Macro

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korinne

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Hallo,

Ich habe vor kurzen eine D80 gekauft und mir als Einstieg das 18-200mm Objektiv dazu gekauft.
Teilweise habe ich mich für das falsche Objektiv entschieden, da es weder den Makrobereich abdeckt, noch mit einem Telekonverter kompatibel ist. Nun ja, für einen grösseren Zomm muss ich mir dann wohl nochmals tiefer in die Tasche greifen (als dies beim lediglichen Kauf eines Telekonverters der Fall gewesen wäre). Sei's drum.
Zuerst muss ich mich um den Macro-Bereich kümmern. Und zwar brauche ich aus beruflichen Gründen (ich bin Zahnärztin) ein Objektiv was mir zufriedenstellende Bilder von Zähnen liefern kann! Und dies ohne Stativ!
Was würdet ihr mir empfehlen?
Sollte ich auch einen Ringblitz oder gar den Macroblitz von Nikon kaufen. Im Moment habe ich lediglich den SB 600.
Danke für eure Hilfe
:pray::pray:
 
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Hanner B.

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telekonverter sind nur für lichtstarke objektive mit längerer brennweite gedacht, damit fallen die meisten zoom-objektive schonmal weg. würde dir beim aufnehmen von gebissen auch nur bedingt weiterhelfen, da sich die nahgrenze ja nicht verändert, da helfen wirklich nur makroobjektive, die einen abbildungmaßstab von 1:2 bis 1:1 liefern.

für deinen einsatzzweck scheint mir das nikkor af-s 105/2.8vr geeignet zu sein, es kann dank vr auch noch einigermaßen aus der hand genutzt werden, die opfer sind ja vermutlich einigermaßen fixiert und/oder sediert, dass bewegungsunschärfe nicht zu befürchten ist und die fluchtdistanz hier keine große rolle spielt ;)

ob das licht auch ohne ringblitz im behandlungsraum ausreicht, kann ich nicht beurteilen. ich denke aber, wenn der mundraum zur behandlung ausreichend beleuchtet ist, wird es auch (bei eventuell leicht erhöhter empfindlichkeit) ohne ringblitz gehen. erstmal ausprobieren ...
 
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korinne

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Danke,
Dass das Tele nicht für den Nahbreich geeignet ist, war mir klar. Dies wollte ich für andere Verwendungszwecke haben. Man weiss ja nie wofür es gut sein kann, den gesamten Bereich von Weitwinkel bis Tele abgedeckt zu haben...

An das 105 habe ich auch gedacht. Ich habe nur gehofft, jemand würde mir eventuell einen kostengünstigeren Vorschlag machen (wie Sigma....). Ok, VR kann natürlich nicht schaden!

Was für eine Unterstellung, dass die Patienten Opfer sind.... Die setzen sich alle freiwillig auf den Stuhl!!! Jetzt sag bloss, du gehst nicht gerne zum Zahnarzt...
 
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Raubacher Jockel

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Ich selbst habe das 150er Makro von Sigma und bin damit sehr zufrieden. Für die Zahnarztpraxis glaube ich, ist es wohl etwas zu viel Brennweite.
Von Sigma gibt es noch ein 50mm und ein 70mm Makroobjektiv, die bieten auch einen Verleihservice an, dann kannst du deinen Patienten mal damit auf die Pelle rücken.
Das 105 mm von Nikon mit VR würde deinen Kunden eventuell das direkte ins Gesicht blitzen ersparen, da hätte ich als "Opfer" wenig Lust drauf.
Scharf und gut sind die aber alle, also kannst du nicht viel falsch machen.
 
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immerich

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Ich habe zwar die gleiche Linse von Nikon, aber es gibt sehr wohl noch mehr. Sigma z. B. bietet das 105mm F2,8 EX DG Makro für ca. 520 Euro (oder weniger) an. Allerdings ohne VR. Auch Tamron wäre eine Alternative.
 
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Hanner B.

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die abbildungsleistung der 100/105er makros von anderen herstellern ist ebenfalls auf hohem niveau. da gibt es keins, von dem unbedingt abzuraten wäre. das vr habe ich nur empfohlen, weil es von allen am besten aus der hand und ohne blitz einzusetzen (und auch sonst sehr gut) ist.
 
