellrad ?
 
Dann habe ich keine Idee mehr.
Aber zwei Fragen doch noch:
1) Stellst Du die unbefriedigend weißabgeglichenen Fotos am RAW fest oder machst du Jpegs?
2) Wenn Jpegs: welche PicControl Einstellungen werden gezogen? (Wurde oben schon gefragt, Antwort hab ich nicht gesehen.)
 
Wuxi kommentierte


Ich will ja hier Nikon gar nicht verteidigen sondern nur alles abchecken!

Wenn ich mit meiner z8 eine gelbe Tischdecke anmesse ist die danach grau.
Wenn es natürlich feine Abweichungen sind dann ist wohl an der Bedienung alles richtig und Nikon failed.
 
svantevit kommentierte

Ist doch alles gut Wuxi. Ich wollte dir nur sagen das schon nach dem erfolgtem Weißabgleich...Klick...das Sucherbild und Monitorbild sofort einen Gelbstich haben.
Das war früher nicht so. Wie gesagt, ich mache das schon Jahre, wenn ich so verfahre.
 
Metalhead kommentierte
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Picture Control Einstellung auch Einfluß auf das RAW File ausübt. Wenn nämlich in Lightroom bei den Einstellungen für den Import „Kameraeinstellungen“ gewählt ist, dann ist das angezeigte (Vorschau-)Bild in Lightroom eine Adobe Interpretation des Picture Styles von Nikon unabhängig vom Weißabgleich. In Nikons NX Studio wird es dann wohl eben genau dem PC entsprechen wie in der Kamera. Getestet habe ich das alles so, indem ich einen black&white Picture Style in der Kamera gewählt hatte. Das NEF wurde mir in Lightroom halt auch in schwarz-weiß angezeigt. Photoshop wird das nicht anders händeln schätze ich. Wenn man in Lightroom in den Einstellungen für den Import „Adobe-Vorgabe“ o.ä. (Bin gerade nicht zuhause und kann es nicht nachschauen wie das heißt) eingestellt hat, dann wird das File relativ neutral angezeigt nach Adobe Standard mit einem eventuell größeren Einfluß des verwendeten Weißabgleichs. Ich mag mich irren, aber o.g. Monochrom Test hat mich zu diesen Einschätzungen gebracht.
 
dhm kommentierte
RAW ist RAW und da passiert nur was man z.B. in LR vorgibt und auch nicht alles davon.
Außerdem ist es egal, denn bei der Vorgehensweise von Svantevit müßten ja bei beiden Veriationen gleiche Eingriffe stattfinden... das entspricht aber nicht dem Vorgehen und ist unlogisch mal ja, mal nein??? und müßten dann ja bei beiden Arbeitweisen ähnliche Verschiebungen haben.
Außerden schrieb er ja, dass die Ergebnisse vorher nach seiner Arbeitweise korrekter waren.
 
G
Gianty kommentierte
RAW ist nicht immer RAW.
Wer von uns weiß schon, was NIKON intern als RAW definiert?

Das hilft @svantevit jetzt nicht weiter, könnte vielleicht trotzdem eine Rolle spielen.

Mal NIKON kontaktiert?
 

... ich sehe den Gelbstich schon in der Kamera nach der Einmessung.

Meine Empfehlung:
  1. Hol Dir eine Expodisc mit dem passenden Filterdurchmesser für ein Nikon Z-Objektiv Deiner Wahl (wegen der Kommunikation Objektiv - Kamera).
  2. Mache eine Aufnahme mit aufgesetzter Expodisc bei manuellem Weißabgleich in Richtung einer Lichtquelle, z.B. auf eine Neonlampe (mein Beispiel).
  3. Wenn das Ergebnis so aussieht, wie das folgende Bild, ist Deine Z9 in Ordnung, wenn alle übrigen Einstellungen betreffend Farbe auch stimmen:



PS: Bevor jemand meckert, die Vignettierung kommt von der relativ stark auftragenden Fassung der Expodisc.
 
1 Kommentar
N
Nicname kommentierte
Wenn die Aufnahme trotz aufgesetzter Expodisc bei damit gemessenem Weißabgleich in Richtung der Lichtquelle in etwa so aussieht (von mir simulierter Gelbstich durch Verstellen des manuell gemessenen Wertes), dann gehe ich von einem Defekt aus und würde mich mit Nikon Düsseldorf in Verbindung setzen:

 
Zuletzt bearbeitet:
Hier mal meine Testversionen von heute

Automat Weißabgleich




Manueller Weissabgleich


Also normal ist das nicht.
Dieser Gelbstich kam mit alle 3 verschiedenen Graukarten.
An denen kann es nicht liegen.​
 
svantevit kommentierte
Menu
Fotoaufnahme
Farbraum
RGB (nicht sRGB, diesen hat man auch als Option)
 
svantevit kommentierte
dhm

Hab ich schon alles durch. Nichts ist verstellt. Kein Feintuning erfolgt.
 
dhm kommentierte
Und auf Werkseinstellung zurück?
Einstellungen kannst Du ja vorher sichern.
 
svantevit kommentierte
dhm

Wäre der letzte Schritt. Noch nicht erfolgt.
 
svantevit kommentierte
Ich mache morgen Tests oben im Studio mit konstanter Lichtquelle.
5600K einstellbar und kein Fremdlichteinfall und keine Reflektion farbiger Flächen.
Dann mit Graukarte alles nochmals unter optimalsten Bedingungen.
 
Ich mache morgen Tests oben im Studio
Ich frage mich gerade wie man einen Test so standardisieren könnte dass andere z8-Besitzer (z.B. ich) diesen auch einmal durchführen können. Danach hättest Du Material zum Claim bei Nikon.

Oder wir lernen dass alle z8-Kameras einen Stich haben und nicht nur die von Svante.

Allerdings habe ich keine normierte Graukarte zur Verfügung…
 
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Es geht um eine Z9.
 
Wuxi kommentierte
Ach sorry. Aber 8 ist ja dasselbe in klein.
 
Ich habe zwar keine Lösung und auch keine Idee, woran das liegen könnte, aber im direkten Vergleich Z8/Z9 unter gleichen Bedingungen bei Tageslicht kann ich feststellen, dass auch meine Z9 anders abgestimmt (so nenne ich das mal) ist als meine Z8.
Selbst, wenn ich den durch manuellen Weissabgleich gewonnen Kelvin-Wert der Z8 auf das gleiche Foto mit der Z9 übertrage, ist ein leichter (bei mir nur sehr leicht) Gelbstich erkennbar - im direkten Vergleich.

Die Differenzen in dem zur Messung verwendeten Graufeld sind bei beiden Kameras aber im Bereich +-1.

Die Z9 wird allerdings bei Kunstlicht etwas mehr "gelbstichig".

Ich habe JPGs aufgenommen mit PC-Standard mit automatischem und manuellem Weissabgleich - bis auf den Test mit dem KELVIN-Wert der Z8, da waren es RAWs.

Wenn ich im NXS bei den RAWs den Weissabgleich durch die Software machen lasse, ist das Ergebnis für beide Kameras jeweils 5500 Kelvin, aber das Z9-Bild wirkt (ist) einen Ticken wärmer - ein Ticken, mehr nicht (Monitor ist ein CG2730) ...
 
Kommentar
Habe jetzt den Test durchgeführt.
Voraussetzungen waren...
Völlig dunkler Raum.
Keine Reflektionen von Wänden.
2x LED Godox SL100Bi von li und re 30 Grad zu den Graukarten.
Riesige Diffusoren vorm Tischaufbau für weiche gleichmäßige Abstrahlung. (Nicht direkt an LED, da dadurch punktuelle Abweichungen entstehen)
Leistung beider Godox genau angeglichen per Lichtmessung.
Belichtungsmessung per Lichtmessung mit Sekonic.
Z9
Z 50/1.2
ISO 64
f 5,6
t 1/6

RAW
RGB
Automatischer Weißabgleich mit Kamera per WBA1
Entwicklung in PS per Kameraprofil für Z9 Z50 1.2 mit Colorchecker und Software CameraCalibration
Sonst keine Veränderungen durchgeführt.