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Michael K.

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Zähne können gemein reflektieren, was man mit Blitz erst nach der Aufnahme sieht.

Besser ist die dauerhafte Beleuchtung, und ein 105er Makro wird wohl eine gute Wahl sein.

Solange die Verschlusszeiten nicht unter 1/125sec. fallen, ist auch der VR entbehrlich
 
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korinne

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Ok, wirklich was falsch machen kann ich also nicht. Egal welcher Hersteller. Dann werde ich jetzt mal eine Nacht drüber schlafen und schauen ob ich den Geiz siegen lasse, oder doch lieber ein Original Nikkor nehmen werde.
Danke für eure Hilfe.
 
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Olaf J.

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Ich rate Dir von einem 105er für Deine Zwecke ab! Ein 60er wäre für Dich viel geeigneter. Ich schätze mal grob das Du beim 105er einen Arbeitsabstand von ca. 90cm benötigst :eek:. Für das 60er wirst Du etwa die Hälfte des Arbeitsabstand benötigen. Wenn Du es möchtest, messe ich es genau aus (ich habe alle drei Nikon Makroobjektive).

Bei Makrofotos rät man in der Regel zu recht von Ringblitzen ab. Für Deinen Zweck ist es aber ideal, da Du eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung bekommst.
 
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korinne

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Au ja,
Wäre super, wenn du mir diesen Abstand in etwa sagen könntest.
90 cm scheint mir in der Tat etwas weit entfernt!
An der Uni hatten wir irgendeine alte Nikon (eben mit Ringblitz), keine Ahnung welches Modell. Ich musste immer die Bilder schiessen. Damals war noch alles analog. Die Entfernung zum Mund hin hat höchstens 40 cm betragen, würde ich schätzungsweise behaupten!

Siehste, hab wieder was gelernt, ich dachte immer die Ringblitze wären eigentlich für die Makrofotographie entwickelt worden und somit in jedem Fall absolut zu empfehlen!
 
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smashIt

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was willst eigentlich genau fotograffeln?
den ganzen mund oder nur einzelne zähne möglichst gross?
bei 1. wird das 105er schon recht lang sein
bei 2. wird das 60er warscheinlich zu kurz werden
 
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andglas

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Hallo,
ich würde zu dem Macro 60mm das Macroblitz R1C1 empfehlen, da gibt es schöne Diffusor- Vorsätze für die Blitzköpfe, wenn das Licht diffus/zerstreut, wird es auch nicht so stark an den Zähnen reflektieren. Mit diesen Vorsätzen kommt man auch recht nah an die optische Achse, so das der Mundraum auch gut ausgeleuchtet wird.
Gruss Andreas
 
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korinne

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Eigentlich sollten nur die Zähne abgebildet werden. Ohne Lippen. Es geht somit hauptsächlich um Nahaufnahmen von 2-4 Zähnen.

Eigentlich würde die goldenen Mitte passen. Sollte ich mal den Antrag bei Nikon machen ob die mir nicht ein 80er entwickeln wollen????
 
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Hanner B.

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Es geht somit hauptsächlich um Nahaufnahmen von 2-4 Zähnen.

so etwa hatte ich das auch verstanden. das nikon 105vr liefert an seiner nahgrenze von rd. 31 cm (gemessen vom sensor) einen maximalen abbildungsmaßstab von 1:1, d.h. eine fläche von rd. 16X24 mm wird formatfüllend abgebildet. wenn es sich um humanoide beißwerkzeuge handelt, sollte das gut passen.
 
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andglas

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Hallo,
40cm hört sich so nach Nahgrenze des 105 macro an, habe mit dem 60 AF-D etwa 10cm Objektivende bis Mund gemessen. Das neue 60 AF-S geht wohl noch dichter. Habe mal das R1C1 mit Diffusorvorsatz getestet und es gibt doch noch 2 kleine Blitzpunkt-Reflektionen eventuell muss an den Filterhaltern (die vor dem Aufsatz eingesetzt werden müssen) noch eine Diffusorfolie eingelegt werden um das Licht noch mehr zu streuen, ganz vermeiden lässt es sich mit Blitz wohl nicht. Sicher gab es mit dem Ringblitz früher auch Reflektionen? Und wenn es der Ringblitz nicht war sicher die Zahnstuhl-Lampe.
Gruss Andreas
 
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duospilus

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das nikon 105vr liefert an seiner nahgrenze von rd. 31 cm (gemessen vom sensor) ...