Graukarten von li nach re COLORCHECKER GRAY BALANCE---KODAK---Weiss nicht mehr

Bis auf die letzten 2 Beispiele wurde der Manuelle Weißabgleich immer mir der linken Colorchecker vollzogen weil sie die neuste ist.

5600K
Autom WB Z9



5600K
Manuell WB Graukarte li



3600K
Autom WB Z9



3600K
Manuell WB Graukarte li



6500K
Autom WB Z9



6500K
Manuell WB Graukarte li


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

6500K
Manuell WB Graukarte re



6500K
Manuell WB Graukarte Mitte KODAK




In der Hoffnung alles korrekt durchgeführt und beachtet zu haben,
viel Spaß beim Vergleich.
 
2 Kommentare
dhm kommentierte
Hallo,

ich sehe hier marginale leichte Unterschiede.
In den Farben absolut kaum nachzuvollziehen, nur ggf. leichte Tendenz in den Graukarten Richtung Warm/Gelb. Und einen gezielten "Gelbstich" kann ich bei den Farben und im Weiss nicht wirklich ausmachen.
Lediglich in den Graukarten ist es nicht mehr Grau und verschiebt sich bei der manuellen Messung und macht sich sichbar bemerkbar.
Am saubersten kommt mir die manuelle Kodak Graukartenmessung vor.

Angeschaut auf zwei Monitore, beide geeicht,
einmal Imac 4K mit Datacolor und auch gleiches Bild auf dem EIZO CG2700X
Browser Firefox

Somit bestätigt sich ja Deine Wahnehmung und ist Tatsache, löst aber Dein Problem nicht, sondern bestätigt es nur.

Bleibt die Frage, lohnt sich bei Deinen Motiven ein manueller Weissabgleich? Ich für meine Teil mache nur den WB automatisch und bei Dir sieht es doch auch dort am stimmigsten aus.
Manuell und mit Referenz bin ich immer nur bei farbverbindlicher Shopware vorgegangen. Bei Aufnahmen nur für mich reagiere ich spontan auf "Motiventdeckung" und würde keine Zwischenzeit auf meinen Auslöseimpuls einbauen.
Aber hier ist ja jeder verschieden in seiner Vorgehensweise.
 
Zuletzt bearbeitet:
svantevit kommentierte
Eben.
Ich war auch überrascht wie ziemlich genau entgegen meinen praktischen Erfahrungen das hier unter diesen Lichbedingengen ablief.
Der Fehler muss irgendwo anders liegen bei meinen Einsätzen draußen unter voller Sonne. Sehr starker Gelbstich trotz Manuell WB. Das ist hier nicht erkennbar.
Picture Controleinstellungen bei RAW?????
Kann ich mir nicht vorstellen.
Die sind für jpeg Workflow gedacht.
Na ich werde sehen.
Muss wohl alle Einstellungen nochmals praktisch anwenden um den Fehler zu finden.
 
Da ich gerade in der Natur die Gelegenheit und Zeit habe, nochmals durchzutesten ist mir folgendes aufgefallen….
Habe die Einstellung Picture Control auf Landschaft gesetzt.
Manueller Weißabgleich mit Graukarte.
Das Ergebnis zeigt einen Gelbstich gegenüber
Manueller Weißabgleich Graukarte mit Picture Control Neutral.
Eigentlich ist das logisch. Denn ich sehe ja in der Kamera kein reines RAW sondern ein intern berechnetes JPEG.
Das würde meine Feststellung erklären das ich bei dem Problem dieses gelbe Ergebnis damals hatte und die ganze Kette hier losgetreten hat.
Ich kann mich aber absolut nicht erinnern, dass ich Picture Control auf Landschaft einmal umgestellt haben sollte, weil ich immer im RAW Format fotografiere und Picture Control mich überhaupt nicht interessiert.
Vielleicht versehentlich, keine Ahnung.
Man sollte die Picture Control Einstellungen generell auf neutral stellen, auch wenn man im RAW Format fotografiert, um nicht ein verfälschte Bild anzuschauen zu müssen.
Zu Hause muss ich noch meine Einstellungen in Photoshop überprüfen.
Inwieweit der Weißabgleich mit aktiviertem Picture Control eine Rolle spielt, obwohl ich meine Profile für Kamera und Objektiv immer anwende….. werde ich erfahren.
Ich denke, ich komme mit dem Problem sehr nahe.
 
Reaktionen: dhm
2 Kommentare
dhm kommentierte
Picture Control nutzte ich noch nie und ist immer auf Neutral. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Einstellung die RAW interpretation beeinflusst wenn man die Datei in PS öffnet erwarte ich auch eine neutrale RAW-Datei in PS.
Ich bin immer davon ausgegangen die Einstellung begleitet nur den JPG Weg. Und JPG mache ich direkt nie per Kamera, sondern ggf. nach der Nachbearbeitung konvertiert für z.B. hier für das Forum.oder wenn ich Bilder weitergebe.
So lernt man halt nie aus und erweitert den Horizont...
 
N
Nicname kommentierte
dhm
Softwarehersteller von Raw-Konvertern versuchen gelegentlich, die Nikon-eigenen Picture-Controls als Presets nachzuempfinden. Mit PS/Camera-Raw/LR habe ich keine Erfahrung, aber Capture-One stellt z.B. sämtliche Nikon-PCs nach und liefert darüber hinaus eigene kameraspezifische Profile.
 
Reaktionen: dhm
Vielleicht könntest Du mal probieren, den Adobe Raw Konverter als Fehlerquelle auszuschliessen. Ist der Gelbstich auch in einem JPG OOC sichtbar? Ist der Gelbstich nach Konvertierung in NX Studio auch vorhanden?
 
1 Kommentar
svantevit kommentierte
In NX Studio hat das betreffende RAW ebenfalls diesen Gelbstich.
 
Ich würde NIKON kontaktieren. Vielleicht gab es schon weitere Rückmeldungen aus dem Feld.
 
4 Kommentare
svantevit kommentierte
Ich vermute, der Fehler ist ergründ und erklärbar. Wenn es überhaupt ein Fehler ist und nicht doch an mir liegt.
 
G
Gianty kommentierte
Vielleicht kennt man bei NIKON dieses Phänomen und kann es schnell klären - egal was die Ursache ist.

Eigene Fehler können passieren, ist völlig menschlich.
 
svantevit kommentierte

Das hätte sich garantiert schon rumgesprochen
 
G
Gianty kommentierte
Wo?
Selbst wenn der "Fehler" bei Dir liegen sollte - manchmal steht man auf dem Schlauch und kommt nicht runter.

Von Leica kenne ich es, dass ein Anruf oftmals Wunder wirkt und sofort geholfen wird. Egal ob es an der Kamera oder am Knoten im Kopf des Anwenders liegt.
 
Ich hatte mal eine D3 im Nikon-Service. Kam zurück und war grünstichig. Gleich nochmal hingesendet, zurückbekommen, alles OK.

Will sagen: man (i.e. der Service) kann da schon was einstellen was wir nicht können.
 
3 Kommentare
svantevit kommentierte
Probiere das doch mal selbst Wuxi. Auch wenn du keine Graukarte hast. Nimm was ähnliches.

RAW. Manueller Weissabgleich. Picture Control Neutral.
RAW Manueller Weissabgleich. Picture Control verändert auf zum Beispiel Landschaft.
Wird gelblicher und rötlicher. Weil intern ein JPEG zu sehen ist.
Das ist kein Fehler.