Ich kann mir nicht vorstellen das man aus dieser Distanz jede Ecke des Mundraumes einsehen und fotografieren kann.
Ich denke da wäre ein kürzeres Makro angebracht und bei Bedarf meinetwegen auch noch eine Nahlinse, für die man ja nicht unbedingt ein Makro-Objektiv bräuchte.
 
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Olaf J.

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Au ja,
Wäre super, wenn du mir diesen Abstand in etwa sagen könntest.

Am frühen morgen war die Motivation vom Liveobjekt etwas gering :D,
deshalb diente für einen aufgerissenen Mund ein Apfel und für die Zahnreihe ein Taschenmmesser als Modell.

Apfel:
105er = 70cm Abstand von der Sensorebene
60er = 45cm Abstand von der Sensorebene

Taschenmesser:
105er = 45cm Abstand von der Sensorebene
60er = 30cm Abstand von der Sensorebene

Es spricht übrings aus meiner Sicht nicht dagegen auch ein Fremdobjektiv zu wählen (z.B. Sigma 70er Macro). Das 105/VR hätte natürlich den Vorteil das es über eine Stabilisierung verfügt.

Zum Thema Blitz:
Ein Ringblitz sorgt für eine sehr gleichmäßige Ausbelichtung. Das ist in der Regel bei der Makrofotografie nicht erwünscht, da man so dem Bild keine räumliche Wirkung verleiten kann. Mit dem R1C1 von Nikon ist das möglich, da man die Blitze unterschiedlich dosieren kann und das Licht von der Seite kommt.
Für Deine Aufgabe ist das aber unsinnig, da es Dir ja eher um medizinisch-wissenschaftliche Aufnahmen geht. Nebenbei ist der Nikon R1C1 auch erheblich teurer (Straßenpreis knapp 600 Euro) als z.B. ein Sigma EM 140 (Straßenpreis so ca. 350 Euro). So ein Ringblitz ist auch wesentlich handlicher und Deine Patienten erschrecken sich dann vielleicht auch weniger :dizzy:
 
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korinne

Unterstützendes Mitglied
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Hey, ihr seid super! Schlaft ihr nie? Oder nehmt ihr den Computer mit ins Bett????

Danke für eure prompte Hilfe. Lese mir heut abend eure Ratschläge nochmals zu hause in Ruhe durch und werde mich dann für ein Objektiv entscheiden!

Danke, danke, danke

Gruss an euch alle
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
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Ich habe hier ein Skelett für medizinische Zwecke stehen. Wenn Du willst, kann ich heute Abend mit einem 60mm Makro den Ausschnitt so wählen, dass 4 Zähne drauf gehen und messen, wie der Arbeitsabstand ist.


Gruß
Heiko
 
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EzzzE

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
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Hi Korinne,

mein Zahnarzt hat sich ebenfalls fürs Zähne abfotografieren eine Cam zugelegt, und zwar eine Sanyo VPC-E60. Er ist damit zufrieden und die Ergebnisse sind auch ok.

Die cam hat den Blitz sehr nah am Objektiv was in diesem Fall vorteilhaft ist.

Sinn und zweck war das Festhalten von durchgeführen Arbeiten um eine Beweisbarkeit gegenüber der Kasse zu haben. Ich weiss nicht ob du dies aus dem gleichen Grund suchst, oder ob die 2-4 Zähne in wirklich diesem Maßstab brauchst ( 1:1 oä. ) Man bedenke, dass bei diesem Abstand für erträgliche Tiefenschärfe stark abgeblendet werden muss.. und dann das Licht wieder nicht reicht.

Von Sigma gibt es ein 70er 1:1 Makro, vlt wäre dass was.

Grüße
Adrian
 
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