Mein Fehler lag in der Einstellung PC. Da bin ich mir zum jetzigen Zeitpunkt sicher.
Und Photoshop aktiviert im Profil Landschaft. Obwohl ich RAW genutzt habe.
Wieso erkennt Photoshop Picture Control automatisch Landschaft für JPEG Option.
Ich möchte ein RAW entwickeln was die Basis ist und kein JPEG.
Die Profile kann ich zwar in PS auswählen. Was ich auch über eigene abgelegte mache. Trotzdem ist mir das unverständlich.
Bis jetzt noch.
 
Wuxi kommentierte
Ah, OK, dann hast Du das Problem identifiziert? Das habe ich überlesen. PC als Ursache wurde ja schon früh in #15 vermutet.

Warum macht PS das?
Ich denke die RAW Konverter versuchen schon alle mehr oder weniger das zu tun was NX-Studio als einziger ganz perfekt kann:

nämlich die PC-Einstellungen bei der Entwicklung zu berücksichtigen (mehr oder weniger!)
Die Interpretieren was in PC steht und setzen die eigenen "Schieberegler" dann entsprechend.

(Und die im RAW Container eingebetteten JPGs (in drei verschiedenen Größen) wenden die PC-Einstellungen sowieso an.)
 
svantevit kommentierte

Ich bin mir sehr sicher das meine Kamera keinen Fehler hat. Der Fehler bin ich selbst.
Erst durch die Verstellung PC Landschaft wurde ich auf das gesamte Problem aufmerksam. Vorher ging es doch auch.
Und meine Test's beweisen ja, das die Kamera genau arbeitet.
Die kleinen minimalen Abweichungen sind im Normalbereich oder haben Ursachen wie, interner Kameraverarbeitung.
Vielleicht nicht ganz exakte gleichwertige Kalibrierung beider Godox-Lampen. Auch wenn man die Kelvin einstellen kann.
Dazu gibt es ja die Feintuningoptionen in der Kamera. Nicht umsonst hat man diese Optionen integriert.
Nur da muß man wirklich genau wissen was man macht um nichts zu "verschlimmbessern".
Ich komme schon zum Ziel. Auch wenn es länger dauert.
 
Mir macht es eben Freude, den Eindruck beim Fotografieren genau so und exakt darzustellen wie er in meinem Gedächtnis blieb.
Dazu betreibe ich enormen Aufwand. Habe Zeit bei der Bilderstellung.
Nach gutem Gefühl kann man per EBV mit allen Reglern auch ein Ziel erreichen.
Ich möchte aber die andere Herausforderung. Darum ist die Kamera Kalibriert mit jedem Objektiv.
Nur draufdrücken ist nix für mich.
Oft wird mir übel wenn ich hier verschobene blaustichige Beispiele sehe.
Nicht mein Ding.
 
Kommentar
Also habe ich doch recht mit meinen in #24.8 beschriebenem Kommentar. Wollte auch eigentlich @svantevit vorschlagen, dass mal in seine Tests einzubauen, also unterschiedliche PC Einstellungen zu probieren ob es da Unterschiede gibt. Jetzt hat er es selber ausprobiert und weiß nun, dass diese PC Einstellungen doch Einfluß auch auf das RAW haben. Denn wie wir wissen, wird uns ja nur ein eingebettetes JPEG davon angezeigt. Und dies gilt in allen RAW Konvertern als Arbeitsgrundlage für die weitere Entwicklung und Bearbeitung. Und eben bei Lightroom Classic kann man sogar selbst bestimmen, ob Lightroom eine Eigeninterpretation dieser PC Einstellung Nikons nutzen soll, oder aber eine neutrale Adobe Vorgabe. Und Bitteschön für diesen scheinbar doch hilfreichen Tipp.
 
VisualPursuit kommentierte
#15 - Picture Styles - Erster!
 
svantevit kommentierte
Wie es scheint haben Michael und Bernd recht.
Ich vergebe eine Tüte Gummimänneln als Preis.
2 Lollis dazu.
Möchte aber dann gern ein Bild von euch Beiden.
Mit perfektem Weissabgleich.
 
Metalhead kommentierte
Ja, hast Du recht, Sorry. Das ist leider total untergegangen. Wird hier und vor allem auch im Nachbarforum leider immerzu als falsch abgestempelt, weil die PC Einstellungen ja ausschließlich auf die JPEGS Einfluß hätten. Das ist die weit verbreitete Meinung. Für meine gegenteilige wurde ich sogar schon vom Betreiber des DSLR-Forums abgekanzelt. So dass ich am Ende selber verunsichert war ob meine These richtig ist. Aber im Grunde hatte ich es mir ja schon selber bewiesen mit der B&W Geschichte, dass dem so ist. Und @svantevit bestätigt es nun ja.
 
VisualPursuit kommentierte

Der Betreiber und seine Schergen im Userfrustrationsmaximierungsdienst......
Ein endloser Quell der Freude. Deswegen bin ich nicht mehr da.
Hier ist viel schöner.
 
svantevit kommentierte

Sind auch meine Erfahrungen. War einen Tag dort und bin gleich wieder weg. Dieser Typ ist mir gegenüber sehr unsympathisch gewesen.
Dann kam meine Retourkutsche. Die hat er verdient.
 
Die PC-Einstellungen haben keinen Einfluss auf das RAW. Man kann eventuell den Eindruck bekommen, dass es so sei, weil wohl die RAW-Entwickler irgendetwas missverstehen, was in den EXIFs steht.

Hier mal drei Beispiele mit unterschiedlichen PCs, direkt aus NXS als JPG exportiert und dazu der Inhalt der RAW-Datei:

PC Standard


PC Vivid


PC Monochrom


Selbst ein Weissabgleich hat keine Konsequenzen für das RAW- File:

 
3 Kommentare
svantevit kommentierte
Eigentlich logisch. Und von diesem Wissen ging ich eigentlich grundsätzlich aus.
Auch wenn ich mich dann anders überzeugen lies.

Ich habe heute auch nochmals Tests durchgeführt und dabei bemerkt,
es ist ganz wichtig die Graukarte richtig zu halten. Ist sie leicht gekippt gibt es Farbabweichungen.
Besonders bei totalem Sonnenlicht. Dieses Farbspektrum macht bestimmt Schwierigkeiten für die Messung mit Graukarte und manuellem WB in Kamera.
Bei Lichtbedingungen im Studio war das nicht so extrem.
 
N
Nicname kommentierte

... es ist ganz wichtig die Graukarte richtig zu halten. Ist sie leicht gekippt gibt es Farbabweichungen. ...
Völlig richtig, eigene Erkenntnisse, aus eigenem Handeln enstanden, sind immer besser als das Lesen von Forenbeiträgen:


https://www.nikon-fotografie.de/community/comments/207720/

 
Zuletzt bearbeitet:
Metalhead kommentierte
Ok, drücken wir es mal so aus (auch wenn ich das immerzu betont habe), es hat keinen Einfluß auf das dumme File was sich RAW Datei und bei Nikon NEF schimpft direkt, aber sehr wohl auf das eingebettete JPEG, was die meisten RAW Entwickler anzeigen und was man als Arbeitsgrundlage für die Entwicklung und weitere Bearbeitung nutzt. Hier ist es auch schwarz auf weiß zu lesen wie Lightroom Classic das handhabt: https://helpx.adobe.com/de/lightroom-classic/help/raw-defaults.html
Und wenn man das RAW File mit den "Kameraeinstellungen" importiert, dann haben Weißabgleich und Picture Control Settings sehr wohl Einfluß auf das Aussehen der Bilddatei. Man kann da sogar noch ins Detail gehen wie es scheint, habe ich aber noch nicht gemacht. Zudem gibts noch "Adobe Default", wo ich dann davon ausgehe, dass es keinen Einfluß gibt und alle Bilder gleich aussehen. Selbst wenn man ein monochromes PC in der Kamera ausgewählt hat wird das Bild dann bunt angezeigt in Lightroom. Deine APP RAW Digger (kenne ich persönlich nicht) zeigt die Files dann halt so an wie Lightroom unter "Adobe Standard" ohne die Kameraeinstellungen zu berücksichtigen.
 
Die Methoden, mit der die Kamera versucht den Weissabgleich hinzubekommen, sind komplex. Eine Methode, bei der das Ergebnis nachvollziehbar ist und auch funktioniert, ist A0 (Weiss bewahren).

Tischplatte mit A0, Weiss wird nicht gefunden, Methode "der Durchschnitt der Farben in der Welt ist Grau":



Kommt bei A0 Farbe ins Bild, hilft das auch noch nicht weiter:



Erst wenn Weiss ins Bild rückt, kann man sagen: Der Weissabgleich passt!



Das ist natürlich keine Profilierung auf die 18 Farben der bekannten Testtafeln (TLCI-Farbcheck, 6 Primär- und Sekundärfarben und 18 Natur- und Hauttöne), aber der Weissabgleich sollte jetzt "stimmen".

Bei A0 "sucht" die Kamera nach der hellsten "farblosen" Stelle (unabhängig von der PC-Einstellung, also nicht im JPG) und interpretiert diese als "neutral / weiss".

Vielleicht mal mit A0 etwas weisses ins Bild halten, und den so gemessenen KELVIN-Wert (den kann man sich ja anzeigen lassen) im WB-Menü eintragen...
 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
svantevit kommentierte
Ich habe das jetzt getestet mit Ao und einen orangefarbenen Bodenbelag.
Ohne Farbtafel wird das einfach nichts. Viel zu hell und von Orange ist fast nichts bemerkbar.
Sobald ich die Farbtafel ins Bild bringe, trifft der Weissabgleich das Orange absolut korrekt.

Und wie du sagst, man muß die Zusammenhänge der unendlichen Konfigurationen ersteinmal verstehen.
Danke für deinen Test und Tipp!
 
RAWky kommentierte
Gerne. Die Farbtafel wird ja u.A. dafür verwendet, ein Kameraprofil zu erstellen, um dann "farbrichtige" RAW-Entwicklungen machen zu können. Ich denke aber, die Farbtafeln sind eher dafür geeignet, das einfallende Licht zu beurteilen. In einer Mischlichtsituation (es reichen schon 2 Studioleuchten um ein Mischlicht zu erzeugen) bekommt man zwar ein "Profil", aber die Reproduktion der Farben der Tafel wird nicht möglich sein. Der angesprochene Sekonic CT-800 wird ja dafür verwendet, die Beleuchtung konsistent und reproduzierbar zu halten, nicht um ein "Kameraprofil" zu erstellen. Wenn das Licht stimmt, stimmen i.d.R. auch die Farben.
Man kann sich aber zu 99,99% auf den "kalten" A0 Weissabgleich verlassen, wenn man eine Farbtafel mit Weiss oder eine weisse Karte ins Bild bringt - Profilieren muss man nicht unbedingt. Auf die anderen Optionen A1 und A2 kann man sich auch verlassen, dann hat man "Stimmung" im Foto.
 
svantevit kommentierte

Kameraprofile mit allen Z Objektiven habe ich mir eingerichtet und arbeite schon länger damit.

Ao Einstellung habe ich jetzt richtig durch dich "kapiert". Danke dir nochmals!
 
VisualPursuit kommentierte

Korrekter Einwurf.
Farbspektrometer dienen dazu das Licht zu korrigieren, nicht die Kamera einzustellen.

Viele LEDs inclusive sehr teurer professioneller LEDs weichen in der tatsächlichen Farbe
teilweise deutlich von den Skalenwerten/Anzeigen ab.

Man stellt die dann nicht mit bordeigenen Anzeigen sondern mit Blick auf das Spektrometer ein.
 
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